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Wie Partnerin/Freundin finden?

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20.08.2017 21:21
von:
lindenblüte
Status: offline  

Zitatvirgin84 schrieb am 20.08.2017 um 16:38:

An die, die hier so gerne mit Gleichnissen hantieren....

Stellt euch eine Frau mit einem IQ von 190 vor. Wäre das noch eine Frau? Würde die sich mit Frauen verstehen? Würde sie den Bullshit von normalen Frauen ertragen? Wäre die gesellschaftskompatibel? Soll die sich nett mit einer Therapeutin unterhalten? Nein? Ja, dann habt ihr jetzt vielleicht eine passendere Vortellung von meiner ALIENATION.

Und jetzt geht bitte zur nächsten Psychologin und lasst euren IQ messen.


Ehrlich gesagt klangen deine Selbst- und Weltbeschreibungen und vor allem die Schlussfolgerungen teils sehr unlogisch und daher nicht nach einem überdurchschnittlich hohen IQ.

Ich denke das Marathon-Gleichnis trifft aber immer noch einen Kern, denn wie willst du aus dem Nichts ohne Training, ohne Leitfaden, ohne Methode plötzlich gute Beziehungen führen können? Mit einem hohen IQ kannst du vielleicht aus dem Nichts komplexe Dinge verstehen. Wie eine Liebes- Beziehung funktioniert, sagt dir ein effektives neuronales Netzwerk nichts, wenn du neurotisch oder traumatisch in deiner Entwicklung blockiert bist oder wurdest.

21.08.2017 10:54
von:
Ninnife
Status: offline  

Ich kann das nicht nachvollziehen ....

Braucht eine Trainings, Leitfäden, Methoden, um "in Beziehung" zu sein, um zu lieben?

Sind wir nicht alle vom ersten Augenblick an ständig "IN"?

Wenn wir nicht geliebt worden wären, würden wir hier schreiben können?

Die wichtigste Beziehung ist jedoch die zu sich selbst und darum geht es ja dabei ... wie die TE beeindruckend schildert

21.08.2017 11:19
von:
lindenblüte
Status: offline  

Also ich habe die Selbstbeschreibungen sehr ernst genommen:

Wenn noch gar keine Form irgendeiner guten Beziehung, noch nicht einmal Freundschaft, zu Frauen jemals gelebt werden konnte?

Wenn eine voller Aversionen gegen Frauen ist, und es noch nicht einmal aushält mit ihnen einen Raum zu teilen?

Wenn eine überzeugt ist, nicht sie selbst sein zu dürfen, sich verstellen zu müssen, um geliebt zu werden?

Wenn eine voller Enttäuschungen ist, die sich immer wiederholen?

Wenn immer die gleichen negativen Reaktionen von Frauen kommen?

Wenn eine sich selbst so hasst und ablehnt, wie sie glaubt von anderen abgelehnt zu werden?

Ich glaube nicht, dass dann die schwierigste aller Beziehungsformen, eine "Liebesbeziehung" gelingen kann. Wie mit Enttäuschungen innerhalb von Liebesbeziehungen umgehen? Wie mit Kränkungen? Wie mit Interessenskonflikten?

Derzeit. Scheint es doch schon eine Herausforderung, mit Frauen in einem Raum zu bleiben und nicht das K.. zu kriegen. Wenn ich die Selbstbeschreibungen ernst nehme und nicht als Übertreibung oder Dramatisierung unterm Tisch fallen lasse.


21.08.2017 11:43
von:
Ninnife
Status: offline  

Ja, das ist auch richtig ....

Das Ich wird erst Ich am Du - frei nach Martin Buber -

Wie die TE auch schildert, ist ihr Ich durch ihre primäre Beziehung stark verbogen .... das ist jedoch nur ein (winziges?) Teil ihres gesamten Wesens

Wir dürfen die (Selbstheilungs)Kräfte nicht unterschätzen .... wenn das Potential vorhanden ist, braucht eine oft nur in ein bestimmtes Feld einzutreten, um sich selbst zu erleben, wie sie wirklich ist.

21.08.2017 12:03
von:
Quilma
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 21.08.2017 um 11:43:

Ja, das ist auch richtig ....

Das Ich wird erst Ich am Du - frei nach Martin Buber -

Wie die TE auch schildert, ist ihr Ich durch ihre primäre Beziehung stark verbogen .... das ist jedoch nur ein (winziges?) Teil ihres gesamten Wesens

Wir dürfen die (Selbstheilungs)Kräfte nicht unterschätzen .... wenn das Potential vorhanden ist, braucht eine oft nur in ein bestimmtes Feld einzutreten, um sich selbst zu erleben, wie sie wirklich ist.




21.08.2017 12:15
von:
lindenblüte
Status: offline  

Vielleicht kann man die Frage "Wie Partnerin/Freundin finden" (wenn ich diese und diese Voraussetzungen mitbringe) einfach auch so beantworten: Es wird sehr schwer, das weisst du selbst, aber es ist nicht unmöglich. Und den Weg dahin findest du selbst, denn du bist nicht dumm.

21.08.2017 13:02
von:
Quilma
Status: offline  

Zitatlindenblüte schrieb am 21.08.2017 um 12:15:

Vielleicht kann man die Frage "Wie Partnerin/Freundin finden" (wenn ich diese und diese Voraussetzungen mitbringe) einfach auch so beantworten: Es wird sehr schwer, das weisst du selbst, aber es ist nicht unmöglich. Und den Weg dahin findest du selbst, denn du bist nicht dumm.


"dumm" ist ja auf Verstand-Ebene. Potential ist noch etwas anderes und das ist wichtig. Sowas wie innere Ressourcen, auf die man zurück greifen und sie ausbauen kann. Nicht komplett aus sich selbst heraus den Weg finden, sondern das Potential aus sich selbst weiter entwickeln können, wenn, wie Ninnife es beschreibt: in bestimmte Felder eingetreten wird, also gewisse Reize von Außen da sind, die dem Potential Selbstentfaltung möglich machen.

So sehe und verstehe ich es zumindest und kenne es aus eigenen Erfahrungen.

21.08.2017 14:18
von:
Ninnife
Status: offline  

So gesehen, ist jeder "Konflikt" der notwendige aber nicht ausreichende Schritt zur Selbsterkenntnis.

Der weitere Schritt wäre, die (An)Erkennung (und Würdigung!) der eigenen Anteile, die damit (re-?)aktiviert werden.

Diese (An)Erkennung bedarf der neutralen und kompetenten Anleitung einer Fachkraft. Ansonsten ist es ja wie gegen Windmühlen zu kämpfen, bzw. ein Schattenkampf.

editiert am 21.08.2017 14:20 Beitrag melden Zitatantwort
21.08.2017 15:22
von:
QueerFemmeWit..
Status: offline  

Zitatvirgin84 schrieb am 18.08.2017 um 16:20:

Wie kann ich als über 30-Jährige eine Partnerin/Freundin über 30 finden? Wo hätte ich Chancen?

Gibt es hier Lesben, die keine realen Beziehungen zu Frauen haben und noch nie hatten? Weder freundschaftlich noch partnerschaftlich? Noch familiär?

Oder bin ich die einzige in Deutschland? Weltweit? Würde mich brennend interessieren.

Und Frage: wie geht man damit um? Wenn man nicht den Stallgeruch "Lesbe" bzw. "Frau" an sich hat? Ich mag asexuell wirken bin es aber definitiv nicht! Wie kann ich Lesben auf mich aufmerksam machen, die nicht von mir erwarten eine normale Frau zu sein? Die mich einfach so nehmen wie ich bin? Ich habe auch nichts gegen normale Frauen solange sie mich als anders respektieren und annehmen.

Da ich noch nie mit einer Frau oder Lesbe befreundet war, kann ich nicht da anfangen wo normale mit über 30 stehen, die immer Single oder in Heterobeziehung waren.

Ich hätte gern ein Feedback wie realistisch es ist, jemanden wie mich zu finden bzw. eine offene, tolerante Lesbe und wo ich da die besten Chancen online wie offline hätte.

Ich bin jemand der sehr viel Respekt benötigt und sehr feinfühlig im Umgang ist und sich von niemandem ein respektloses Benehmen gefallen lässt.

Danke.



Ich verstehe nicht was das Alter mit der Frage zu tun hat? Also ich denke am einfachsten triffst du eine wirklich passende Frau an einem Ort wo du deinen Interessen nachgehst. Wenn du gern liest, wäre eine feministische oder Frauenbücherei kein schlechter Anfang. Es gibt kulturelle Frauenzentren die verschiedene Veranstaltungen anbieten, von Lesungen über Kräuterwanderungen und Kinoabende... Ich denke die Wahrscheinlichkeit auf einer Lesbenparty oder ganz banal im Supermarkt die geeignete Partnerin zu finden ist relativ gering.

21.08.2017 18:55
von:
ErikaS1
Status: mobile  

ok ..
ich habe eben noch mal alle Beiträge von virgin84 zu sich selbst, ihre Beschreibungen gelesen. JA zuweilen anstrengend aber ( ja Ninnife der muss jetzt ) mit meiner mentalen Landstrasse und meinem schmalen analytischen Wissen hätte ich einfach mal Fragen :

weshalb bist du liebenswert?
was ist das was du deiner Partnerin gibst?
was ist in deinen Augen das was dein Gegenüber an dich fesselt..
hattest du den Eindruck das all diese Frauen hier kein Interesse an dir haben ?

Du schreibst haufenweise Gründe und Entschuldigungen weshalb die Frauen kein Interesse an dir haben oder haben könnten.. nur bestätigt hat es dir auf grund deines Verhalten keine...
Du hast die Schuldige für deine Situation.

Dein Problem hat wenig mit deiner Sexualität zu tun, sondern mit viel anderen Dingen die hier für mich nicht klar werden. Die in Eben dahinter liegen.

Zunächst hat du mein Helfersyndrom sehr getriggert, aber dann kamen stachelige Antworten auf gute Ideen..

Wir kennen deine Lebensgeschichte alle nicht und vermutlich kennt dich live und Farbe hier auch keine. Aber ich bin der festen Überzeugung das du aus deinem Kreisel nicht allein heraus finden kannst und wirklich professionelle Hilfe überlegen solltest...

Ich schreibe das nicht dich zu belehren, sondern weil viele deiner Zeilen mit eigenen Erlebnissen und Empfindungen verbinden kann... vielleicht in anderen Farben... aber mit sehr ähnlichen Gefühlen....
Und ich darf dir sagen selbst wenn du deine Isolation durchbrichst, wirst du ein Lebenlang von ihr wieder bedroht werden ...

Ich wünsch dir Menschen die dir helfen und das du aus diesem Elend ( und es ist ein abgrundtiefes) heraus kommst. Du hast recht so sollte niemand sein Leben führen.. Aber der Schlüssel der liegt bei dir.... nicht bei deiner Mutter nicht bei anderen Menschen...Du und nur du kannst daran arbeiten...

Edith da fehlte noch eine Frage



editiert am 21.08.2017 19:23 Beitrag melden Zitatantwort
21.08.2017 19:17
von:
Minerva_
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 20.08.2017 um 10:11:

Zitatvirgin84 schrieb am 19.08.2017 um 23:22:

ZitatNinnife schrieb am 19.08.2017 um 10:21:

(quote max. 3 Ebenen)Tacaro1971 schrieb am 18.08.2017 um 16:47:

Wie wäre es mit einer Coming Out Gruppe oder lesbischen Freizeitgruppen, um mit anderen Lesben in Kontakt zu kommen? So ganz real und nicht virtuell. Davon sollte es doch in Hamburg einige geben. Viel Spaß und viel Erfolg! (/quote max. 3 Ebenen)

Was mich jedoch interessiert: Zu welchen Menschen hattest Du denn bisher Kontakt?


Da mich niemand kennt, denke ich, ist bis heute auch noch niemand zu mir durchgedrungen, einfach deshalb, weil ich niemanden interessiere.

Meine realen Erfahrungen sind, dass es mich depressiv macht, mit Frauen in einem Raum sein zu müssen oder mit ihnen zu kommunizieren. Nicht immer, aber überwiegend sind es negative Erlebnisse. Und wenn sie positiv sind ist trotzdem klar, dass die Frauen mich nicht wiedersehen wollen. Logischerweise meide ich daher Kontakt. Da ich die Ablehnung spüre und eine Art von Feindseligkeit, eine Art Unverständnis. Mit Lesben habe ich zu wenig Erfahrung. Aber die wenigen, die ich erinnere waren negativ, weil ich natürlich schon längst ein gestörtes Verhältnis zu Frauen hatte, was einerseits sicher durch mein Lesbischsein andererseits aber durch die Isolation erklärbar ist. Und die Isolation kommt sicher zum großen Teil daher, dass ich sehr anders war als meine biolog. Mutter und sie gegen mich arbeitete und mich ablehnte. Ich vermute, dass sie wollte, dass ich ein so elendes Leben führe wie sie und mir eben nichts besseres gegönnt hat. Durch den Liebesentzug und die Isolation konnte ich keine tragbare Identität und darauf aufbauende Beziehungen zu Kindern, später Jugendlichen entwickeln. Nur hat sie da wohl ziemlich gut ganze Arbeit geleistet und ich kann einfach nur so im luftleeren Raum herumzappeln. Und habe wohl auch das Pech, ähnliche Gefühlskrüppel wie meine biolog. Mutter anzuziehen - wodurch ich in eine totale Vermeidungsstrategie gewechselt bin - oder es sind einfach die meisten so.

Mein Fall scheint aber sehr extrem zu sein. Und wenn ich die einzige in Hamburg bin brauche ich wohl auch eine besondere Strategie um mich geeigneten Frauen annähern zu können. Vielleicht hat jemand eine Idee?

Was mir in Erinnerung geblieben ist, dass mir eine lesbisch lebende Frau sagte, Lesben wären nicht nett und dass ich nette Menschen bräuchte. Nach dem Motto: du bist einfach nicht tough genug, um eine Lesbe zu sein, also gib es auf.

Und dann denke ich jetzt auch, sie hätte das nicht gesagt wenn sie wirklich Interesse an mir gehabt hätte. Und ich denke, was Lesben wollen ist eine täuschende Fassade, am besten lebenslang. Das sind meine Gedanken und Erklärungen dazu warum ich für Frauen nicht interessant bin.

Wahrscheinlich ist euer Tipp auch nur: schauspielern was das Zeug hält. Anders geht es wohl nicht. Das machen alle.

Mein Selbstwertgefühl ist überdurchschnittlich hoch, nur ist das Unverzeiliche, das mir Frauen bisher angetan haben, wohl mein einziger wunder Punkt. Mir ist da einfach ein großes Unrecht geschehen, das kann ich nicht ändern. Leider bin ich von meiner Persönlichkeit her - anders als meine biolog. Mutter - nicht für das ewige Alleinsein gemacht. Daher ist meine Lebenssituation kein aushaltbarer Zustand für mich. Ich habe versucht, mir durch lesen eine Frauenidentität zu konstruieren. Die Zeit wird zeigen, ob es anschlägt. Also mehr ein Bewusstsein über mein Geschlecht. Auch wie ich mich verhalten sollte, welche Rechte ich habe. Aber das ist sehr künstlich und im Zweifel würde ich nicht daran glauben, da es einfach nicht mit meiner Lebenssituation und meinen Erfahrungen übereinstimmt.

Weil ich eben denke, keine Frau führt so ein elendiges Leben wie ich. Wenn ich wirklich eine Frau wäre, wäre ich nicht dazu gezwungen so zu leben! Zumindest scheinen Heterofrauen in meinem Alter nicht so leben zu müssen. Ich bin isolierter als jemand mit 80 im Altenheim.

Daher frage ich mich, ist es für Lesben durchaus üblich, so sozial eingeschränkt zu sein? Oder ist das auch sogar für Lesben nicht denkbar?

Weil mein Problem ist auch, dass ich denke, dass Leute bei Frauen, die allein sind denken, dass die das freiwillig sind. Und bei mir nicht gesehen wird, dass es unfreiwillig ist. Und ob das der Beweis ist, dass ich keine Frau bin, weil eine Frau niemals so hilflos wäre und niemals so komplett inkompatibel und abgelehnt und auussichtslos optionslos wäre. Weil ich diese Art von hilfloser Lethargie nur von Männern kenne. Durch das Internet. Was es mir wiederum sehr schwer macht, mich als Frau zu fühlen und eine weitere Distanz zu Lesben/Frauen schafft, da ich natürlich Identifikation suche, Menschen die in meiner Situation sind.





OK, das ist schon sehr klar und schlüssig geschrieben, sehr gut

Du hast sehr viel Potential und jetzt hast Du auch ein handlungsleitendes Konzept für Deine Weiterentwicklung

Und das geht so: Du druckst Deinen Text aus und gehst damit zu einer guten Psychiaterin - weil sie den Überblick über das ganze lokale Angebot haben! -

Sie überweist Dich dann zu einer guten Therapeutin, die spezialisiert auf diesem Gebiet ist. Das kostet Dich nichts, übernimmt die KK.

Ich wünsche Dir alles Liebe und Gute, Du schaffst es!



Ich möchte ergänzen,bzw. korrigieren. Delegationsverfahren is nicht mehr.

Also, TE, den Psychiater brauchst Du nicht, denn es bedarf keiner Überweisung. Du kannst Dir direkt eine Psychotherapeutin suchen und einen Termin mit ihr machen.

Und irgendwie kommt mir Deine Schreibe bekannt vor.... kann es sein, dass Du hier schon mal angemeldet warst?

21.08.2017 19:26
von:
Weirdo2013
Status: offline  

@Minerva

Geht es erst nicht darum, die richtige Therapieform auszuloten? Da finde ich die Idee von Ninnife, das Aufsuchen einer Psychiaterin, nicht die schlechteste. Gerade, da man meist Monate auf einen Termin für eine Psychotherapie warten muss. Da wäre eine grobe Richtung oder ein konkreter Vorschlag ueberlegenswert.

editiert am 21.08.2017 19:28 Beitrag melden Zitatantwort
21.08.2017 19:41
von:
ErikaS1
Status: mobile  

ZitatWeirdo2013 schrieb am 21.08.2017 um 19:26:

@Minerva

Geht es erst nicht darum, die richtige Therapieform auszuloten? Da finde ich die Idee von Ninnife, das Aufsuchen einer Psychiaterin, nicht die schlechteste. Gerade, da man meist Monate auf einen Termin für eine Psychotherapie warten muss. Da wäre eine grobe Richtung oder ein konkreter Vorschlag ueberlegenswert.

dann sind wir schon drei
und vier gewinnt

(sorry)

21.08.2017 19:46
von:
Quilma
Status: offline  

ZitatMinerva_ schrieb am 21.08.2017 um 19:17:

Ich möchte ergänzen,bzw. korrigieren. Delegationsverfahren is nicht mehr.

Also, TE, den Psychiater brauchst Du nicht, denn es bedarf keiner Überweisung. Du kannst Dir direkt eine Psychotherapeutin suchen und einen Termin mit ihr machen.

Und irgendwie kommt mir Deine Schreibe bekannt vor.... kann es sein, dass Du hier schon mal angemeldet warst?


Ja, kommt mir auch bekannt vor, genauso wie das Problem an sich.


21.08.2017 19:48
von:
Quilma
Status: offline  

@Te, ziehst du es überhaupt in Betracht eine Psychotherapie zu machen?

21.08.2017 20:15
von:
Weirdo2013
Status: offline  

Wer könnte das nicht verstehen. Man hofft auf einen Menschen, der einen so nimmt wie man ist, für einen selbst perfekt erscheint und gleichzeitig die eigenen Probleme "verschwinden" lässt. Man selbst braucht nichts mehr tun. Funktioniert vielleicht eine Weile....und dann kommt meist das grosse Erwachen. Wie auch immer die Geschichte weiter gehen mag, ich wünsche der TE sehr, dass sie ihre Barrikaden ein klein wenig zur Seite räumt, damit überhaupt ein Weg entstehen kann.

21.08.2017 20:19
von:
ErikaS1
Status: mobile  

wer nicht in sich sicher ist , wird sicher nicht durch eine Parnerschaft seine Problem lösen...

Mal von TPE Paaren abgesehen aber das ist ein anderer Film

21.08.2017 20:25
von:
Quilma
Status: offline  

ZitatWeirdo2013 schrieb am 21.08.2017 um 20:15:

Wer könnte das nicht verstehen. Man hofft auf einen Menschen, der einen so nimmt wie man ist, für einen selbst perfekt erscheint und gleichzeitig die eigenen Probleme "verschwinden" lässt. Man selbst braucht nichts mehr tun.


Ich kann das nicht verstehen. Ich bekomme regelrecht 'ne Krise, wenn jemand versucht meine Probleme "verschwinden" zu lassen. Und ich erlebe es echt häufig, dass mit in einer Beziehung in die Auflösung von meinen Problemen regelrecht hinein gegrätscht wird, weil ich meine Probleme nicht in dem Tempo und in der Art löse, wie sich die Partnerin, etc. das vorgestellt hat.
Echten Beistand habe ich bisher nur in Bekanntschaften erlebt, nicht in Beziehungen.

Boar, da mache ich einen neuen Thread für auf...

21.08.2017 20:42
von:
Weirdo2013
Status: offline  

Liebe Quilma, da hast du mich ein klein wenig missverstanden. Ich meinte keine konkrete Hilfe durch den Partner, sondern dass alleine die Wahl eines "perfekten" Partners die Lösung wäre.

Oder anders ausgedrückt: Der "perfekte" Partner gleicht alle eigenen Mängel aus. Und diesen "Traum" hat man vielleicht nicht bewusst, aber es ist eine Denkfalle.

21.08.2017 23:52
von:
Wicked-Saint
Status: mobile  

Zitatvonderleine schrieb am 20.08.2017 um 14:10:

Die Frage, die sich mir stellt ist...was ist denn grundsätzlich daran schlimm "anders" zu sein? Im Grunde absolut nichts - ganz im Gegenteil! Und vielleicht fängt es genau da an, an diesem Punkt und dem Annehmen der eigenen Andersartigkeit.
Wer möchte denn wirklich so sein, wie alle anderen und wer weiß schon, ob es wirklich schön und/oder erfüllend ist genau so behandelt zu werden wie es bei anderen erscheint.
Man sieht oft nur was man sehen möchte und welche eigenen Sehnsüchte, Vorstellungen und ebenso auch Regelkonformitäten in einem selbst mehr oder weniger verborgen sind.
Es klingt mittlerweile leider so abgedroschen, aber sich selbst anzunehmen und zu lieben ist die Grundlage zu allem anderen. Die eigene Mitte zu finden, mit sich im Reinen zu sein und das mit allen Erfahrungen, womöglichen Ablehnungen und Verlusten, mit immer wiederkehrenden Höhen und Tiefen des Lebens ist nicht nur irgendwelches weichgespülte Geplapper.

Kein Mensch macht im Laufe seines Lebens nur positive Erfahrungen - zum Glück, auch wenn dies paradox klingt. Aber wir alle werden erst zu uns, zu all diesen individuellen Persönlichkeiten aufgrund unserer mannigfaltigen Erfahrungen.
Es kommt allein darauf an, was wir daraus machen!
Niemand kann die Vergangenheit neu gestalten, sie ändern, so gern wir sicherlich manches ungeschehen machen oder vergessen würden. Manche versuchen sich ihrer Vergangenheit zu stellen, manche arbeiten sie mehr oder weniger erfolgreich auf. Es gibt etliche Möglichkeiten.

Und hier kann ich natürlich nur von mir sprechen, aber wieso sollte ich mich mit der Vergangenheit mehr beschäftigen als mit der Zukunft die ICH gestalten kann?
Meine Vergangenheit ist vergangen, nicht erst heute, sondern bereits gestern. Sie ist durch. Weder ich noch andere Beteiligte an dieser, meiner und ihrer Vergangenheit können etwas ändern. Kein Satz, keine Handlung kann zurückgenommen werden.
Wir aber leben heute und sollten uns darum kümmern, wie wir heute miteinander umgehen, denn das bestimmt unser Gestern und auch Morgen.
Daran können wir jeden Tag etwas ändern. Wir können unser Morgen, unser Leben jeden Tag durch unzählige Möglichkeiten neugestalten und somit irgendwann vielleicht mit ganz anderen - zufriedenen - Augen auf unsere Vergangenheit blicken.

Du bist ebenso ein Teil dieser Gesellschaft, wie wir anderen auch und mit deiner selbstbezeichneten "Andersartigkeit" sicher nicht allein. Du hast einen, deinen Platz ebenso wie jeder andere "verdient".
Sicher - diese sogenannte "Gesellschaft" hat gewisse Normen, Moralvorstellungen und Rahmenbedingungen um zu funktionieren und bestehen zu bleiben. Doch solange man niemanden verletzt oder Schaden zufügt, sind es genau diese kleinen Andersartigkeiten aller Menschen die uns nicht zu einer gleichgeschalteten, homogenen und willenlosen Masse werden lassen. Das ist was uns atmen, leben, lieben, trauern und fühlen - was uns Mensch werden läßt!

Vielleicht kannst du eines Tages anfangen, dieses anders sein nicht als Bedrohung zu sehen, weder für dich noch für andere, sondern es annehmen als das was es ist - Du! Und dieses "Du" werden manche vielleicht nicht mögen, so wie du andere nicht magst. Man kann und muss nicht allen gefallen - allein diesen Gedanken finde ich erschöpfend. Weder was das Aussehen, noch die Persönlichkeit betrifft.
Und dieses "Schauspielern" oder Konstruieren wie du es nennst ist sicher etwas mit dem wir alle schon Bekanntschaft gemacht haben und natürlich zeigt man sich gern von seiner besten Seite, aber das ist nicht alles und sollte Grenzen haben, bevor man sich selbst in etwas verliert, was weder Substanz noch Bestand haben kann.
Jeden von uns macht mehr aus, als das vermeintlich perfekte Foto - eines von womöglich 10 oder 20 eher grottigen Aufnahmen oder unser gutbezahlter Job/die Arbeitslosigkeit oder oder oder...
Wir sind mehr, als das was man augenscheinlich von uns sieht und es kommt darauf an, die herein zu lassen, die daran interessiert sind es zu entdecken.
Man muss im Leben wagen...

Ich weiß es sind alles nur Ratschläge und Gedanken dazu von uns als Fremde an eine Unbekannte, aber vielleicht kannst du ja das Eine oder Andere daraus mitnehmen. Ich wünsche dir alles Gute und stoße später an auf das Leben und die Andersartigkeit!


Wie wunderbar geschrieben, und wie herrlich die Zeilen zum Nachdenken anregen.

Danke dafür.


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