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Anthroposophie und Homosexualität

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28.05.2017 16:15
von:
quadrasophis
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Eher gegenüber Homosexuellen aufgeschlossen oder eher konservativ?

Was meint ihr ?!

28.05.2017 16:26
von:
ZenziZeisig
Status: offline  

Die 'moderne' Anthrophosopie gibt sich alle Mühe, die teilweise homophoben und auch antisemitischen Ideen ihres Gründervaters Rudolph Steiner in den Hintergrund zu rücken.

Nichts desto trotz sind (auch) diese im reichhaltigen Gedankengut Steiners vorhanden.

http://www.taz.de/1/archi [...] 28/a0166

edit:

Der Taz-Artikel ist nicht gründlich recherchiert, wie mir grade erst auffällt.

Rudolf Steiner hat sehr wohl auch rassenideologische Thesen vertreten.- Da liegt die Vermutung, dass er auch Homosexualität eher skeptisch bewertet haben könnte, ziemlich nah, wie ich finde.

Ob sich auch konkrete Aussagen über Homosexualität in seinem zigtausend Seiten umfassenden Werk finden lassen, kann ich allerdings auch nicht sagen.

...mir persönlich reichen Aussagen über (angebliche) afrikanische und nordische Rassen, um ihn nicht sonderlich sympathisch zu finden.

Sicherlich sollte man Rudolf Steiner kritisch, unter Berücksichtigung des allgemeinen Zeitgeistes zu seinen Lebzeiten, betrachten.

editiert am 29.05.2017 14:01 Beitrag melden Zitatantwort
28.05.2017 16:28
von:
quadrasophis
Status: mobile  

Und wie sieht das im Alltag in waldorfpädagogischen Einrichtungen wie Kindergarten und Schule aus ?

28.05.2017 16:36
von:
ZenziZeisig
Status: offline  

Zitatquadrasophis schrieb am 28.05.2017 um 16:28:

Und wie sieht das im Alltag in waldorfpädagogischen Einrichtungen wie Kindergarten und Schule aus ?


Ich denke, du weißt, dass anthroposphische Erziehung bei den Waldorf's generell extrem personenabhängig ist.

(Möglichst ein einziger Lehrer für alle Fächer mindestens bis zur zehnten Klasse (glaub ich)).

...für mich wäre auch das ein Grund, meine Kinder niemals auf eine Waldorfschule zu schicken.

28.05.2017 18:40
von:
we-are-one
Status: offline  

Ich belese, erspüre und befinde mich selbst wiederkehrend in der anthroposophischen Abfolge, doch würde mir nie in den Sinn kommen mir ergänzende Erkenntnisse einer solch anspruchsvollen Essenz bereits mit der Segregation von Dualität und Prädiktionen selbst vorweg zu enthalten.

Im übertragenen Sinne, wüsste mensch doch alleine aus eigen demütig gehaltenen Grundtenor sich seiner reduzierten Erkenntnis, jedoch erweiterten Bewusstseins zu bedienen, könnte mensch tatsächlich zu einer weitblickenden Perspektive gerade in der Öffnung zu Verständnis von Evolution und SEIN gelangen....

Gerade wer sich als Community einer gefühlt unterlegenen, partiell immer noch verfolgten Minderheit zugehörig sieht und sich insbesondere als transgender mit transidentischen Erleben noch in der Pflege von Anerkennung und Selbstliebe reift, sollte und dürfte doch gerade die Inspiration der transzendenten Erkenntnis
( Überwindung der Geschlechter ) dankbar annehmen und unvoreingenommen zur Überwindung von konditionierten Suggestionen für sich zu öffnen wissen.

Ich jedenfalls freue mich immer Menschen zu begegnen welche sich im Flow von Üben, Vertiefen und Abgeben der Anthroposophie und ihren Einflüssen tatsächlich über ihre anthropozentrischen Verhaftung hinwegsetzen zu wissen und sich ergo hieraus ergebend, Neuem, Anderen zugewandt zeigen.

Apriori in einer trans*bewusst orientierten Community



29.05.2017 14:52
von:
nordlicht1978..
Status: offline  

Zitatquadrasophis schrieb am 28.05.2017 um 16:28:

Und wie sieht das im Alltag in waldorfpädagogischen Einrichtungen wie Kindergarten und Schule aus ?


Kommt vermutlich wie in allen anderen Einrichtungen auf die Leute an, die da arbeiten. Ich war vor 20 Jahren auf einer Waldorfschule, da gab es lesbische und schwule Schüler, das hat keinen interessiert, weder Schüler noch Lehrer. Grundsätzlich fand ich immer, dass dort zum freien Denken erzogen wird. Außerdem ist auch die Elternschaft eher weniger konservativ und muslimische Schüler gibt es wohl nur in Ausnahmefällen, da sehe ich in öffentlichen Schulen mehr Konfliktpotential.

29.05.2017 14:56
von:
nordlicht1978..
Status: offline  

ZitatZenziZeisig schrieb am 28.05.2017 um 16:36:

(Möglichst ein einziger Lehrer für alle Fächer mindestens bis zur zehnten Klasse (glaub ich)).

...für mich wäre auch das ein Grund, meine Kinder niemals auf eine Waldorfschule zu schicken.


Bis zur 8. Klasse und nicht alle Fächer. Kann auch eigentlich gar nicht anders funktionieren, denn wenn Du in Klassenverbänden mit unterschiedlichstem Leistungsstand schülerbezogen bewerten willst, musst Du die Schüler schon kennen. Blöd, wenn man einen unfähigen Lehrer erwischt - aber an meiner Schule wurden diese Lehrer (zufällig?) nie Klassenlehrer, sondern haben nur Nebenfächer unterrichtet. Als Klassenlehrer an der Waldorfschule muss man schon grundsätzlich motiviert und belastbar sein. Ich hatte einen ganz, ganz tollen Klassenlehrer, der uns sehr geprägt hat.

29.05.2017 15:20
von:
CakesFabrik
Status: offline  

Zitatquadrasophis schrieb am 28.05.2017 um 16:15:

Eher gegenüber Homosexuellen aufgeschlossen oder eher konservativ?

Was meint ihr ?!


Nicht so wirklich davon Ahnung habend oder wissend sein, aber eine Freundin, die während einer Krebserkrankung von der sogenannten Schulmedizin aufgegeben wurde bzw. ihr offerierte, noch 4 Monate zu haben, begab sich in die Hände einer anthroposphischen Klinik. Nach 6 Monaten ging es ihr besser, sie haben sie völlig umgekrempelt. Ihre Sexualität war nie ein Thema.
Das war 2001.. Sie erfreut sich bester Gesundheit.
Steiner mag alles begründet haben, aber Neuerungen sind wohl auch eingekehrt

29.05.2017 17:32
von:
quadrasophis
Status: mobile  

Danke für Eure Beiträge....😊

Hört sich recht offen an 😊

19.06.2017 16:42

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