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Homosexuell sein, aber streng katholisch erzo

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16.06.2017 01:15
von:
Freigeistin
Status: offline  

Hallo Leute,

ich habe ein Problem und erhoffe mir durch diesen Thread ein paar Hilfestellungen.

Das Thema ist mir sehr unangenehm, daher bitte ich euch darum, sachlich zu bleiben.

Ich wurde katholisch erzogen und zudem waren bzw. sind meine Eltern homophob. Und meine Eltern lebten nach dem Grundsatz: "Der Ruf nach außen und mit dem Strom der Gesellschaft zu schwimmen ist sehr wichtig."

Ich habe eine Partnerin, die ich sehr liebe. Mein Outing in der konservativ eingestellten Familie war scheisse und die, zu denen ich immer hochblickte, stehen bis heute nicht zu mir. Aufgrund vieler Ereignisse in meiner Kindheit kaempfe ich immer noch damit, mich erfolgreich abzugrenzen und mein Leben zu leben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Mir ist neulich aufgefallen, dass ich etwas anderes aus Schamgefühlen verdraengt habe - ich betrachte mich nicht als sonderlich religiös und verachte die katholische Kirche in vielerlei Hinsicht. Aber ich glaube trotzdem an Gott. Die Glaubenssätze bzw. Prägungen, die mir in meiner Erziehung vermittelt wurden ("u.a. Mann und Frau gehören zusammen" ) verfolgen mich immer wieder. Ich finde keinen Frieden und es macht mir schwer, voll und ganz zu mir zu stehen. Die Bibelinterpretationen kann ich vergessen, wenn ich nach etwas suche, das meine Lebensweise - das Zusammensein mit einer Frau - in religiöser Hinsicht stuetzt.

Ich suche Argumente, die meine Identität bestärken, zB. glaube ich an einen Gott, der nicht gegen Liebe sein kann, egal welcher Art. Ich glaube auch daran, dass Menschen Gott für Vieles verantwortlich machen, nur um sich nicht mit Themen, die sie betreffen, auseinandersetzen zu muessen.

Aber es reicht noch nicht, dass ich Gott gegenueber kein schlechtes Gewissen mehr habe. Ich habe unglaubliche Angst, dass das Schicksal mein bzw. unser Glueck zerstoeren koennte, weil es dagegen ist. Das klingt vlt bescheuert, aber durch die religiöse Erziehung und Vermittlung, dass alles Gottes Wille sei, habe ich einen enormen Respekt vor einer hoeheren Gewalt entwickelt, die mich nicht so sein laesst, wie ich es gern moechte. Vlt auch, weil mir das Leben schon oefter einen Strich durch die Rechnung gezogen hat.

Wie geht ihr mit diesem Thema um? Wer von euch hat ähnliche Probleme oder kann von ihren Erfahrungen/ gewonnenen Erkenntnissen erzählen?
Kennt jemand Gesprächskreise oder Theologen/ Pfarrer/ Priester, an die man sich wenden kann?

Lieben Gruß und schlaft gut, J.

editiert am 16.06.2017 01:17 Beitrag melden Zitatantwort
16.06.2017 03:34
von:
Astridity
Status: online  

Hi!

Kann es sein, dass du dir durch den Gedanken, eine höhere Macht könnte dich aufgrund deines Lebensstils bestrafen, schonmal selbst eine Art Hölle auf Erden erschaffst?

Die Bibel wurde vor etwa 2000 Jahren (!) von Leuten verfasst, die sich anmaßten, Gottes Wille zu kennen. Letztendlich war der Glaube schon immer ein probates Mittel, um Menschen zu beeinflussen.

Meine Erfahrungen: Ich selbst wurde ebenfalls katholisch erzogen, allerdings nicht streng. Irgendwann, so einige Zeit nach meiner Firmung, habe ich gelernt, selbstständig zu denken und Dinge zu hinterfragen. Seitdem empfinde ich Religionen und Kirchen als eine ziemlich schräge Monty-Python-Nummer. Falls es einen Gott gibt - und die Menschheit hat ja tausende erschaffen - können wir wirklich ermessen, was er von uns erwartet? Die Wahrheit wird ungewissen bleiben, weshalb ich es für sinnvoll halte, einfach das Beste aus unserem Leben zu machen und nach Glück zu streben. Heute glaube ich an die Liebe als wesentlichstes Element unseres Lebens. Meine konservativen Eltern haben recht gut auf mein Outing als bisexuelle Transfrau letztes Jahr reagiert. Allerdings sind sie strikt gegen die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern, bis heute konnten sie mir dafür keinen einzigen rationalen Grund nennen, es ist für viele Menschen eben schwierig, lange verinnerlichte Denkweisen zu überwinden.

Ohne über deine Eltern urteilen zu wollen, finde ich es doch seltsam, dass sie denken, die Gesellschaft heißt Leute, die ihre Kinder verstoßen, gut.

Du brauchst kein schlechtes Gewissen dafür zu haben, weil du bist, wie du bist. Du bist da niemandem Rechenschaft schuldig. Ich habe meine Identität (als Frau) über 20 Jahre lang verdrängt und verleugnet, auch mit dem Hintergrund, dass ich die gesellschaftlichen Erwartungen erfüllen wollte. Erst im Nachhinein habe ich erkannt, wie viel Leid und Unglücklichsein ich mir dadurch selbst auferlegt habe.

Ich wünsche dir und deiner Partnerin jedenfalls alles Gute und hoffe, der Umgang mit dieser Angelegenheit macht dich am Ende stärker.

glg
Astrid

16.06.2017 07:03
von:
hanna1974
Status: offline  

Zurück zum Thema: es gibt dazu ein oder zwei gute Bücher.- ich muss zuhause mal nachsehen, dauert aber ein paar Tage.

16.06.2017 07:05
von:
arose62
Status: mobile  

Die Menschen maßen sich an den Willen Gottes zu kennen. Dass sie alle falsch liegen, erkennt man alleine daran, dass jede Religion eine andere Meinung über den Willen Gottes hat....

Religionen versklaven die Menschen, das ist meine Meinung...sie macht aus freien Menschen, Menschen, die permanent ein schlechtes Gewissen haben, weil sie den vielen Geboten nicht nachkommen können.

Jede Religion hat aber auch einen "wahren" Kern...und ich denke, dass ist der, der in allen gleich ist: sie alle predigen im Grunde von der Liebe. Wo Angst ist, ist aber keine Liebe. Also muss man sich zuerst von der Angst befreien und das kann beginnen, indem man sich selbst annimmt...Religion vermittelt einem ständig man wäre so nicht richtig wie man ist...Aber wir sind genau so richtig wie wir sind...es gibt uns von Moment zu Moment auch nur so wie wir sind...und das anzunehmen, befreit uns von einer großen Last.

Wenn du, TE, lernst dich selbst anzunehmen, ist es dir unwichtig, ob die anderen dich annehmen. Du kannst nur dich selbst ändern, nicht die Einstellung deiner Eltern oder der Kirche.

Statt dich fertig zu machen, kannst du beginnen dich so zu lieben wie du bist....halte dich fern von Menschen und Einrichtungen, die dich nicht so lieben/annehmen wie du bist, umgib dich stattdessen mit Menschen, die dich annehmen.

16.06.2017 23:34
von:
Freigeistin
Status: offline  

Hallo ihr lieben,

ich danke allen, die mir "zugehört" haben und mir hier oder persönlich geschrieben haben. Ich bin sehr berührt von euren Texten und der liebevollen, unterstuetzenden Art, die mich staerkt und voranbringt!

Weitere Nachrichten sind natuerlich willkommen.

Ich wuensche allen eine gute Nacht.



17.06.2017 16:30
von:
Diedo
Status: offline  

Gerade entdeckt:

Porträt einer lesbischen Frau und (ehemaligen) Religionslehrerin, die die Missio canonica zurückgab, um aufrecht und ehrlich zu leben u. ihre langjährige Partnerin nicht weiter verstecken zu müssen, mit der sie mittlerweile in einer ELP lebt u. einen Sohn hat. Am Rande kommt auch ein Schwuler vor, dem die Missio canonica per Dekret entzogen wurde.

http://www.ardmediathek.d [...] 43505252

17.06.2017 16:53
von:
Mosaic78
Status: offline  

Habe ich auch gesehen und fand diesen Beitrag richtig gut.... sehr ehrlich, tief und
auch witzig. Ist sehr sehenswert. Ich wünsch Dir alles Gute

18.06.2017 20:02
von:
hanna1974
Status: offline  

Hab eins gefunden, das ich gut fand:

Streitfall Liebe: Biblische Plädoyers wider die Ausgrenzung homosexueller Menschen Broschiert – Juni 2007
von Valeria Hinck (Autor)


19.06.2017 08:06
von:
Freigeistin
Status: offline  

Vielen herzlichen Dank an euch den Beitrag gucke ich mir mal gleich beim Fruehstueck an! Das Buch klingt auch interessant, sowas habe ich auch gesucht.

Ich wuensche euch eine tolle Woche!

19.06.2017 17:17
von:
Leothenara
Status: offline  

Re-ligionen sind im Wortsinn "Rück-bindungen". Man verbindet sich geistig/ seelisch mit etwas, aus dem man seine Herkunft oder Anbindung erklärt. Aus dieser Sicht erhält man Antworten auf die existentiellen Fragen des eigenen Seins, des Seins der Menschen generell und des Zusammenlebens.

Der Mensch hatte schon im Paläolithikum Religion, selbst beim Neanderthaler wurden religiöse Überzeugungen nachgewiesen, die sein Verhalten etwa bei Beerdigungen erklären.
Aber wie gesagt: Religionen geben auch und v.a. Antworten auf die Fragen des Zusammenlebens der Menschen. Es liegt auf der Hand, dass sich diese Fragen und Überzeugungen mit dem gesellschaftlichen Zusammenleben der Menschen in der Geschichte änderten. Somit änderten sich auch die Religionen.

Ich persönlich bin getauft worden, empfand das Christentum aber stets als in sich unstimmig und als nicht zeitgemäß, obwohl ich schon religiös empfand und von der Existenz einer göttlichen Instanz überzeugt war.
Mir half es sehr, mir bewusst zu werden darüber, dass Religionen etwas anderes sind als etwas Göttliches. Religionen sind menschengemacht, entsprechend dem Entwicklungsstand der Menschen. Religionen sind nur aus ihrer Entstehungszeit heraus erklärlich. Die großen monotheistischen patriarchalischen Religionen beispielsweise entstanden im Hirtenkontext.(Der Herr ist dein Hirte.) Auch wenn Jahrhunderte zwischen ihrer Entstehung liegen: Sie hängen zusammen mit der Entdeckung der Viehzucht und den sich daraus ergebenden gesellschaftlichen Veränderungen.
Religion ist konservativ, ändert sich nur langsam. Das erklärt, warum sich noch lange in patriarchalischer Zeit frühere Religionen gehalten haben und warum die ursprüngliche Muttergöttin erst so spät vom Thron gestürzt wurde. Es erklärt auch, warum die großen patriarchalischen Religionen heute noch so einen großen Einfluss haben, obgleich ihre Basis nicht zeitgemäß ist.

Mir persönlich öffneten Bücher über Religionsgeschichte die Augen, beispielsweise

Gerhard Bott: Die Erfindung der Götter
Fester/Jonas+Jonas/König: Weib und Macht
Hartwig Biedermann: Mythos Jesus
und Mutterrecht, Matriarchat und Mythos

Ich meine, vieles darüber verstanden zu haben, warum die Leute solche Religionen schufen und warum sie auch heute noch so sehr daran festhalten. Meine eigene religiöse Überzeugung konnte ich viel besser einordnen, konnte viel besser vestehen, warum ich so und nicht anders empfand, warum ich dies oder jenes nicht mittragen konnte... Dieses Verständnis ließ mich mild werden gegenüber jenen, die noch festhalten an den menschengemachten heutigen Religionen mit ihren z.T. unmenschlichen Texten und Üblichkeiten.

Nein, nicht alle Religionen waren für die Menschen durch viele Ge- und Verbote einengend, machten ein schlechtes Gewissen oder versklavten die Menschen. Das ist so, seit die Menschen so miteinander umgehen. Und nein: Sie taten es nicht schon immer. Das belegen Funde früher Verstorbener. Sie starben keinen gewaltsamen Tod im Paläolithikum. Man brauchte offensichtlich auch keine Befestigungsanlagen für Siedlungen. Es lohnt sich, den gesellschaftlichen Veränderungen im Neolithikum auf die Spur zu kommen und zu verstehen, warum sich die Religionen so entwickelten wie oben beschrieben. Es lohnt sich aber noch viel mehr, danach zu schauen, wie es vorher war und warum es anders war.

Glaube, Akzeptanz und Liebe schließen sich nicht aus. Alles Liebe dir.


20.06.2017 11:05
von:
LittleSwan
Status: mobile  

Zitat... dass alles Gottes Wille sei ...

eigentlich beantwortest du es dir doch schon selbst ... wenn ALLES Gottes Wille ist, dann doch auch du/ihr und eure Liebe ... also, wo liegt das Problem?

20.06.2017 12:44
von:
oommm
Status: mobile  

@Leothenara
Danke dir für deine interessante fundierte Antwort!

20.06.2017 16:36
von:
JaBi74
Status: mobile  

Liebe Unbekannte,
Ich halte persönlich nichts von Religion und weiß auch nicht sehr viel drüber.
Aber ich habe Deinen Beitrag sehr genau gelesen und mir Gedanken gemacht.
Du schreibst, daß alles Gottes Wille ist. Also kann es auch nur sein Wille sein, daß Du eine Frau liebst....

Auch die Überzeugung, daß Gott allmächtig ist, habe ich schon gehört. Und ich interpretiere es so: wenn er allmächtig ist/wäre und die Homosexualität ihm gegen den Strich geht, würde er das "bessere, richtigere Sexualität" schon in Deine Fom der Liebe reinlegen.
Er wäre entsprechend meiner Interpretation mächtig genug, Deine Liebe zu den Frau zu unterbinden und Deine Gefühle zu ihr nicht zuzulassen.

Vielleicht gelingt es Dir aus diesem Anlaß heraus nachzudenken, ob Du selbst Dein Leben selbst in die Hand nimmst und alles Positive und Negative allein verantwortest.
Mir persönlich scheint diese Lebensform schwieriger (aber ich finde die spannend), weil man sich nicht hinter "Gottes Fügung, dem Willen des Herrn, dem auferlegten Schicksal" und ähnlichen Konstrukten verstecken kann.

Wünsche Dir und Deiner Partnerin eine unbeschwerte Beziehung und viele glückliche Stunden.

Ich hoffe, diese Auslegungen (von dem was ich über Gott weiß) entspannen Dich ein wenig.
Viele Grüße,
Bi.

ZitatFreigeistin schrieb am 16.06.2017 um 01:15:

Hallo Leute,

ich habe ein Problem und erhoffe mir durch diesen Thread ein paar Hilfestellungen.

Das Thema ist mir sehr unangenehm, daher bitte ich euch darum, sachlich zu bleiben.

Ich wurde katholisch erzogen und zudem waren bzw. sind meine Eltern homophob. Und meine Eltern lebten nach dem Grundsatz: "Der Ruf nach außen und mit dem Strom der Gesellschaft zu schwimmen ist sehr wichtig."

Ich habe eine Partnerin, die ich sehr liebe. Mein Outing in der konservativ eingestellten Familie war scheisse und die, zu denen ich immer hochblickte, stehen bis heute nicht zu mir. Aufgrund vieler Ereignisse in meiner Kindheit kaempfe ich immer noch damit, mich erfolgreich abzugrenzen und mein Leben zu leben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

Mir ist neulich aufgefallen, dass ich etwas anderes aus Schamgefühlen verdraengt habe - ich betrachte mich nicht als sonderlich religiös und verachte die katholische Kirche in vielerlei Hinsicht. Aber ich glaube trotzdem an Gott. Die Glaubenssätze bzw. Prägungen, die mir in meiner Erziehung vermittelt wurden ("u.a. Mann und Frau gehören zusammen" ) verfolgen mich immer wieder. Ich finde keinen Frieden und es macht mir schwer, voll und ganz zu mir zu stehen. Die Bibelinterpretationen kann ich vergessen, wenn ich nach etwas suche, das meine Lebensweise - das Zusammensein mit einer Frau - in religiöser Hinsicht stuetzt.

Ich suche Argumente, die meine Identität bestärken, zB. glaube ich an einen Gott, der nicht gegen Liebe sein kann, egal welcher Art. Ich glaube auch daran, dass Menschen Gott für Vieles verantwortlich machen, nur um sich nicht mit Themen, die sie betreffen, auseinandersetzen zu muessen.

Aber es reicht noch nicht, dass ich Gott gegenueber kein schlechtes Gewissen mehr habe. Ich habe unglaubliche Angst, dass das Schicksal mein bzw. unser Glueck zerstoeren koennte, weil es dagegen ist. Das klingt vlt bescheuert, aber durch die religiöse Erziehung und Vermittlung, dass alles Gottes Wille sei, habe ich einen enormen Respekt vor einer hoeheren Gewalt entwickelt, die mich nicht so sein laesst, wie ich es gern moechte. Vlt auch, weil mir das Leben schon oefter einen Strich durch die Rechnung gezogen hat.

Wie geht ihr mit diesem Thema um? Wer von euch hat ähnliche Probleme oder kann von ihren Erfahrungen/ gewonnenen Erkenntnissen erzählen?
Kennt jemand Gesprächskreise oder Theologen/ Pfarrer/ Priester, an die man sich wenden kann?

Lieben Gruß und schlaft gut, J.


20.06.2017 16:40
von:
selfmade2013
Status: offline  

Zitatoommm schrieb am 20.06.2017 um 12:44:

@Leothenara
Danke dir für deine interessante fundierte Antwort!

dito

20.06.2017 16:52
von:
Ronja76
Status: offline  

Hallo,

Ich war 8 Jahre in einem katholischen Mädchengymnasium und habe stockkonservative Eltern. Also denke ich kann in etwa nachvollziehen dass
du es nicht leicht hast.
Du nimmst als Kind Introjekte in deiner Persönlichkeit auf, so wie Gehirnwäsche,
Dinge die man von der lieben Mama+P. immer wieder zu hören bekommt, werden zu Introjekten.
Sozusagen deine "Inneren Eltern", die dir dann das Leben zur Hölle machen.

Meiner Meinung ist der beste Weg sich therapeutische Unterstützung zu holen,
ein Mensch der dir zur Seite steht ohne im persönlichen Spannungsfeld zu stehen UND vor allem WERTFREI ist !
Wenn du zu irgendeiner "Glaubensgemeinschaft" gehst hätte ich Angst dass
die nicht wertfrei sind.

Religiöse Wahnvorstellungen sind ja gesellschaftlich auch noch anerkannt,
du solltest dich befreien mit professioneller Unterstützung.
Zb Systemische Familientherapie ist gut da das ganze System beachtet wird.

Wünsche dir alles Gute !
LG
Ronja Räubertochter

20.06.2017 17:00
von:
Ronja76
Status: offline  

Übrigens die Direktorin,Nonne, meiner Schule war auch heimlich lesbisch,
paar Jahre nachdem ich maturiert hab (Abitur ) ist der Skandal aufgeflogen,

sie wurde ihres Postens entmächtigt, so tickt die katholische Kirche,
scheinheilige
bah ich muß aufhören, mich regt das alles so auf......

20.06.2017 17:33
von:
Pflaenzchen
Status: offline  

https://de.wikipedia.org/ [...] d_Kirche

HuK und unten viele weitere Gruppen- Links - gibt sogar ein Netzwerk katholischer Lesben

20.06.2017 18:26
von:
Dani813
Status: mobile  

Hallo,

Ich selber bin auch katholisch erzogen worden, jedoch nicht sehr streng.

In meinen Augen sollte man die Institution und den Glauben trennen. Die katholische Kirche propagiert, was sie für richtig hält, ob es das tatsächlich auch richtig ist, ist eine andere Frage.

Die Kirche sagt du sollst das und das nicht machen und du darfst so nicht leben. Das eigentlich wichtige ist aus meiner Sicht jedoch das was Jesus predigt und das ist die Nächstenliebe. Was die Kirche ja nun nicht wirklich praktiziert, wenn sie gewisse Teile der Gesellschaft ausschließt, weil diese anders sind.

20.06.2017 19:05
von:
Smartie12
Status: mobile  

Hallo,

ich bin auch katholisch und lesbisch und ich sage dir, das geht!

Du hast nur ein Leben! Warum lässt du es dir von deinen homophoben Eltern kaputt machen? Das ist doch auch unchristlich, was deine Eltern machen.

LG

20.06.2017 19:05
von:
snulla
Status: mobile  

hallo freigeistin

mach dir bitte bewusst dass die kirche und gott eigentlich nichts (!!!) miteinander zu tun haben.

die bibel ist nicht von gott geschrieben. sondern von menschen. von männern. von alten männern, die zu einer ganz anderen zeit lebten.

ein gute freundin sagte mal:

god made me and he doesn't make mistakes.

in dem sinne - die kirche ist nur das "bodenpersonal" und keiner von denen weiss wirklich was gott denkt. auch wenn sie es gerne behaupten.


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