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Euer Halt in euch selbst...

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05.09.2017 00:36
von:
Quilma
Status: offline  

Wie findet ihr Euren inneren Halt in Euch selbst, wenn es euch mal nicht so gut geht, Krisen, etc. überstanden werden wollen?

Tut Ihr etwas Bestimmtes?

Könnt ihr auf etwas in Euch zurückgreifen?

Wie findet ihr zu Eurer inneren Kraft, wenn sie unterwegs mal flöten gegangen ist?

Viel Spaß und Anregungen wünsche ich Euch,

Quilma

ps: ich schreibe natürlich auch noch mal von mir etwas, bin aber zunächst neugierig, wie das bei euch so aussieht.



05.09.2017 03:28
von:
jean_b
Status: mobile  

Ich bin gerne damit alleine, möchte nicht abgelenkt sein, beziehe mich auf mich selber. Gerne laufe ich dann mit meinem Hund und denke nach. Ich liebe die Landschaft, gerne arbeite ich dann mit den Händen, Erschöpfung nach erfolgreichem Arbeiten tut dann gut.

05.09.2017 07:57
von:
Wetterhexle
Status: offline  

Da freue ich mich doch sehr auf die Arbeit.Wenn es zu schlimm wird,dann rauf auf das Rad und schnell mal 50-?? km fahren,damit der Kopf wieder frei wird.Natürlich ist dann auch eine gewisse Erschöpfung,die mich anschließend relativ gut schlafen lässt
Was bei mir sehr gut hilft,ist das ein oder andere Hobby,diese Beruhigen und Norden mich wieder etwas ein.Daraus resultiert natürlich auch der Kontakt mit anderen Menschen,Bekannt oder nicht.
Sonst,vor allem Abends,Musik hören,lesen,ab und zu auch mal ein Glas Wein...und versuchen die Seele baumeln zu lassen und dabei die Gedanken schweifen lassen.

05.09.2017 09:07
von:
dreamdaddy
Status: offline  

Ich hab 'ne Stimme in meinem Kopf, die mich anbrüllt wie ein Drill Sergeant. Von wegen ich solle aufhören, so schwächlich zu sein usw. Für mich funktionierts. Ist ein guter Antrieb, im Sinne von "fuck you "

05.09.2017 09:11
von:
rosedawson
Status: offline  

- meine vollen Bücherregale und die "Menschen" die mir dort begegnen

- meine Wohnung als Rückzugsort und Zuflucht

- der Wald

- zugezogene Vorhänge, meine Couch, die Bettdecke, heiße Schokolade mit Kuchen und ein langer Film

- schreiben

- der unerschütterliche Glaube daran, dass Zufälle nicht existieren und alles einen Grund und Sinn hat

Wenn es mir schlecht geht, möchte ich normalerweise keine Menschen um mich herum haben, es sei denn es sind Menschen, die mich genauestens kennen und wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Ich möchte keine Ablenkung und nichts Verdrängen.

05.09.2017 09:49
von:
armyofme
Status: mobile  

Ich suche noch. ;-)

Im Moment - ich stecke gerade mitten drin - hilft mir Routine. Ich mache Dinge, die mir außerhalb dieser Krise Spaß machen/gemacht haben und von denen ich weiß, dass sie mir guttun und wichtig sind.
Ich lese, arbeite, gehe zum Sport, unternehme etwas mit meinen Kindern, erinnere mich regelmäßig daran, vernünftig zu kochen, zu essen und rechtzeitig schlafen zu gehen.

Außerdem gehe ich zur Beratung und wenn mir nach Gesellschaft ist, dann such ich mir welche.

Klingt total banal, aber momentan sind das Dinge über die ich nachdenken und die ich mir bewusst vornehmen muss, denn von selber läuft gerade GAR NICHTS. Fühlt sich seltsam an, aber es läuft.

05.09.2017 10:47
von:
CakesFabrik
Status: offline  

Zitatrosedawson schrieb am 05.09.2017 um 09:11:

- meine vollen Bücherregale und die "Menschen" die mir dort begegnen

- meine Wohnung als Rückzugsort und Zuflucht

- der Wald

- zugezogene Vorhänge, meine Couch, die Bettdecke, heiße Schokolade mit Kuchen und ein langer Film

- schreiben

- der unerschütterliche Glaube daran, dass Zufälle nicht existieren und alles einen Grund und Sinn hat

Wenn es mir schlecht geht, möchte ich normalerweise keine Menschen um mich herum haben, es sei denn es sind Menschen, die mich genauestens kennen und wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Ich möchte keine Ablenkung und nichts Verdrängen.


Das handhabe ich sehr sehr ähnlich.

Keine Termine, keine Treffen, keine Verpflichtungen. Absolute Ruhe in meiner kleinen Burg (Wohnung). Keine Kommunikation über das Netz, keine Telefonate.

Meine Bücher, meine Tiere und das in-mich-hinein-horchen.

Und- meine Gedanken niederschreiben.
Manchmal hilft ein wenig das Beschäftigen mit Dokumentationen, Reportagen und/oder guten Filmen.
Bis meine Seele wieder fließt und nicht bockt..
Ich entfloh oft in den Wald, an den See. Nun geht es inzwischen auch gut zu hause. So fern ich meine Burg gegen alles von außen abschirmen kann- außer Licht, das muss sein und rein. Dunkelheit umgibt mich oft genug, die mag ich nicht noch künstlich erzeugen

05.09.2017 11:25
von:
Ninnife
Status: offline  

ZitatQuilma schrieb am 05.09.2017 um 00:36:

Wie findet ihr Euren inneren Halt in Euch selbst, wenn es euch mal nicht so gut geht, Krisen, etc. überstanden werden wollen?

Tut Ihr etwas Bestimmtes?

Könnt ihr auf etwas in Euch zurückgreifen?

Wie findet ihr zu Eurer inneren Kraft, wenn sie unterwegs mal flöten gegangen ist?

Viel Spaß und Anregungen wünsche ich Euch,

Quilma

ps: ich schreibe natürlich auch noch mal von mir etwas, bin aber zunächst neugierig, wie das bei euch so aussieht.



Das ist eine sehr wichtige und auch ungemein schwierige Frage ... da eigentlich sehr viel in unserem Leben so aufgebaut wird, um nicht in "Krisen" zu geraten. Daher die unzähligen Ver-, Zu-, Absicherungen, doppelte Böden und Ein-, Auf- und Ausstiegsleiter

Das Leben ist aber immer stärker als der Verstand.

Rose hat schon ziemlich alles hervorragend aufgelistet .... dazu könnte ich noch hinzufügen: Ich umarme Bäume, bzw. setze mich mit den Rücken an ihrem Stamm. Das war schon immer so.

Letztendlich ist mEn. doch
Zitatder unerschütterliche Glaube daran, dass Zufälle nicht existieren und alles einen Grund und Sinn hat


mein Halt, bzw. das Urvertrauen, dass ICH es überstehe - egal was - Das ist tatsächlich nicht so, da ich sowieso sterben werde, wie alle anderen auch. So sterbe ich lieber jede Nacht - sagt der Dalai Lama.

05.09.2017 12:04
von:
Diedo
Status: online  

ZitatQuilma schrieb am 05.09.2017 um 00:36:

Tut Ihr etwas Bestimmtes?



Verwahrlosen erstmal. Hemmungslos verwahrlosen. Und bis jetzt habe ich dann immer irgendwann wieder angefangen, mich zu waschen. Und es ging weiter.

05.09.2017 12:10
von:
JeckNudell
Status: offline  

Ich kümmer mich um mich. Erstmal alles rausheulen
Lege wellnesstage ein, häkle oder stricke, verändere meine wohnung. Male oder schreibe. Höre meditationsmusik. Schaue mir filme an.

05.09.2017 12:11
von:
CakesFabrik
Status: offline  

ZitatDiedo schrieb am 05.09.2017 um 12:04:

ZitatQuilma schrieb am 05.09.2017 um 00:36:

Tut Ihr etwas Bestimmtes?



Verwahrlosen erstmal. Hemmungslos verwahrlosen. Und bis jetzt habe ich dann immer irgendwann wieder angefangen, mich zu waschen. Und es ging weiter.


So böse Kann aber helfen. Ganz bestimmt

05.09.2017 12:13
von:
Fuzzylogic
Status: be back  

Schönes Thema!

Mir hilft dann alles, was mir das Gefühl zurückgibt, dass es vorwärts geht, dass ich etwas aktiv gestalten kann und nicht irgendwelchen widrigen Umständen einfach nur ausgeliefert bin.

Ein gutes Mittel/Tun ist Schreiben, weil es mich auf neue Gedanken bringt - manchmal auch bloß, indem ich für ein Gefühl ein anderes Wort zur Beschreibung ausprobiere. Schreiben für mich allein, aber oft ist Schreiben oder Reden mit Freunden dabei noch besser, weil sie mir die Anstöße (bzw. eben auch: die anderen Worte) geben, auf die ich selbst nicht gekommen wäre. Notfalls oder alternativ geht das auch übers Lesen.
Auch wenn das nicht mehr nur "in mir selbst ist" - mich mit einem Menschen zu treffen (oder notfalls schriftlich miteinander zu reden), der mir das Gefühl gibt, rundum so, wie ich bin, willkommen zu sein, der Anteil nimmt, aber/und eben auch nicht nur versucht, mit meinen Augen die Sache zu sehen, sondern auch andere Perspektiven aufzeigt - das hilft definitiv, um meine Kraftreserven fürs eigene Weitermachen aufzufüllen und gibt mir oft jene entscheidende Idee fürs Vorwärtskommen.

In mir selbst kann ich auf etwas zurückgreifen, das man evtl. "Stolz auf die eigene Unzerstörbarkeit" nennen könnte. Also ein aus Erfahrung gesättigtes Wissen um die eigene Resilienz. Aus der Erfahrung, dass es bisher immer weitergegangen ist und schon etwas Neues, Schönes kommen wird, wenn man einfach weitermacht. Dass sich das Weitermachen also lohnen wird. Darauf muss ich mich in solchen Situationen besinnen.

Nützlich sind dabei einige Unterstützungs-Akutmaßnahmen:
Auf dem Balkon sitzen und diesen schönen Anblick einer bunt blühenden Pflanze vor blauem Himmel genießen. Überhaupt: Farben.
Einen Milchkaffee trinken.
Optimistische Songs hören, die ich oft genug vorher in guter Laune "zu mir genommen" habe, so dass sie diese gute Laune auch in schlechten Zeiten anstoßen können.
Oder durch eine Reise, ein äußerliches Vorwärtskommen, dieses "es geht voran"-Gefühl zu erzeugen. Am besten im Zug in Kopplung mit Milchkaffee und was Schönem an Landschaft vor dem Fenster und optimistischem Liedgut im Ohr.

Oder: Ich versuche dann, bewusst Freundlichkeit zu verbreiten, beim Einkaufen Leute an der Kasse vorzulassen, so etwas.
Außerdem tut der Alltag, der Beruf mit seinen Anforderungen, dann oft gut und hilft, mich auf anderes zu fokussieren.

...Und wenn das Loch so tief ist, dass ich zu all dem keine Kraft zu haben scheine, dann hilft Wut als Anschubenergie - da merke ich dann "oh, ist ja doch noch Kraft da!" und kann diese so in mir festgestellte Energie dann für die "guten" Verhaltensweisen nützen.



05.09.2017 12:13
von:
Seasidehome
Status: online  

Alleine am einsamen Strand laufen.

Nichts verdrängen. Alles hat seinen Sinn auch wenn es manchmal Jahre braucht, um etwas zu begreifen ,zu akzeptieren.

Als vor Jahren gar nix mehr ging , habe ich mir Hilfe geholt, um nicht den Boden zu verlieren und die Lebenslust und meinen Optimismus wieder zu gewinnen.
Seitdem versuche ich in Allem etwas positives zu entdecken.

Manchmal das Meer anbrüllen wirkt befreiend.

Um den Kopf wieder frei zu bekommen , gehe ich Motorrad fahren.

Und wenn ich das alles für mich sortiert und verstanden habe, quatsche ich mit meinem Bruder oder meinen Freundinnen darüber.

05.09.2017 12:39
von:
MatchaMatcha
Status: offline  

Ich finde Meditationen sehr hilfreich, um wieder in meine Mitte zu finden.
Wenn es mal wieder stressig wird zwischen meinen Terminen und ich unterwegs bin, nutze ich auch gerne eine Atemübung/meditation aus dem Zen Buddhismus.

05.09.2017 13:26
von:
LeapOfFaith
Status: offline  

Interessantes Thema - danke fürs Erstellen!

Ich brauche dann auch erstmal Rückzug und Zeit für mich und sage auch Termine ab, wenn es geht. Die dadurch entstehende Ruhe hilft mir immer, zumindest etwas zu entspannen und wieder mehr Boden unter den Füßen zu spüren. Das wiederum hilft mir dabei, nicht durch unbedachte Handlungen oder Äußerungen alles noch schlimmer zu machen.

Andere Maßnahmen, die ich für mich unter Selbstfürsorge zusammenfasse, helfen mir auch: aus frischen Zutaten etwas kochen, ein bisschen Ordnung schaffen, liebevolle Körperpflege mit etwas Zeit, Atemübungen, Waldspaziergänge,....

Was ich brauche und dann mache, hängt allerdings auch davon ab, wie schwer die Krise ist und was sie ausgelöst hat. Wenn etwas mit anderen zu klären ist, fühlt es sich schon gut an, wenn ich das erledigen konnte, wobei ich besser damit fahre, das in Ruhe zu machen und damit abzuwarten, bis ich zumindest etwas mehr in meiner Mitte bin.

Ich hab vor vielen Jahren mal Feldenkrais-Übungen gelernt und finde sie nützlich, weil sie viel mit Achtsamkeit und ruhigem Tun zusammenhängen. Ich glaube aber, es ist (zumindest für mich) fast egal, was ich an ruhigen Körperübungen mache, solange ich es regelmäßig tue, also am Besten auch dann, wenn es mir gut geht. Daran scheitert es offen gesagt bei mir manchmal ein wenig.

Wenn ich mir Unterstützung bei anderen suche, dann nur bei Menschen, die ich gut kenne. Ich bin in einer solchen Phase leicht aus der Bahn zu werfen, trotzdem ist das manchmal auch eine Zeit für unbequeme und wichtige Fragen. Die kann ich dann am Besten mit Menschen anschauen, mit denen mich ein Vertrauensverhältnis verbindet.



05.09.2017 19:50
von:
HerbstKatze
Status: offline  

ZitatQuilma schrieb am 05.09.2017 um 00:36:
Wie findet ihr Euren inneren Halt in Euch selbst, wenn es euch mal nicht so gut geht, Krisen, etc. überstanden werden wollen?
Tut Ihr etwas Bestimmtes?

Ja meditieren. Vorbeugend, damit Enttäuschungen, Probleme, schlechte Zeiten sich gar nicht erst zu Krisen auswachsen (können). Und in Zeiten, in denen ich spüre, dass mir etwas auf der Seele brennt, gezielt, indem ich im offenen Gewahrsein die Emotionen und Gedanken kommen lassen, die gerade da sind - ohne Gedankenkarussell und überschießende Gefühle.

ZitatKönnt ihr auf etwas in Euch zurückgreifen?

Ja, auf die Klarheit und Gelassenheit, die ich durch s.o. gewinne.

ZitatWie findet ihr zu Eurer inneren Kraft, wenn sie unterwegs mal flöten gegangen ist?

Meditation hilft mir, meine Kräfte gar nicht erst zu verlieren, weil ich sie immer seltener in inneren Dialogen, gedachten Diskussionen, Ängsten, (unrealistischen) Erwartungen, Hadern mit der Vergangenheit, Gedankenspiralen und Kreisen um Probleme usw. aufreibe.


05.09.2017 20:40
von:
lllLIA
Status: offline  

ZitatQuilma schrieb am 05.09.2017 um 00:36:

Wie findet ihr Euren inneren Halt in Euch selbst, wenn es euch mal nicht so gut geht, Krisen, etc. überstanden werden wollen?

Tut Ihr etwas Bestimmtes?

Könnt ihr auf etwas in Euch zurückgreifen?

Wie findet ihr zu Eurer inneren Kraft, wenn sie unterwegs mal flöten gegangen ist?


Es kommt auf die Art der Krise an. Häufig hilft mir intensive Bewegung (wenn möglich draußen, ich mag keine Sportstudios und andere Indoorsachen bedingt) - Wald-Feld-Wiesen-Gerüche, frische Luft einatmen, die eigene Kraft/Koordination spüren + Endorphine nach ner Weile ist dann das, was mir Halt gibt.

ansonsten habe ich ein paar Orte, an denen ich gerne bin, wenn ich hilflos, 'orientierung'slos, reizüberflutet oder traurig bin. Ich komme dort zur Ruhe, wenn es anderswo nicht gelingt.

06.09.2017 21:08
von:
HamburgSkorpi..
Status: offline  

wenn ich in der Vergangenheit hin und wieder in ein "schwarzes" Loch gefallen bin habe ich mich völlig zurück gezogen. Meist passierte dies an den Wochenenden. Ich habe dann Verabredungen abgesagt und mich meinem Leid ergeben. Was auch immer mein Leid war....das waren unterschiedliche Themen.
Heute versuche ich diese Tage anzunehmen. Sie gehören zu mir. Der Unterschied zu früher besteht darin das ich nicht mehr alle Verabredungen absage. Ich kann dann glückliche Paare, zufriedene Arbeitnehmer und auch fröhliche Menschen um mich herum, leiden. Ich führe Selbstgespräche und erzähle mir immer wieder das ich nur dieses eine Leben zur Verfügung habe und ich genießen sollte das es mir gut geht.
Meistens hilft es und nach 1-3 tagen (länger gestatte ich mir keine Krise) geht es mir besser.
Reden mag ich dann mit niemand darüber....das habe ich aufgegeben.

06.09.2017 21:41
von:
BoredToSobs
Status: offline  

ZitatQuilma schrieb am 05.09.2017 um 00:36:

Wie findet ihr Euren inneren Halt in Euch selbst, wenn es euch mal nicht so gut geht, Krisen, etc. überstanden werden wollen?

Tut Ihr etwas Bestimmtes?

Könnt ihr auf etwas in Euch zurückgreifen?

Wie findet ihr zu Eurer inneren Kraft, wenn sie unterwegs mal flöten gegangen ist?


Wenn mir bewusst wird, dass ich in einer Schieflage bin, nehme ich Kontakt auf zu meinem inneren Kind. Diese Strategie hilft mir sehr. Es gibt dann immer ein grundlegendes Bedürfnis zu stillen, Wärme oder Sicherheit oder Trost zu spenden, solche. Das führt schlagartig zu einer Besserung auf emotionaler Ebene. Die Emotion des "Kindes" zeigt mir dann, welche Faktoren im Außen mich eigentlich in Unordnung gebracht haben. Dann bin ich frei, die Sache auf der Verstandesebene anzugehen, das Problem nach außen anzugehen, um die Dinge wieder in die Waage zu bringen.

Wenn die äußere Belastung so massiv ist, dass ich nicht erst nach Ursachen für meine emotionale Schieflage forschen muss, handle ich nach dem "Augen auf und durch"-Prinzip: Die Dinge so schnell wie möglich wieder in Ordnung bringen. Dabei nehme ich aber immer wieder Kontakt auf zu meinem inneren Kind, um sicherzustellen, dass ich mich nicht übernehme.
P.S.: Ich gestatte mir vor diesen Schritten generell eine Phase, in der ich die Augen geschlossen halte und das mache, was Diedo sehr treffend als "hemmungslos verwahrlosen" bezeichnet. In den Abgrund schauen. Der ist eh da, also sage ich mal Hallo und wate etwas darin herum, weil ich das, wenn die Krise vorbei ist, als sehr fruchtbar empfinde. Das geschieht nur halb bewusst, es ist Teil des Prozesses in dem mir klar wird, dass gerade etwas nicht stimmt.

editiert am 06.09.2017 21:49 Beitrag melden Zitatantwort
06.09.2017 21:52
von:
Lindqvist
Status: offline  

Sehr schönes Thema!

Je nachdem, was mich gerade ins Wanken bringt, nutze ich verschiedene Strategien. Generell befinde ich mich schonmal auf einen guten Weg,wenn ich das-also, das mich ins Wanken Bringende- für mich erkannt habe. So hilft mir dann schonmal der Austausch mit meinem Gegenüber und vor allem das Besinnen auf meine Stärken (die vergesse ich allzu schnell )




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