Forum » News, Politik & Forschung » Thread

Arsch hoch - Wählen gehen! II

Thema abonnieren antworten

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |

07.09.2017 14:08
von:
Weirdo2013
Status: offline  

Hallo zusammen,
dies ist die Fortsetzung von Arsch hoch -Wählen gehen!
http://de.lesarion.com/fo [...] ;forum=3

Da die Wahl noch vor uns liegt, kommt hier die Fortsetzung

Hier der Eingangstext aus dem ersten thread:

Sorry, für den provokanten Titel, aber manchmal muss Frau Tacheles herhalten Geht bitte wählen

Nichtwähler sind die größte Wählergruppe Deutschlands. Die PARTEI vertritt die Interessen dieser 18 Millionen Menschen (Natürlich Satire )

Nichtwähler wählen die PARTEI! Wahlwerbespot zur Bundestagswahl 2017
https://www.youtube.com/w [...] LCsR-udQ

"Wenn es dir egal ist, wer im Bundestag sitzt, wäre es nicht schön, von jemandem vertreten zu werden, dem es egal ist, DASS er im Bundestag sitzt?"

Mit einem Video will die Satiretruppe Die Partei die größte Wählerfraktion mobilisieren: die Nichtwähler. Für diese Motivationsaufgabe hat sie sich ausgerechnet die wohl demotivierendste Person des Landes ausgesucht: Nico Semsrott.

Interview
http://www.bento.de/polit [...] 1631911/

editiert am 07.09.2017 14:13 Beitrag melden Zitatantwort
07.09.2017 14:18
von:
Weirdo2013
Status: offline  

Herbstkatze schrieb dies im letzen Beitrag (leicht gekürzt)

Zitat@ Weirdo2013
Bin zwar nicht anamaria, möchte trotzdem 'lösen'.

Rein rechnerisch profitieren beim Nichtwählen alle Parteien, die du nicht gewählt hättest - proportional zu ihrer 'Größe', sprich ihrem Stimmenanteil. Geht eine Unsionsanhängerin nicht wählen, profitiert überwiegend die SPD. Geht eine Grüne nicht wählen, profitiert vor allem die Union und ein wenig die SPD.

Der Schaden, den Nichtwähler*innen der Partei, der sie ihre Stimme nicht gegeben haben, zufügen, ist jedoch logischerweise größer, als der Nutzen für die Profiteure - vor allem bei Wähler*innen kleiner Parteien.

Nichtwählen (und ungültig wählen) hat außerdem einen Einfluß auf die 5% Hürde - sie sinkt. Die Chancen in den Bundestag einzuziehen steigen dadurch für alle kleinen Parteien, nicht nur für die AfD - auch für Linke, Grüne, FPD.


Ich danke dir, Herbstkatze, für die Aufschlüsselung Und schliesse hier nochmals die Frage an, in wie weit sich Nichtwähler (welche nicht AfD wählen würden) aus der Verantwortung ziehen können, dass sie möglicherweise durch Nichtabgabe ihrer Stimme eine Partei wie die AfD passiv unterstützen.

editiert am 07.09.2017 14:19 Beitrag melden Zitatantwort
07.09.2017 14:51
von:
CakesFabrik
Status: offline  

Wir leben in einer Demokratie. Da gibt es Menschen, die nicht am sozialen Leben teilnehmen können, Anforderungen der Gesellschaft nicht gewachsen sind, auf der Straße leben, im sozialen Gefüge runterfallen- sind die auch in Verantwortung zu nehmen?
Ich finde es vernünftig, auf Wahlen hinzuweisen. Unvernünftig hingegen, nicht akzeptieren zu können, dass es sie gibt, die Nichtwähler.
Anders handelnden automatisch eine Verantwortung aufbürden zu wollen, halte ich für … ungestüm, vielleicht.
Eine Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, dass sie verschieden agierende Individuen vereinen und leben lassen kann. Ohne Vorwurf. Ohne die Bürde einer Verantwortung. Ohne Reglementierung des Handelns und Denkens.


07.09.2017 15:05
von:
Weirdo2013
Status: offline  

@CakesFabrik

Deinen Zeilen kann ich umfänglich zustimmen. Und hier war ich etwas unpräzise in meiner Fragestellung. Ich meine alle Nichtwähler, welche aus Gründen wie "Frustration, Enttäuschung, keine Lust, keine Entscheidung finden können, nicht das Establishment unterstützen wollen etc.". Sie argumentieren meist damit, dass sie eh keinen Einfluss auf die Wahl haben und es ihnen gleich ist, ob jetzt Parteien wie CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken etc. gewählt werden. Gilt dies auch für eine Partei wie die AfD? Ist dies nicht eine stille Zustimmung? Ich provoziere bewusst, da ein Verständnis für solch eine Einstellung einfach nicht in meinen Dickschädel möchte

07.09.2017 15:15
von:
CakesFabrik
Status: offline  

Wer verweigert, aus welchen Gründen auch immer, interessiert sich selten dafür, welche Konsequenzen es in echt hat.
Ich finde es eben so albern, die Augsburger Puppenkiste zu wählen, da ich mich nur annähernd in einer Partei wiederfinde, aber ich möchte wenigstens das Gefühl haben, etwas bewirkt zu haben.
Die, die resigniert haben, sind nicht in Verantwortung zu nehmen. Eher könnte man sie wieder interessieren durch Programme. Nicht durch Druck. Das geht nach hinten los.
Sie wieder zu interessieren an Politik wäre, für mich, das bessere Unterfangen

07.09.2017 15:28
von:
Weirdo2013
Status: offline  

ZitatCakesFabrik schrieb am 07.09.2017 um 15:15:

Die, die resigniert haben, sind nicht in Verantwortung zu nehmen. Eher könnte man sie wieder interessieren durch Programme. Nicht durch Druck. Das geht nach hinten los.
Sie wieder zu interessieren an Politik wäre, für mich, das bessere Unterfangen


Darueber muss ich nachdenken, ob die Verantwortung nicht existent ist. Ich will eigentlich nicht auf die Geschichte zurückgreifen, aber der Zusammenhang des Schweigens und einer Verantwortung ist für mich nicht ganz von der Hand zu weisen.

Wie könnte man Menschen wieder an die Politik heranführen? Und, manche Nichtwähler sind sehr politisch interessiert und wählen dennoch nicht. Bei den letzten Landtagswahlen in BW hat die AfD 15% der Stimmen erhalten, die Linken nicht mal 3%. Die Grünen stellen die stärkste Partei, die CDU und die SPD hatten "verloren". Die Wahlbeteiligung lag bei ca. 70%. Keine Ahnung, in wie weit Nichtwähler dieses Ergebnis beeinflusst haben.

07.09.2017 15:33
von:
CakesFabrik
Status: offline  

ZitatDarueber muss ich nachdenken, ob die Verantwortung nicht existent ist. Ich will eigentlich nicht auf die Geschichte zurückgreifen, aber der Zusammenhang des Schweigens und einer Verantwortung ist für mich nicht ganz von der Hand zu weisen.


Ist er. Ohne Frage. Aber die Verantwortung für die politische Entwicklung NUR auf die Nichtwähler zurückzuführen ist bissi arg, oder nicht?

ZitatWie könnte man Menschen wieder an die Politik heranführen?


DAS sollte die Frage sein. Und nichts anderes.

07.09.2017 15:44
von:
anamaria
Status: offline  

vielleicht solten wir die ebenen trennen:

1.
jede art der nicht-beteiligung (auch an wahlen) ist die wahrnehmung persönlicher freiheit in einer freiheitlichen gesellschaft und muss weder begründet noch gerechtfertigt werden.

2.
die politische bedeutung und verantwortung einer nichtbeteiligung darf und muss den sich nicht beteiligenden jederzeit vor augen geführt werden, denn nichtbeteiligung betrifft alle. das recht, sich nicht zu beteiligen, beinhaltet nicht, daür nicht kritisiert zu werden.

3.
die effekte der einzelnen nichtbeteiligung treffen wiederum alle.
bei nichtwählern treffen sie vor allem die großen parteien. gerade die anstehende wahl wird angesichts ihres erwartbaren ausgangs viele anhänger der CDU/CSU (insbesondere bei gutem wetter ) nicht in das wahllokal treiben.

wer aber demgegenüber gerne den alu-hut aufsetzt und die "umvolkung" befürchtet, wird sich seine chance nicht entgehen lassen, die partei zu wählen, die (auch) dieses vertritt und im übrigen gegen die "volksverräter" poltert.

mit anderen worten: die wähler der AFD werden ziemlich vollständig ihr kreuz machen.

die wähler der CDU und der SPD nicht unbedingt.

4.
das führt dann mathematisch zwangsläufig zu einer prozentualen über-repräsentation der AFD, bezogen auf die abgegebenen stimmen.
insofern sollten vor allem die menschen den "a..." hoch kriegen, die die AFD im bundestag verhältnismäßig klein halten wollen.

5.

das heißt aber auch:

GROKO wählen!!

und dafür gibt es auch viele gute inhaltliche gründe. diese koalition hat viel erreicht, hat höchst professionell gearbeitet, und die aufgaben werden in den nächsten jahren nicht kleiner.

editiert am 07.09.2017 15:47 Beitrag melden Zitatantwort
07.09.2017 15:49
von:
HerbstKatze
Status: offline  

ZitatWeirdo2013 schrieb am 07.09.2017 um 15:05:

@CakesFabrik

Deinen Zeilen kann ich umfänglich zustimmen. Und hier war ich etwas unpräzise in meiner Fragestellung. Ich meine alle Nichtwähler, welche aus Gründen wie "Frustration, Enttäuschung, keine Lust, keine Entscheidung finden können, nicht das Establishment unterstützen wollen etc.". Sie argumentieren meist damit, dass sie eh keinen Einfluss auf die Wahl haben und es ihnen gleich ist, ob jetzt Parteien wie CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken etc. gewählt werden. Gilt dies auch für eine Partei wie die AfD? Ist dies nicht eine stille Zustimmung? Ich provoziere bewusst, da ein Verständnis für solch eine Einstellung einfach nicht in meinen Dickschädel möchte


In den Bundestag ziehen Parteien ein, weil sie Stimmen bekommen und gewählt werden!!! Nicht, weil Menschen nicht wählen gehen.
Nichtwähler*innen stimmen dem zu, was ohne ihr Zutun politisch passiert. Sie nehmen in Kauf, dass andere die Zusammensetzung des Bundestages und somit unserer Regierung wählen, nicht mehr und nicht weniger. Das sollte und kann nicht auf eine Partei, die noch dazu, von Nichtwählern nicht sehr stark profitieren wird, reduziert werden. Es ist Unsinn, Nichtwähler*innen für einen eventuellen Einzug der AfD (mit)verantwortlich zu machen. Verantwortlich für den Einzug der AfD sind Ihre Wähler*innen.

editiert am 07.09.2017 15:53 Beitrag melden Zitatantwort
07.09.2017 15:54
von:
Ninnife
Status: offline  

Ein Internetfund ( ! ) von den letzten Wahlen

https://www.bpb.de/embed/255047

Geh nicht hin!

07.09.2017 15:55
von:
CakesFabrik
Status: offline  

ZitatHerbstKatze schrieb am 07.09.2017 um 15:49:

ZitatWeirdo2013 schrieb am 07.09.2017 um 15:05:

@CakesFabrik

Deinen Zeilen kann ich umfänglich zustimmen. Und hier war ich etwas unpräzise in meiner Fragestellung. Ich meine alle Nichtwähler, welche aus Gründen wie "Frustration, Enttäuschung, keine Lust, keine Entscheidung finden können, nicht das Establishment unterstützen wollen etc.". Sie argumentieren meist damit, dass sie eh keinen Einfluss auf die Wahl haben und es ihnen gleich ist, ob jetzt Parteien wie CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken etc. gewählt werden. Gilt dies auch für eine Partei wie die AfD? Ist dies nicht eine stille Zustimmung? Ich provoziere bewusst, da ein Verständnis für solch eine Einstellung einfach nicht in meinen Dickschädel möchte


In den Bundestag ziehen Parteien ein, weil sie Stimmen bekommen und gewählt werden!!! Nicht, weil Menschen nicht wählen gehen.
Nichtwähler*innen stimmen dem zu, was ohne ihr Zutun politisch passiert. Sie nehmen in Kauf, dass andere die Zusammensetzung des Bundestages und somit unserer Regierung wählen, nicht mehr und nicht weniger. Das sollte und kann nicht auf eine Partei, die noch dazu, von Nichtwählern nicht sehr stark profitieren wird, reduzieren werden. Es ist Unsinn, Nichtwähler*innen für einen eventuellen Einzug der AfD (mit)verantwortlich zu machen. Verantwortlich für den Einzug der AfD sind Ihre Wähler*innen.


Ähem. Darauf wollte ich hinaus, wie auch auf das Selbstbestimmungsrecht. Welche ohne Folgen sein sollte...

Den Beitrag von anamaria muss ich noch sortieren. Kann dauern

07.09.2017 16:03
von:
Weirdo2013
Status: offline  

ZitatNinnife schrieb am 07.09.2017 um 15:54:

Ein Internetfund ( ! ) von den letzten Wahlen

https://www.bpb.de/embed/255047

Geh nicht hin!


Sehr geil! Danke

07.09.2017 16:11
von:
Weirdo2013
Status: offline  

Ich glaube, hier bleibe ich dickköpfig. Für mich tragen Nichtwähler auch eine Verantwortung. Und es ist hoffentlich eine Lernerfahrung der etablierten Parteien, dass eine Partei, wie die AfD, ehemalige Nichtwähler anscheinend besser aktivieren kann.

07.09.2017 16:12
von:
anamaria
Status: offline  

ZitatCakesFabrik schrieb am 07.09.2017 um 15:33:

ZitatWie könnte man Menschen wieder an die Politik heranführen?


DAS sollte die Frage sein. Und nichts anderes.


ist sie das wirklich?

"politik" ist zunächst das, was jeder mensch täglich macht (wenn er es wie hier darf) - nur unorganisiert.

"die" politik ist dagegen der organisationsrahmen, der für alle bereit gestellt wird, damit sie mit ihrer alltäglichen politik frei leben können.

dieser rahmen ist hochkomplex und wird täglich von menschen gewährleistet, die dafür heute in der regel hauptsächlich beschimpft werden.

ich halte es deshalb für eine schwer erträgliche anspruchshaltung, ständig von "der politik" oder "den parteien" irgendwo "abgeholt" oder "herangeführt" werden zu wollen.

dieser - im kern unpolitischen - haltung entspricht auch die oft zu lesende klage darüber, dass keine partei "100 %" mit den eigenen wünschen und vorstellungen übereinstimme.

das letzte mal, dass ich mit etwas 100% "zufrieden" war oder übereingestimmt habe, war wohl, als ich vor sehr langer zeit von irgendjemand einen schnuller in den mund gesteckt bekam.

und nur weil ich zu jung war, hatte ich damals nicht bemerkt, dass der schnuller nicht für mich, sondern für die war, die nih mir gegeben haben, um mich ruhig zu stellen.

politik.

wer also mit einer partei in einem hochentwickelten, wohlhabenden und sicheren land eine "100%ige" übereinstimmung zu seinen ansichten sucht, ist entweder (politisch) noch ein kleinkind - oder AFD wähler.

und:

die menschen müssen nicht an parteien oder an "die politik" herangeführt werden, sondern an ihre freiheit, eigene interessen zu formulieren und an den mut. sie durchzusetzen - im rahmen einer ordnung, in der "die politik" und "die parteien" den interessenausgleich - also den täglichen kompromiss - in rechtsstaatlicher weise seit langer zeit erfolgreich bewältigen.




07.09.2017 16:14
von:
CakesFabrik
Status: offline  

Zitatanamaria schrieb am 07.09.2017 um 16:12:

ZitatCakesFabrik schrieb am 07.09.2017 um 15:33:

ZitatWie könnte man Menschen wieder an die Politik heranführen?


DAS sollte die Frage sein. Und nichts anderes.


ist sie das wirklich?

"politik" ist zunächst das, was jeder mensch täglich macht (wenn er es wie hier darf) - nur unorganisiert.

"die" politik ist dagegen der organisationsrahmen, der für alle bereit gestellt wird, damit sie mit ihrer alltäglichen politik frei leben können.

dieser rahmen ist hochkomplex und wird täglich von menschen gewährleistet, die dafür heute in der regel hauptsächlich beschimpft werden.

ich halte es deshalb für eine schwer erträgliche anspruchshaltung, ständig von "der politik" oder "den parteien" irgendwo "abgeholt" oder "herangeführt" werden zu wollen.

dieser - im kern unpolitischen - haltung entspricht auch die oft zu lesende klage darüber, dass keine partei "100 %" mit den eigenen wünschen und vorstellungen übereinstimme.

das letzte mal, dass ich mit etwas 100% "zufrieden" war oder übereingestimmt habe, war wohl, als ich vor sehr langer zeit von irgendjemand einen schnuller in den mund gesteckt bekam.

und nur weil ich zu jung war, hatte ich damals nicht bemerkt, dass der schnuller nicht für mich, sondern für die war, die nih mir gegeben haben, um mich ruhig zu stellen.

politik.

wer also mit einer partei in einem hochentwickelten, wohlhabenden und sicheren land eine "100%ige" übereinstimmung zu seinen ansichten sucht, ist entweder (politisch) noch ein kleinkind - oder AFD wähler.

und:

die menschen müssen nicht an parteien oder an "die politik" herangeführt werden, sondern an ihre freiheit, eigene interessen zu formulieren und an den mut. sie durchzusetzen - im rahmen einer ordnung, in der "die politik" und "die parteien" den interessenausgleich - also den täglichen kompromiss - in rechtsstaatlicher weise seit langer zeit erfolgreich bewältigen.




Wow.
Ich bin raus.


07.09.2017 16:17
von:
anamaria
Status: offline  

ZitatHerbstKatze schrieb am 07.09.2017 um 15:49:

(...)

Verantwortlich für den Einzug der AfD sind Ihre Wähler*innen.


so ist es. und deren anhänger werden auch wählen gehen.



07.09.2017 16:19
von:
aisir
Status: offline  

ZitatWeirdo2013 schrieb am 07.09.2017 um 16:11:

Ich glaube, hier bleibe ich dickköpfig. Für mich tragen Nichtwähler auch eine Verantwortung. Und es ist hoffentlich eine Lernerfahrung der etablierten Parteien, dass eine Partei, wie die AfD, ehemalige Nichtwähler anscheinend besser aktivieren kann.


die etablierten parteien ziehen ihr ding durch. die lernen nix ........ die wundern sich dann nur immer wieder aufs neue

die wollen und müssen ja nix lernen. sie sind ja schon das gelbe vom ei

editiert am 07.09.2017 16:20 Beitrag melden Zitatantwort
07.09.2017 16:29
von:
Weirdo2013
Status: offline  

Hier ein Artikel, wie angeblich Nichtwähler "mobilisiert" werden sollen. Ich kann den Punkten nicht viel abgewinnen, da sie eher "technischer" Art sind (Mehr Wahllokale etc.)

Hier eine Theorie über Nichtwähler. Ob diese stimmt?

"Die Nichtwählerforschung hat hier inzwischen für Aufklärung gesorgt: Die typischen Nichtwähler wohnen in sozialen Brennpunkten, sind jung und politisch kaum noch interessiert. Ihre Grundstimmung ist eher resignativ. Von Politik und Wahlen versprechen sie sich keine Veränderung ihrer eigenen Lage und Lebenschancen.

Politische Gleichgültigkeit, nicht Protest

Auch das häufig bemühte Bild der „Protestpartei der Nichtwähler“ ist ein Mythos: Nicht Demokratieverdrossenheit und Systemprotest, sondern politische Gleichgültigkeit erklärt, warum sich vor allem einkommens- und bildungsschwache Schichten immer weniger beteiligen. Es sind eben nicht die „bräsig Zufriedenen“, die sich verweigern.

Es sind die sozial Schwächeren, Benachteiligten, Abgehängten und Unzufriedenen. Die Wahlbeteiligung der sozial benachteiligten Milieus der Gesellschaft liegt mittlerweile um bis zu 40 Prozentpunkte niedriger als in den sozial stärkeren Milieus. Deutschland ist längst zu einer sozial gespaltenen Demokratie geworden. Unsere Wahlergebnisse sind sozial nicht mehr repräsentativ."

Quelle: welt.de // Wie wir Nichtwähler zurückgewinnen können
https://www.welt.de/debat [...] nen.html

07.09.2017 16:31
von:
anamaria
Status: offline  

ZitatWeirdo2013 schrieb am 07.09.2017 um 16:11:

Ich glaube, hier bleibe ich dickköpfig. Für mich tragen Nichtwähler auch eine Verantwortung. Und es ist hoffentlich eine Lernerfahrung der etablierten Parteien, dass eine Partei, wie die AfD, ehemalige Nichtwähler anscheinend besser aktivieren kann.


hast du dafür eine statistik/eine beleg?

soweit ich mich erinnere, hat die AFD bei allen wahlen natürlich auch nichwähler gewonnen, hauptsächlich aber von den anderen parteien (außer den grünen).

ich glaube nicht, das sich die AFD - erfolge allein durch frühere nichtwähler erklären lassen.

und ich glaube auchh nicht, dass diese nichtwähler, die dann AFD gewählt haben oder wählen von den anderen parteien überhaupt ereichbar gewesen wären, da ja nur die AFD ein niedrigschwelliges rechtsradikales angebot im programm hat.



07.09.2017 16:33
von:
CakesFabrik
Status: offline  

Zitatanamaria schrieb am 07.09.2017 um 16:12:
........

politik.

wer also mit einer partei in einem hochentwickelten, wohlhabenden und sicheren land eine "100%ige" übereinstimmung zu seinen ansichten sucht, ist entweder (politisch) noch ein kleinkind - oder AFD wähler.

....




Ehrlich. Da kraucht die Wut in mir hoch, bis die Schlagadern pulsieren. Ich gehe wählen. Wie ich schon schrieb. Und gebe meine Stimme.
Aber dieser genannte Auszug aus Deinem Beitrag stellt Dich genau in die Ecke, die hier vorherrscht. Das ist so widerlich, dass mir glatt die Worte fehlen. Und das will etwas heißen...
Abwerten von Menschen..Donnerwetter.. Darum geht es hier. Ums abwerten.


Thema abonnieren antworten

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |





>>> Laufband-Message ab nur 5,95 € für 3 Tage! <<<