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Verlangen (7)

von Any1217


Teil 7

Endlich war es Montag Nachmittag. Mia und ich waren bereits am Spielplatz angekommen. Wir beide warteten sehnsüchtig auf Marie. Da kam sie, ihre offenen Haare wehten leicht im Wind. Sie lächelte und winkte uns zu. Mein Herz pochte. Zuerst begrüßte sie Mia und schickte sie schon mal vor zum Baumhaus. Dann nahm sie mich in den Arm "schön dich zu sehen" hauchte sie mir leise zu. Dann gab sie mir einen zaghaften Kuss auf die Wange. Ihre Lippen fühlten sich weich und warm an. Ich atmete tief ein. Dann löste wir uns voneinander und Marie lief in Richtung Baumhaus. Ich sah ihr nach und wünschte die Umarmung hätte länger gedauert.

Nach einer Weile kam Mia auf mich zu gerannt. "Mama, spielst du mit uns verstecken? Zu zweit ist es langweilig." "Na klar mein Schatz, wer muss denn suchen?" "Na du" rief Mia im Weg laufen und rief Marie zu, dass sie sich verstecken soll. Ich lachte, drehte mich um und begann laut zu zählen. Als ich die 30 erreicht hatte, rief ich laut "ich komme!" und machte mich auf die Suche. Es dauerte nicht lang, da sah ich Marie hinter einer Kletterwand kauern. Ich tat als hätte ich sie nicht gesehen und ging in weitem Bogen von der anderen Seite in ihre Richtung. Vorsichtig pirschte ich mich an die Kletterwand an und lugte um die Ecke wo Marie kauerte. Sie schien mich immer noch nicht bemerkt zu haben und rechnete wohl nicht mit einem Hinterhalt. Vorsichtig schlich ich mich an sie heran, dabei musste ich aufpassen, nicht nach links einen kleinen Hang ab zu rutschen. Ich war jetzt ganz dicht hinter ihr, beugte mich vor und sagte fast neben ihrem Ohr "Buh". Marie zuckte zusammen und wirbelte noch halb in der Hocke herum. Dabei verlor sie das Gleichgewicht. Sie ruderte mit dem Armen, griff nach meinem Shirt und riss die Augen vor Schreck weit auf. Da sie mich gepackt hatte und ich ebenfalls noch in der Hocke war, verlor auch ich das Gleichgewicht. Marie rutschte seitlich rückwärts den kleinen Hang hinunter und zog mich mit. Ich kam ins rollen und krallte mich wiederum bei Marie fest. So kullerten wir beide hinunter auf die große, abgelegene Wiese hinter dem Spielplatz. Von hier aus sah man den Spielplatz nicht, lediglich das große Klettergerüst ragte mit einem einzelnen Pfosten in den Himmel. Unten blieb ich auf dem Rücken liegen, Marie lag quer mit einem Bein über mir. Beide schnauften und keuchten wir. "Na warte.." sagte Marie, schwang sich auf mich und fing an mich zu kitzeln. Ich wand mich und quietschte, doch sie ließ nicht locker und beugte sich auch noch zu mir runter um mit ihrem Kinn meine Rippen zu traktieren. Ich fing an mich zu wehren und drehte mich zur Seite, sodass Marie von mir runter plumpste. Schnell drehte ich sie auf den Rücken, setzte mich auf sie und versuchte ihre Arme fest zu halten. Da mir das nicht gelang, drehte sie blitzschnell den Spieß wieder um. Jetzt lag sie mehr auf mir, als das sie saß. Ich wand mich unter ihr, um einer erneuten Kitzelattacke zu entgehen. Mein rechtes Bein hatte Marie zwischen ihre Oberschenkel geklemmt. Marie keuchte. Sie lockerte ihre Beine, mein Bein rutschte weiter nach oben zwischen ihre. Ich spürte ihre Wärme. Auch sie hatte ihr Bein jetzt zwischen meinen. Ohne inne zu halten, wand ich mich weiter unter ihr. Diesmal aber nicht, um ihr zu entkommen. Marie stöhnte auf. Sie fing an, sich rhythmisch auf und ab zu bewegen. In mir fing alles an zu kochen. Mir wurde heiß und gleichzeitig lief mir ein Schauer über den Rücken. Ich schloss die Augen und musste stöhnen. Es fühlte sich so gut an. Ich merkte, wie meine Erregung immer weiter wuchs. Dann verlangsamten sich Maries Bewegungen plötzlich und ich hörte sie schluchzen. Meine Erregung war schlagartig weg. Marie lag nun auf mir, den Kopf auf meiner Brust. Ich umarmte sie und strich ihr zärtlich übers zerzauste Haar. Sanft wischte ich ihr eine Träne aus dem Gesicht. "Schhh.. Das wird schon wieder." redete ich ihr gut zu. Dann richtete sie sich auf, wischte sich mit dem Handrücken über die Augen und stand auf. "Es tut mir so leid, entschuldige Lena. Ich weiß nicht, was da grade mit mir los war." Sie sah verlegen zu Boden und schniefte noch einmal. "Mmmh.. alles gut." sagte ich und lächelte. Jetzt lächelte auch Marie wieder und sagte "wir sollten Mia suchen, sie wartet bestimmt schon ganz ungeduldig." Wir kletterten den Hang wieder hoch und fanden kurze Zeit später Mia in einer Röhre hocken. "Ha, ich hab gewonnen - das war ein gutes Versteck!" sagte sie vergnügt. Wir mussten lachen.

Als die Sonne bereits schon tief am Himmel stand, gingen wir zusammen zurück nach Hause. Wir verabschiedeten uns und ich drückte Marie fest an mich. Dann gingen wir ins Haus, Thomas war noch nicht da. Was für ein Nachmittag. Nachdem wir zu Abend gegessen und ich Mia ins Bett gebracht hatte, machte ich es mir auf der Couch bequem. Ich dachte an Marie, wie sie auf mir lag und sich bewegte. Selten war ich so erregt wie in diesem Moment. Allein die Vorstellung daran, brachte mein Blut wieder in Wallung. Ein solches Verlangen kannte ich bisher nicht. Aber was hatte das jetzt zu bedeuten? Marie schien wegen ihrer Trennung etwas durch den Wind zu sein. Wir hatten uns nicht geküsst, aber aus der Rangelei war etwas geworden, was vielleicht schon zu weit ging für eine verheiratete Frau wie mich. Oder nicht?

Noch während ich darüber nach dachte, wurden meine Augen immer kleiner und ich fiel in einen tiefen, traumlosen Schlaf.



copyright © by Any1217. Die Autorin gab mit der Veröffentlichung auf lesarion kund, dass dieses Werk Ihre eigene Kreation ist.




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