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Verhängnisvolle Liebe (part 8)

von Nanaschatz96


endlich geht es weiter, ich hoffe es gefällt euch :)
viel Spaß beim lesen! freue mich über Feedback


„Hey Anna,
tut mir leid, dass ich gestern nicht mehr geantwortet habe.
Ich war viel zu müde und um ehrlich zu sein, hatte ich auch
nicht wirklich ne Ahnung was ich dir schreiben sollte.
Es ist nicht so, dass ich dir nichts mehr zu sagen habe, versteh
das jetzt nicht falsch. Ganz im Gegenteil, ich will dir einerseits
eine Menge sagen, weiß aber nicht wie ich mich ausdrücken
soll bzw..ach...siehst du ich weiß einfach nicht wie, aber ich
glaube/ hoffe du weißt wie ich das meine und hoffe, du bist mir
nicht böse. Ich brauch einfach ein bisschen Zeit, um mir über
all das was war und vielleicht noch kommen wird klar zu
werden. Ich wollte eh die nächsten Tage mal mit dir reden, kannst
mir ja sagen, wann du Zeit hast:)
Ich hoffe dir geht es gut, denn ich hab dich heute in der Schule
noch nicht gesehen und wollte nachfragen, ob alles in Ordnung ist?
Ich bin nach wie vor immer für dich da, es hat sich in dieser Hinsicht
nichts geändert. Wenn du was brauchst, sag ruhig bescheid!“
Lea:)

Ich schickte die Nachricht weg. Sie war zwar im Gegensatz zu Anna`s Nachricht wesentlich kürzer, allerdings wusste ich nicht genau was ich schreiben sollte und hoffte einfach, dass ich bis zu unserem Treffen ihr irgendwie sagen konnte, ob und was ich für sie empfand.
Die restlichen Schulstunden zogen sich extrem in die Länge und es kam mir vor, als würde dieser Schultag niemals enden. Als endlich die Schulklingel läutete und damit den Schulschluss ankündigte, schnappte ich mir erleichtert meinen Rucksack und raste förmlich aus dem Klassenraum. Ich konnte es wirklich nicht erwarten endlich zuhause zu sein und mich in Ruhe dem Projekt zu widmen, wofür ich noch am Pc einiges zu tun hatte und mich somit prima ablenken und mal alles vergessen konnte, so war zumindest der Plan.
Ich verabschiedete mich vor meinem Auto von Lizz, stieg ein, drehte die Musik auf volle Lautstärke und machte mich auf den weg nach hause. Ich beschloss mir ein wenig Zeit zu lassen und noch eine Runde um den Block zu fahren. Autofahren lenkte mich super ab, da ich an nichts anderes als die Straße denken durfte, wenn ich keinen Unfall bauen wollte.
Ziellos fuhr ich durch die Gegend. Achtete nicht sonderlich darauf, wo ich hinfuhr. Starr wie ein Roboter blickte ich nach vorn auf die Straße.
Mittlerweile war es auch schon spät geworden. Die Straßenlaternen erleuchteten die inzwischen düstere Straße. An einer Ampel bemerkte ich, dass schon lange keine Musik mehr aus meiner Anlage ertönte und so startete ich die Playlist von neu.
„Frau für eine Nacht – ERRDEKA“ ertönte es. „Welch eine Ironie.“, dachte ich mir.
Erst da schien ich wieder richtig in die Realität zurück zu finden.
Ich schaute mich um, um zu erkennen wo ich mich gerade befand.
„Na toll, auch das noch. Das nenne ich dann wohl Schicksal.“ dachte ich, als ich erkannte, dass ich mich vor Anna`s Haus befand. Nun gut, vielleicht hatte mich das Schicksal wirklich hier her geführt und ich sollte die ganze Sache endlich mal klären. Doch was sollte ich ihr sagen? Ich wusste doch immer noch nicht, was ich empfand, geschweige denn, was in mir vor ging. Ich wusste nur, dass mich all das dermaßen belastete und ich so nicht weiter machen konnte geschweige denn wollte.
Womöglich war es wirklich ein Zeichen, dass ich nach der Stundenlangen fahrt ausgerechnet hier landete. Doch ich musste es als Chance sehen. Entweder jetzt oder nie. Und wenn ich weiter fahren würde, würde ich mich dem ganzen wohl nie stellen und niemals die Wahrheit herausfinden.
Ich kramte also mein Handy aus meiner Handtasche und schrieb Anna erneut eine SMS.

„Hey Anna, ich bin gerade in der Nähe und wollte Fragen ob du eventuell kurz Zeit für mich hast bzw. ob du überhaupt zuhause bist? Melde dich, Lea.“

Kurz und knapp, aber auf den Punkt getroffen. Mehr wollte ich erst einmal nicht wissen. Ich wusste eh schon nicht, wie ich gleich das Gespräch anfangen sollte, da würden diese paar Zeilen als SMS schon reichen.
Kurze Zeit später antwortete sie auch schon, überraschend schnell.
„Hey, ja bin zuhause, komm einfach vorbei.“
Ich wartete noch weitere 5 Minuten im Auto, sie sollte nicht wissen, dass ich mich schon vor ihrem Haus befand. Außerdem musste ich mein Make – Up auffrischen. So wie ich momentan aussah, voll verheult, wollte ich ihr auf keinen Fall begegnen und es lag auch in ihrem Interesse, dass ich zumindest annähernd wie ein Mensch aussah.
Ich stieg aus, schnappte mir meine Tasche, richtete nochmals mein Oberteil und ging den mit Pflastersteinen belegten Weg zu ihrem Haus entlang. Kurz bevor ich klingelte, atmete ich noch ein mal tief ein..los geht’s.
Kurze Zeit später, öffnete Anna die Tür. Sie sah wie immer großartig aus. Sie trug eine enge zerlöcherte Jeans, ein schwarzes eng geschnittenes Shirt mit dem Aufdruck, einer mir unbekannten Band.
„Hey, komm doch rein.“, sagte Anna.
Erst da konnte ich den Blick von ihr wenden und brachte nur ein kleinlautes „Danke.“ heraus.
Ich folgte ihr wie beim letzten Mal in die Küche, wo sie uns etwas Cola einschenkte und so wie letzte Mal, waren wir allein.
Anschließend gingen wir hoch in ihr Zimmer und machten es uns auf der zusammengeklappten Schlafcouch gemütlich.
„Also, was gibt’s?“, fragte Anna so, als wäre nichts und schenkte mir ihr zuckersüßes lächeln.
Für sie schien alles wie immer zu sein, doch ich wusste, dass sie wahrscheinlich genauso nervös war wie ich. Ich wusste gar nicht wo ich anfangen sollte.
„Du hast nicht auf meine Nachricht reagiert und warst nicht in der Schule, da hab ich mir Sorgen gemacht.“, gab ich stotternd hervor. Mensch Lea, reiß dich zusammen!
„Ja, mir ging es heute Morgen nicht so gut und da wir ja eh nur an diesem doofen Projekt arbeiten, dachte ich mir, kann ich das auch zuhause in Ruhe machen. Die Unterlagen geb ich dir später.“
„Okay und geht es dir jetzt besser? Warum hast du denn nicht geantwortet, wenn du doch zuhause wars?“, hakte ich nach.
„Naja, du bist hier also..ja mir geht es besser. Ich hab nicht wirklich auf mein Handy geachtet. Tut mir leid, dass du dir deshalb Sorgen gemacht hast.“, antwortete sie und senkte den Blick.
„Okay ich halt das nicht länger aus! Wie soll das denn hier weiter gehen. Ich kann einfach nicht mehr. Ich will nicht mehr! Ich weiß nicht was los ist, aber ich will das es wieder normal wird, so wird wie vor der Party..ich kann das so nicht länger.“, kam es endlich aus mir heraus und ich war über meine ehrlichen und sicheren Worte selbst verwundert.
„Was kannst und willst du nicht mehr? Ich weiß, es ist richtig scheiße. Ich weiß auch nicht was ich machen soll, wie ich dir helfen kann. Aber ich glaube, dass du jetzt hier bist, sagt doch einiges oder?“, setzte Anna das Thema fort.
„Ich weiß nicht.. ok hör zu, ich spreche jetzt einfach Klartext ok? Ich sag dir jetzt einfach das, was ich denke, was mir im Kopf rumschwirrt... phu ok.
Pass auf, seit dem Wochenende..seit der Sache die passiert ist..ich hätte niemals gedacht, dass ich es zulasse. Das ich so weit mit dir gehe. Das sich all das so entwickelt. Aber am meisten wundert es mich, dass ich mich dabei so wohl fühle. Ich fühl mich bei dir so wohl und gut, wie bei zuvor niemanden. Du hast mir wirklich den Kopf verdreht. Ich kann nicht mehr aufhören an dich...an uns zu denken. Selbst in meinen Träumen verfolgt es mich. Ich kann einfach nicht mehr klar denken, weiß auch gar nicht was ich denken soll. Ich mein..ich hab doch keine Ahnung..ich bin völlig überfordert. Es geht mir nicht darum,was die anderen denken, dass ist mir egal. Ich..ich hab noch nie so gefühlt, dass ist alles neu für mich. Aber wenn ich eins weiß, dann das, dass ich dich nicht verlieren oder verletzen möchte. Es tat mir so so weh, dich letztens hier allein zu lassen, in so einer Situation allein zu lassen. Ich konnte den ganzen Abend, die ganze Nacht an nichts anderes als an dich denken. Ich hab so geweint, dass kannst du dir nicht vorstellen. Es tat mir so weh, dich so zu sehen und zu wissen, dass es meine Schuld ist.
Weißt du, ich weiß noch nicht mal genau, was ich hier soll..ich bin einfach durch de Gegend gefahren und vor deiner Haustür wie selbstverständlich stehen geblieben. Ich dachte mir ey komm, dass kann doch kein Zufall sein und jetzt sitz ich hier und..und..“, sprudelte es aus mir raus und ich merkte gar nicht , wie mir wieder die Tränen kamen.
Anna sah mich nur mitfühlend an, wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und nahm mich in den Arm. Sie streichelte meinen Rücken und drückte mich ganz fest an sich.
Da konnte ich nicht anders, ich weinte los. Ich konnte es einfach nicht weiter zurück halten. Alles, was sich die letzten Tage angestaut hatte und passiert war. Der Druck mit niemandem über all das reden zu können, kam plötzlich und ohne Vorwarnung hoch. Es tat so gut endlich los lassen zu können, in ihren Armen zu liegen. Sie bei mir zu spüren. Und da machte es klick. Da wurde es mir bewusst, ja ich hatte mich verliebt. In Anna. Anna war meine große Liebe. Gott war das ein schönes Gefühl.
Ich löste mich aus ihrer Umarmung und schaute ihr tief in die Augen.
„Bitte nicht, bitte geh nicht wieder. Bitte, ich flehe dich an, ich brauche dich Lea. Das was du gerade gesagt hast..ich weiß wirklich nicht, was ich dazu sagen soll, außer danke. Danke für dein Vertrauen. Das war wirklich süß von dir. Ich will dich auch nicht verlieren. Du gehst mir einfach nicht aus dem Kopf und..ich bin echt sprachlos..“, sagte Anna und hielt dabei meine Hände fest.
Es war einfach so schön. Niemals hätte ich gedacht, dass der Abend so glücklich endet.
„Weißt du, es macht mich echt so glücklich, dass du jetzt hier bist. Die ganze Zeit hab ich überlegt, wie ich den ersten Schritt machen soll, aber ich wollte dich auch nicht überfordern. Vor allem weil ich ja weiß, wie verwirrend das alles ist..einfach danke, danke , danke, danke. Danke, dass du jetzt hier bei mir bist, das bedeutet mir so unendlich viel, dass kannst du dir gar nicht vorstellen.“, sagte Anna und während sie die Worte sprach, funkelten ihre Augen auf. Ihre wunderschönen Augen leuchteten nur für mich, was ein unbeschreiblich tolles Gefühl.
„Ich wünschte, ich hätte es dir eher sagen können, ich glaub dir, das das alles auch für dich nicht leicht war, aber jetzt ist ja alles gut.“, sagte ich.
„Ja zum Glück, ich weiß nämlich nicht, wie lange ich mich noch hätte zurück halten können..“, setzte Anna an.
„Womit zurück..“, ich hatte noch nicht zu Ende gesprochen, da zog mich Anna auch schon zu sich, sah mir tief in die Augen und küsste mich.
Ich schloss meine Augen, griff nach ihren Händen und erwiderte den Kuss. Mal wieder. Es war wunderschön. Zärtlich, voller liebe und ehrlich. Dieser Kuss war genau so schön wie der letzte. Nein, sogar noch schöner, weil ich mir jetzt sicher war, dass genau das ist was ich wollte. Das genau SIE diejenige war, die ich wollte. Wieder ließ ich mich einfach fallen und genoss den Moment. Es hatte sich nichts und gleichzeitig doch so viel geändert. Endlich konnte ich ich sein.
Der Kuss schien gar nicht zu enden und ich musste eine kurze Pause machen und Anna von mir weg schieben, um nach Luft zu schnappen. Es war einfach..wow unglaublich schön was gerade passierte.
Grinsend schaute mich Anna an.
„Na, schon aus der puste? Das müssen wir aber noch üben kleines.“, sagte sie und zwinkerte mir zu.
„Hahaha was soll das denn heißen? Ich kann das alles noch gar nicht fassen.“
„Na, dass du an deiner Ausdauer arbeiten musst, aber das schaffen wir schon haha. Ja ich bin auch überglücklich, dank dir Baby.“
„Das ist das einzige, was ich erreichen wollte. Und wenn du glücklich bist, dann bin ich das auch.“, sagte ich und küsste Anna erneut.
So ging es den ganzen restlichen Abend. Wir hatten es uns inzwischen auf ihrem Bett gemütlich gemacht, ein paar Knabbereien dazu geholt und ließen den Abend einfach mit Musik, viel Geknutsche, aber auch sehr vielen wunderschönen tiefgründigen Gesprächen ausklingen bis wir irgendwann ineinander gekuschelt einschliefen.



copyright © by Nanaschatz96. Die Autorin gab mit der Veröffentlichung auf lesarion kund, dass dieses Werk Ihre eigene Kreation ist.




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