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Apell an Gamerinnen

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07.12.2018 15:37
Tehejekuetrheed

Liebe Gamerinnen

Der November 2018 war echt turbulent in der Gamingindustrie. Nebst Activision Blizzard mit ihrem Diablo Fiasko haben sich auch Bethesda und EA selbst ins Bein geschossen, wobei man sich das leider bei EA schon gewohnt ist.

Erinnert ihr euch noch an eine Zeit wo man sich ein neues Spiel holte, es zuhause auspackte und dann Stunden damit verbringen konnte? Diese Zeiten sind langsam aber sicher leider vorbei. Microtransactions, Lootboxen und Mobile"games" eroberten AAA Studios.

Spieler werden von Playern zu Payern!

Für jene, die nicht genau wissen was Lootboxen und Microtansaktionen sind;
Lootboxen sind Ingame Items, sprich Gegenstände, welche nur virtuell existieren, welche der Spieler erhalten kann meist gegen Bezahlung. Der Knackpunkt an Lootboxen ist, dass der Spieler selbst nicht weiss was sich in solch einer Box befindet. Sprich man kauft die Katze im Sack. Es ist ein Glücksspiel.
Früher waren in solchen Boxen kosmetische Artikel enthalten, die keinen Einfluss auf das Spiel nahmen, doch mittlerweile werden sogar spielentscheidende Gegenstände angeboten. Hierbei handelt es sich um Pay-To-Win, übersetzt: Bezahlen um zu gewinnen.
Microtransaktionen sind ähnlich wie Lootboxen, nur sieht der Spieler hier was er für sein Geld bekommt. Microtransaktionen sind meiner Meinung nach Ok wenn sie folgende Bedingung erfüllen:
- Die Gegenstände aus einer Microtransaktion sind rein kosmetischer Natur, sprich haben keinen Einfluss auf mein Spielerlebnis
Leider entwickelten sich Microtransaktionen genau wie Lootboxen immer mehr zu Pay to Win.

Wie ihr seht sind Lootboxen und Microtransaktionen ein Geschwür dass die Industrie immer mehr plagt, sehr zum Leidwesen von uns - den Gamern! EA hat allein mit Fifa 19 bereits 600 Mio US Dollar nur über Microtransaktionen und Lootboxen verdient! Für ein AAA Spiel, wo der Spieler bereits beim Kauf den vollen Preis bezahlt.

Kommen wir zu einem weiteren immer grösser werdenden Problem. Mobile "Gaming". Mit seinem Handy ein paar Spiele zu spielen zwischendurch ist nett, so wo liegt das Problem? Zum einen mal wie bereits beschrieben in Lootboxen und Microtransaktionen und dann kommt bei Mobilegames noch der Punkt dazu dass von Fans geliebte Franchises komplett zerstört werden. Bestes Beispiel dafür ist wohl Dungeon Keeper oder Command & Conquer und wohl bald leider auch Diablo.

Solche zusätzlichen Einkünfte lassen Entwickler extrem faul werden. Fallout 76 ist ein solches Negativbeispiel. Das Spiel ist voller Bugs und wirkt unfertig. Ein Studio dass so herrliche Spiele wie Fallout 3 und Skyrim produziert hat.

Dass es auch anders geht beweisst Rockstar mit Red Dead Redemption 2. (Lassen wir Red Dead Online mal aussen vor) Ein tolles Singleplayer spiel mit sehr guter Story.

Jetzt denken viele bestimmt; Was können wir überhaupt was daran ändern? Die Industrie verdient so viel Geld damit. Die Antwort lautet: Ja können wir! Die Gaming Community hat bereits bewiesen, dass sie sich nicht alles gefallen lässt, siehe Star Wars Battlefront, das ursprünglich nur auf Microtransaktionen ausgelegt war und EA nach einem massiven Shitstorm dann zurückrudern musste oder siehe Battlefield 5 (wieder ein EA Game :- ) wo der mittlerweile legendäre Satz "Don't like it - don't buy it" für die Entwickler zum Alptraum wurde, weil die Spieler dann das Game wirklich nicht kauften. :-D

Wir als Community können viel bewirken. Nur so merken die grossen Studios, dass wir immer noch Player sind, nicht Payer und produzieren dann vielleicht wieder Titel für Gamer, nicht für Aktionäre.

Helft mit damit die Gaming Industrie wieder besser wird.
Kauft KEINE Microtransaktionen und Lootboxen! Mit jedem Euro den ihr in Lootboxen / Microtransaktionen investiert ermutigt ihr die Entwickler dazu diese miesen Machenschaften weiter zu betreiben.

07.12.2018 17:01
Tehejekuetrheed

Danke.
Ich arbeite mich gerade gezwungenermassen in Nintendo ein.

07.12.2018 20:31
Tehejekuetrheed

Nun, das ist durchaus ein schöner Aufruf. Das Dumme ist nur, dass wahrscheinlich zu wenige selbigen sehen.

Ich selbst mag diese Lootboxen und Microtransactions auch nicht. Daher habe ich es mir inzwischen angewöhnt, ein Spiel nicht mehr vorzubestellen (SotTR war da nur die Ausnahme, weil ich wusste, dass das Game "sauber" sein würde). Stattdessen warte ich inzwischen ab, lese ein paar Reviews nach dem Release und warte ggf., bis das Spiel im Angebot ist.

Ich habe meinen letzten großen Bauchklatscher mit Destiny 2 (Herrje, warum kommt mir das jetzt wie ein Outing vor??) hingelegt, nur weil ich mich vom Hype meiner Zockerkollegen habe mitreißen lassen. Das wird mir jedenfalls so schnell nicht mehr passieren.

Am Ende entscheidet allerdings wirklich jede für sich selbst, was und wieviel sie ausgibt. Und es gibt leider viel zu viele "Suchtis", denen die monetären Dinge im Vergleich zum Spielhype nicht so wichtig sind, auch das muss ich ständig mit ansehen. Und auch wenn es störend ist, so handelt es sich doch um eine Einstellungssache, die nur schwerlich zu ändern ist ... leider.



07.12.2018 22:50
Tehejekuetrheed

Um solche Spiele mache ich aus Prinzip eine Bogen. Reizt mich irgendwie überhaupt nicht !


08.12.2018 07:53
Tehejekuetrheed

So zieht das Leben vorbei während die Krake dich hat! Nicht mit mir!


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