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Care-Arbeit


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17.01.2020 20:11
HiddenNickname

Interessanter Artikel zum Thema Fürsorgearbeit und wer sie warum und wie verrichtet:

https://sz-magazin.suedde [...] t-newtab

Ein Auszug:

Man hört Männer über ihre Partnerinnen sagen: »Meine Frau arbeitet gerade nicht«, und man hört auch Frauen diese Aussage über sich selbst treffen, wenn sie gerade keine Erwerbsarbeit haben, obwohl ihre Arbeitszeit zuhause die Acht-Stunden-Marke oft sprengen dürfte. Das trifft nicht nur auf Hausfrauen zu, sondern zum Beispiel auch auf Erwerbslose oder Menschen im Ruhestand – kaum ein erwachsener Mensch arbeitet gar nicht. Fürsorgearbeit begleitet die meisten von uns bis zum Ende des Lebens, sie überwiegt sogar den Zeitaufwand für Lohnarbeit, die Menschen überall auf der Welt jeden Tag leisten.
(...)
Es ist überfällig, eine sozialpolitische Debatte darüber zu führen, dass die vermeintliche Modernisierung der Geschlechterrollen in der Berufswelt keineswegs mehr Gleichberechtigung schafft. Das tut sie für lediglich einen sehr kleinen Teil der Frauen. In der Wirklichkeit jedoch bleiben Wirtschaft und Arbeit in einem veralteten, männlichen Modell stecken, in dem Macht bedeutet, die »Drecksarbeit« an Menschen abzutreten, die nur Zugang zu diesen Arten der Arbeit haben. Und privilegierte Frauen machen in diesem Modell mit. Sie stärken es, statt einzufordern, die Arbeitswelt neu zu organisieren.


18.01.2020 15:05
HiddenNickname

Danke fürs Teilen!
Ein Artikel mit feministischer Fragestellung im SZ Magazin, hoffentlich bekommt er viele Klicks, damit sich das wiederholt!

18.01.2020 15:22
HiddenNickname

👍 Ziemlich cool habe ich zwar noch nicht ganz fertig gelesen, auf jeden Fall sehr interessant...und wichtig

editiert am 18.01.2020 15:24 Beitrag melden Zitatantwort
18.01.2020 15:45
HiddenNickname

Das man die Care arbeit mit ein bedenken sollte ist richtig und zwar für mann und frau und nicht nur die frau. aber eben das system ist unausgereift. vorang hatte für die wirtschaft ja bisher arbeitsplätze schaffen und da hat es funktioniert. nur führt es dazu das viele einfach nur noch überlastet sind. Sorgen und Kummer haben.
wenn ein mann also für seine frau bezahlen soll für die care arbeit wieviel muss er dann arbeiten gehen wo bleibt da die frei zeit mit der familie?
und vor allem sollte frau für sich entscheiden können ob sie sich der care arbeit widmen will oder lieber anderen beruflich nachgehen will weil es ihr spaß macht. Wenn beide nur teilzeit gehen wäre eine Lösung aber reicht das geld dann bei den Löhnen?

18.01.2020 15:51
HiddenNickname

@ rosedawson06
Danke für den Link zu diesem interessanten Artikel, vor allem der Punkt
"Wer putzt die Wohnung der Putzkraft?
Wer pflegt die Mutter der osteuropäischen Pflegekraft? "
fasst meiner Meinung nach gut zusammen, dass das Ungleichgewicht in der Bezahlung von Care und Erwerbsarbeit gravierend ist.

Meiner Meinung nach fehlt dem Artikel ein wichtiger Punkt.
Es geht viel darum, dass "privilegierte Frauen" das System unterstützen, aber es gibt auch Frauen die man als privilegiert bezeichnen könnte, die sich gegen die Erwerbsarbeit und für das Großziehen der Kinder, Hausarbeit und/ oder Pflege der Eltern entschieden haben und dafür kritisiert und missachtet werden von anderen Frauen.

Ich denke, dass man unabhängig welchen sozialen Stand die Person hat, ihre Arbeit (in diesem Sinne Care-Arbeit) achten und wertschätzen sollte.

Aber der Artikel ist gut um Menschen ins Grübeln zu bringen, das Denken der Menschen ändert sich nicht schnell und vll werden hierdurch Menschen dazu bewegt z.B. ihrem/r Friseur/in oder Kellner/in etwas mehr Trinkgeld zu geben.



18.01.2020 16:00
HiddenNickname

hmm also mal angenommen ich hätte eine Freundin die durch heirat finanziel gut situiert wäre und sagt sie bleibt daher zu hause um sich um alles zu kümmern und ihren mann oder frau zu unterstützen finde ich das nicht abwertend. es macht sie ja nicht faul. Ich meine ich sehe ja schon allein was ich für arbeit hab zu hause wenn ich in einer partnerschaft bin. wenn man aber zum beispeil gut situiert ist ein größeres haus zum beispiel reicht da schon man putzt sich nen wolf. hinzukommen andere verpflichtungen eventuell die koordiniert werden müssen. ich finde das ist kein leichter job. dann kommen vieleicht kinder dazu das erfordert auch zeitmanagment. Also frauen die sich dafür entscheiden diesen weg zu gehen zollt doch respekt.

18.01.2020 16:06
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aber ich sag mal so das ist kein acht stunden job das wäre man 24 stunden lang wo bleibt da die zeit für sich selbst und den dingen die ein interessieren?

18.01.2020 16:08
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wo sind die freien wochenenden oder der urlaub? den gibt es bei der care arbeit nicht. auch keine krankenversicherung oder das was bei der rente rauskommt.

18.01.2020 16:09
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verdient sowas respekt oh ja und noch mehr.

18.01.2020 16:13
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was wäre im falle einer trennung stellt euch vor frau hat dreisig jahre lang nix anderes getan als die care arbeit für familie plötzlich trennung. und man steht im alter da ohne rente oder sonst was. ist das fair?

18.01.2020 17:13
HiddenNickname

Danke für den Artikel!

Für mich enthielt er nichts Neues - die Ungleichbehandlung von Frauen und Migrant*innen, plus der sich immer weiter aufmachenden sozialen Schere werden Tag für Tag beschrieben, in allen möglichen Medien, es fehlt nur die richtige Brille, um es im Zusammenhang zu sehen bzw. deren Ursachen und Konsequenzen.

Wie wir denn oft reagiert, wenn Feminist*innen, Frauen, Migrant*innen und sozial Benachteiligte die Klappe aufmachen?

Internationaler Frauentag? "Die spinnen wohl! Sollen mal arbeiten gehen."
Migrant*innenfreindlichkeit? "Nicht mein Problem, hauptsache Ayse räumt meinen Müll weg und wischt mir im Alter den Hintern ab"
Gender Pay-Gap? "ich habe es nicht nötig, ich mache Karriere, was kümmern mich andere"
Frauenquote? "Nur Leistung zählt! (nja, am Ende doch das Geschlechtsteil..)
me
#MeToo? "Bringt nix, die jammern nur, lügen"
Sexismus? "Stell dich nicht so an"
Greta und FFF? "alles "Gören", sollen zur Schule"
Int. Tag gegen Gewalt an Frauen, Femizide? "Kenne ich nicht, interessiert mich nicht (wie der Rest Deutschlands, im Gegensatz zu Frankreich, Chile und andere Länder)
Lust der Frau, sex. Selbstbestimmung? "hö, what?
etc., etc....

Der rote Faden der Ungleichbehandlung zieht sich von der Geburt bis zum Grab durch - in allen Lebensbereichen.

Es geht um nichts anderes als um Macht und Partizipation.
Macht wird von einer neoliberalen, patriachalen und vermehrt nach rechts abdriftenden Riege nicht gerne abgegeben.

Für Wochen legen alle Frauen die Arbeit nieder - das "System" würde zusammenbrechen.

Edit:
Ich glaub`s nicht - mit Unterbrechungen schrieb ich meinen Beitrag und nach Absenden des Beitrags sehe ich, dass der Thread in den Kerker verschoben wurde.
Diese Plattform ist Teil des Systems, welches versucht Frauen und andere mundtot zu machen!!!



editiert am 18.01.2020 17:17 Beitrag melden Zitatantwort

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