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Forum » Transgender/Intersexuell » Thread

Detransition - Gibt es ein Zurück??

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22.07.2020 14:57
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Interessantes Gespräch: https://youtu.be/qghhwvLzClM

Gibt es hier Transgender, die darüber nachdenken, wieder ein Mann zu werden???

22.07.2020 19:58
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Die Formulierung ist komisch. Als Transgender ist man ein Mann oder eine Frau im falschen Körper. Man wird kein Mann oder eine Frau. Also stellt sich die Frage nach einem Zurück nicht.
Es wird nicht ohne Grund vorher psychologisch alles durchgekaut.

22.07.2020 20:48
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.07.2020 um 19:58:
Die Formulierung ist komisch. Als Transgender ist man ein Mann oder eine Frau im falschen Körper. Man wird kein Mann oder eine Frau. Also stellt sich die Frage nach einem Zurück nicht.
Es wird nicht ohne Grund vorher psychologisch alles durchgekaut.

Hüstel ...
Im falschen Körper ist wohl nicht jede Trans-Person. Transsexualität hat sehr viele Fassetten.
Also ich fühle mich nicht im falschen Körper, sondern in der falschen Zeit.

"Man wird kein Mann oder eine Frau." Mensch ist es oder ist es nicht. Oder was auch immer.
Wie heißt das so schön, "Man wird nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht." Ein Lied von Milva. Durch gesellschaftliche, kulturelle oder / & soziale Normierungen bzw. Polungen (Programierung).

Ich habe nur eine Trans-Person kennen gelernt die diesen Weg wieder zurück gehen wollte. Die Dame warf sich vor die U-Bahn, hat etwas lädiert überlebt.
Die Be"gut"achtung, als auch eine Psychotherapie sind kein Garant dafür ob eine Trans-Person auf dem richtigen Weg gegangen ist.
Es ist eher eine Ausnahme das eine Trans-Person den Weg zurück gehen will.
Davor "schützt" weder ne Be"gut"achtung, noch ne Psychotherapie.
Der Weg zurück ist nicht sehr einfach.

Häufiger kommt es vor, das Trans-Personen mit der OP nicht zurecht kommen. Zu hohe Erwartungen an diese hatten.
Einige Trans-Personen glauben, durch eine OP werden alle Probleme gelöst.
Hatte ich öfters in meiner Transarbeit erlebt.
Auch gab es bis in die 2000er Jahren aus der Transszene eine OP Druck. Erst wenn du operiert bist, bist du Transsexuell. Bist du operiert, bist du nicht mehr Transsexuell. Ähm ...?!
Daher sollte jede Trans-Person sich die OP ganz genau überlegen. Es gibt kein zurück mehr.
Wer vorher ohne OP ganz gut zurecht gekommen ist oder Zweifel an der OP hat, Finger weg von der OP. Der Bauch entscheidet wenn der Zeitpunkt gekommen ist. So wars jedenfalls bei mir.

Sonnigst Nadja

editiert am 22.07.2020 20:50 Beitrag melden Zitatantwort
23.07.2020 09:20
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Zitat Gibt es hier Transgender, die darüber nachdenken, wieder ein Mann zu werden???


Nein - ich bin glücklich, endlich bei mir angekommen zu sein - im Einklang mit mir zu sein.
Ich genieße meinen geschlechtliche Angleichung und auch meine soziale Einordnung als Frau jeden Tag.

Ein ganz kleines Bedauern habe ich nur, nicht viel eher zu mir gefunden zu haben.

editiert am 23.07.2020 09:24 Beitrag melden Zitatantwort
27.07.2020 18:54
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 23.07.2020 um 09:20:

Zitat Gibt es hier Transgender, die darüber nachdenken, wieder ein Mann zu werden???


Nein - ich bin glücklich, endlich bei mir angekommen zu sein - im Einklang mit mir zu sein.
Ich genieße meinen geschlechtliche Angleichung und auch meine soziale Einordnung als Frau jeden Tag.

Ein ganz kleines Bedauern habe ich nur, nicht viel eher zu mir gefunden zu haben.


Geht mir ganz genau so.

27.07.2020 20:30
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.07.2020 um 20:48:

Wie heißt das so schön, "Man wird nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht." Ein Lied von Milva. Durch gesellschaftliche, kulturelle oder / & soziale Normierungen bzw. Polungen (Programierung).


Das Zitat kommt von Simone de Beauvoir und hat Null komma garnichts mit Transsexualität zu tun.

Dass Leute mit den Folgen der OPs nicht zurecht kommen hat gleichfalls nichts mit einem Zurückgehen oder Zurückwollen zu tun.
Du wirfst alle möglichen Themen durcheinander.

27.07.2020 22:10
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 27.07.2020 um 20:30:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.07.2020 um 20:48:

Wie heißt das so schön, "Man wird nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht." Ein Lied von Milva. Durch gesellschaftliche, kulturelle oder / & soziale Normierungen bzw. Polungen (Programierung).


Das Zitat kommt von Simone de Beauvoir und hat Null komma garnichts mit Transsexualität zu tun.

Dass Leute mit den Folgen der OPs nicht zurecht kommen hat gleichfalls nichts mit einem Zurückgehen oder Zurückwollen zu tun.
Du wirfst alle möglichen Themen durcheinander.


Milva Songtext Zusammenleben
LP: von Tag zu Tag - Lieder von Mikis Theodorakis - 1978

"Wer wird als Frau denn schon geboren?
Man wird zur Frau doch erst gemacht."
Gut, ich habe es etwas anders interpretiert.

Musik/Text‎: ‎Mikis Theodorakis; Deutsch: Thomas Woitke
Milva gehörte zu den Künstlerin die Theodorakis interpretieren durfte.

"Dass Leute mit den Folgen der OPs nicht zurecht kommen hat gleichfalls nichts mit einem Zurückgehen oder Zurückwollen zu tun.
Du wirfst alle möglichen Themen durcheinander."
Das ist unabhänig von der Geschlechtskorrektur-OP.
Manch Transmensch will nach der OP, ein anderer nach der Hormonbehandlung zurück.
Die Transfrau die ich persönlich kannte wollte nach der OP zurück.

Sonnigst Nadja

editiert am 27.07.2020 22:27 Beitrag melden Zitatantwort
31.07.2020 00:26
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@ fischperle,
wenn jemand seine OP zur Angleichung bereut hat lag das so gut wie immer daran, dass es nach der OP zu Komplikationen kam und diese Person seit dem mit dauerhaften Schmerzen leben muss.
Oder dass das Umfeld den Betroffenen das Leben zur Hölle macht,
Das Bereuen der OP hat NICHTS damit zu tun, dass derjenige die Angleichung bzw. Änderung seines Geschlechts bereut.
Den meisten Betroffenen wird erst in oder nach der Pubertät so wirklich bewusst dass sie im falschen Körper leben.
Aber so ziemlich jeder Betroffene, egal ob Frau oder Mann, sagt später eigentlich war ich schon als kleines Kind im falschen Körper, ich wusste es nur noch nicht.
Dass sich jemand nach der OP nicht mehr als transsexuell empfindet ist durchaus richtig.
Gerade für Menschen die nach eine Angleichung nicht "enttarnt" werden wollen und ihre Vergangenheit für sich behalten ist so ein Gedankengang normal.
Sie wollen von ihrer Umwelt als normale Cis Menschen wahr genommen werden.
Wenn ich meinem Bekannten der angeglichen ist sagen würde, das er transsexuell ist, oder früher mal eine Frau war würde ich den Shitstorm meines Lebens ernten.
Er ist ein Mann und war nie etwas anderes.


31.07.2020 23:21
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 31.07.2020 um 00:26:

@ fischperle,
wenn jemand seine OP zur Angleichung bereut hat lag das so gut wie immer daran, dass es nach der OP zu Komplikationen kam und diese Person seit dem mit dauerhaften Schmerzen leben muss.
Oder dass das Umfeld den Betroffenen das Leben zur Hölle macht,
Das Bereuen der OP hat NICHTS damit zu tun, dass derjenige die Angleichung bzw. Änderung seines Geschlechts bereut.


Das ist bei der Person aus dem Podcast aber nicht so


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