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Heimweh....

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02.02.2002 18:26
von:
zmeu
Status: offline  

Ich weiß, ich weiß, allein schon das Wort dafür ist schrecklich genug und fast schon Kitsch. Nur, es gibt doch sowas wie Heimweh.
Wer kennt das noch, und was macht Frau am einfachsten dagegen? Ich kann gerade nicht einfach Heim fahren, keine Zeit, kein Geld, es geht einfach gar nicht. Aber Daheim ist der Ort wo ich gerade bin, nicht. Irgendwelche Tips?
Lieben Gruß,
zmeu

02.02.2002 18:50
von:
Kaulquappe
Status: offline  

Hallole Zmeu,

also ich kann Dir da großartig nicht helfen. Was vielleicht funktionieren könnte, wäre, daß Du dir einfach noch nen Nebenjob suchen würdest. Dann würdest Du nicht in deiner Freizeit an zuhause denken, denn Du bist ja beschäftigt. Und so bekommst Du dann noch ein bischen Kohle in Deinen Geldbeutel.

Gruß
S.

02.02.2002 20:00
von:
Haruka68
Status: offline  

hmm also ich würde meine
Lieblings CD einlegen und es mir so gemütlich wie möglich machen mit einer tüte Gummibären und einer Auslese an schokoladentafeln in der Hoffnung dieses tief vergeht bevors mir schlecht ist von dem süssen zeug!*schmunzel
Wenns ganz schlimm ist dann telefoniere doch mit daheim manchmal hilft es schon wenn man nur die bekannten Stimmen hört...grübel.. könnte aber auch schlimmer werden...hmmm so ein patentrezept glaub ich gibt es da nicht.
Denk doch einfach daran das du ja nicht für immer weg bist und das diese zeit auch vorbei geht!
also Kopf hoch nen lieben gruss Alex

03.02.2002 14:39
von:
Suniii
Status: mobile  

Huhuuu Zmeu,

leider können wir Dir da nur wenig helfen, LEIDER!
Entweder ablenken oder den Schmerz verarbeiten!
Ist leicht gesagt, ich weis, würde Dir gerne mehr helfen.
Denke das ablenken nur bedingt hilft.

Wenn Du magst, mail mir.
Lieben Gruß Sandra

03.02.2002 20:39
von:
zmeu
Status: offline  

Nach dem ersten Bissen Schokolade wurde mir Diätkind schon schlecht, nach dem ersten Versuch wen anzurufen, das Ohr bereits zu heiss. So habe ich mich mal ins Auto gesetzt und bin zu Freunden von Daheim nach Stuttgart gedüst. Super Wetter, super Menschen, ne super Frau auch noch. Und, in zwei Wochen fahre ich heim, da ist ne Arbeit für mich!
Somit, hat sich mal alles fast geklärt.
Aber, eine Frage bleibt. Wann stellt sich das Gefühl der "Heimatlosen" eigentlich ein? Zehn Jahre haben mich nicht verändert...


04.02.2002 21:00
von:
lafolie
Status: offline  

hi zmeu,

wir haben heute abend zum ersten mal länger miteinander geplaudert und uns etwas näher kennengelernt. Heimat...repräsentiert für jeden auch wahrscheinlich etwas anders. Ich zu meinem Teil habe keine Heimat. Ich habe zwar ein teil meiner Familie hier in meiner nähe, was auch ausschlaggebend sein kann, aber einer Stadt, ein Land, einer Mentalität, einen Ort wo ich gerne bleiben und sein möchte, habe ich noch nicht gefunden und werde es wahrscheinlich auch nicht finden. Ich war lange auf der Suche, immer auf reisen, nie die innere Ruhe gefunden und dachte immer wenn ich verreise werde ich meine Heimat schon finden...die Liebe kann auch alles ändern den plötzlich ist der Aufenthaltsort nicht mehr wichtig oder aber auch nur für kurze zeit... Destotrotz ist es nicht die Liebe die mich zu Besinnung gebracht hat, sondern eher meine Einstellung die sich geändert hat. Wieso auf der Suche gewesen? Was hat mir gefehlt? na ja eben eine andere Erfahrung, eine andere Vergangenheit...und ob ich jemals eine Heimat finden werde ist mir eigentlich auch nicht mehr wichtig, ich habe mein Lebenssinn einfach verlagert, den Umständen entsprechend geändert und habe auch verstanden dass ich für "meine Heimat" zuständig bin, dass ich selbst die Möglichkeit habe eine aufzubauen...aber in ein paar Sätzen ist alles nicht gesagt. vielleicht trifft man sich mal zu kaffee? LACH Habe hier einfach mal die möglichkeit genommen, mich auch auszusprechen, und eine andere Sicht der heimatslosigkeit mit Dir zu teilen, hoffe es ist ok auch wenn nicht unterstützend...das Thema ging mir lange zeit auch sehr nah.
Ich wünsche Dir jetzt schon viel Spass bei Dir zuhause, du bist ja demnächst wieder dort.
lieben Gruss
Alex

04.02.2002 22:28
von:
zmeu
Status: offline  

Hallo Alex!

Es war doch schon etwas leichtfertig so etwas zu fragen. Weil der Begriff „Heimat“ allein schon etwas ist, was jede mal hinterfragen sollte. Ausserdem, was mich ja betrifft, habe ich mit diesem Wort an sich ja nicht die Beziehung, wie andere das haben sollte. An sich kann ich nur heimatlos sein. Erstens, weil schon alle meine Vorfahren, egal ob väterlicher oder mütterlicher seits Aussiedler oder andere Volksgruppen waren, die meist nur von Ort zu Ort ziehen konnten. Der deutsche Teil war eben nur eine Art Gast in dem Land, der andere Teil wurde zu einer Art Nomade weil meine Großeltern leider dort gewohnt haben, wo heute die älteste Miene des Landes steht. Wurden also enteignet und ohne Entschädigung vertrieben. Zudem ist mein Opa Böttcher gewesen. Alltag bestand für ihn aus zwei Jahreszeiten. Im Winter eben Bottiche und Fässer aus Holz bauen und in der restlichen Zeit mit einem Planewagen durchs Land ziehen um diese zu verkaufen. Während Frau und Kinder Zuhause, im Apuseni Gebirge daheim waren. Und später von Ort zu Ort umgezogen sind, weil sie dort ja weg mussten. Heimat war also keine ortsgebundene Angelegenheit, weil es die einfach nicht bei uns gibt.
Das Heimische Gefühlt kann sofort da sein wenn es ein paar Berge gibt, wenn es einen alten Brotbackoffen zu sehen gibt oder einfach nur bestimmte Menschen. In der Nähe mancher bin ich mehr als nur zu Hause.
Dennoch, seit ich nun in Deutschland bin, musste ich einen Unterschied wahrnehmen zwischen dem ganzen HIER und meiner alten Welt von DORT. Ich hatte vorher nicht einmal wirklich das Wort „Heimweh“ gekannt. Und wenn gehört, dann nur darüber gelacht, weil es nicht verstehen konnte, dass es so etwas geben kann.
Doch, nach 10 Jahren sehe ich es etwas anders. Heimat, kann ich nicht definieren. Und das was ich mit Heimweh nenne, das ist doch vielmehr eine kleine Sehnsucht nach altbekannten Dingen, Orten, Menschen, sogar Gefühlen. Es gibt Straßen die ich mit geschlossenen Augen gehen kann und noch die Schlaglöcher kenne. Es gibt Orte die ich fast jede Nacht träume. Es gibt eine Sprache in der ich für mich alles wichtige denke. Es gibt einen Takt den ich aus jedem Lärm den manche Musik nennen, wiedererkennen kann. Es gibt einfach Gesichter die ich mit diesen anderen Erinnerungen, ohne es bewusst zu wollen, vergleiche. Es gibt eine Landschaft in der ich warum auch immer ohne jede Frage meinen Weg finde.
Ob ich nun will oder nicht, das ist so. Und das es nicht die Umgebung hier ist, das ist eben auch so. Und dass es eine Sehnsucht nach den vielen Kleinigkeiten gibt, das möchte ich nicht leugnen. Alles ist schlechter dort als hier. Es ist dennoch ein Teilchen von mir. Und es kann mir fehlen, wenn ich mal länger nicht dort war. Nur lange dort bleiben, das geht auch nicht mehr. Zu vieles ändert sich eben doch.
Aber auf der Suche nach einer „Heimat“ war und werde ich kaum noch sein können. Ich habe als Kind nicht verstehen können warum ich dort eine Deutsche war, aber in Deutschland heute noch keine Deutsche bin. Politische Grenzen und Staatsbürgerschaften haben für mich keine Bedeutung.

Kaffee??? Also, immer gern... trinke ich sehr gern! Und da du nicht sooo weit weg bist, komm ruhig mal hier vorbei...



08.02.2002 15:15
von:
Mond007
Status: offline  

hab auch manchmal heimweh.

12.06.2018 19:39
von:
Sara_Sidle
Status: offline  

Sorry, keine Ahnung wie der Post hier gelandet ist.

editiert am 13.06.2018 06:28 Beitrag melden Zitatantwort
12.06.2018 19:56
von:
Quilma
Status: offline  



13.06.2018 06:29
von:
Sara_Sidle
Status: offline  

Ich habe keine Ahnung wieso mein Beitrag, der in der Gruppe sein sollte, hier landet

editiert am 13.06.2018 17:50 Beitrag melden Zitatantwort
13.06.2018 06:42
von:
wortende
Status: mobile  

Auf seine Art faszinierend, irgendwie.

13.06.2018 08:10
von:
para_siempre
Status: offline  

Warum grabt ihr ständig alte Threads aus?

13.06.2018 16:46
von:
rafa14
Status: mobile  


1969 wurde ich als vierjähriges Kind zu Onkel und Tante gebracht, 100km entfernt, da meine Eltern Ruhe und Zeit für den Umzug in ein neues Haus brauchten. Ich hatte irgendwo aufgeschnappt, dass man Heimweh bekommen kann, wenn man fern von zu Hause ist. Abends spät habe ich im Bett bitterlich geweint. Mein Onkel hat nach mir gesehen und gefragt, was denn wäre. Ich sage nur: "Mir tut mein Heim so weh". Er nahm mich hoch auf seinen Arm und mit ins Wohnzimmer, mit ein wenig kuscheln und Schokolade war das schmerzende Heim wieder gut. Also das hilft gegen Dein Heimweh: lass Dich in den Arm nehmen und iss Schokolade





13.06.2018 17:48
von:
Sara_Sidle
Status: offline  

Und schon wieder landet der Post hier So langsam nervt es

editiert am 13.06.2018 17:51 Beitrag melden Zitatantwort

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