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Intuition und Menschenkenntnis?

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16.04.2019 08:14
HiddenNickname

Hallo an alle …

würdet ihr sagen, dass ihr eine gute Menschenkenntnis habt?
Wenn ihr also einer Frau begegnet, dann habt ihr durch ihre Wirkung bereits einen ersten Eindruck von ihrem Charakter, der sich dann evtl. bestätigt … oder hat sich später gezeigt, dass sie ganz anders ist …?

Bei mir stimmt der "erste Eindruck" nicht immer mit dem überein, was ich später über einen Menschen denke.
Ich finde, es ist eine Gabe, wenn man den Charakter eines Menschen schnell erkennen kann … Es schützt vor Kränkungen und falschen Erwartungen …
Einen sonnigen Tag wünscht
Magnolia

editiert am 16.04.2019 08:17 Beitrag melden Zitatantwort
16.04.2019 13:35
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Oh ein hoch interessantes Thema, danke dafür

Ja ich würde feststellen wollen dass in unserer (westlichen) Gesellschaft resp in unserem Zusammenleben und Wirken gerade die unterbewusste Wurzel stark vernachlässigt und in vielen Teilen einfach auch überlagert ist,
von erlebten Erfahrungen, vor(weg)genommenen Projektionen, Interpretationen etc. und welche Befreiung es doch ist sich wieder mehr dem unterbewussten Feinsinn zuzuwenden.

Wege dahin führen viele.

Einer davon, meine ich ist, zunächst den Spot genau darauf zu richten, wenn man den Anderen, "das Andere" anschaut eben die eigenen einseitig (negativ-melancholisch wie positiv-euphorisch) bewerteten und abgelegten Erfahrungen hiervon bewusst zu trennen und sich ent-scheiden eben jetzt genau DEN ANDEREN zu sehen und nicht sich selbst mit Wünschen, Ängsten, Hoffnungen oder welcher Appetenz auch immer folgend davor- oder dazuzustellen.

Sich des Unterbewussten also gewahr werden.

Dann liesse sich Intuition mit weiter weit verzweigten Eigenschaften / Entwicklungen beleuchten und erschliessen, wie Empathie, Inspiration, Achtsamkeit, Wertepotpourri, Gehirnkonditionierung uvm. .....
Ja, also kausal auch im Spirituellen streifen um die eben körper- und psycheeigenen Algorithmen auszustellen und die wunderbare Blume Gespür wieder aufblühen zu lassen 🌻

Ich werde deinen thread jedenfalls mit Interesse verfolgen da dein Thema einen Quell an Inspiration birgt und ich denke die Anziehung die er auf mich ausübt mahnt mich wohl mich diesem Thema gerade etwas zuzuwenden und somit bin ich gespannt wie es anderen hierbei ergeht und was wir hier zusammentragen.

Auch von mir allen Vorbeilesenden heute Leichtes
und ein Lächeln in den Tag gewünscht



16.04.2019 13:40
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 16.04.2019 um 08:14:

Hallo an alle …

würdet ihr sagen, dass ihr eine gute Menschenkenntnis habt?
Wenn ihr also einer Frau begegnet, dann habt ihr durch ihre Wirkung bereits einen ersten Eindruck von ihrem Charakter, der sich dann evtl. bestätigt … oder hat sich später gezeigt, dass sie ganz anders ist …?

Bei mir stimmt der "erste Eindruck" nicht immer mit dem überein, was ich später über einen Menschen denke.
Ich finde, es ist eine Gabe, wenn man den Charakter eines Menschen schnell erkennen kann … Es schützt vor Kränkungen und falschen Erwartungen …
Einen sonnigen Tag wünscht
Magnolia


Ich habe eigentlich ein sehr guten Menschenkenntnis.. aber bei meiner letztige Ex habe ich mich sehr getäuscht.. hatte am anfang ein sehr gutes Gefühl, ich dachte mir hey eine frau wo gefühle zeigt und alles.... War ne sehr gute schauspielerin.. dieses mal habe ich mich sehr getäuscht.

16.04.2019 14:34
HiddenNickname

Ein erster Eindruck ist für mich erst einmal oberflächlich und bestimmt,ob ich einen Menschen auf Anhieb sympathisch finde, oder nicht so, oder so was dazwischen....

Die Komplexität eines Menschen er schließt sich bei mir erst mit weiteren kennenlernen und auch dann bleiben es immer nur Teile, Ausschnitte aus der Gesamtheit, Komplexität eines Menschen.
Bei den einen Menschen mehr bei der Anderen weniger

Eigene Hoffnungen, Erwartungen, Mutmaßungen über, am Gegenüber, können schon mal Emotional kurzsichtig,oder auch Blind machen.



editiert am 16.04.2019 19:18 Beitrag melden Zitatantwort
16.04.2019 15:12
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Wenn der erste Eindruck mit viel zu viel Negativen überschüttet wird, habe ich automatisch ein schlechtes Gefühl und auch schon erlebt und wie inert kürzeste Zeit sich das dann total gewandelt hat und vom Negativen, dann ins Positive gerutscht bin und gute Bekanntschaften entstanden sind.

Andersherum hab ich auch schon das pure gegen teil erlebt, zuerst aufmerksam, lieb, nett und dann der absolute Schreck schlecht hin.

Wenn ich mit der Person nicht spreche oder es eher oberflächlich zu und her geht also kaum tiefer geht, eher ganz schlicht, dann kann ich das besser heraus spüren habe ich den Eindruck.

Was ich sehr gut spüre sind Stimmungsschwankungen ob gerade Dickluft herrscht, Aggressionen, sich was zusammenbraut, Anspannung, das spüre ich sehr früh und ob das gegenüber mich eher an flunkert beim sprechen, spüre ich auch heraus, oder wenn ein anderes Ziel verfolgt wird als man vorgibt, merke ich auch schnell.

editiert am 16.04.2019 15:14 Beitrag melden Zitatantwort
16.04.2019 16:01
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 16.04.2019 um 08:14:

(...)

Ich finde, es ist eine Gabe, wenn man den Charakter eines Menschen schnell erkennen kann … Es schützt vor Kränkungen und falschen Erwartungen …
Einen sonnigen Tag wünscht
Magnolia


Ich glaube an so eine "Gabe" nicht - ausser man besitzt eine Glaskugel oder arbeitet bei CSI New York

Man hat selbst Vorurteile, Klischees, Erfahrungen, die man anderen unbewußt überstülpt, gleichzeitg vergleicht man sich selbst mit anderen - und das auch noch in Sekundenschnelle. Ich glaube, die größte Herausforderung liegt darin, die einmal gefällte Einschätzung über Menschen immer wieder zu hinterfragen und worauf diese Einschätzung überhaupt beruht.

An eine gute Beobachtungsgabe glaube ich auf jeden Fall - aber, damit den Charakter gleich erkennen? Glaube ich nicht...Meist treten gewisse Charaktereigenschaften erst bei schwierigen, herausfordernden Situationen wirklich auf.

Ehrlich gesagt bin ich froh, dass man den Charakter nicht sofort (vollständig) erkennen kann - wie unterkomplex und öde wäre das?


16.04.2019 16:36
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Es gibt ja das Sprichwort „Für einen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“. Dies stimmt insoweit, als dass es schwierig ist, einen ersten negativ vermittelten Eindruck wieder grade zu rücken. Jedoch kann ein erster Eindruck oder eine erste Begegnung i.d.R nur oberflächlich sein.

Den Charakter eines Menschen zu erkennen, benötigt aus meiner Sicht etwas mehr Zeit. Dieser zeigt sich oft erst, da stimme ich ventidue zu, in außergewöhnlichen Situationen oder über eine längere Zeit des Zusammenseins. Und zudem gibt es Menschen, die die hohe Schule der Schauspielkunst beherrschen, da wird ein zweiter und dritter Blick nicht ausreichen, um eine endgültige/ abschließende Einschätzung abgeben zu können.

Jedoch entwickelt man mit etwas Menschenkenntnis ein gewisses „Bauchgefühl“ für solche Begegnungen. Mit entsprechender Erfahrung kann dieses im Einzelfall schon die richtige Richtung weisen. Dennoch würde ich persönlich bei einem ersten Treffen keine Komplettanalyse meines Gegenübers betreiben wollen, da man ab und an doch durchaus positiv überrascht werden kann.

Und manchmal passen Menschen auch einfach nicht zueinander, ohne dass der/die Eine oder Andere einen schlechten Charakter haben muss.


16.04.2019 16:52
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 16.04.2019 um 16:36:

Es gibt ja das Sprichwort „Für einen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“. Dies stimmt insoweit, als dass es schwierig ist, einen ersten negativ vermittelten Eindruck wieder grade zu rücken. Jedoch kann ein erster Eindruck oder eine erste Begegnung i.d.R nur oberflächlich sein.

Den Charakter eines Menschen zu erkennen, benötigt aus meiner Sicht etwas mehr Zeit. Dieser zeigt sich oft erst, da stimme ich ventidue zu, in außergewöhnlichen Situationen oder über eine längere Zeit des Zusammenseins. Und zudem gibt es Menschen, die die hohe Schule der Schauspielkunst beherrschen, da wird ein zweiter und dritter Blick nicht ausreichen, um eine endgültige/ abschließende Einschätzung abgeben zu können.

Jedoch entwickelt man mit etwas Menschenkenntnis ein gewisses „Bauchgefühl“ für solche Begegnungen. Mit entsprechender Erfahrung kann dieses im Einzelfall schon die richtige Richtung weisen. Dennoch würde ich persönlich bei einem ersten Treffen keine Komplettanalyse meines Gegenübers betreiben wollen, da man ab und an doch durchaus positiv überrascht werden kann.

Und manchmal passen Menschen auch einfach nicht zueinander, ohne dass der/die Eine oder Andere einen schlechten Charakter haben muss.


Absolut ... bin der selbe Meinung 👍🏻

16.04.2019 17:18
HiddenNickname

Ich möchte nur meine persönlichem Erfahrungen schildern, da dies wirklich ein höchst individuelles Thema ist meiner Meinung nach.

Ich habe mich ebenfalls bereits sehr getäuscht in meinem Leben. Ich würde die Behauptung wagen, dass ich gewisse falsche Schlüsse heute nicht mehr in dem Ausmass ziehen würde wie früher, wenn ich neuen Menschen begegne. Aber in meinem Fall hat das nichts mit Intuition zu tun sondern mit der etwas schmerzhafteren Variante "aus Fehlern wird man klug." Natürlich bin ich nicht davor gefeit, neue Fehler zu machen aber ich werde gewisse frühere Fehler mit Sicherheit nicht wiederholen. Ich fühle mich heute besser "von mir selbst beschützt", da ich gewisse Gefahrenstellen kennengelernt habe und nun entsprechend meide. Den guten Rat "Pass auf DICH auf!" weiss ich heute besser zu beherzigen. Der Preis ist eine grössere Reserviertheit, Distanziertheit und Vorsicht gegenüber Menschen, die neu in mein Leben treten. Der Faktor "Zeit" spielt eine sehr grosse Rolle. Ich gehöre tatsächlich zu jener Fraktion, die über Verstand und schmerzhafter Erfahrung lernen musste, welche Arten von Umgang mir gut tun, wo meine Grenzen sind und in welcher Art und Weise das Gegenüber diese zu wahren hat. Auf bestimmte Manipulationsversuche falle ich nicht mehr so schnell herein, da bin ich wirklich ein gebranntes Kind.

In Bezug auf die "romantische" Beziehungsebene würde ich es wieder so machen wie vor 10 Jahren, als ich meine Partnerin traf. Wir haben uns 3 Monate erstmal freundschaftlich kennengelernt, ehe "mehr" wurde. Wir hatten da wohl ein kompatibles Beziehungsanbahnungstempo. Zuvor hatte ich des öfteren das sogenannte "Love Bombing" erlebt zu Anfang einer Beziehung. Ich bin natürlich drauf rein gefallen. Tja, das Ausbaden war dann weniger amüsant.

Das Schlwerwiegendste und Unglaublichste war, dass ich mit einem Menschen über ein Jahrzehnt zusammen war und während und nach der Trennung plötzlich jemanden vor mir hatte, mit dem ich NIE im Leben gerechnet hätte. Das hat mich wirklich schockiert und massiv an mir und meiner Urteilsfähigkeit zweifeln lassen. Ich habe die lehrreichen Aspekte für mich raus gezogen und "glaube" heute etwas besser zu verstehen als damals.

Ich bin trotzdem weit davon entfernt, jemandem die "Gabe" der Menschenkenntnis abzusprechen. Es gibt Leute in meinem nahen Umfeld, die mich bereits sehr verblüfft haben. Deren Einschätzungen haben sich als enorm treffsicher herausgestellt, die ich mir anders wirklich nicht erklären kann. Diese Menschen empfinde ich als intuitiv und kann das gut so stehen lassen, auch wenn mir selbst wohl eher nur die Erfahrungs- und Verstandesebene zur Verfügung steht.



16.04.2019 18:18
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Nope. Hab immer gedacht ich hätte eine gute Menschenkenntnis aber das Leben hat "nope" zu mir gesagt. Hab ich nicht. Bin einfach zu gutgläubig. Geb auch echt fast jeden ne Chance, weil ich ganz selten mal das Gefühl hab, dass der Mensch vor mir keinen guten Charakter hat. Echt blöd ganz oft. Aber naja gibt schlimmeres

16.04.2019 18:25
HiddenNickname


Menschenkenntnis (…das Vermögen andere Menschen richtig zu beurteilen )
Die Definition dessen für mich zwingend mit der Intuition verbunden.
Die Intuition hat schon den Fuß in der Tür, bevor die Kenntnis überhaupt zu ihrer Kenntnis gelangt.
Die Intuition hat schon nach ganz kurzer Zeit bei Begegnungen längst ihr Abi gemacht, bevor die Kenntnis überhaupt den Termin für ihren Abschluss erhält.
So mein Erleben.
Sich darauf einzulassen, ihr nicht die Tür vor der Nase zuzuklatschen erfordert ja den Mut sich auf sie zu verlassen, auch wenn Emotiönchen was ganz anderes zu erzählen haben.
Wenn es hupt, die roten Funzeln leuchten schon recht hell, das Bauchgefühl meint ihm wird gerade schlecht und du sagst „Schnauze“ ich mach das hier....
Jaja...die Intuition ist eine Institution, auf sie zu hören führt immer sicheren Weges.
Ihr den Vorrang zu lassen ist die hohe Kunst.
Manchmal geht es schnell, manchmal langsamer das zu erkennen.



16.04.2019 19:17
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Intuition ist ein Gefühl, ob etwas evtl. "komisch" ist oder sich gut o. schlecht anfühlt, aber hierdurch valide Charaktereigenschaften ableiten? Wie soll das gehen in kurzer Zeit? Ausser das Gegenüber tut oder sagt etwas Eindeutiges. Nja, vielleicht gibt es solche Wundermenschen, man weiß ja nie.

Hier mal ein völlig plattes Beispiel - es steht vor einem ein Mensch mit sichtbarem Übergewicht und ein Mensch mit "Idealfigur". Je nach eigener Brille, leiten Menschen unterschiedliche Charaktereigenschaften von diesen Personen ab. Und das Gegenüber muss nicht mal ein Wort gesagt haben. Äusserlichkeiten, Auftreten, Sprachstil, Garderobe bla, bla, blubbs verführen gerade dazu, irgendwelche Charaktereigenschaften ableiten zu wollen. Schon alleine das Wissen über einen bestimmten Beruf lassen Fantasien kreisen und schon presst man evtl. jemanden in etwas hinein, obwohl er o. sie da gar nicht rein gehört.

Ich finde es auch interessant, dass hier der Begriff des Schauspielens eingeworfen wurde. Spielen nicht alle Menschen unterschiedliche Rollen in unterschiedlichen Stücken? Kaum ein Mensch trägt all seine unterschiedlichen Charaktereigenschaften als offenes Buch mit sich rum. Es gibt auch nicht Schwarz oder Weiß (selten zumindest...) - meist ist eh alles irgendwie kunterbunt mit unterschiedlichen Grauabstufungen.

Ich fange erst gar nicht mit "Mann/Frau" an - das gleiche Verhalten wird schon aufgrund des Geschlechts verschieden kategorisiert. Die Frau ist eine "Zicke", der Mann ist beim gleichen Verhalten "energisch".

Ein an sich mitfühlender Mensch kann durchaus auch ein gefühlloses Arschloch sein und "enttäuscht" eine Erwartungshaltung. Aber - verliert man dadurch eine Charaktereigenschaft, weil man sie nicht zu 100% immer und überall zeigt/einsetzt?

editiert am 16.04.2019 19:51 Beitrag melden Zitatantwort
16.04.2019 19:26
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Hmm, über das Thema habe ich letztens erst aus gegebenem Anlass nachgedacht. Ich musste tatsächlich feststellen, dass ich keine bzw. wenig Menschenkenntnis habe und zwar wegen einiger guter Schauspieler*innen, die da draußen rum laufen. Ich mag diese Schauspielerei deshalb nicht, man zweifelt durch diese Menschen an seiner eigenen Wahrnehmung und kann Verhaltensweisen / Beobachtungen nicht mehr richtig deuten. Mir fällt es schwer, diese Schauspieler*innen von ernst gemeinten Verhaltensweisen anderer Menschen zu unterscheiden. War immer der Meinung ich hätte Menschenkenntnis, aber wenn man sich zu oft irrt, muss man wohl irgendwann mal zu der Erkenntnis kommen, das es nicht so ist . Mir war lange nicht klar, dass es solche Schauspieler*innen überhaupt gibt, als ich es mit der Zeit merkte, war ich ziemlich sprachlos. Gäbe es diese Schauspieler*innen nicht, hätte ich Menschenkenntnis. In besonderer Erinnerung sind mir bspw. die gut gelaunten Grinsebacken geblieben, wo man dann feststellt, es sind tatsächlich Pessimisten, aber in einer sehr extremen Form. Ein sehr gutes Pokerface. Oder die Menschen, die immer nur nach Selbstbestätigung bei anderen suchen und sich dadurch verstellen.

Allerdings wo ich jetzt so drüber nach denke, habe ich wahrscheinlich unterbewusst eine sehr gute Menschenkenntnis. Denn ich bin gegenüber fremden Menschen aus verschiedenen Gründen zurückhaltend. Bei einigen "taue" ich aber extrem schnell auf, bei manchen nur sehr langsam oder nie. Ich weiß selbst nie genau, warum es bei manchen Menschen länger dauert oder nicht, aber es könnte mit der Menschenkenntnis meines Unterbewusstseins zusammenhängen. Vielleicht irre ich mich auch . Ziemlich sicher hängt es mit gemeinsamen Gesprächsthemen und gleichem Humor zusammen. Bei den Leuten, wo es nicht passt, taue ich nicht auf und ich fühle mich unwohl.

In meinem Umfeld empfinden sehr viele, dass sie selbst gute Menschenkenntnis hätten. Ich bin der Meinung, dass sie wenig bzw. sogar keine haben. Liegt also wohl auch immer im Auge des Betrachters. Stichwort Reflektion und so. Ich bin nämlich beim Reflektieren von Verhaltensweisen / Beobachtungen von anderen oder mir selbst, ganz vorne mit dabei . Sehe dadurch einige Dinge anders als mein Umfeld.

16.04.2019 19:28
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Es gibt ohne Zweifel Menschen, die ihnen völlig Unbekannte sehr schnell einschätzen können, in Bezug auf Beruf, Verhalten, Werteinstellungen usw..
Wenn es aber um nähere Beziehungen geht, spielen da nicht immer auch die eigenen Erwartungen mit in das Bild hinein? Kannst du den anderen überhaupt „objektiv“ sehen? Nicht zu vergessen, das Zusammenspiel zwischen zwei Menschen, welches dann wieder ganz neue Seiten zum Vorschein bringt, die bei jemand anderem nie aufgetaucht wären?


editiert am 16.04.2019 19:28 Beitrag melden Zitatantwort
16.04.2019 19:36
HiddenNickname

Intuition, ist etwas dem ich durchaus gerne folge.
Sagt für mich aber nichts über mein Gegenüber aus.
Weder Charakterlich, oder sonstiges.
Ist für mich nur richtungsweisend ob ich Lust habe diesen Menschen näher kennenzulernen oder eher nicht.
Das lasse ich ganz gerne mein Intuition entscheiden.
Und die kann gegenüber einem zu Menschen durchaus auch schon mal wechseln.


editiert am 16.04.2019 19:42 Beitrag melden Zitatantwort
16.04.2019 20:00
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wie soll man denn andere Menschen einschätzen können ..
geht gar nicht ...Menschen sind secret beings ... voll und ganz



16.04.2019 20:20
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Mir fallen da gerade noch 2 punkte ein,

Schauspieler, Blender, bewusste oder sich selbstbelügende(also selbstbetrug)

Und die zeit, wie gefestigt ist ein character.

Die umstände, der mensch war 5 mal an einer sache höchst zuverlässig, aber die konstitution um den menschen herum ist gerade anders. Sie ist anders als man dachte und sie selbst von sich dachte.

oder
Reifung, menschen ändern sich und lernen sich immer selbst neu kennen und ändern dadurch auch einstellungen die erst im laufe der zeit sich festigen und sie das auch erst dann nach außen strahlen.

16.04.2019 20:23
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 16.04.2019 um 20:20:

Mir fallen da gerade noch 2 punkte ein,

Schauspieler, Blender, bewusste oder sich selbstbelügende(also selbstbetrug)

Und die zeit, wie gefestigt ist ein character.

Die umstände, der mensch war 5 mal an einer sache höchst zuverlässig, aber die konstitution um den menschen herum ist gerade anders. Sie ist anders als man dachte und sie selbst von sich dachte.

oder
Reifung, menschen ändern sich und lernen sich immer selbst neu kennen und ändern dadurch auch einstellungen die erst im laufe der zeit sich festigen und sie das auch erst dann nach außen strahlen.


👍🏻👍🏻👍🏻💪🏻

16.04.2019 20:42
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 16.04.2019 um 20:20:

höchst zuverlässig, aber die konstitution um den menschen herum ist gerade anders. Sie ist anders als ma.


da schreibst du echt was, die Konstitution um den menschen ist anders ... und schwupps, mensch wird plötzlich, ja, was eigentlich, überspringt das 6. mal ... schwupps.
das überrascht.

editiert am 16.04.2019 20:45 Beitrag melden Zitatantwort
16.04.2019 22:15
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Kennt ihr das Phänomen des Entsprechens? Will sagen, Person A hat von Person B dieses oder jenes Bild bzw. entwirft gerade ein solches. Person B reagiert darauf, indem sie diesem weitgehend entspricht. Nicht immer und ausschließlich handelt es sich hierbei um's "sich Verstellen". Es ist eher so, dass Mensch einen anderen Menschen dazu verleitet, resp. hinführt... Ich weiß nicht wie man es nennt. Salopp könnte man von "vorauseilendem Gehorsam" sprechen, aber das Kindchen hat sogar tatsächlich in psychologischem Gebrauch irgendeine kluge Betitelung, die mir leider an der Stelle nicht einfällt. Vielleicht könnte man es so formulieren: manchmal begegnet einem, was man sieht, andermal begegnet man dem, was man so gar nicht hat kommen sehen und gelegentlich bekommt man das, was man selbst mittels eigener Befürchtungen/Erwartungen/Einflusses herbeigezaubert hat. Manche Menschen locken beim Gegenüber Seiten hervor, von denen der Betroffene noch nicht einmal selbst wusste, dass diese zu seinem Repertoire gehören, während es umgekehren Falles ebenfalls möglich ist, dass Menschen einanander Schaden nehmen, weil einer im anderen den Hades sieht und es teils dadurch schon auf eine Selbsterfüllende hinausläuft... Mir klar, dass da jetzt natürlich noch gaaanz viel Raum für Diskusionen rund um Eigenverantwortung, Abgrenzung und Co. gibt. Nichts desto trotz, dieses Phänomen gibt es. In meinen Beziehungen pflegte ich den jeweiligen Parnter-innen zu sagen, ich selbst sei wie der Blaubart aus dem Märchen. Alles ist da, in mir - wie in jedem anderen ebenfalls - tief angelegt. Wir alle sind auf Spiegelung unserer Umwelt angewiesen, um sich zu entfalten. Es braucht also immer eines bestimmten Rahmens, um dass innewohnende Potentiale in diese oder in jene Richtung zum Vorschein kommen. Denn man kommt ja als Tabula rasa auf die Welt, die Erlebnisse und das Feedback sowie die Lebensumstände sind erst charakterbildend. Doch auch der größte Erfahrungsfundus sollte m.E. immer mal wieder hinterfragt werden, denn Erfahrung-en können uns schützen, gleichermaßen wie sie uns verhindern können. Sie sind ein Schatz, an manchen Tagen und in einzelnen Stationen auch eine Last und völlig unnütz.


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