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Liebe und Kompromisse

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13.09.2015 04:40
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Ich bin so gar keine Freundin (fauler) Kompromisse, wo immer es geht, versuche ich sie zu vermeiden. In Beziehungen, welcher Art auch immer, vor allem.
In beruflichen Situationen sind sie ja leider oft nicht zu vermeiden.
Als großer Fan von Eartha Kitt habe ich mir in letzter Zeit einiges von ihr bei youtube angeschaut und finde ihr Statement zu Liebe und Kompromissen einfach nur klasse, weshalb ich es euch nicht vorenthalten will:
https://www.youtube.com/w [...] wf7e_cr8

Würde mich interessieren, was ihr allgemein zu Kompromissen in Beziehungen haltet und zu Earthas Beitrag zu dem Thema im Speziellen.

13.09.2015 07:23
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Guten Morgen.

Einmal mehr musste ich über sie, in diesem Intervie, lachen. Ihre Ausstrahlung, ihr Minienspiel . . .

https://m.youtube.com/wat [...] -i--8Ws#

. . . ihre Stimme . . .

aber das ist ja nicht das Thema.

Kompromisse in der Liebe . . .

Gegenfrage - geht das überhaupt ???

Liebe ist für mich Liebe und kann nur so gelebt werden wie sie sich gestaltet, authentisch, klar und immer einmalig.

Wenn ich im lieben Kompromisse machen müsste, Abstriche hinnehmen sollte, über ein für und wieder, ein hin und her nachdenken würde, nein, das wäre für mich dann nicht mehr stimmig.

w.

13.09.2015 09:12
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Guten Morgen , einmal vorweg... Ich kenne eartha Kitt nicht und weiß auch nicht, wofür sie bekannt ist etc bzw was sie macht . Auf mich machte sie einen krassen , unheimlichen Eindruck im Video, als wenn da was nicht so ganz in Ordnung bei ihr wäre...
Nun zum Thema ... Kompromisse gehören innerhalb einer Beziehung einfach dazu und sind nicht weg zu denken. Die Frage ist nur, bis zu welchem Grad ! Sich und seine Persönlichkeit hierfür komplett zu verbiegen, darf nicht passieren. Das kann nicht gesund sein.

13.09.2015 10:36
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Nur weil jemand sehr expressiv ist und seine Haltung mit Gestik, Mimik oder lautem Lachen, ist er noch längst nicht gestört. Andere Länder andere Sitten. Nicht überall ist der deutsche Stock im Arsch Gang und Gebe und es werden schon mal andere, deftigere Verhaltenweisen aufgefahren.

13.09.2015 10:46
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.09.2015 um 10:36:

Nur weil jemand sehr expressiv ist und seine Haltung mit Gestik, Mimik oder lautem Lachen, ist er noch längst nicht gestört. Andere Länder andere Sitten. Nicht überall ist der deutsche Stock im Arsch Gang und Gebe und es werden schon mal andere, deftigere Verhaltenweisen aufgefahren.


Dennoch wirkt diese expressive Haltung auch auf mich befremdlich, sie wirkt allerdings auf mich weniger expressiv, sondern schlicht aggressiv.
Zudem unterbricht sie das Gespräch um sich von einem Drittem zu verabschieden und vernachlässigt dadurch ihren Gesprächpartner, so etwas empfinde ich als grobe Unhöflichkeit. Jedenfalls ist das niemand mit dem ich mich unterhalten wollte.

Nee, da sind mir Menschen mit Stöcken im Arsch lieber.

13.09.2015 10:46
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....ohne Kompromisse geht das wohl kaum, aber es dürfen nicht zuviele sein...sonst bin ich nicht mehr ich.

13.09.2015 10:47
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Für mich kommt es auf den Kompromiss selbst an. Wenn wirklich etwas im Einvernehmen von Beiden beschlossen wird, ist dies ein "fairer" Kompromiss. Gibt eine(r) nur nach und eine(r) ist die führende Instanz, ist es kein Kompromiss mehr.

Kompromisse werden immer geschlossen, wenn mehrere Menschen zusammen sind und in so vielen Kleinigkeiten, dass man gar nicht merkt wie oft am Tag man Kompromisse schließt.

Für mich bedeutet es solange an einer Situation herum zu feilen, bis es für alle Beteiligten stimmig ist und niemand das Gefühl hat sich selbst verloren zu haben.

Ein Kompromiss kann auch sein, wenn unterm Strich nicht dasselbe heraus kommt, sondern ein "ich mache dies" und "du machst das"...man hat sich dann darauf geeinigt, dass jede(r) sein Ding macht in einer bestimmten Situation.



editiert am 13.09.2015 10:52 Beitrag melden Zitatantwort
13.09.2015 11:43
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Es kommt für mich darauf an was gemeint ist. Um etwas im Außen oder im Beziehungsgefüge oder am Charakter meines Gegenüber.. Äußere Dinge oder Beziehungsgefüge empfinde ich, in Maßen, als verhandelbar und oft braucht es da doch nur etwas Offenheit und Kommunikation.

Aber:

Wenn ich an ein paar Partnerschaften in meinem Umfeld denke mit Aussagen: "wenn er/sie doch endlich ... dann wäre die Beziehung .... " oder " ich wäre glücklich wenn er/sie... " Blabla denke, wird mir jedesmal flau im Magen, weil keine der Personen "bei sich" ist und bleibt und meint die Partner/in verändern zu müssen.

Wenn ich mich für einen Menschen entschieden habe dann gibt es genau diesen Menschen (egal welche Beziehungsart) . Da kann ich nicht anfangen mit "mach das, mach jenes, sei doch mal..." Denn dann will ich nicht diesen Mensch sondern eine "von mir gedachte Projektion" das kann nur faule Kompromisse geben... Entweder ich nehm den Mensch, so wie er/sie ist oder eben nicht. Da gibt es nur Akzeptanz aber keine Verhandlung und falls Eartha das meint bin ich bei ihr auch wenn mir Ihre Art, zugegeben, etwas unheimlich ist.

editiert am 13.09.2015 11:46 Beitrag melden Zitatantwort
13.09.2015 11:54
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Was für ein unreifer Schwachsinn.

13.09.2015 13:24
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.09.2015 um 10:36:

Nur weil jemand sehr expressiv ist und seine Haltung mit Gestik, Mimik oder lautem Lachen, ist er noch längst nicht gestört. Andere Länder andere Sitten. Nicht überall ist der deutsche Stock im Arsch Gang und Gebe und es werden schon mal andere, deftigere Verhaltenweisen aufgefahren.


Daumen hoch!

13.09.2015 13:40
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.09.2015 um 11:43:

Es kommt für mich darauf an was gemeint ist. Um etwas im Außen oder im Beziehungsgefüge oder am Charakter meines Gegenüber.. Äußere Dinge oder Beziehungsgefüge empfinde ich, in Maßen, als verhandelbar und oft braucht es da doch nur etwas Offenheit und Kommunikation.

Aber:

Wenn ich an ein paar Partnerschaften in meinem Umfeld denke mit Aussagen: "wenn er/sie doch endlich ... dann wäre die Beziehung .... " oder " ich wäre glücklich wenn er/sie... " Blabla denke, wird mir jedesmal flau im Magen, weil keine der Personen "bei sich" ist und bleibt und meint die Partner/in verändern zu müssen.

Wenn ich mich für einen Menschen entschieden habe dann gibt es genau diesen Menschen (egal welche Beziehungsart) . Da kann ich nicht anfangen mit "mach das, mach jenes, sei doch mal..." Denn dann will ich nicht diesen Mensch sondern eine "von mir gedachte Projektion" das kann nur faule Kompromisse geben... Entweder ich nehm den Mensch, so wie er/sie ist oder eben nicht. Da gibt es nur Akzeptanz aber keine Verhandlung und falls Eartha das meint bin ich bei ihr auch wenn mir Ihre Art, zugegeben, etwas unheimlich ist.


Dann sag das mal, wenn du so richtig enttäuscht wurdest, wenn etwas zum Vorschein kam, was du nie für möglich gehalten hättest und auch nicht akzeptieren kannst.
Du liebst diesen Menschen aber enorm und kannst doch mit der Tatsache nicht mehr leben.

Dann meine Liebe sag, dass dir flau im Magen ist, wenn ich sag, hätte sie nur und wäre sie anders.

Sorry - mir geht's gerade wegen sowas sowas von beschissen und wenn ich das so akzeptieren könnte, mein Zuhause nicht verloren hätten, dann würd ich dir vielleicht zustimmen: man muss die Menschen so nehmen wie die sind

13.09.2015 14:16
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Das ist ein echt interessantes Thema...es wird den Singles der Generation Y ja allgemein "Kompromisslosigkeit" vorgeworfen:
http://zeitjung.de/genera [...] sigkeit/

In dem Artikel gibt es schon einige Punkte die sich sehr plausibel anhören... vor allem das mit den Erwartungen...

Trotzdem: Ein Kompromiss ist oft etwas dass dann irgendwie für beide nicht passt, also eigentlich auch Quatsch. Zum Beispiel im Urlaub (dem Pärchen-Stresstest deluxe), eine will ans Meer (zum Baden) die andere in die Berge (zum Wandern) und dann landen beide in Norwegen (Berge & Meer!YAY! Toller Kompromiss!) nur leider ist das Meer zu kalt zum baden und die Berge mit Eis und Schnee bedeckt....ähhmm... nur so jetzt mal als übertriebenes Beispiel

Besser als Kompromisse finde ich individuelle Freiheit. Denn man muss ja nicht alles teilen, alles "ertragen" wenn sich genug Freiraum dafür findet, die Punkte in denen die Partnerinnen eben nicht kompatibel sind, frei zu leben.

13.09.2015 15:35
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.09.2015 um 04:40:

Würde mich interessieren, was ihr allgemein zu Kompromissen in Beziehungen haltet und zu Earthas Beitrag zu dem Thema im Speziellen.


geht es in irgendeiner beziehung ganz ohne kompromisse? oder in einer freundschaft? oder überhaupt zwischenmenschlich?

klar kommt es immer auf die zusammenhänge an. einfaches beispiel - ich möchte mit einer freundin essen gehen. ich mag lieber thai, sie lieber italienisch - jede kann mit der wahl der anderen nichts anfangen. also einigt man sich letztendlich auf einen griechen. den mögen beide. ist das jetzt ein fauler kompromiss? was wäre die alternative? ich gehe alleine zum thai, sie alleine zum italiener - und wir unterhalten uns nur am telefon, statt uns gegenüber zu sitzen???

kompromisse grundsätzlich abzulehnen hat für mich was von egoismus. und von "ich will jetzt aber meinen eigenen willen durchstzen!" - dabei kann man auch wie ein kleines kind mit den füßen stampfen.

macht das auf dauer nicht unheimlich einsam???

ich finde kompromisse können was durchaus positives sein. und auch konstruktives. denn sie zwingen einen zum reden, zur kommunikation. anderes beispiel - als ich mit meiner frau zusammengezogen bin mussten wir eine küche kaufen. sie wollte eine schwarze. ich eine weisse. letztendlich haben wir uns auf grau geeinigt. und wir lieben unsere küche - sie ist perfekt geworden, genau in DER farbe. jetzt will ich gar keine weisse mehr - und sie keine schwarze. das ist ein kompromiss!

zu eartha --- ich finde sie in dem video sehr radikal. aber ich sehe sie als produkt einer anderern gesellschaft einer anderen zeit. damals hatten frauen (besonders aus ihrem kulturkreis) nichts zu sagen. damals haben männer alles bestimmt und frauen mussten brav folgen. sie wollte das nicht. das hat für mich was mit feminismus zu tun. und mit einem starken charakter. sie wollte sich schon damals von männern nichts sagen lassen.



13.09.2015 17:26
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.09.2015 um 13:40:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.09.2015 um 11:43:

Es kommt für mich darauf an was gemeint ist. Um etwas im Außen oder im Beziehungsgefüge oder am Charakter meines Gegenüber.. Äußere Dinge oder Beziehungsgefüge empfinde ich, in Maßen, als verhandelbar und oft braucht es da doch nur etwas Offenheit und Kommunikation.

Aber:

Wenn ich an ein paar Partnerschaften in meinem Umfeld denke mit Aussagen: "wenn er/sie doch endlich ... dann wäre die Beziehung .... " oder " ich wäre glücklich wenn er/sie... " Blabla denke, wird mir jedesmal flau im Magen, weil keine der Personen "bei sich" ist und bleibt und meint die Partner/in verändern zu müssen.

Wenn ich mich für einen Menschen entschieden habe dann gibt es genau diesen Menschen (egal welche Beziehungsart) . Da kann ich nicht anfangen mit "mach das, mach jenes, sei doch mal..." Denn dann will ich nicht diesen Mensch sondern eine "von mir gedachte Projektion" das kann nur faule Kompromisse geben... Entweder ich nehm den Mensch, so wie er/sie ist oder eben nicht. Da gibt es nur Akzeptanz aber keine Verhandlung und falls Eartha das meint bin ich bei ihr auch wenn mir Ihre Art, zugegeben, etwas unheimlich ist.


Dann sag das mal, wenn du so richtig enttäuscht wurdest, wenn etwas zum Vorschein kam, was du nie für möglich gehalten hättest und auch nicht akzeptieren kannst.
Du liebst diesen Menschen aber enorm und kannst doch mit der Tatsache nicht mehr leben.

Dann meine Liebe sag, dass dir flau im Magen ist, wenn ich sag, hätte sie nur und wäre sie anders.

Sorry - mir geht's gerade wegen sowas sowas von beschissen und wenn ich das so akzeptieren könnte, mein Zuhause nicht verloren hätten, dann würd ich dir vielleicht zustimmen: man muss die Menschen so nehmen wie die sind


Du redest von Trennungsschmerz aus triftigen Gründen und den "Hätte wenn..." Fragen, natürlich kenne ich sie inkl. Allem was noch dazuhängt aber ich habe auch den Preis von "verbiegen/verbogen" werden bezahlt. Ich bin Faule Kompromisse eingegangen mit dem Ergebnis das ich bei Umarmungen meiner Partnerin mit Übelkeit und innerer Anspannung und Wut zu kämpfen hatte und das jeden Tag schlimmer wurde bis zu ausgewachsenen Panikattacken, ist das Liebe???. Wenn ich gegen meine Natur handeln muss gibt es einfach kein Kompromiss denn es funktioniert nicht. Genauso wenig wie wenn ich von ihr was verlange was ihrem Wesen nicht entspricht und sie es nur meinetwegen macht.

Würdest Du neu entscheiden und den faulen Kompromiss jetzt eingehen um die Beziehung zu retten?

Ich meine damit übrigens keine Absprachen wie Restaurant, Kinofilm etc... Das gehört für mich nicht zum verbiegen aus Liebe. Und Nein, ich bin auch kein einsamer Mensch.

13.09.2015 19:34
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Ist ein Kompromiß nicht etwas, das man eingeht, wenn zwei Wünsche einander gegenüberstehen, die sich widersprechen... und man dann abwägt, ob man einem nachgeht, dem anderen nicht -oder bei beiden Abstriche macht, bis der Widerspruch weg ist, und man dann von beiden noch etwas hat?

Kompromisse gehen nicht nur zwei Menschen ein... Kompromisse geht jeder Mensch für sich ein, erstmal. Das kann einen anderen Menschen beinhalten.

Aus dem Video (ich empfinde das übrigens als szenische Darstellung, dieses Auftreten und die Stimme aus dem Off etc.):
"If a man comes into my life and I have to compromise -for what?"
Nun, wenn dieses Zusammenkommen nur mit Kompromissen funktionieren würde, weil eben zwei Wünsche einander gegenüberstehen... dann entscheide doch erstmal ich, ob mir dieses Zusammenkommen die Abstriche anderer Wünsche "wert" ist.
Bei dieser Frau/dieser rhetorischen Frage habe ich den Eindruck: Ein Mann, der in ihr Leben käme, ist ihr eben keine Abstriche an anderem wert. Das mag sein... es ist erstmal ihre Entscheidung. Und natürlich fließt in diese Entscheidung evtl. ganz viel hinein, was nur indirekt mit dem einen oder anderen Wunsch zu tun hat.

Ist die Frage hier also die danach, wieviele "Abstriche" an anderem uns eine Beziehung, eine "Liebe" wert ist?
(Ich würde da lieber trennen... Liebe ist ein Gefühl, das ich entweder empfinde oder nicht, da gibt es nichts zu kompromissen, zu enbtscheiden. Das kommt erst hinzu, wenn es um Beziehung (welcher Art auch immer) geht).
Meine Antwort: Es kommt drauf an. Erstmal bin ich mit meinen Wünschen mir am wichtigsten. Wenn aber einer dieser Wünsche diese/eine Beziehung ist, und die funktioniert nur mit Kompromissen (oder Unterdrückung, aber das scheint ja noch weniger erstrebenswert) -dann muß ich wieder abwägen.
Mir scheint, ein Mann im Leben (sofern er nicht kompromißlos in ihre eigene Vorstellung paßt) gehört eben nicht zu den Wünschen dieser Eartha.
Meine Antwort: Eine Beziehung als solche wäre mir auch wenig Abstriche wert. Da gehört schon eine konkrete Person dazu, die das wieder anders aussehen lassen könnte.
Ich weiß, daß es Menschen gibt, die das anders sehen -und dann entweder lauter Abstriche machen obwohl sie das nicht wollen oder versuchen, den anderen zu mehr Abstrichen zu bewegen als er machen will.

Ich glaube, wie gut es einem mit einem Kompromiß geht (und das heißt manchmal auch, wie sehr er einem überhaupt als solcher auffällt) hängt ganz entscheidend davon ab, wie freiwillig und selbstentschieden man ihn eingeht.
Wenn ich entscheide, ihr zuliebe heute zum Asiaten zu gehen, obwohl ich viel mehr Lust auf Italienisch habe... dann ist das was ganz anderes, als wenn sie mich 'zwingt'. Denn dann sind die Wünsche, zwischen denen ich abwäge: Lecker essen oder ihr eine Freude machen. Und das können beides meine Wünsche sein.
(Wie bei Kompromissen üblich kann es ja eben sein, daß man nicht irgendwas völlig verzichten muß... vielleicht gibts ja auch beim Asiaten irgendwas, das mir schmeckt).

Und dann gibt es noch etwas, das m.E. zwar ähnlich, aber kein echter Kompromiß in dem Sinne ist. Was ich also lieber nicht in einen Topf werfen würde.
Beispiel: Preisverhandlung auf dem Flohmarkt. Da geht der Händler gerade soweit mit dem Preis runter, wie er muß, um das Ding noch loszuwerden, und der Kunde gerade soweit hoch, wie er muß, um das Ding zu bekommen.
Das ist für mich kein Kompromiß (auch wenn man dabei auch irgendwo in der Mitte zusammenkommt) -das ist ein Kampf. Ein Feilschen.
Das möchte ich in einer guten Beziehung (egal welcher Art) tatsächlich lieber nicht haben.

Es kann aber sein., daß jemand nur diese Art des 'Einanderentgegenkommens' kennengelernt hat (oder noch schlimmer die einseitige Unterdrückung) -daß der dann wenig Bock auf "Kompromisse" hat, wundert mich nicht.

Hingegen ein kompromiß, den ich erstmal selber getroffen habe -wenn der dann eine andere Person beinhaltet, also z.B. ihr Glücklichsein einer der beiden Wünsche von mir war... das ist etwas, das schon fast per se mit Liebe (welcher Art auch immer) zu tun hat.

Oder?

13.09.2015 21:51
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Ist denn ein Kompromiss immer faul?
Wie steht es mit der Möglichkeit Nr.3, die beiden gleich gut gefällt? (Wie das Beispiel mit der grauen Küche...)

Beziehungen aller Art brauchen m.E. immer auch mal Kompromisse - die Liebe ist, in welcher Farbe auch immer, oder eben nicht, da gibt's für mich wenig dran zu deuteln.

Ich hab oft den Eindruck, daß Wort Kompromiss geht immer mit dem unguten Gefühl einher, einen Verlust einzufahren...

Und:
Sollte ein Kompromiss nicht im Ursprung eine gute Lösung für alle Seiten sein?

editiert am 13.09.2015 21:53 Beitrag melden Zitatantwort
14.09.2015 06:56
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Es scheint, schlicht und ergreifend, Jede/r was Anderes zu verstehen, auch okay, wie ich finde.

Ich hatte Eartha Kitt anders verstanden bzgl. den Klassiker:
Sich für einen Menschen zu verbiegen und somit gegen sich zu handeln bzw. zu fordern das mein Gegenüber sich anders verhält damit ich (scheinbar) glücklicher bin. Da die Gegenseite auch verhandeln will, kommen die ersten "Kompromisse", man liebt sich ja, zeigt guten Willen aber richtig wohl fühlt sich u.U. Keiner damit - gemacht wirds trotzdem und Verstöße "geahndet". Ein Lieblingssatz: Ja liebst Du mich denn nicht weil Du "xxxx" so willst/handelst?

Schlicht und ergreifend, DAS finde ich gruselig und das erschrickt mich, weil es viele Menschen gibt die genau darin ihr persönliches Glück suchen. Da finden sich ganz unterschiedliche Menschen und wenn die Verliebtheit rum ist, wird plötzlich neu verhandelt, Kompromisse eingegangen weil die Unterschiede plötzlich Streitthemen werden, statt Bereicherung etc... Bzw klar wird, das bestimmte Charaktermerkmale die geschätzt werden, auch eine Seite haben die mir nicht in den Kram passt oder weil man schlicht hoffte der Partner/in wird irgendwann einsehen das er/sie auf dem Holzweg ist etc...

Meine Freunde und Partnerinnen sind/waren eigenständige Menschen die ich schätze weil sie so sind, wie sie sind! Weil ich mittlerweile versuche, mich "selber" an der Nase zu packen, wenn das Gefühl kommt: ach könnte sie nicht.... Oder ähnliches... Nein, kann sie nicht, außer sie will es von sich aus, völlig freiwillig ohne Daumenschraube. An der Stelle diskutiere ich "mit mir" nicht mehr, denn sie sind einfach so. Entweder es klappt mit Akzeptanz, oder es kracht halt mal oder die Beziehungen gehen auseinander weil "unvereinbar".

Mit bedeutet der Spruch hier viel, natürlich im Zusammenhang mit meinem persönlichen Umfeld:
"Nimm die Menschen wie sie sind, denn Andere gibt es nicht"

editiert am 14.09.2015 07:01 Beitrag melden Zitatantwort
14.09.2015 11:58
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Ich finde hier einige Beiträge ausgesprochen gut und treffend formuliert!

Für mich sind Kompromisse in einer Beziehung ein positives Mittel - soll es doch helfen, die Dinge für Beide besser oder erträglich zu machen! Es sollte keinem weh tun, wenn man sich in der Mitte trifft und ich für meinen Teil, gehe gerne Kompromisse ein, wenn es nachher für BEIDE gut ist

Was ich von Eartha Kitt halten soll, weiß ich nicht so genau. Spricht mich nicht wirklich an, weil ich eben auch eine andere Meinung dazu habe und sie für mich auch ganz schön krass rüber kommt.

Sie hat zwar Recht, dass man sich in einer Beziehung einiges "verdienen" muss (wie z.B. Vertrauen), aber ohne Kompromisse geht es nicht, sobald es um mehr als eine Person geht !


14.09.2015 14:09
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 14.09.2015 um 11:58:

Ich finde hier einige Beiträge ausgesprochen gut und treffend formuliert!

Für mich sind Kompromisse in einer Beziehung ein positives Mittel - soll es doch helfen, die Dinge für Beide besser oder erträglich zu machen! Es sollte keinem weh tun, wenn man sich in der Mitte trifft und ich für meinen Teil, gehe gerne Kompromisse ein, wenn es nachher für BEIDE gut ist

Was ich von Eartha Kitt halten soll, weiß ich nicht so genau. Spricht mich nicht wirklich an, weil ich eben auch eine andere Meinung dazu habe und sie für mich auch ganz schön krass rüber kommt.

Freue mich, den thread eröffnet zu haben, finde manche Beträge auch sehr gut.
Habe jetzt aber keine zeit zu einem längeren post.

Was deinen ersten teil anbelangt, gebe ich dir völlig recht.
Was Eartha kitt anbelangt, ist ihr Stement wohl nur zu verstehen, wenn man wenigstens sich ein wenig mit ihrer biografie auskennt. Sie hat aufgrund ihrer recht hellen Hautfarbe gleich doppelten Rassismus auf heftig erlebt in den Südstaaten, wo sie aufwuchs.
Zu dunkelhäutig, um von den Weißen akzeptiert zu werden, zu hellhäutig, um von den afroamerikanern akzeptiert zu werden, vor allem dem Partner der utter, der nicht der Vater von Eartha ist.
Er stellte die Mutter vor die Wahl entweder Eartha weggeben oder ihn und diese entschied sich für die Beziehung zum Mann, gab aber gleich beide Töchter weg, obwohl die 2. Tochter nicht so hellhäutig war.
Dies wohl deshalb, weil Eartha nicht ganz alleine bleiben sollte.
Sie hat viel ertragen müssen, u.a. über 10 jahre Auftrittsverbot in den USA, weil sie bei einer Einladung im weißen Haus der präsidentengattin gegenüber kritisch zum Vietnamkrieg geäußert hat.
Für mich eine frau, die ich von vorne bis hinten faszinierend finde, weil sie ein großes talent hat, sehr gradlinieg ist, sich nicht verbiegen lässt und ganz offensichtlich sehr liebesfähig, zumindest ihrer tochter gegenüber war.

Edith hat heute keine Lust tätig zu werden, ich sollte doch mal einfach endlich nur die kleinschreibung wählen.

10.06.2019 21:07
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Ich halte absolut nichts von Kompromissen.
Warum muss man alles zu zweit machen?
Warum muss man sich als Individuum dem anderen anpassen?
Warum darf ich nicht meinen eigenen Weg gehen?
Warum darf ich nicht meine eigene Lebenserfahrung sammeln?

Liebe und Freiheit gehen Hand in Hand.

Wie heißt es doch:
Was Du liebst, lass frei. Kommt es zu Dir zurück, bleibt es für immer.

Und es gibt für alles eine Lösung, wenn man loslässt.


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