Um LESARION optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern verwenden wir zur Auswertung Cookies. Mehr Informationen über Cookies findest du in unseren Datenschutzbestimmungen. Wenn du LESARION nutzst erklärst du dich mit der Verwendung von Cookies einverstanden.




Forum » Transgender/Intersexuell » Thread

Mein Sohn Helen

Thema abonnieren antworten


08.02.2019 19:06
HiddenNickname

Für mich ein sehr realistischer Film mit all den Problemen der trans*Frau, ihrer Familie und ihrem sozialen Umfeld.
Ich hoffe nur, dass es heute solche Situationen mit Jugendämtern nicht mehr gibt.

http://mediathek.daserste [...] 59850014

Bis Ende April noch in der Mediathek

08.02.2019 23:13
HiddenNickname

Schade, dass Medien immer deadnames bringen müssen ...

Guck's aber später mal an.

09.02.2019 20:16
HiddenNickname

"Helen" ist nicht der deadname. Der Film lohnt sich wirklich!

10.02.2019 02:09
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 09.02.2019 um 20:16:

"Helen" ist nicht der deadname. Der Film lohnt sich wirklich!


ich glaube, er meint in der Beschreibung den Namen Fynn, aber so geht der Film halt los

ja ein echt toller Film, toller Schauspieler

07.05.2019 15:37
HiddenNickname

ich habe die Woche auch einen beeindruckenden Film gesehen (ich bin zum Schauen über den Bundeswehrapathieschatten gesprungen, es hat sich gelohnt)

https://www1.wdr.de/ferns [...] 104.html
Anastasia - Oberstleutnant, Kommandeurin, Transgender

Erschreckend fand ich, wie ihre neue Arbeitsstelle ja das Mobbing aufgrund ihrer Transsexualität vorab bereits plante.

Beeindruckend fand ich die Beziehung der beiden

01.06.2019 19:47
HiddenNickname

was heißt eigentlich deadnames? dass sie zu dem neuen noch den alten namen nennen?

editiert am 01.06.2019 19:47 Beitrag melden Zitatantwort
01.06.2019 23:12
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.06.2019 um 19:47:

was heißt eigentlich deadnames? dass sie zu dem neuen noch den alten namen nennen?


Genau

29.06.2019 20:28
HiddenNickname

ich für mich find es manchmal interessant zu wissen, ob alt und neu sich ähneln

für eltern ist es vermutlich so, dass ihre tochter clara eben bis 18 eben ihre tochter clara bleiben wird und danach erst der sohn tom* wird in gesprächen

ist es für dich wichtig deinen alten namen nicht mehr zu hören, weil er auch damals nicht für dich gepasst hat und es für dich ein zeichen von respekt ist, wenn ihn heute gar keiner mehr nutzt?

* fiktives beispiel

02.07.2019 15:08
HiddenNickname

Der vorherige , nicht mehr gültige Name fällt unter das Offenbarungsverbot.
Die Verwendung bzw. Nennung dieses ehemaligen Namens muß von dem Betroffenen selbst erlaubt worden sein; oder es könnte ein falscher Name genannt werden.
Den tatsächlichen vorherigen Namen in der Form zu veröffentlichen würde von großer Naivität zeugen.
Gruß,
trix

editiert am 02.07.2019 15:09 Beitrag melden Zitatantwort
03.07.2019 09:56
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 29.06.2019 um 20:28:

ich für mich find es manchmal interessant zu wissen, ob alt und neu sich ähneln

für eltern ist es vermutlich so, dass ihre tochter clara eben bis 18 eben ihre tochter clara bleiben wird und danach erst der sohn tom* wird in gesprächen

ist es für dich wichtig deinen alten namen nicht mehr zu hören, weil er auch damals nicht für dich gepasst hat und es für dich ein zeichen von respekt ist, wenn ihn heute gar keiner mehr nutzt?

* fiktives beispiel


Das sind mehrere Gründe.

Also, erst: wenn du jemanden kennen lernst, lässt du dir ja auch nicht den Perso zeigen, ob der dir gegebene Name "korrekt" ist und viele Leute stellen sich ja auch nur mit ihren Spitznamen vor. Vermutlich fragst du auch nicht alle, die dir begegnen, was ihr frühere Name war.

Ich hab Schwierigkeiten, da viel Mitgefühl mit Familien zu haben - zum einen gibt es genug Familien, die kein Problem haben, den neuen Namen zu akzeptieren und Möglichkeiten MIT ihrem Kind finden, wie man über die Vergangenheit spricht. Zum anderen: vielen Kindern wird ja nicht geglaubt, dass sie trans sind, so dass sie lange warten müssen und dadurch viel gelitten haben - da ist es unfair zu sagen "aber die Eltern brauchen doch!" - wenn das Kind viel früher entsprechenden Support gebraucht hätte. Ich hätte mich viel früher outen können, wäre meine Familie und die Gesellschaft anders gewesen. Ich hätte mir viele Jahre Depression und Suizidgedanken sparen können und die Energie für tolle Sachen nutzen können.

Und ja, der alte Name war für mich nie korrekt und außerdem unterstreicht das wieder den Begriff "Geschlechtsumwandlung" und impliziert, dass man vorher jemand anders war "Erst Frau/Mann dann Mann/Frau", was so halt auch nicht stimmt.

Außerdem ist es ein unglaublicher Kampf, bis man endlich den Namen hat, den man will. Weil sich andere andauernd dagegen stellen, weil man 2 Gutachten von Psychiatern braucht und vor Gericht gehen muss, usw. und in der Zeit u.U. einiges an Demütigungen und Beleidigungen abbekommt, vom finanziellen und zeitlichen Aufwand ganz zu schweigen. (Ja, die Gerichtskosten zahlt man selbst, inkl. der Gutachten.)

Mir sieht ja niemand an, dass ich trans bin, drum fragt mich jetzt auch bestimmt niemand mehr nach 'nem alten Namen. Wenn ich mich vor jemandem oute und die Person würde fragen - dann heißt das für mich eher, sie akzeptiert mich nicht. Und ja, es ist schmerzhaft und respektlos, wenn andere den vorherigen Namen benutzen. Und zum Glück gibt's das Offenbarungsverbot.

Vielleicht wäre es okay, Leute, die sich geoutet haben zu fragen, wie sie den neuen Namen ausgewählt haben. Hängt aber von dem Verhältnis ab, in dem man zueinander steht. Manchmal wird Neugier ziemlich übergriffig :-/ Persönlich kam ich noch nie auf die Idee, weil die Info für mich überhaupt nicht relevant ist.



07.09.2019 07:31
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 03.07.2019 um 09:56:

Also, erst: wenn du jemanden kennen lernst, lässt du dir ja auch nicht den Perso zeigen, ob der dir gegebene Name "korrekt" ist und viele Leute stellen sich ja auch nur mit ihren Spitznamen vor. Vermutlich fragst du auch nicht alle, die dir begegnen, was ihr frühere Name war.

Ich hab Schwierigkeiten, da viel Mitgefühl mit Familien zu haben - zum einen gibt es genug Familien, die kein Problem haben, den neuen Namen zu akzeptieren und Möglichkeiten MIT ihrem Kind finden, wie man über die Vergangenheit spricht. Zum anderen: vielen Kindern wird ja nicht geglaubt, dass sie trans sind, so dass sie lange warten müssen und dadurch viel gelitten haben - da ist es unfair zu sagen "aber die Eltern brauchen doch!" -


da vermute ich, wir haben uns missverstanden. ich gehe weder davon aus, dass ich wissen muss, ob der name korrekt ist. noch, dass die eltern das brauchen. es war für mich die idee, wieso sie es so sagen. verständnis finde ich immer für beide seiten wichtig.

für dich ist gerade im vordergrund, dass du gelitten hast, was sich u.a. am umgang am namen zeigt. und daher würdest du gern andere davor bewahren, in ähnlicher weise ein gefühl von respektlosigkeit zu haben?

07.09.2019 12:19
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 29.06.2019 um 20:28:

ich für mich find es manchmal interessant zu wissen, ob alt und neu sich ähneln


Das wird interessanterweise völlig verschieden gehandhabt und ist vermutlich einfach Gefühlssache, je nach dem was sich stimmig anfühlt und vor allem auch, ob der ursprüngliche Name mal eben so einfach abwandelbar ist oder es ein männliches oder weibliches oder neutrales Pendant gibt.

Wenn der kleine Paul früher Paula hieß, ist die Umgewöhnung (vor allem auch für die Eltern) wohl etwas leichter als wenn Helena ein Junge ist ... da liegt die Überlegung nahe, dass der Jungenname auch gleich ganz anders lauten kann, wenn gewünscht..

07.09.2019 15:42
HiddenNickname

Das hat nichts mit Leiden oder Respekt zu tun, sondern einfach Rechten - Selbstbestimmungsrecht, Offenbarungverbot, Anerkennung der Person.

Und hat auch nichts damit zu tun, beide Seiten zu verstehen. Es ist einfach transphob und diskriminierend nach deadnames zu fragen und Ende.

Da gibt's auch nicht mehrere Seiten, die man verstehen muss.

Wenn man mit jemandem lange befreundet ist, sich näher oder ähnliches ist, kann man die Person ja fragen, wie sie zum neuen Namen kam, falls sie drüber sprechen will. Aber sonst geht das auch niemanden was an.

Sind irgendwie auch immer nur cis-Leute, die solche Fragen stellen.

editiert am 07.09.2019 15:47 Beitrag melden Zitatantwort
07.09.2019 15:51
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.09.2019 um 12:19:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 29.06.2019 um 20:28:

ich für mich find es manchmal interessant zu wissen, ob alt und neu sich ähneln


Das wird interessanterweise völlig verschieden gehandhabt und ist vermutlich einfach Gefühlssache, je nach dem was sich stimmig anfühlt und vor allem auch, ob der ursprüngliche Name mal eben so einfach abwandelbar ist oder es ein männliches oder weibliches oder neutrales Pendant gibt.

Wenn der kleine Paul früher Paula hieß, ist die Umgewöhnung (vor allem auch für die Eltern) wohl etwas leichter als wenn Helena ein Junge ist ... da liegt die Überlegung nahe, dass der Jungenname auch gleich ganz anders lauten kann, wenn gewünscht..


Interessant, wie so über uns gesprochen und gedacht wird.

07.09.2019 21:10
HiddenNickname

Lieber Kheiron,
ich verstehe dich - aber, im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, dass es transphob ist nach Deadnames zu fragen. Ohne lesarion würde ich nicht mal die Begrifflichkeit deadname kennen.

Und eine Frage an dich - kennst du dich in allen Diskriminierungsfeldern aus, so dass du nie unbeabsichtigt Fehler machst oder ins Fettnäpfchen trittst?

12.09.2019 10:15
HiddenNickname

Ich hab jetzt "Mein Sohn Helen" teilweise gesehen, er ist so grottig, daß ich ihn abbrechen mußte.
Man kann keinen 22jährigen erwachsenen Schauspieler jenseits des Stimmbruchs mit deutlichem Bartschatten, männlicher Körperform und Adamsapfel und ausgeprägter Muskulatur einen 16-jährigen Jugendlichen spielen lassen, der dank der pubertätsaufschiebenden Behandlung körperlich erst 13 Jahre alt sein soll.
Der arme Mann versucht anscheinend , kindliche Niedlichkeit durch dümmliches Schielen auszudrücken, das kann nur schiefgehen.

"Transamerika" war besser. "Das Geschlecht der Sterne" war besser. "Mein Leben in rosarot" war besser.

"Helen" bringt jedes denkbare Problem so platt und dramatisch wie möglich zum Fettnäpfchen, um es sich danach in Wohlgefallen auflösen zu lassen.

Besonders ging mir noch der Busserl verteilende Kinderpsychiater auf den Sack.
Gruß, trix

12.09.2019 10:52
HiddenNickname

Ok. Es ist nicht einfach nur das Schielen. Jannik Schümann schielt nunmal, daraus kann man ihm keinen Vorwurf machen. Link: https://de.wikipedia.org/ [...] 3%BCmann

Es ist das, was Arno Frank "irritierend verhuschte Kaninchenhaftigkeit" nennt, hier:
https://www.spiegel.de/ku [...] 976.html

Und gleich noch der Link über den Film: https://de.wikipedia.org/ [...] hn_Helen

Gruß, trix

24.09.2019 12:14
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 07.09.2019 um 21:10:

Lieber Kheiron,
ich verstehe dich - aber, im Leben wäre ich nicht darauf gekommen, dass es transphob ist nach Deadnames zu fragen. Ohne lesarion würde ich nicht mal die Begrifflichkeit deadname kennen.

Und eine Frage an dich - kennst du dich in allen Diskriminierungsfeldern aus, so dass du nie unbeabsichtigt Fehler machst oder ins Fettnäpfchen trittst?


Lieber Kheiron,
da ich gelesen habe, dass du dich aus dem Forum zurückziehen möchtest- ich hoffe, dass meine Frage an dich kein Mitgrund dafür ist - falls doch, dann täte es mir sehr leid und ich mag noch Folgendes ergänzen. Aus persönlicher Sicht, ist es fast unmöglich keine Fehler zu machen, sobald man sich Menschen nähert, die nicht dem angeblichen Durchschnitt, dem eigenen Erfahrungshorizont entsprechen. Ich selbst reagiere auch manchmal grummelig, grantig, verärgert, wenn man bei mir durch das Fettnäpfchen schwimmt. In der Situation fällt es mir schwer daran zu denken, aber mit Abstand betrachtet, kommt es für mich darauf an, ob der oder die Fettnapftreter_in daraufhin zuhört und sich konstruktiv mit dem Thema auseinandersetzt. Der andere Weg, ist, sich nicht zu nähern, sich nicht auf Neues, Ungewohntes einzulassen - dann ist die Gefahr der Fehler und ungewollten Diskriminierungen zwar gebannt, aber fühlt sich zumindest für mich nicht so dolle an.

Dir einen herzlichen Gruß, ventidue.


Thema abonnieren antworten









>>> Laufband-Message ab nur 5,95 € für 3 Tage! <<<