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No Body Shaming!

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10.06.2019 11:37
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Body Shaming ist Diskriminierung.
Genauso wie bei Homophobie, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und sonstigen Diskriminierungen.

Der Thread ist dazu gedacht, alle in ihrem Selbstbewußtsein zu stärken - für sich und für andere.

Jede*r kann in seinem_ihrem Umfeld etwas gegen das Body Shaming tun - für Freunde, für eigene Kinder, für die Partner*innen, für die Kolleg*innen etc.

Sage nein zu Body Shaming!

Und als Entré sinnliche Bilder des Pirelli Kalenders 2016. Ja, richtig gehört. Der Pirelli Kalender.

Dort sind auch Amy Schumer und Serena Williams abgelichtet worden - beide werden sehr oft mit Body Shaming konfrontiert. Im Kalender ist auch eine Patti Smith und Yoko Ono zu sehen.

Dieser Kalender hat das Body Shaming natürlich nicht gestoppt, wie könnte er auch, aber das ist nur ein Beispiel von vielen, dass viele etwas gegen Body Shaming tun - und das kann man verbreiten, sich ansehen und unterstützen.

Pirelli Kalender 2016
https://www.pirelli.com/t [...] efeiert/

"....Dieses Konzept ging auf: Nach der Präsentation des Kalenders am 30. November im legendären Londoner Rocktempel Roundhouse zeigten sich die Medien begeistert. „Sexy mal anders – Pirelli traut sich was!“ hieß es in der BILD. Für den SPIEGEL ist die Ausgabe „kulturgeschichtlich interessant“ und stehe für „Bedeutung, Kulturwandel, Provokation, Triumph.“..."



10.06.2019 11:41
HiddenNickname

Noch eine Definition von Body Shaming nachgereicht:

Fachstelle für Gender und Diversität NRW
https://www.gender-nrw.de/bodyshaming/

Zitat
Als Bodyshaming wird die Diskriminierung bzw. Beleidigung von Menschen aufgrund ihres Körpers bezeichnet. Im Englischen meint to shame jemanden beleidigen, beschämen.

Wer der idealen Norm, jung, vital, faltenfrei und dünn zu sein, nicht entspricht, wird abgewertet, beleidigt, ausgegrenzt.
Das trifft vor allem Frauen durch massiv inszenierte Schönheits- und Schlankheitsideale, aber zunehmend geraten auch Männer unter Druck.
Die Normierung und Bewertung von Körperformen unterstellt: Wer dick ist, lebt ungesund, ist unsportlich – und vermutlich auch unglücklich. Wer dünn ist, treibt viel Sport, isst wenig und ist schon allein deshalb glücklich. Dabei stimmt das eine so wenig wie das andere.


10.06.2019 11:57
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Mag sein dass ich etwas intellektuell eingeschränkt bin bin.
natürlich empfinde ich auch diese trivialen schönheitsideale als nicht relevant. Natürlich wird da ein künstliches ideal geschaffen dass die wenigsten Menschen erfüllen. für mich stellt sich immer die Frage was machen diese Ideale mit mir und wie ich gehe ich damit um. Ich habe für mich entschieden dass es zwar nett ist dass manche Menschen dem hinterher eifern aber weder für meine potentielle Partnerin noch für mich sind diese Ideale wichtig und daher beleidigen sie mich auch nicht.

selbstverständlich empfinde ich auch manche Darstellung von Schönheit oder auch von außergewöhnlichkeit alsl diskriminierend.
Vielleicht weil ich verstanden habe dass ich nunmal anders bin als die meisten in der Gesellschaft dass ich individuell bin sowie alle individuell sind und dass es eigentlich keine wirkliche Norman gibt sondern eigentlich nur einen Korridor in dem sich die Menschheit bewegt sowohl geistig als auch körperlich.

ich denke wenn man das einmal verstanden hat, gelernt hat das zu akzeptieren dann kann man mit dem Thema bodyshaming für sich persönlich auch anders umgehen.



10.06.2019 12:36
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 11:57:

(...)

ich denke wenn man das einmal verstanden hat, gelernt hat das zu akzeptieren dann kann man mit dem Thema bodyshaming für sich persönlich auch anders umgehen.



Hast du dir den Link mit den Statistiken angesehen? Kennst du die steigende Zahlen essgestörter (das kann man eher messen als andere "Phänomene" ) Kinder (darunter auch Kleinkinder) und Jugendlicher? Kennst du die Suizidrate und Sterberate? Weißt du, wie schwierig es ist, aus z.B einer Magersucht rauszukommen? Ich kenne aus meinem persönlichen Umrkeis niemanden, der_die das geschafft hat - zwar noch am Leben, aber wenn diese Saat erstmal in einem aufgegangen ist, vorallem im Kindes -und Jugendalter, dann kann man noch so viele ChakkaSprüche ablassen -. es hilft nichts, da etwas Grundsätzliches kaputt gegangen ist bzw. nie erwachsen konnte. Manche Dinge kann man als Erwachsene*r (fast) nicht mehr nachholen - inklusiver Gehirnentwicklung, die durch Mangel - und Fehlernährung gestört wurde.

Über 80% deutscher Frauen sind nicht mit ihrem Körper zufrieden und viele hassen ihn sogar. Was glaubst du, woher das kommt? Das sind keine Einzelfälle, sondern das betrifft die Mehrheit aller Frauen und vermehrt immer mehr Männer.

Ich finde es prima, dass du deinen Körper so akzeptieren kannst, wie er ist. Diese Einstellung kann man für zweierlei nutzen - Body Shaming verharmlosen (was aus meiner Sicht kontraproduktiv ist) oder andere (insbesondere Kinder und Jugendliche) in ihrem Selbstbewußtsein stärken und Body Shamer*innen ein Stoppschild vor die Nase halten. Up to you.

editiert am 10.06.2019 12:45 Beitrag melden Zitatantwort
10.06.2019 13:03
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Ich habe eine Wut - und das ist gut

Ich kann es nicht mehr hören "man muss "nur" ein Selbstbewußtsein haben, dann...."

Ey, sagt das mal People of Color, die von Rassimus betroffen sind. Sollen sie "nur" ein gesundes Selbstbewußtsein aufbauen und dann verschwindet Rassismus? By the way - Rassismus beinhaltet auch Body Shaming.

Oder siehe sex. Gewalt gegen Frauen - sollen Frauen "nur" ein gesundes Selbstbewußtsein entwickeln, damit sie diese Scheiße loswerden?

Nein! Die Verantwortung liegt nicht bei den Betroffenen von Diskriminierungen, sondern bei den Täter*innen - Letztere müssen sich ändern.

Ein gutes Selbstbewußtsein hilft in allen Lebenslagen, aber zu einem guten Selbstbewußtsein muss man erst mal kommen. Und wallah, ich schwör, das gesündeste Selbstbewußtsein kann erschüttert werden, wenn gewisse Dinge eintreffen. Sei es ein Unfall, eine Krankheit oder andere Dinge. Für manche Body Shamer*innen reicht es schon, wenn Frauen nach der Schwangerschaft nicht mehr so aussehen wie vorher.

10.06.2019 13:04
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 11:57:

Mag sein dass ich etwas intellektuell eingeschränkt bin bin.
natürlich empfinde ich auch diese trivialen schönheitsideale als nicht relevant. Natürlich wird da ein künstliches ideal geschaffen dass die wenigsten Menschen erfüllen. für mich stellt sich immer die Frage was machen diese Ideale mit mir und wie ich gehe ich damit um. Ich habe für mich entschieden dass es zwar nett ist dass manche Menschen dem hinterher eifern aber weder für meine potentielle Partnerin noch für mich sind diese Ideale wichtig und daher beleidigen sie mich auch nicht.
{...}


Da finde ich ventidues Ansatz echt gut. Das erwähnen von Body-shaming ist ja keine Kritik an Menschen, die mit sich und ihrem Körper gut zurecht kommen. Aber diese Menschen könnten doch durch ihre Erfahrungen andere unterstützen, indem sie z.B. in ihrer Sprache Body-Shaming versuchen wegzulassen.
Ich denke, daß Bodyshaming viele Facetten hat und zu üblen Einschränkungen von Freiheit führen kann. Z.B. wenn es politisch als "Waffe" eingesetzt wird. Sowas gab es öfter mal in der Geschichte, wenn ich genauer drüber nachdenke. Heute ist es vor allem eine wirtschaftliche "Waffe".

Und ich finde ventidues Hartnäckigkeit in diesem Thema wirklich bewundernswert, weil sie sich dafür einiges anhören darf und trotzdem weiter dran bleibt.
Wenn man ihr Anliegen, grade, wenn man mit sich soweit im reinen ist vllt. ein wenig mitträgt, bricht man sich, so finde ich, nichts ab und kann eigtl. nur dazu gewinnen.

edit-sorry, hab namen falsch geschrieben

editiert am 10.06.2019 13:45 Beitrag melden Zitatantwort
10.06.2019 13:16
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 13:03:
{...}
Nein! Die Verantwortung liegt nicht bei den Betroffenen von Diskriminierungen, sondern bei den Täter*innen - Letztere müssen sich ändern.
{...}


Hier denke ich, daß du absolut recht hast. "Aber" und hier greife ich etwas von eskofra auf....man kann sich nur selbst ändern. Ist auch richtig. Und FritziFlinte meinte, in einer Gesellschaft kann man durch das eigene auch das Verhalten anderer und sich gemeinsam ändern.

Meiner Erfahrung nach ist es so, daß man sich und Gesellschaft ändern kann, indem man die Täter*Innen loslässt. Nicht vergessen oder verzeihen, bloß den Fokus von ihnen wegnimmt. Zum einen kostet es weniger Kraft dann an Veränderung zu arbeiten und zum anderen werden dadurch Täter*Innen in andere Situationen gebracht, die sie von sich aus dazu bewegen anders zu handeln.

10.06.2019 13:44
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 13:16:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 13:03:
{...}
Nein! Die Verantwortung liegt nicht bei den Betroffenen von Diskriminierungen, sondern bei den Täter*innen - Letztere müssen sich ändern.
{...}


Hier denke ich, daß du absolut recht hast. "Aber" und hier greife ich etwas von eskofra auf....man kann sich nur selbst ändern. Ist auch richtig. Und FritziFlinte meinte, in einer Gesellschaft kann man durch das eigene auch das Verhalten anderer und sich gemeinsam ändern.

Meiner Erfahrung nach ist es so, daß man sich und Gesellschaft ändern kann, indem man die Täter*Innen loslässt. Nicht vergessen oder verzeihen, bloß den Fokus von ihnen wegnimmt. Zum einen kostet es weniger Kraft dann an Veränderung zu arbeiten und zum anderen werden dadurch Täter*Innen in andere Situationen gebracht, die sie von sich aus dazu bewegen anders zu handeln.


Hier gebe ich dir vollkommen Recht. Aber, bitte, korrigiere mich - alleine im anderen Body Shaming Thread wurden vornehmlich die Verantwortung für Veränderung auf Betroffene von Body Shaming gelegt, und Body Shamer*innen fast in Schutz genommen. Das ist nicht nur auf lesarion so, sondern zieht sich wie ein roter Faden überall durch. Wenn man nicht erkennt, dass Body Shaming ein strukturelles Problem ist, dann können alle Betroffene von Body Shaming noch so an sich arbeiten - spätestens die nächste Generation trifft es noch härter. Und genau das erleben wir jetzt. Und ich mag mir nicht vorstellen, wo dieser Wahn noch hinführt.

Noch zu einem Teil deines vorherigen Beitrags
Zitat...Ich denke, daß Bodyshaming viele Facetten hat und zu üblen Einschränkungen von Freiheit führen kann. Z.B. wenn es politisch als "Waffe" eingesetzt wird. Sowas gab es öfter mal in der Geschichte, wenn ich genauer drüber nachdenke. Heute ist es vor allem eine wirtschaftliche "Waffe"...


Ja, es ist auch eine wirtschaftliche Waffe, Macht. Nur wenn ein Mangel empfunden wird, ist eine Bereitschaft da, auch Geld zur "Behebung" dessen auszugeben. Werbung für Frauen und Männer unterscheidet sich sehr oft in diesem Merkmal:
1. Für Frauen: Es wird meist auf das Äussere abgezielt. Mit "xyz" sieht man schöner aus.
2. Für Männer: Es wird meist auf Lifestyle und Status abgezielt. Mit "Xyz" bist du erfolgreicher, stärker, taffer etc.

Das ist ein Abbild des gesellschaftlichen Denkens. Und damit eine Brücke geschlagen zur "politischen Waffe":
Vornehmlich Frauen sind oft eher mit ihren Körpern beschäftigt, halten sich nicht für "gut" genug - wozu führt das? Weniger Frauen in Führungspositionen, weniger Frauen mit Energie für politisch-gesellschaftliche Dinge. Da kann der Feminismus noch so viel machen - eines der größten Gefängnisse für die Freiheiten einer Frau sind die übersteigerten Schönheitsideale.
Und ganz konkret: Politiker*innen werden zur Zeit gerne aus der rechten Ecke mit Body Shaming überhäuft. Es braucht aber nicht mal die rechte Ecke - ich glaube, keine bekanntere Politiker*in wurden von Body Shaming verschont. Wie sieht sie aus? Hat sie zu - oder abgenommen? Wie, sie trägt kein Makeup? Die Frisur ist bla, bla, bla.

Somit unterstützt Body Shaming die patriarchale Strukturen. Frauen haben gefälligst so und so auszusehen und nicht anders.

Und bitte nicht missverstehen - jede*r hat das Recht, sich um die eigene Schönheit, Gesundheit etc. zu kümmern, egal, wieviel Zeit, Aufwand etc. man dafür verwendet. Das sollte aber aus einer Eigenmotivation stammen und nicht, um nur anderen zu gefallen oder sich ansonsten nicht lebens - oder liebenswert zu fühlen.

10.06.2019 14:10
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Dank einer user*in den neuen Song von Sookee gehört und das ist für mich heute der Anti-Body-Shaming-Song oder besser gesagt - Enpowerment

https://youtu.be/eKfFYtG64sE
Sookee feat. Saye Skye - Wallflower Boogie

10.06.2019 14:15
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 13:44:
{...}


Habe ich aufgrund der Lesbarkeit mal nur so kurz zitiert.

Ja, ja und nochmals ja! Du hast recht und ich habe von dir in diesem Thema schon sehr viel lernen dürfen, dankeschön dafür und ich schaue mir deine Threads auch immer gerne an, weil da oft interessante Sachen bei sind.

Im Alltag erlebe ich deswegen auch immer mehr, wie sich mein Denken verändert. Ein für mich doch überraschendes Beispiel ist, daß ich sogar Mitgefühl mit älteren Männern habe, die z.B. wegen ihrer "Grillfleisch-Bier-Weizen-Plautze" dumme Sprüche/Bodyshaming erleben und das überhaupt nicht reflektieren können, daß es ihnen seelische Schmerzen bereitet, stattdessen irgendwie plump und hilflos versuchen damit witzig umzugehen. Dabei wird ihnen suggeriert durch Medien, etc. daß sie besonders männlich seien, wenn sie am besten rohes fleisch essen, saufen können ohne umzukippen, etc. und ganz nebenher sind sie ebenfalls Täter, wenn sie sexistische Bodyshaming-Sprüche ablassen und das Patriarchat als dolle Sache beschreiben.

Nja, was ich vor allem damit meinte, den Fokus von Täter*Innen etwas wegzunehmen ist, daß es natürlich wichtig ist aufzuzeigen, so wie du es eh schon machst. Aber reicht dir das nicht im Umgang mit Täter*Innen? Bzw. es ist doch ähnlich wie mit Menschen, die nicht aus der rechten Ecke rauswollen. Da ist kein Diskurs möglich. Hier hilft m.E.n. nur mit "härteren Bandagen" zu kämpfen, indem man aufzeigt und gut ist. Sich dann an den Menschen orientiert, die einen beim Aufzeigen unterstützen...und du bist damit nicht allein.
Veränderung und wie gesagt finde ich deine Art und Weise, wie du sie öffentlich machst bewundernswert, ist schon da und absolut nicht auf Menschen angewiesen, die es nicht verstehen oder eh nur (sadistisch) provozieren wollen.
Diese Menschen können dir nichts, weil du schon zig Level weiter und eben nicht alleine bist.
Ich mein, wie würdest du dir die Mithilfe oder Engagement von anderen Interessierten wünschen?
Was würdest du dir z.B. von Erika und mir wünschen im Bezug auf Body-Shaming? Täter*Innen z.B. verbal platt machen würden wir sicher hinbekommen aber das wäre eben weniger produktiv bzw. Täter*Innen-fixiert und weniger da unterstützend, wo es Unterstützung braucht.

10.06.2019 14:26
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 14:10:

Dank einer user*in den neuen Song von Sookee gehört und das ist für mich heute der Anti-Body-Shaming-Song oder besser gesagt - Enpowerment

https://youtu.be/eKfFYtG64sE
Sookee feat. Saye Skye - Wallflower Boogie


Mega! danke

10.06.2019 14:58
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@Quilma

Verstehe dich nicht so richtig und vielleicht hilft ein Übertrag auf Rassimus:

Wie reagieren auf rassistische Sprüche z.B auf Lesarion? So, wie ich dich erlebe, würdest du sie nicht einfach stehen lassen.

Und nichts anderes (damit meine ich nicht dich, sondern allgemein) wünsche ich mir bzgl. Body Shaming. Das ist momentan noch ein Wunschtraum, but i´m working on it und gewinne dadurch in meinem Umfeld auch keinen Beliebtheitspokal Das ist mir aber wurscht, nur ist es anstrengend

Das Ding ist, dass viele gar nicht wissen, was sie da wohlmöglich anrichten. Sei es aus Unwissenheit oder mit böswilliger Absicht.

editiert am 10.06.2019 15:03 Beitrag melden Zitatantwort
10.06.2019 15:21
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 14:58:

@Quilma

Verstehe dich nicht so richtig und vielleicht hilft ein Übertrag auf Rassimus:

Wie reagieren auf rassistische Sprüche z.B auf Lesarion? So, wie ich dich erlebe, würdest du sie nicht einfach stehen lassen.


Ja, deswegen habe ich versucht meine Aussage noch mehr zu erleutern. Ich meine ja, nicht stehen lassen, aber nach dem aufzeigen/entlarven eben nicht mehr groß drauf einsteigen. Mit Jilet Ayses Worten, zwischendurch Täter*Innen BAMM verbal auf die Fresse geben, aber sich den größten Teil der eigenen Kraft für Produktives handeln aufsparen bzw. mit denen, die schon da sind eben dann Liebe chillen.

ZitatUnd nichts anderes (damit meine ich nicht dich, sondern allgemein) wünsche ich mir bzgl. Body Shaming. Das ist momentan noch ein Wunschtraum, but i´m working on it und gewinne dadurch in meinem Umfeld auch keinen Beliebtheitspokal Das ist mir aber wurscht, nur ist es anstrengend


Ach komm schon, das kann nicht das Ende des Wunschtraums sein, denk mal größer!
Also ich stelle mir auf ein persönlich bezogenes Thema nicht nur vor, daß es sowas gibt wie die metoo-debatte sondern auch, daß es Umzüge und Aufklärerische zB Infostände auch außerhalb von Großstädten gäbe.

Ich mein, du postest doch immer total coole Projekte und sowas. Was würdest du dir für z.B. kleine Alltagsprojekte wünschen? Wie würden die aussehen? Ich bitte halt um ein wenig inspiration, weil du in dem Thema gut drin bist. Heißt, du brauchst nicht mehr warten auf die die eh noch länger brauchen. Du bist nicht mehr allein, meinetwegen können wir mit noch facettenreicherer Umsetzung beginnen. Verstehst du, was ich meine? Also, ich würde da z.B. meine kreativen Kräfte oder sowas einbringen...öhm sowas wie Streetartbastelei oder so...nur mir fehlen ein wenig Ideen.

ZitatDas Ding ist, dass viele gar nicht wissen, was sie da wohlmöglich anrichten. Sei es aus Unwissenheit oder mit böswilliger Absicht.

Die mit böswilliger Absicht, die eben aus dem Fokus streichen, weil da hilft Zusammenhalt gegen. Und die anderen kann man eben berühren durch alltägliche Präsenz und da würden eben so Sachen produktiv wirken, die einem beim Umsetzen eben selbst auch wieder Kraft geben. Eben ins "Machen" kommen, anstatt sich von "Böswilligem" stören zu lassen.

10.06.2019 15:22
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 14:58:

.....

Das Ding ist, dass viele gar nicht wissen, was sie da wohlmöglich anrichten. Sei es aus Unwissenheit oder mit böswilliger Absicht.


Insofern ist eine permanente Wiederholung des "Tatbestandes" (Sorry, mir fehlt das richtige Wort) wichtig.
Immer wieder ein Hinweis auf Texte, die artähnlich verfasst sind.
Bei "ihr könnt mich jetzt steinigen" und "jedem das Seine" gab es schon Veränderungen. Soooo häufig werden sie nicht mehr benutzt, nachdem mehrfach daraufhin gewiesen wurde. Finde ich jedenfalls. Insofern- dranbleiben, aufzeigen, reagieren. Vielleicht schwindet auch dann dieser inhaltliche Sprachschatz.
Das würde mich freuen..

Danke für Dein Bestreben.

10.06.2019 15:45
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 11:57:

...

für mich stellt sich immer die Frage was machen diese Ideale mit mir und wie ich gehe ich damit um. Ich habe für mich entschieden dass es zwar nett ist dass manche Menschen dem hinterher eifern aber weder für meine potentielle Partnerin noch für mich sind diese Ideale wichtig und daher beleidigen sie mich auch nicht.

...

ich denke wenn man das einmal verstanden hat, gelernt hat das zu akzeptieren dann kann man mit dem Thema bodyshaming für sich persönlich auch anders umgehen.



Sag, wie alt warst Du da oder welche Erfahrungen brachten Dich bis dahin?
Gerade als junger Mensch, so denke ich, ist man dem "Außen" erlegen und betrachtet es als wichtig. Insofern kann in jungen Jahren auch mega viel Schaden angerichtet werden.
Im Alter lässt es sich leicht verlauten, dass man allem gewachsen ist.



10.06.2019 16:35
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 15:21:

(...)

Ich mein, du postest doch immer total coole Projekte und sowas. Was würdest du dir für z.B. kleine Alltagsprojekte wünschen? Wie würden die aussehen? Ich bitte halt um ein wenig inspiration, weil du in dem Thema gut drin bist. Heißt, du brauchst nicht mehr warten auf die die eh noch länger brauchen. Du bist nicht mehr allein, meinetwegen können wir mit noch facettenreicherer Umsetzung beginnen. Verstehst du, was ich meine? Also, ich würde da z.B. meine kreativen Kräfte oder sowas einbringen...öhm sowas wie Streetartbastelei oder so...nur mir fehlen ein wenig Ideen.
(...)


An Kopf kratz*
Meine Kräfte und meine Schutzschilder sind leider begrenzt und vielleicht deshalb fallen mir kreative, große Ideen gerade spontan nicht ein.

Ich weiß nicht, wie es allgemein anderen Betroffenen eines Körperschämens geht, aber mir helfen Positivbeispiele - sprich, Bilder, Darstellungen, Filme einer Vielfalt von Menschen. Und ich persönlich glaube, dass das Visuelle die wirksamste "Waffe" gegen Body Shaming ist, denn die Schönheitspropaganda läuft auch über das Visuelle. Plus das Erzählen von Geschichten über Menschen, die auch jenseits irgendwelcher Körperideale ihr Leben leben. An sich völlig simple Sachen, aber sie haben es schwer gegen die mediale Reizüberflutung.

Nur ein Mini-Beispiel: Die Schauspielerin Gabourey Sidibe wurde auf das Übelste beschimpft. Was war ihr Verbrechen? Sie zeigte sich nackt in einer Serie. Das trifft gleich mal alle, die sich eventuell mit Gabourey identifizieren können, um so mehr bin ich dankbar, dass Frauen sich dem entgegenstellen - den Mittelfinger ausstrecken und sagen - jetzt erst Recht! Dafür braucht es aber z.B. Filmproduzent*innen, Sender und Zuschauer*innen, die solche Frauen und Rollen unterstützen und damit als Vorbilder fungieren können.

Für Kinder gibt es immerhin ein paar Bücher, die Helden und Heldinnen jenseits eines einzigen Körperschematas erzählen.

Edith und ich versuchten Buchstaben einzusammeln



editiert am 10.06.2019 16:53 Beitrag melden Zitatantwort
10.06.2019 16:40
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 15:22:

(...)
Das würde mich freuen..
(...)


Mich auch und danke für das Verstehen

10.06.2019 16:49
HiddenNickname

Ich würde Projekte finanziell unterstützen, die - wenn schon Werbung, dann aber real- schalten würden.

Wenn schon Haut bei Duschgel, Klopapier und Suppenterrine, dann eben die reale Haut eines Menschen.

Vermutlich wird das niemand in Angriff nehmen wollen. Vermutlich verkauft sich das Objekt dann nicht.

Ich versuche, Werbung an sich zu boykottieren, indem ich keine Programme schalte, die Werbung schalten. Ich kaufe auch bewusst nichts von dem, was mega beworben wird.
Erzwungen angesehene Werbung empfinde ich schon als Körperverletzung, vom Inhalt mag ich mal nicht reden....
Allerdings vermute ich mal, dass meine Verweigerung gar niemanden auffällt.

Insofern bin ich auch für weitere Gedankensprünge offen, was da noch so gehen mag...

10.06.2019 17:02
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 16:35:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 15:21:

{...}


An Kopf kratz*
Meine Kräfte und meine Schutzschilder sind leider begrenzt und vielleicht deshalb fallen mir kreative, große Ideen gerade spontan nicht ein.
{...}


Verstehe
Lieben Dank für die Anreize und ich überlege mir etwas und lass dich dann mal drüberschauen, wegen weil du hast halt mehr Ahnung.



10.06.2019 17:12
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 10.06.2019 um 16:49:

Ich würde Projekte finanziell unterstützen, die - wenn schon Werbung, dann aber real- schalten würden.
(...)

Insofern bin ich auch für weitere Gedankensprünge offen, was da noch so gehen mag...


Mit dem Geldbeutel Werbung zu beeinflußen ist als Einzelperson schwierig. Ich selbst spende z.B an diese Organisation
https://pinkstinks.de/

Sie ist eines der Organisationen, die sexistische Werbung aufdeckt und auch öffentlich macht. Und Sexismus hat einiges mit Body Shaming gerade bei Frauen zu tun.

Es gibt auch Unternehmen, die mit ihrer Werbung Diversität erzählen - leider geraden sie dadurch auch unter Beschuß, weil es heißt "die wollen nur verkaufen". Klaaaaaaaaaaaaar! Wie alle anderen auch. Aber, ehrlich, der Zweck heiligt die Mittel und ich feiere jede Werbung, jeden Musikclip, jedes Bild, jeden Film etc. mit einer anderen Botschaft als "Abziehbildchen Schönheitsideal" und mir persönlich ist es völlig egal, was die tatsächliche Motivation des jeweiligen Unternehmens ist.


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