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Platonisch?!

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10.07.2018 18:04
von:
Merinox
Status: offline  

Was meint ihr?
Ist es möglich, rein platonische Beziehungen zu führen? Oder entwickelt eine von beiden irgendwann doch Gefühle, die über liebevolle Sympathie hinausgehen sodass es doch zum Körperlichen wird?

10.07.2018 18:26
von:
wortende
Status: mobile  

Ich denke es ist möglich, ja. Liebe kennt viele Facetten, ist sehr individuell, und beschreibt sich aus dem, was sie selbst ist.
Dass eine platonische Liebe demnach "nur" liebevolle Sympathie ist, bezweifle ich sehr.

Auch kann ich es nicht ausschließen, dass in einem solchen Komplex einer der beiden (oder mehreren?) Seiten den anderen irgendwann nicht mehr nur geistig und seelisch anziehend findet, sondern selbige auch die körperliche Nähe vermisst oder ausleben möchte. Menschen (ver-)ändern sich, können heute die Sonne und morgen den Mond mögen, oder beides zusammen. Und das ist auch gut so.

10.07.2018 18:41
von:
Merinox
Status: offline  

Stellt euch Folgendes vor:
Ihr findet jemanden, mit dem ihr euer Leben verbringen wollt. Für immer. Er ist dein Sonnenaufgang, euer Anker.
Dennoch könnt ihr mit ihm euer Leben nicht teilen.

Würdet ihr also Tag für Tag versuchen, an neuen Dingen zu wachsen und Neues zu erleben, ohne jemals körperlich zu werden? Oder würdet ihr einen Ersatz versuchen zu finden, euch in eine Beziehung stürzen aber jeden Tag wissen, dass es nicht vollkommen ist

10.07.2018 18:54
von:
wortende
Status: mobile  

Das wiederum rückt den Sachverhalt in eine andere Richtung.

Es würde vermutlich darauf ankommen, was mir dieser Jemand ist. Ich halte es auch hier möglich, die Liebe im Verzichten zu finden, sohin auf die körperliche Nähe verzichten zu können - wenn es wirklich hart auf hart ankommen würde; ich kann es zumindest nicht ausschließen, gelebt habe ich es aber nicht.

Versuchen klingt sehr aufgeschlossen, doch sollte man nich im Sinn haben, dass es ohnehin "nicht vollkommen" ist - denn dann ist jeder Versuch zum Scheitern verurteilt; wie auch etwas versuchen erreichen zu wollen, an das man ohnehin nicht glaubt?

Mut, Geduld, Toleranz, Akzeptanz und Kraft müssten hier die größten Aspekte sein.

10.07.2018 19:12
von:
Merinox
Status: offline  

Wenn du es so ausdrückst würde es bedeuten, mit dem Wissen, dass es nichts Vergleichbares gibt, allein zu bleiben und an der erfahrenen Liebe fest zu halten?

Dein Schluss gefällt mir. All das ist nötig, um in machen Situationen nicht unter zu gehen - egal um was für eine Art Beziehung es sich handelt.

10.07.2018 19:15
von:
wortende
Status: mobile  

ZitatMerinox schrieb am 10.07.2018 um 19:12:

Wenn du es so ausdrückst würde es bedeuten, mit dem Wissen, dass es nichts Vergleichbares gibt, allein zu bleiben und an der erfahrenen Liebe fest zu halten?


Wie meinst Du das?

Ich habe mich wohl nicht ausreichend erklären können.
Ich meinte damit lediglich, dass ich, sofern ich diesen Jemand liebe, auf die körperliche Nähe verzichten könnte, wenn selbiger es nicht möchte.

Das Alleinbleiben wäre eine andere Option.

Edit - Zitat.

editiert am 10.07.2018 19:18 Beitrag melden Zitatantwort
10.07.2018 19:24
von:
Merinox
Status: offline  

Okay okay, dann habe ich dich falsch verstanden. Vielen Dank für deine Sichtweise

10.07.2018 19:39
von:
snulla
Status: mobile  

ZitatMerinox schrieb am 10.07.2018 um 18:41:

Stellt euch Folgendes vor:
Ihr findet jemanden, mit dem ihr euer Leben verbringen wollt. Für immer. Er ist dein Sonnenaufgang, euer Anker.
Dennoch könnt ihr mit ihm euer Leben nicht teilen.

Würdet ihr also Tag für Tag versuchen, an neuen Dingen zu wachsen und Neues zu erleben, ohne jemals körperlich zu werden? Oder würdet ihr einen Ersatz versuchen zu finden, euch in eine Beziehung stürzen aber jeden Tag wissen, dass es nicht vollkommen ist


die perfekte situation für eine offene beziehung. man muss nicht alles mit der partnerin teilen. man muss nicht immer die gleichen bedürfnisse haben. man muss sein glück nicht davon abhängig machen. und kann trotzdem glücklich sein.

10.07.2018 20:51
von:
MartinaD
Status: offline  

Wo ziehst Du die Grenze für eine platonische Beziehung?
Garkeine körperliche Nähe, oder passt Kuscheln und Küssen doch noch dazu?

10.07.2018 21:08
von:
Charlie06
Status: offline  

Platonisch? ...auf Dauer?

Nein! Meine Wenigkeit bezweifelt das!


10.07.2018 21:52
von:
Merinox
Status: offline  

ZitatMartinaD schrieb am 10.07.2018 um 20:51:

Wo ziehst Du die Grenze für eine platonische Beziehung?
Garkeine körperliche Nähe, oder passt Kuscheln und Küssen doch noch dazu?


Ich sage nichts gegen einige liebevolle Gesten, wie Umarmungen und kleine Berührungen. Denn ohne eine gewisse Zuneigung könnte denke auch so eine Beziehung nicht bestehen.
Allerdings würde es nicht über kleine Umarmungen hinaus gehen


10.07.2018 21:55
von:
Merinox
Status: offline  

Zitatsnulla schrieb am 10.07.2018 um 19:39:

ZitatMerinox schrieb am 10.07.2018 um 18:41:

Stellt euch Folgendes vor:
Ihr findet jemanden, mit dem ihr euer Leben verbringen wollt. Für immer. Er ist dein Sonnenaufgang, euer Anker.
Dennoch könnt ihr mit ihm euer Leben nicht teilen.

Würdet ihr also Tag für Tag versuchen, an neuen Dingen zu wachsen und Neues zu erleben, ohne jemals körperlich zu werden? Oder würdet ihr einen Ersatz versuchen zu finden, euch in eine Beziehung stürzen aber jeden Tag wissen, dass es nicht vollkommen ist


die perfekte situation für eine offene beziehung. man muss nicht alles mit der partnerin teilen. man muss nicht immer die gleichen bedürfnisse haben. man muss sein glück nicht davon abhängig machen. und kann trotzdem glücklich sein.


Da ist was Wahres dran.
Allerdings stelle ich es mir dennoch schwierig vor.


10.07.2018 22:01
von:
Variabel
Status: offline  

Klar, ich hab ne Menge platonische Beziehungen....die gehen alle schon über Jahre.

11.07.2018 11:27
von:
ThatsIt30
Status: offline  

Ihr schockiert mich habt ihr denn keine stinknormalen Freundinnen, für die ihr alles tun würdet und die ihr liebt aber tatsächlich auf rein freundschaftlicher Ebene? Ich habe schon solche Freundinnen... Die Vorstellung mit denen was anzufangen ähnelt für mich dem Inzest 😂😂😂 weil sie für mich einfach schon wie Familie sind.

11.07.2018 12:55
von:
Schlawinaa
Status: offline  

Dem kann ich mich nur anschließen. Ich liebe meine Freundinnen innig.
Platonisch ist es dann nicht, wenn man auch körperlich werden will über ein kuscheln hinaus...

11.07.2018 13:07
von:
Elli2089
Status: mobile  

Das frage ich mich auch.
Sehe ich genauso wie du. 😊

ZitatThatsIt30 schrieb am 11.07.2018 um 11:27:

Ihr schockiert mich habt ihr denn keine stinknormalen Freundinnen, für die ihr alles tun würdet und die ihr liebt aber tatsächlich auf rein freundschaftlicher Ebene? Ich habe schon solche Freundinnen... Die Vorstellung mit denen was anzufangen ähnelt für mich dem Inzest 😂😂😂 weil sie für mich einfach schon wie Familie sind.


11.07.2018 14:42
von:
Lesssleep
Status: mobile  

Hier spiegelt sich in den einzelnen Stellungnahmen genau das Grundprinzip unterschiedlicher Vorstellungen und Definitionen von "Liebe" wieder. Für mich bedeutet Liebe eben weit mehr als ein Mögen, Sympathie ähnliche Ziele oder Wertvorstellungen. Das sind sicherlich auch wichtige Elemente für eine Partnerschaft, aber nicht ausreichend um sagen zu können, dass ich jemanden liebe. Ich habe Menschen in meinem Umfeld, ganz gleich ob verwandt oder nicht, die ich von Herzen liebe, bei denen meine Augen lachen, wenn ich sie sehe und deren Anwesenheit einfach positiv ist, für die mir kein Weg zu weit und keine Last zu schwer ist und die Freude an den Dingen des Lebens sich verdoppelt, wenn ich sie mit diesen Menschen teilen kann. Und ich kann ohne Zweifel sagen, dass da sehr attraktive Menschen dabei sind, die grundsätzlich anziehend wären. Aber dennoch sind es rein platonsiche Beziehungen und Ebenen und ich habe nicht das Gefühl, mir da etwas "verbieten" zu müssen oder nicht zulassen zu dürfen, was ich vermeintlich gerne hätte, sondern sie sind einfach eine Bereicherung und die Frage nach mehr, stelle ich mir da gar nicht, weil das so bedeutungslos ist in der Relation zu dem Wert des Menschen.

Die Liebe zu einem Partner, mit dem ich mein Leben auch auf der erotischen Ebene teile, enthält idealer Weise die selben Elemente wie dargestellt, aber dazu kommt eine ganz klar erotische Komponente. Für mich ist das ein großer Unterschied zu platonischen Beziehungen. Und ja, meiner Meinung und Erfahrung nach funktionieren platonische Beziehungen, sonst hätten wir ja nur noch Menschen um uns, mit denen wir auch sexuellen Kontakt hätten und das halte ich für absurd...

12.07.2018 15:11
von:
wortende
Status: mobile  

Meiner Vorrednerin schließe ich mich vom Sinn her weitestgehend gerne an. Freunde und Familie würde ich hingegen gewiss nicht per sé als platonische Liebe bezeichnen - in meiner Welt ist die platonische Liebe nicht nur Freundschaft (wobei ich Freundschaften hiermit überhaupt nicht degradiere oder entwerte), vielmehr geht sie in Richtung „reine Liebe“, Seelenverwandschaft und solcherlei Dinge.

Oben führte ich eine partnerschaftliche Beziehung für den Fall einer platonischen Liebe aus - was, glaube ich, die TE auch meinte?


12.07.2018 15:28
von:
EdnaStVincent..
Status: online  

Will heißen, asexuelle Menschen haben keine Chance auf eine Partnerschaft. Prima.

12.07.2018 16:07
von:
wortende
Status: mobile  

ZitatEdnaStVincent schrieb am 12.07.2018 um 15:28:

Will heißen, asexuelle Menschen haben keine Chance auf eine Partnerschaft. Prima.


Wie kommst Du auf diese Schlussfolgerung?


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