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Vorbehalte von Lesben gegenüber Transfrauen

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17.06.2019 22:51
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Wenn ich jetzt schreiben würde "Support your sisters, not transgender", dann bezieht sich das natürlich auch darauf, ALLE zu unterstützen und nicht nur Transgender...

(ist natürlich ironisch gemeint)

editiert am 17.06.2019 23:08 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2019 00:34
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Ich kann den Ausschluss nicht wirklich nach vollziehen, ich kann ungefähr erahnen was für Ängste dahinterstehen.
Weil ich da manchmal bei mir, auch so ein Vorurteilskatalog, bei Frauen mit Trans Hinderungsgrund mitläuft,

In der Gesellschaft, wo wir Abwertung, Diskriminierung teilen, ( Menschen mit Trans Hintergrund um einiges härter), finde ich eine Ausgrenzung sehr bedenklich.

Erinnert mich stark an Homophobie,

Und mal ganz Faktisch


Ist ja nicht so das Frauen mit Trans Hintergrund, uns überlaufen würden,

Wenn ich jetzt mal bei Frauen mit Transgender Hintergrund bleibe, macht das gerade mal, ca 0,031 % aus.

Auf auf Lesbisch sein, bezogen würde die Zahl noch viel, viel kleiner schwinden.

Das deckt sich ziemlich gut mit meinen zufälligen Begegnungen die ich über die Jahre gehabt, habe.
Die waren verschwinden gering, ich kann sie so zu sagen an einer Hand abzählen

Ich finde kein Grund ein Fass auf zu machen, im Gegenteil

den Raum ein kleinwenig weiter öffenen, Begegnungen zulassen, Vorurteil abbauen. den Mensch, in ihrer Individualität gelten lasen.

Zum Glück, verändert sich da einiges, in den Köpfen, und in den Herzen.



editiert am 18.06.2019 00:58 Beitrag melden Zitatantwort
18.06.2019 12:08
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@cArt
Ich kann deinen Text gut verstehen und so unterschreiben.

Allerdings kommen mir aich manchmal andere Gedanken.
Das soll jetzt nicht Spalterisch sein sondern einfach ein Gedanke:
Ich glaube schon das cis Frauen und Transfrauen ihre spezifischen Themen haben. Ich kann auf beiden Seiten nach vollziehen wenn sie da "geschützte" Räume sich wünschen. Das heißt aber nicht das man die jeweilige andere Gruppe ausgrenzt. Es würde das gegenseitige Verständnis verbessert, wenn beide Fraktionen auch iber spezifische Themen miteinander reden.



18.06.2019 17:11
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 17.06.2019 um 22:01:
{...}
Aber egal, muss jede/r selbst wissen was er/sie macht.
Oder vielleicht doch lieber enge psychologische Begleitung für Menschen in diesem Prozess?


Ich finde diese ganze Pathologisierung von Transmenschen völlig fürn Backofen.

M.E.n. sollten Alle die gleiche Freiheit haben, zu leben wer sie sind, solange sie sich selbst und anderen nicht schaden.
Trans* insgesamt zu pathologisieren ist nichts anderes als anderen Schaden zufügen...also die, die das tun, hätten so eine Therapie nötig.

Es gibt ja Psychologen, die an eine Theorie zu "pathologische Homosexualität" glauben z.B. im Zusammenhang mit Borderline u.a. Persönlichkeitsstörungen und Trauma durch sexualisierte Gewalt. Das ist aber nicht mehr so ganz aktuell und überholt. Homoheiler, Vertreter religiöser Richtungen, Rechtspopulisten, etc. bedienen sich an diesen Theorien sehr oft und binden es in ihre Weltanschauungen ein, die meistens an binären Konzepten von Gesellschaftsordung festhalten.

Genauso läuft das mit dieser Pathologisierung von Transmenschen.

Ich denke, daß es die Option geben sollte, daß Transmenschen Begleitung beantragen können, wenn sie dies wollen oder eben, wenn (siehe oben). So, wie das bei jedem anderen Menschen auch läuft.

18.06.2019 18:59
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Ich finde es nicht falsch das Transmenschen begleitet werden.
Denn es gibt diverse Unwegbarkeiten, die einem aufvdem Weg begegnen.
Dann ist es gut wenn entsprechende Menschen helfen.
Und zwar welche die emotional nicht mit dem betroffenen Menschen verbunden sind.
Und ich glaube das das nur betroffene das selbst entscheiden sollten/können.


26.06.2019 10:24
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hallo liebe windgeküsst,

danke dir für den offenen thread und den austausch,

klar wird es zu dem thema immer unterschiedliche meinungen geben. ich persönlich freue mich wenn ich auf parties gehe und dort auch transfrauen sind die einfach spass haben und eine gute zeit. ich habe mich dort auch schon sehr nett mit ihnen unterhalten..

was ich schwierig finde - hier wird so auf die TERFS losgegangen, weil diese radikal sind. aber es gibt eben auch radikale transmenschen.

was ich da so erlebt habe? aussagen wie "lesben müssen eine transfrau auch mit penis komplett akzeptieren, das ist eben ein weiblicher penis" oder zum beispiel bei facebook bin ich in einer queeren gruppe, dort war eine transfrau, sie postete ständig nur sexistischen mist (halbnackte frauen die vor teuren autos posierten usw) und wurde dann irgendwann aus der gruppe geschmissen. das war echt ein typisches beispiel für männliche sozialisierung (die es ja angeblich nicht gibt). dann habe ich hier bei lesarion eine transfrau erlebt die schlimm über butches gelästert hat, und wie dämlich doch die lesben wären, dass sie auf so ein mannweib stehen, und eben nicht auf sie. klar sind das einzelne beispiele, aber wenn man sich eben aufführt wie die axt im walde darf man sich nicht wundern wenn die anderen nur noch mit den augen rollen.

anderes beispiel. transfrauen im frauensport. mary gregory im powerlifting. hat alle rekorde von cis-frauen gebrochen. letztendlich wurde es aber aberkannt, da klar war dass sie einen unfairen vorteil hatte durch ihre männliche geburt. aber auch sie ist nicht die einzige. stellt sich die frage warum transfrauen sich sportarten aussuchen, in denen sie klar im vorteil sind durch ihren anderen körper. klar ist das unfair.

anyway...... long story short.

was dich persönlich angeht hast du schon tolle ideen bekommen. nicht "wie ein mann" verhalten und du wirst auch als frau gesehen werden...



editiert am 26.06.2019 10:24 Beitrag melden Zitatantwort
23.07.2019 15:06
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Hallo.

Da hätte ich gerne mal eine Frage an @Windgeküsst!

Warum bezeichnest du Dich eigentlich noch als "Transfrau"?
Das habe ich vorher und mittendrin und erst Recht nicht nachdem alles abgeschlossen war mich als das gesehen.

Und zu deiner eigentlichen Frage kann ich nicht viel beitragen da das immer von dir abhängt. Durchaus ist es möglich das eine CIS-Frau gefallen an dir findet.

Ich war bis vor kurzen in der Reha und habe dort eine Frau (Lesbe) kennengelernt
die an mir ein Interesse signalisiert hat. Blöd nur das sie 2 Tage später abreisen musste. Nun ich will damit nur sagen das ES möglich ist.

LG Svenja

23.07.2019 22:43
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 18.06.2019 um 12:08:

@cArt
Ich kann deinen Text gut verstehen und so unterschreiben.

Allerdings kommen mir aich manchmal andere Gedanken.
Das soll jetzt nicht Spalterisch sein sondern einfach ein Gedanke:
Ich glaube schon das cis Frauen und Transfrauen ihre spezifischen Themen haben. Ich kann auf beiden Seiten nach vollziehen wenn sie da "geschützte" Räume sich wünschen. Das heißt aber nicht das man die jeweilige andere Gruppe ausgrenzt. Es würde das gegenseitige Verständnis verbessert, wenn beide Fraktionen auch iber spezifische Themen miteinander reden.



@ Erika
So jetzt habe ich so eine sprech Tastatur und das erlaubt mir mehr zu schreiben das ist nicht so anstrengend mit mir und meiner Rechtschreibung Texte zu verfassen
Und ich kann meinen Gedanken besser freien Lauf lassen

Ich empfinde nicht dass das spalterisch ist, sind halt Gedanken und ich bin auch noch nicht mit im allem klaren. ich taste da selbst meine eigenen Vorbehalte ab, die nicht unbedingt was mit der Realität zu tun haben, wie schon Oben beschrieben.

Wenn ich mir jetzt mal den Text von Speedbus, lesse dann bemerke ich bei mir ein ein zustimmendes Nicken.
Eine Frau ist eine Frau egal mit welcher Geschichte. Im Grunde genommen sind wir alles Individuum und natürlich gibt es bestimmte parallelen Erfahrungswerte die sich überschneiden und es auch das Bedürfnis mitsichbringt sich mit anderen mit den gleichen Erfahrungswerten auszutauschen.
Ich sehe da auch kein Problem.

Ich denke es wird erst an dem Punkt schwierig, wenn auf der Fahne steht wir und die und wir werden überlaufen und wir werden unsichtbar
Das ehrlich gesagt kann ich noch nicht ganz so nachvollziehen woher diese Angst kommt, es klingt in meinen Ohren wie als wenn massen von Frauen unterwegs wären um die Lesbenszene Frauen Szene zu unterminieren.

Ich hatte mir vorher noch nie dazu Gedanken gemacht ehrlich gesagt, ist das hier einer der Sachen auf lesarion die ich positiv finde dass ich mich mit Aspekten im Leben auseinandersetzen mit denen ich eigentlich sehr selten in Berührung komme

Und es denn noch wichtig, im gesamtgesellschaftlichen, Kontext finde. Den Respekt und die Achtung vor den unterschiedlichen individuellen Lebenswegen, eines Menschen.

Abschließend stelle ich für mich fest eine Frau, ist eine Frau und wir alle haben unterschiedliche Themen und schwer. Schwerpunkte, und es natürlich okay sich in solchen Schwerpunkten in Gruppen zusammen zu finden, da komme ich auf den gleichen Nenner du.

So eine Tastatur ist gefährlich ich komme ins schwafeln



editiert am 23.07.2019 23:01 Beitrag melden Zitatantwort
24.07.2019 03:10
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.06.2019 um 10:24:

hallo liebe windgeküsst,

danke dir für den offenen thread und den austausch,

klar wird es zu dem thema immer unterschiedliche meinungen geben. ich persönlich freue mich wenn ich auf parties gehe und dort auch transfrauen sind die einfach spass haben und eine gute zeit. ich habe mich dort auch schon sehr nett mit ihnen unterhalten..

was ich schwierig finde - hier wird so auf die TERFS losgegangen, weil diese radikal sind. aber es gibt eben auch radikale transmenschen.

was ich da so erlebt habe? aussagen wie "lesben müssen eine transfrau auch mit penis komplett akzeptieren, das ist eben ein weiblicher penis" oder zum beispiel bei facebook bin ich in einer queeren gruppe, dort war eine transfrau, sie postete ständig nur sexistischen mist (halbnackte frauen die vor teuren autos posierten usw) und wurde dann irgendwann aus der gruppe geschmissen. das war echt ein typisches beispiel für männliche sozialisierung (die es ja angeblich nicht gibt). dann habe ich hier bei lesarion eine transfrau erlebt die schlimm über butches gelästert hat, und wie dämlich doch die lesben wären, dass sie auf so ein mannweib stehen, und eben nicht auf sie. klar sind das einzelne beispiele, aber wenn man sich eben aufführt wie die axt im walde darf man sich nicht wundern wenn die anderen nur noch mit den augen rollen.

anderes beispiel. transfrauen im frauensport. mary gregory im powerlifting. hat alle rekorde von cis-frauen gebrochen. letztendlich wurde es aber aberkannt, da klar war dass sie einen unfairen vorteil hatte durch ihre männliche geburt. aber auch sie ist nicht die einzige. stellt sich die frage warum transfrauen sich sportarten aussuchen, in denen sie klar im vorteil sind durch ihren anderen körper. klar ist das unfair.

anyway...... long story short.

was dich persönlich angeht hast du schon tolle ideen bekommen. nicht "wie ein mann" verhalten und du wirst auch als frau gesehen werden...



Das was du schilderst ist ja schon krass ich kann verstehen dass dich das bestürzt aber Frauenfeindlich, kann auch Mensch wunderbar hier auf dieser Seite von Chris Frauen einiges zu lesen bekommen und überhaupt können Frauen auch verdammt sexistisch und raumeinnehmend sein

Ich würde so ein Verhalten von Trans Hintergrund trennen und es als das sehen was es ist da ist ein eine Frau die sexistisch ist, und sich Scheiße benimmt
Davon gibt's ja egal mit welchem Backround immer mal wieder welche

Natürlich fallen die Menschen mehr auf wenn sie mies sind, und nehmen damit mehr Raum in der Wahrnehmung ein vor allem wenn sie einer Minderheit angehören, prägen sich die unagnehmen, Begnungen tiefer ein

Da bei werden schnell die jenigen überblendet, die dem negativen nicht entsprechen.

Wenn wir die Menschen weniger in Gruppen einteilen würden, sondern mehr den einzelnen Menschen sehen, und dessen Verhalten an dem messen was von diesen Menschen ausgeht
Würden wir weniger Menschen unrecht tun die nicht unseren Vorurteile entsprechen



editiert am 24.07.2019 12:02 Beitrag melden Zitatantwort
26.07.2019 23:45
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Liebe cArt .
Bezüglich der Tastatur ja... Ganz gefährlich. Bei mir korrigiert sie gerne mal was wenn ich gerade auf senden drücke...
Frau ist Frau. Absolut dabei.

Ich seheces fast genau so wie speedbus.
Aber das ist eben auch die Varianz der Eigenwahrnehmung der Frauen.
Fur mich ok ...
Aber aich suf allen anderen gebieten ist diese Varianz da.

Ich selber empfinde meine Transidentität nicht als zentrales Lebensthema.
Es gobt viele Themen und ich habe eine Wolke von Frauen mit denen ich kontakt habe und da ist die scalierung von shoppen gehen bis tiefe lebensthemen...

Jetzt erst mal fute Nacht



18.08.2019 15:06
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 23.07.2019 um 15:06:

Hallo.

Da hätte ich gerne mal eine Frage an @Windgeküsst!

Warum bezeichnest du Dich eigentlich noch als "Transfrau"?
Das habe ich vorher und mittendrin und erst Recht nicht nachdem alles abgeschlossen war mich als das gesehen.

Und zu deiner eigentlichen Frage kann ich nicht viel beitragen da das immer von dir abhängt. Durchaus ist es möglich das eine CIS-Frau gefallen an dir findet.

Ich war bis vor kurzen in der Reha und habe dort eine Frau (Lesbe) kennengelernt
die an mir ein Interesse signalisiert hat. Blöd nur das sie 2 Tage später abreisen musste. Nun ich will damit nur sagen das ES möglich ist.

LG Svenja


Hallo Svenja,

wie gehst Du denn damit um, das wir (so sehe ich das) trotzdem immer wieder mit "Trans" zu tun haben , wir von den Medien als "Trans" bezeichnet werden??

Ich habe damit ein Problem

Denn ich bin und fühle mich nicht als Trans. Ich bin eine normale Frau, wie alle Frauen und ich stehe auf Frauen. wie alle Lesben.

LG
Aleaxandra

19.08.2019 07:14
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Zitat

Hallo Svenja,

wie gehst Du denn damit um, das wir (so sehe ich das) trotzdem immer wieder mit "Trans" zu tun haben , wir von den Medien als "Trans" bezeichnet werden??

Ich habe damit ein Problem

Denn ich bin und fühle mich nicht als Trans. Ich bin eine normale Frau, wie alle Frauen und ich stehe auf Frauen. wie alle Lesben.

LG
Aleaxandra


Hallo.

Mich interessieren die Medien nicht! Auch interessieren mich nicht Transfrauen die sich
ihr ganzes Leben mit dieser Thematik beschäftigen.
Mein Weg ist seit Jahren abgeschlossen und ich lebe seit jeher! Andere können gerne wenn sie dazu berufen sind sich gerne ein Schild umhängen das sie Trans sind.

Es war schon schlimm genug...darum muss ich nicht auch noch damit hausieren gehen.

MfG die Königin von Flixbus



editiert am 19.08.2019 07:16 Beitrag melden Zitatantwort
19.08.2019 17:58
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genau da will ich auch hin

25.09.2019 15:02
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Oh, die Diskussion ist ja weiter gegangen. Ich habe hier monatelang nicht reingeschaut, unter anderem aus dem Grund dass meine Beschäftigung mit der Thematik für mich zu viele Trigger beinhaltet. Ich habe mich nicht nur hier mit TERF-Themen auseinander gesetzt, und ich habe die Erfahrung gemacht, dass TERFs sich oftmals (ob bewusst oder nicht) einer maximal verletzenden Ausdrucksweise gegenüber Transfrauen bedienen, und oft auch kein bisschen Interesse zeigen mal die andere Seite zu verstehen. Und mich damit zu befassen, dafür bin ich mir dann doch zu schade.

Dass ich gerade sehr undifferenziert geschrieben habe ist mir bewusst. Das soll auch explizit KEIN Schuh sein den ich in den Raum werfe, damit ihn sich jemand anzieht.

Auf ein paar Dinge möchte ich dennoch gerne genauer eingehen.

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.06.2019 um 10:24:

was ich schwierig finde - hier wird so auf die TERFS losgegangen, weil diese radikal sind. aber es gibt eben auch radikale transmenschen.

was ich da so erlebt habe? aussagen wie "lesben müssen eine transfrau auch mit penis komplett akzeptieren, das ist eben ein weiblicher penis" oder zum beispiel bei facebook bin ich in einer queeren gruppe, dort war eine transfrau, sie postete ständig nur sexistischen mist (halbnackte frauen die vor teuren autos posierten usw) und wurde dann irgendwann aus der gruppe geschmissen. das war echt ein typisches beispiel für männliche sozialisierung (die es ja angeblich nicht gibt). dann habe ich hier bei lesarion eine transfrau erlebt die schlimm über butches gelästert hat, und wie dämlich doch die lesben wären, dass sie auf so ein mannweib stehen, und eben nicht auf sie. klar sind das einzelne beispiele, aber wenn man sich eben aufführt wie die axt im walde darf man sich nicht wundern wenn die anderen nur noch mit den augen rollen.

Wie meinst du das mit "komplett akzeptieren"? Wenn damit gemeint ist "Hab gefälligst Sex mit mir, du stehst doch auf Frauen und ich bin eine Frau", da bin ich ganz bei dir. Ich denke zwar dass es schon ein strukturelles Problem sein kann wenn trans zum Ausschlusskriterium wird, aber die Aufregung es sei transphob eine Partnerin mit Penis abzulehnen konnte ich noch nie ganz verstehen. Selbst wenn eine Transfrau Post-OP ist finde ich es vollkommen legitim wenn ein Mensch, der sich zwar grundsätzlich zu Frauen hingezogen fühlt sagt "sorry, aber ist nicht mein Ding". Ich finde ja auch nicht jede Frau sexuell anziehend. Mir ist aber auch bewusst, dass ich mit diesem Standpunkt nicht bei jeder Transperson auf Zustimmung stoße.

Und Sexismus, oder gegen andere Gruppen von Frauen/Lesben/Menschen treten ist natürlich immer asi, egal ob Mann oder Frau oder divers, ob Cis oder Trans.

Zitatwas dich persönlich angeht hast du schon tolle ideen bekommen. nicht "wie ein mann" verhalten und du wirst auch als frau gesehen werden...


Naja. Ich habe sehr sehr lange damit zu kämpfen gehabt, dass ich mich doch gefälligst männlich genug zu verhalten habe. Hatte das Gefühl, nicht in dieses Rollenbild zu passen, und mich deswegen gestresst. Beobachtet und imitiert und mich verstellt. Wie unglaublich erleichternd war dann das Coming Out! Diesem toxischen Männlichkeitsdruck zu entgehen, endlich so feminin sein zu können wie ich will. Aber wohlgemerkt: Wie ich will, nicht wie ich muss. Denn natürlich warteten auf der anderen Seite neue Rollenbilder, an denen ich mich zu messen hatte. Aber diesmal war ich selbstbewusster, mich davon nicht auffressen zu lassen. Manchmal bin ich halt auch "maskulin", in gewisser Hinsicht. Die Freiheit nehme ich mir, so sehr ich es auch liebe feminin zu sein. Denn das sind ja alles keine biologischen Tatsachen, sondern Korsette die die Gesellschaft uns umschnallen will.

Als Transfrau kann ich es eh nicht allen recht machen. Mache ich was "maskulines" heißt es - Ha! Da kommt der Mann durch. Mache ich was "feminines" heißt es - Typisch Transfrau, transportiert ein überzogenes Frauenbild. Da kann immer jemand ein Haar an mir finden, aber nur wenn ich das Spiel auch mitspiele.

Ich denke, dass ist aber keine transspezifische Erfahrung. Fast jede Cisfrau wird von Kindesbeinen an Druck verspürt haben, mädchen-/damenhaft zu sein. Aber genauso werden auch Cisfrauen die Situation kennen, dass man ihnen vorwirft ZU frauentypisch zu sein. Ich denke, am Ende sollten wir alle so gut wie wir können wir selbst sein, und uns keinen Zwängen auf Grund von Geschlecht unterwerfen.

Aber wenn du mit "nicht wie ein Mann verhalten" meinst: Hab Respekt vor Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrungen anderer, mach dir mal bewusst dass die Welt nicht nur aus privilegierten Menschen besteht, und dass manche Erfahrungen sich plötzlich ganz anders lesen wenn du sie am eigenen Leib machst
ja dann stimme ich dir vollkommen zu.

@Speedbus
Kann dich verstehen. Für mich gehört trans aber zu meiner Selbstidentifikation, ich kann damit leben wenn andere mich als trans wahrnehmen, es ist Teil meines Lebens (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) der eben zu mir gehört. Ein Teil von mir der auch gerne mal in den Hintergrund treten darf, aber den ich doch nach wie vor als recht prägend sehe. Und auf den ich auch stolz bin.

editiert am 25.09.2019 15:04 Beitrag melden Zitatantwort
26.09.2019 09:32
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.09.2019 um 15:02:

@Speedbus
Kann dich verstehen. Für mich gehört trans aber zu meiner Selbstidentifikation, ich kann damit leben wenn andere mich als trans wahrnehmen, es ist Teil meines Lebens (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) der eben zu mir gehört. Ein Teil von mir der auch gerne mal in den Hintergrund treten darf, aber den ich doch nach wie vor als recht prägend sehe. Und auf den ich auch stolz bin.


Bitte? Wie kann man darauf stolz sein "Trans" zu sein? Nie im Leben bei mir, denn der Kampf um meine Identität war zu hart. Denn ICH war schon IMMER eine Frau und nix anderes. Demzufolge kann und will ich mich NICHT mit Trans vergleichen.

Für mich heißt das im Klartext das Ihr gar nicht mehr von diesen Thema loslassen könnt oder wollt! Lasst los und fangt an zu Leben!

26.09.2019 10:09
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Die persönlichen Sichtweisen sind eben sehr verschieden.
Ich bin stolz
- darauf, dass ich als Frau mit Transerfahrung spät aber nicht zu spät mich selbst entdeckt habe
- darauf, dass ich diesen mühevollen juristischen und medizinischen Weg gegangen bin
- darauf, dass ich durch mein Sein auch SkeptikerInnen von meiner und damit auch anderer Wahrhaftigkeit überzeugen konnte

26.09.2019 11:00
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.09.2019 um 10:09:

Die persönlichen Sichtweisen sind eben sehr verschieden.

- darauf, dass ich diesen mühevollen juristischen und medizinischen Weg gegangen bin


Das schlimmste war nicht das Juristische und schon gar nicht die zwei Eingriffe...das mühevollste war die Stimme nach oben zu bekommen. Und die kann sich nach 4 Jahren Logopädie hören lassen. Ansonsten würde ich nicht Bus fahren.

Svenja

26.09.2019 12:12
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.09.2019 um 09:32:

Bitte? Wie kann man darauf stolz sein "Trans" zu sein? Nie im Leben bei mir, denn der Kampf um meine Identität war zu hart. Denn ICH war schon IMMER eine Frau und nix anderes. Demzufolge kann und will ich mich NICHT mit Trans vergleichen.

Für mich heißt das im Klartext das Ihr gar nicht mehr von diesen Thema loslassen könnt oder wollt! Lasst los und fangt an zu Leben!

Ach, weißt du... Dein Urteil über mich ist zur Kenntnis genommen. Mehr Kommentar halte ich da nicht für nötig.

02.10.2019 11:13
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Ich weiß nicht mehr wie meine Meinung zu dem SavePlace-Thema war, bevor ich FaulenzA gelesen habe. Aber ich mag das kurz beschreiben, was ich da verstanden habe.

FaulenzA beschreibt das "Problem" sehr gut anhand von Privilegien und zeichnet den Vergleich, daß wenn in einer white-privilege-Gesellschaft Menschen ohne white-privilege einen save-Raum brauchen, dann ist das logisch. Wenn in einer white-privilege-Gesellschaft Menschen mit white-privilege einen Raum für sich haben wollen, dann ist das Ausgrenzung im Sinne von Rassismus.
Genau so ist das mit den save-places für Frauen, die trans*Frauen ausschließen.
Ein save-place für Frauen, der trans*Frauen ausschließt ist ein transphober Raum, was nicht besser ist als ein rassistischer Raum.

Meine transphoben Vorurteile waren vorher, abgesehen von dem wirklich miesen und ungebildeten Totschlagargument "Sozialisation", vor allem auf das körperliche bezogen. Ich weiß nicht genau wie und wo ich da so extrem patriarchal-heteronormativ geprägt war. Aber ich weiß sehr genau mittlerweile, daß meine transphobe Sozialisation mir selbst nicht gut tat/tut und es ist wirklich sehr erleichternd das los zu werden. Ich fühle mich wesentlich freier und wohler in mir selbst, wenn ich auf meine Cis-Privilegien verzichte, genauso wie mein Verzicht auf white-privilege. Soweit ich es bisher reflektieren kann.

Weiß nicht, ist etwas anderes aber...mir hat bei dem Ganzen auch immer im Hinterkopf die Arte-Doku "Nicht Frau, nicht Mann!" zum Thema intersexuelle Menschen sehr geholfen über die Geschlechter cisFrau und cisMann
überhaupt hinaus nachdenk-fühlen zu können.



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