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Was ist Frauensolidarität?

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03.03.2019 18:49
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Angeregt über einen anderen Thread, frage ich mich, wie Frauensolidarität verstanden und gelebt wird.

Was versteht ihr darunter und wie lebt ihr sie? Ist das überhaupt ein Thema?

Für mich gehört z.B zur Frauensolidarität, am 08.03 mit zu streiken.
Sich gegenseitig zu helfen und zu stärken - sei es im privaten Umfeld, im Job oder auch bei Wildfremden.

Und nein, ich will mich nicht über diesen Thread in das Politikforum schmuggeln Wenn er dahin verschoben wird, dann mache ich mir zwar meine Gedanken, aber sonst nichts. Zumindest nicht im Politikforum.

05.03.2019 16:42
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ZitatGewalt gegen Frauen: Uhrenhersteller sorgt mit Werbung für Proteste


Wann hören solche "Marketing-Gags" auf....


05.03.2019 17:06
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wow was für eine krasse werbung, was für arschlöcher.
ehrlich gesagt löst das bei mir den impuls aus, den machern einen ordenlichen tritt in ihre reduzierte persönlichkeit unterhalb des bauches zu verpassen

hier der bericht mit werbeplakat, zum nachschauen

achtung tigger wahrnung

https://www.wuv.de/market [...] proteste

editiert am 05.03.2019 17:13 Beitrag melden Zitatantwort
05.03.2019 17:22
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Ach, vielleicht hätte ich das nicht posten sollen, da ich eben nicht noch mehr diesen Schmus verbreiten und erst Recht nicht damit triggern wollte. Dennoch sind solche Proteste wichtig und richtig, auch wenn solcher Schmus mit Kalkül in die Welt hinausgeblasen wird.

05.03.2019 18:12
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ich finde das wichtig auf so was hinzuweisen, gerade wo gerne in manchen ländern in der welt, teile der bevölkerung sich gerne moralisch überlegen, aufgeklärter fühlen, als andere
und dabei gerne verdrängt wird, das wir zwar fortschritte gemacht haben, aber bei weiten nicht dort sind, wo viele sich glauben bereits angelangt zu sein,

gerade in bezug auf gleichberechtigung, sexismus

bei mir um die ecke muste ich wochen lang, an ein werbeplakat für autoteile, vorbei, wo rauf eine liegende frau abgebildet war, mit weit gesp.....


editiert am 05.03.2019 18:14 Beitrag melden Zitatantwort
05.03.2019 18:22
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hab ich das subjektive Empfinden, dass die Gesellschaft sich in den letzten paar Jahren massiv zurück entwickelt hat?
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass solche eine Werbung vor einigen Jahren fast gar nicht möglich gewesen wäre...
und jetzt kriechen sie wieder aus den Ecken... Ob es Uhren sind, Klamotten (Naketano, diese frauenverachtende Sch*ssmarke, Smoothies, und und und...)

05.03.2019 18:25
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 17:06:

wow was für eine krasse werbung, was für arschlöcher.
ehrlich gesagt löst das bei mir den impuls aus, den machern einen ordenlichen tritt in ihre reduzierte persönlichkeit unterhalb des bauches zu verpassen

hier der bericht mit werbeplakat, zum nachschauen

achtung tigger wahrnung

https://www.wuv.de/market [...] egen_fra uen_uhrenhersteller_sorgt_mit_werbung_fuer_pr oteste


Das Argument ist ja noch der größte Witz an der Sache:

Wie es überhaupt zu dem Fauxpas kommen konnte, wird ebenfalls erklärt: Die umstrittenen Anzeigen habe ein Händler ohne Genehmigung geschaltet – das Unternehmen treffe nun "Vorkehrungen, um ähnliche Vorkommnisse künftig auszuschließen."

Ach was?!


05.03.2019 18:27
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 17:22:

Ach, vielleicht hätte ich das nicht posten sollen, da ich eben nicht noch mehr diesen Schmus verbreiten und erst Recht nicht damit triggern wollte. Dennoch sind solche Proteste wichtig und richtig, auch wenn solcher Schmus mit Kalkül in die Welt hinausgeblasen wird.


https://www.wissen.de/fremdwort/schmus
https://www.wissen.de/wortherkunft/schmus

Das Kalkül ist (bisher) nicht klar zu recherieren,
denn es könnte sich auch um ein Fake handeln, um den Luxus-Uhrenhersteller zu schädigen. Der Fotograf hat sich noch nicht öffentlich geäußert, wem er diesen Auftrag zu verdanken hat.

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieben ist, offenbart wenig außer der Beschreibung als „Watch Desterbution (sic) from Israel“ und einer Produktbroschüre mit dieser unglaublichen Eröffnungszeile in der Mariner Watches-Sektion „Über uns“: „Mariner-Uhren überschreiten die strenge Zensur von Anfang an.“



Zitat
Katherine Hutt, national spokeswoman for the Better Business Bureau, said the incident is another reminder that consumers should spend time researching brands they see ads for before making a purchase.

“Consumers should always do their homework when they are buying from a company they’ve never used before or a product that is new to them,” Hutt says. “This is especially true when an online ad shows up unsolicited in their social media feed or email inbox, and most especially when a deal seems ‘too good to be true.’ Read online reviews, check BBB.org, see what others’ experiences with the company or product have been. Consumers should also be wary of names that are similar to popular brands and URLs that are close but not an exact match to the brand.”

Übersetzung:
Katherine Hutt, nationale Sprecherin des Better Business Bureau, sagte, der Vorfall sei eine weitere Erinnerung daran, dass die Konsumenten Zeit damit verbringen sollten, nach Marken zu suchen, für die sie Werbung sehen, bevor sie einen Kauf tätigen.

„Verbraucher sollten ihre Hausaufgaben immer dann machen, wenn sie von einem Unternehmen kaufen, das sie noch nie verwendet haben, oder ein Produkt, das für sie neu ist“, sagt Hutt. "Dies gilt insbesondere dann, wenn eine Online-Anzeige im Social-Media-Feed oder im E-Mail-Posteingang unerwünscht angezeigt wird. Dies gilt insbesondere, wenn ein Deal" zu gut erscheint, um wahr zu sein. " mit der Firma oder dem Produkt gewesen. Die Verbraucher sollten auch vorsichtig sein mit Namen, die bekannten Marken ähneln, und URLs, die nahe beieinander liegen, jedoch nicht genau mit der Marke übereinstimmen. “



Quelle: https://www.adweek.com/cr [...] en-real/

Trotzdem bleibt die "Botschaft" klar: Männer mit Geld können (sollten) sich alles (mit Frauen) erlauben, das sei guter Geschmack.

Solidarität fängt auch da an nach Machtverhältnissen zu schauen. Und damit meine nicht etwa Verschwörungsthoerien speziell gegen israelische Produzenten und ihre Produkte.

Ekel erregend diese "Werbung" und ihre "Botschaft" und ihre Macher (wer immer das auch sein mag)!



editiert am 05.03.2019 18:43 Beitrag melden Zitatantwort
05.03.2019 18:48
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Habe mal auch auf den englischsprachigen Seiten geschaut - auf alle Fälle kennt niemand diese angebliche Luxusmarke. Die Spekulationen gehen von übler Bekanntmachungskampagne bis zum sozialen Experiment. We will see. Schlecht ist mir auf alle Fälle geworden.

05.03.2019 18:53
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 18:22:

hab ich das subjektive Empfinden, dass die Gesellschaft sich in den letzten paar Jahren massiv zurück entwickelt hat?
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass solche eine Werbung vor einigen Jahren fast gar nicht möglich gewesen wäre...
und jetzt kriechen sie wieder aus den Ecken... Ob es Uhren sind, Klamotten (Naketano, diese frauenverachtende Sch*ssmarke, Smoothies, und und und...)


Und was hat Naketano angestellt?

Ob sich die Gesellschaft zurückgebildet hat...hmmm...nach meinem Empfinden ist sie momentan stehen geblieben und man muss aufpassen, dass die Zeit nicht wieder zurückgedreht wird. An sich ist die Sensibilität bzgl. sex. Werbung gestiegen - siehe Werberat, Städte und Gemeinden (Verbot von sex. Werbeplakaten), Bekanntmachung und Anzeige von sex. Werbung. Heißt nicht, dass sich das unbedingt in den Köpfen niedergeschlagen hat.

05.03.2019 18:53
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 18:48:

Habe mal auch auf den englischsprachigen Seiten geschaut - auf alle Fälle kennt niemand diese angebliche Luxusmarke. Die Spekulationen gehen von übler Bekanntmachungskampagne bis zum sozialen Experiment. We will see. Schlecht ist mir auf alle Fälle geworden.


Das ist auch Frauensolidarität, zu schauen ob eine Meldung der Wahrheit entspricht oder "nur" Ängste schüren und Feindbilder aufbauen soll.

05.03.2019 18:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 18:53:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 18:48:

Habe mal auch auf den englischsprachigen Seiten geschaut - auf alle Fälle kennt niemand diese angebliche Luxusmarke. Die Spekulationen gehen von übler Bekanntmachungskampagne bis zum sozialen Experiment. We will see. Schlecht ist mir auf alle Fälle geworden.


Das ist auch Frauensolidarität, zu schauen ob eine Meldung der Wahrheit entspricht oder "nur" Ängste schüren und Feindbilder aufbauen soll.


Auf alle Fälle! Aber, den Israel-Hinweis fand ich bisher nur auf einer Seite...Und ob dieser stimmt, habe ich nicht geprüft. Du?

05.03.2019 19:00
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 18:56:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 18:53:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 18:48:

Habe mal auch auf den englischsprachigen Seiten geschaut - auf alle Fälle kennt niemand diese angebliche Luxusmarke. Die Spekulationen gehen von übler Bekanntmachungskampagne bis zum sozialen Experiment. We will see. Schlecht ist mir auf alle Fälle geworden.


Das ist auch Frauensolidarität, zu schauen ob eine Meldung der Wahrheit entspricht oder "nur" Ängste schüren und Feindbilder aufbauen soll.


Auf alle Fälle! Aber, den Israel-Hinweis fand ich bisher nur auf einer Seite...Und ob dieser stimmt, habe ich nicht geprüft. Du?


Nein. Und ich bin mir ebenso wenig sicher, ob diese Firma überhaupt existiert.


05.03.2019 19:10
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zu Naketano:

Klamotten mit `Fleissiges Bumserlein´ und `wohlwollend Schwanz gelutscht´ sind nur zwei Namen (für Damenpullis)

https://www.woman.at/a/na [...] xistisch

05.03.2019 19:12
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Ich werde es die Tage verfolgen - irgendeine K....e ist da mächtig am Dampfen.

Darauf brauche ich erst mal ein Bier, obwohl ich kein Bier trinke, aber mit Charlize Theron sehr gerne und die Marke gibt es auf alle Fälle.

https://youtu.be/8W2ZzoRRmns
Budweiser Reserve Copper Lager feat. Charlize Theron | Oscars 2019

05.03.2019 19:18
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 19:10:

zu Naketano:

Klamotten mit `Fleissiges Bumserlein´ und `wohlwollend Schwanz gelutscht´ sind nur zwei Namen (für Damenpullis)

https://www.woman.at/a/na [...] xistisch


neee...was für D.....s..e Wer denkt bei solch unschuldigem Design an solche Sprüche? Und dann noch kleingedruckt auf dem Etikett. Aber - good news - die Marke hat tatsächlich den Laden geschlossen.

05.03.2019 19:31
HiddenNickname

Im Rahmen des Frauen*streiks stieß ich auf dieses Video bzw. diese Kampagne. Klicke drauf und denke am Ende - da spende ich doch lieber gleich direkt.
Ich schwanke zwischen mich gelangweilt und ein wenig verarscht fühlen. Obwohl ich nicht die Aussagen damit abwerten möchte - aber, Himmel, das ist doch nicht "proud and loud"?
Oder bin nur ich falsch gewickelt? Oder noch zu jung dafür?

https://youtu.be/ScSH003yb0E
#proudandloud | MyPostcard x TERRE DES FEMMES

05.03.2019 19:49
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So richtig mag mir nicht klar werden, was die Uhren-Werbung mit Frauen-Solidarität zu haben will. Solidarität hat für mich da ihren Platz, wo frau sie auch möchte. Jegliche Solidarität und zwar egal wem gegenüber. Natürlich kann man jeglichem Chauvinismus auf diesem Planeten den Garaus machen, allerdings wäre man in sich selbst wesentlich schneller erfolgreich, indem man beschließt, dass einen nicht tangiert, was einem nicht mit Respekt begegnet, sondern genau das Gegenteil davon tut, nämlich das, was frau will und wie frau es gern hätte. Was einem dann noch begegnen will - hat nur den Weg des Respekts oder keinen. Auch das soll die Welt schon verändert haben. Und diese Form der Werbung ist nicht der Grund, wieso die Welt ist, wie sie ist, sondern die Folge davon. Und jeder Mann hat eine Mutter.

Im Grunde braucht man heutzutage nur provokant zu sein in der Werbung, denn auch schlechte oder abstoßende Werbung gehört zu den besten Strategien, die es gibt, denn man merkt es sich garantiert und es gibt Marketingstrategen, die das wissen und nutzen. Auch Kunst darf provokant sein, da dürfen dann auch gewalttätige Liedertexte plötzlich nur Aufmerksamkeiterregenwollen sein, in denen das Hirn übers Publikum regnet - und alles, weil man auf die Umstände aufmerksam machen wollte. Oder Filme, die ganz klar von Unterdrückung und Gewalt erzählen. Die Frage ist vielleicht sogar eher, wo man da eine Grenze zieht. Aber darum ging es ja hier eigentlich nicht.

Solidarität unter Frauen hat uralte Wurzeln und ist kein neues feministisches Gebot und auch keine neue Errungenschaft, auch wenn sie in den letzten paar hundert Jahren nur vereinzelt vorhanden war und eher im privaten Rahmen ihre Wirkung tat.

Solidarität unter Frauen bedeutet für mich, anzuerkennen, was Weiblichkeit in dieser (patriarchalen) Welt für einen Wert hat - egal ob als Eigenschaft, als Energie oder im Rahmen ihres Wirkens, denn sie hat in dieser Zeit des Funktionierenmüssens, des Gewinnmaximierens, der Konkurrenz derzeit kaum einen Platz oder wenn, dann nur, wenn sie männliche Eigenschaften übernimmt. Und dabei ist es mir egal, ob Frau hetero, bi oder lesbisch ist.
Das Gegenteil von Konkurrenz meint für mein Verständnis die Kooperation - etwas von dem wir gesellschaftlich - und wirtschaftlich sowieso - meilenweit entfernt sind. Ich will das nicht bewerten und meine auch nicht, dass Frauen keine Karriere in Männerberufen machen sollten, die sich dazu berufen fühlen, aber es gibt ja auch noch mehr Wege als Mann, Kinder und Haushalt oder knallharte Karriere im Business.

Es gibt z. B. den Weg, sich als Frau mit allen Eigenschaften zu verwirklichen, die frau eigen sind und auf die eigene Art und Weise, die in gar kein vorgegebenes Verhalten passen muss, denn jede ist individuell - die eine fühlt sich sozial berufen, die andere will handwerken und sucht dafür den eigenen Rahmen, ohne Muster zu bedienen von: Wenn ich sozial arbeite bin ich eine "richtige" Frau (was immer das auch sein soll) und wenn ich handwerke, kann ich nur eine Butch sein. Es gibt Menschen, für die die Unterteilung ernsthaft so einfach ist.
Für mich persönlich passt weder die klassische Rollenverteilung, noch eine Platzierung der Frau in der Wirtschaft als Aushängeschild (oder Quoten) für Feminismus, denn das, was da heute zu leisten ist in Karriereberufen, berücksichtigt weibliche Qualitäten mitnichten, es sei denn, es geht um einen sozialen Beruf, der noch immer überwiegend von Frauen getan wird. Aber das ist nicht das, was ich unter "Karriere" verstehe. Quoten haben vielleicht ihren Sinn, wenn es tatsächlich um die Ausgewogenheit der Eigenschaften ginge, aber bei den hier gemeinten Quoten geht es lediglich um geschlechtliche Ausgewogenheit, die auch ein wenig müffeln kann nach "wir hätten es anders nicht geschafft". Damit wird keine Frau mehr respektiert oder für ihr Frausein wertgeschätzt. Ich befürchte, dass sogar das Gegenteil der Fall sein wird.

Und ich feiere jede Frau, die sich auf eine individuelle Weise veräußert - am besten mit einer Kraft, die ansteckend ist. Jede, die sich auf diesen Weg macht, genießt meine volle Unterstützung - auch ganz praktische in Form von Arbeiten für ihren Erfolg - und zwar ganz oder vorerst unentgeltlich oder wenn es aufwendiger ist für einen Bruchteil des normalen Preises, in einem Rahmen, der mir angenehm ist, weil ich es wichtig finde, das zu unterstützen. Mit dem Mitteln und Talenten, die ich eben habe.

Solidarität heißt für mich, in der Not zu helfen, wenn ich helfen kann - es ist zweitrangig, worum es dabei geht. Voraussetzung dafür ist, dass frau auch geholfen werden will. Ich habe zwei Mal die Erfahrung gemacht, dass frau das überhaupt nicht wollte. Das eine Mal war ich im Park und beobachtete, wie ein Mann eine Frau mit einem Ast, der da auf der Wiese rum lang, schlug. Ich ging dazwischen, aber sie hat mich angeschrien, dass ich mich verpissen soll. Das zweite Mal hab ich eine große Mülltüte, gefüllt mit Wasser, vom Balkon rauschen lassen, als ein Mann ein Mädchen unten auf der Straße anschrie. Obwohl sie kaum nass wurde, hat sie danach lauter über mich geschimpft als er vorher über sie Ich würde mich trotzdem in ähnlicher Situation immer versichern, ob sie meine Hilfe nicht dennoch braucht.

Aber ich finde, nicht nur bei körperlicher Gewalt ist Solidarität von Nöten. Auch die ganzen bescheidenen Konditionierungen dieser Gesellschaft, die die Auswirkungen von höher, schneller, besser und weiter sind, können frau wirklich fertig machen. Da zu sein und heilsame Impulse zu bestärken, finde ich wichtig.

Auch Männer können solidarisch sein mit Frauen - habe ich auch schon erlebt - und zwar ohne jedes persönliche Eigeninteresse.

Hier ein Beispiel:
https://www.youtube.com/w [...] lXdvok9s

Ich kann der Idee des Feminismus etwas Gutes abgewinnen. Mir ist jedoch auch bewusst - und das ist mein Kritikpunkt an sie - dass er lediglich eine Reaktion ist auf ein mehrere Jahrtausende altes Patriarchat. Der heutige gelebte Feminismus trägt hin und wieder groteske Züge, welche als Gegengewicht vielleicht wichtig sind, bevor die Menschheit wieder zu einer gesunden und natürlichen Wertschätzung füreinander fähig sind, denn erst das wäre für mich ein gutes Ende.

Ich finde mit dem ewigen inneren Opfersein - auch im Geiste - bestätigt man die Täterschaft immer wieder und verwandelt gar nichts - nicht mal in sich selbst - geschweige denn in der Welt. Was will man da auch verändern, wenn frau es nicht einmal schafft in sich? Frau muss nicht mal dann ein Opfer sein, wenn sie irgendwann mal eines war - es ist eine Frage der Entscheidung und nicht eine der stattgefundenen Begebenheiten.

Die einen bestätigen sich immer gern einander in diesem Opfersein. Ich werde mich daran nicht beteiligen. Und andere bestätigen einander in dem Wunsch aus diesem Schatten herauszutreten - auch mit Emotion, die damit verbunden ist - aber nicht in genereller projizierter Feindschaft gegen alles Männliche, wie die Anfänge des Feminismus aussahen, die durchaus ihre Berechtigung haben mochten, aber für mein Verständnis gern einer neuen Vision weichen dürften.

So lange man aufsteht GEGEN..... (was auch immer), bewegt man sich noch immer im Windschatten der Dinge, mit denen man im Grunde gar nicht leben will und füttert sie heimlich weiter, denn man bestätigt noch immer ihre Existenz und befasst sich mit ihnen. Das funktioniert auf privater Ebene in der Lebensgeschichte genau gleich wie auf der gesellschaftlichen Ebene. Ich will damit nicht sagen, dass das NIE sinnvoll sein kann. Aber ich begrüße es, wenn Frau aufsteht, um sich in dieser Welt zu veräußern und zwar FÜR ihre Vision.

Das ist für mich Solidarität:

Today i rise:

https://youtu.be/8_6HB6ZC4Rw

und das:

One Woman" launched to celebrate International Women's Day 2013 (March 8th)

https://youtu.be/ldyvIcVR9JI

und das:

Bild: https://weheartit.com/entry/171437122

We shall shine, Mädels - und nichts anderes mehr!
And when its time to shine - be the brightest!

Wenn Du Hilfe brauchst bei Deinem Projekt, sagst Bescheid!



editiert am 05.03.2019 20:41 Beitrag melden Zitatantwort
05.03.2019 20:34
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 05.03.2019 um 19:49:

So richtig mag mir nicht klar werden, was die Uhren-Werbung mit Frauen-Solidarität zu haben will.

(...)
Solidarität unter Frauen bedeutet für mich, anzuerkennen, was Weiblichkeit in dieser (patriarchalen) Welt für einen Wert hat - egal ob als Eigenschaft, als Energie oder im Rahmen ihres Wirkens, denn sie hat in dieser Zeit des Funktionierenmüssens, des Gewinnmaximierens, der Konkurrenz derzeit kaum einen Platz oder wenn, dann nur, wenn sie männliche Eigenschaften übernimmt.
(...)



Aus meiner Sicht, beantwortest du deine Frage selbst. Gerne gehe ich die Tage auf deinen Text ein - er ist sehr lang und das braucht Zeit

05.03.2019 20:37
HiddenNickname

Kein Stress soll ja Spaß machen.
Ich denke, mir ist klar, was Deine Absicht war.
Mir hat da nur die Lösung gefehlt, weil es um Solidarität ging.



editiert am 05.03.2019 20:39 Beitrag melden Zitatantwort

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