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SEELENWANDERUNG

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04.03.2018 14:00
Tehejekuetrheed

The View

For Derek Walcott

This is the place. The chairs are white. The table shines.
The person sitting there stares at the waxen glow.
The wind moves the air around, repeatedly,
As if to clear a space. ‘A space for me,’ he thinks.
He’s always been drawn to the weather of leavetaking,
Arranging itself so that grief – even the most intimate –
Might be read from a distance. A long shelf of cloud
Hangs above the open sea with the sun, the sun
Of no distinction, sinking behind it – a mild version
Of the story that is told just once if true, and always too late.
The waitress brings his drink, which he holds
Against the waning light, but just for a moment.
Its red reflection tints his shirt. Slowly the sky becomes darker,
The wind relents, the view sublimes. The violet sweep of it
Seems, in this effortless nightfall, more than a reason
For being there, for seeing it, seems itself a kind
Of happiness, as if that plain fact were enough and would last.

Mark Strand


05.03.2018 17:56
Tehejekuetrheed

Ich weiß nicht aus welch ferner Zeit
du immer näher kommst, mich zu treffen.
Nicht Sonne, nicht Stern kann dich
verborgen halten vor mir auf ewig.

An manchem Morgen und Abend
hört ich deinen Fußtritt
und deine Boten betraten mein Herz
und beriefen mich heimlich.

Ich weiß nicht, warum wohl heute
mein Leben bewegt ist
und eine Wallung
von zitternder Freude mein Herz rührt.

Es ist, als wäre die Zeit gekommen,
mein Werk zu beschließen,
und ich fühle im Wind
einen schwachen Duft
deines süßen Daseins.

Rabindranath Tagore

06.03.2018 14:06
Tehejekuetrheed

Leg deine Kleider ab
und den angeeigneten Geschmack.
Deine Schuhe und Deine Vorstellungen
stell ordentlich zur Seite.
Was du gerne möchtest und
was dir immer schon versagt ist
gib ins Hollunderholzfeuer,
damit es in Rauch aufgehen kann und
dich nicht länger behindert.
Den Schmuck und die
Wichtigkeiten, die du gesammelt hast
im Laufe der Jahre
lass in den Fluss fallen.
Er trägt sie weiter,
dorthin, wo sie keine mehr braucht.
Die guten Gedanken und die schön gefassten
Meinungen,
alle Beweise, die du gesammelt hast:
überlass sie den ziehenden Wolken.
Die regnen sie ab über Gebieten wo nichts
davon Sinn macht.
Deine Geschichte,
dieses Märchen, das sich durchs Erzählen
erhärtet, streif ab.
Gib sie den Tonen und Erden, den Steinen
und dem Muschelkalk:
die wissen mit Geschichten umzugehen.

aus:
Mermaid und Lilith begegnen einander in Dunkelheiten- Schicht III
Ute Schiran



10.03.2018 09:26
Tehejekuetrheed

Meerwunder

Als ich das Kind mit grünen Augensternen,
Dein zartes, wunderbares Kind empfing,
Erbrausten salzge Wasser in Zisternen,
Elmsfeuer funkelten aus Hoflaternen,
Und Nacht trug den Korallenring.

Und deiner Brust entwehte Algenmähne
So grün, so grün mit stummer Melodie.
Sehr sachte Fluten plätscherten um Kähne,
Im schwarzen Traumschilf sangen große Schwäne,
Und nur wir beide hörten sie.

Du warst den Meeren mitternachts entstiegen
Mit eisig blankem, triefend kühlem Leib.
Und Wellenwiegen sprach zu Wellenwiegen
Von unserm sanften Beieinanderliegen,
Von deinen Armen um ein Weib.

Seejungfern hoben ungeschaute Tänze,
Und wilde Harfen tönten dunkel her,
Und Mond vergoß sein silbernes Geglänze
Um den Perlmutterglast der Schuppenschwänze;
Mein Linnen duftete vom Meer.

Und wieder wachten Hirten bei den Schafen
Wie einst... und glomm ein niebenannter Stern.
Und Schiffe, die an fremder Küste schlafen,
Erbebten leis und träumten von dem Hafen
Der Heimat, die nun klein und fern.

Tierblumen waren fächelnd aufgebrochen,
In meinen Schoß verstreut von deiner Hand;
Um meine Füße zuckten Adlerrochen,
Und Kinkhorn und Olivenschnecke krochen
Auf meiner Hüfte weißen Sand.

Und deine blaß-beryllnen Augen scheuchten
Gekrönte Nattern heim in Felsenschacht,
Doch Lachse sprangen schimmernder im Feuchten;
An Wogenkämmen sprühte blaues Leuchten
Wie aus dem Rabenhaar der Nacht.

Oh du! Nur du! Ich spülte deine Glieder
Und warb und klang und schäumte über dir.
Und alle Winde küßten meine Lider,
Und alle Wälder stürzten in mich nieder,
Und alle Ströme mündeten in mir.

Gertrud Kolmar


10.03.2018 10:04
Tehejekuetrheed

IN SAND GESCHRIEBEN

Daß das Schöne und Berückende
nur ein Hauch und Schauer sei,
daß das Köstliche, Entzückende,
Holde ohne Dauer sei:
Wolke, Blume, Seifenblase,
Feuerwerk und Kinderlachen,
Frauenblick im Spiegelglase
und viel andre wunderbare Sachen,
daß sie, kaum entdeckt, vergehen,
nur von Augenblickes Dauer,
nur ein Duft und Windeswehen,
ach, wir wissen es mit Trauer.
Und das Dauerhafte, Starre
ist uns nicht so innig teuer:
Edelstein mit kühlem Feuer,
glänzendschwere Goldesbarre;
selbst die Sterne, nicht zu zählen,
bleiben fern und fremd, sie gleichen
uns Vergänglichen nicht, erreichen
nicht das Innerste der Seelen.
Nein, es scheint das innigst Schöne,
Liebenswerte dem Verderben
zugeneigt, stets nah am Sterben,
und das Köstlichste: die Töne
der Musik, die im Entstehen
schon enteilen, schon vergehen,
sind nur Wehen, Strömen, Jagen
und umweht von leiser Trauer,
denn auch nicht auf Herzschlags Dauer
lassen sie sich halten, bannen;
Ton um Ton, kaum angeschlagen,
schwindet schon und rinnt von dannen.
So ist unser Herz dem Flüchtigen,
ist dem Fließenden, dem Leben
treu und brüderlich ergeben,
nicht dem Festen, Dauertüchtigen.
Bald ermüdet uns das Bleibende,
Fels und Sternwelt und Juwelen,
uns in ewigem Wandel treibende
Wind- und Seifenblasenseelen,
Zeitvermählte, Dauerlose,
denen Tau am Blatt der Rose,
denen eines Vogels Werben,
eines Wolkenspieles Sterben,
Schneegeflimmer, Regenbogen,
Falter, schon hinweggeflogen,
denen eines Lachens Läuten,
das uns im Vorübergehen
kaum gestreift, ein Fest bedeuten
oder wehtun kann. Wir lieben,
was uns gleich ist, und verstehen,
was der Wind in Sand geschrieben.

Hermann Hesse

11.03.2018 10:30
Tehejekuetrheed

Liebe III

Liebe ist das, was man verliert
und unversehens wiederfindet.
Wenn man schon ist wie licht-erblindet,
weil man nur Fernes anvisiert,
liegt es am Wege. Zwar in Scherben
doch noch zu kennen an dem Schein,
den Blumen haben vor dem Sterben,
und an dem Neigenduft von Wein
Ach Liebe - unausweichlich lieben
gegen Verlust: Wir welken hin.
Einer des andern Schuld geblieben.
Einer des anderen Gewinn.

Eva Strittmatter

11.03.2018 12:20
Tehejekuetrheed

ICH WÜRDE SAGEN

Ich würde sagen, es sei im April ein Abend,
und die beglückendsten aller Winde wehen von Dir.
In Dir betrachte ich nun das blaueste aller Meere,
in Dir durchwandele ich den ganzen einsamen Wald,
von Dir nur pflückt ich die unverwelklichsten Blüten,
in Dir durchpflügte ich das gesegnetste Land
und alle Früchte kostete ich in Dir.
Ich würde sagen, Du seist für mich
notwendig wie die Luft,
gesegnet wie das Brot,
und wie das Wasser so lieb,
Du, himmlisches Gnadengeschenk.
Ich würde sagen ... glaub mir, o glaube mir, Lieb,
Du bist mir im Hause der Frohsinn,
Du bist mir im Garten der Lenz,
auf meiner Tafel der älteste Wein.
Ich lebe in Dir,
und Du, Du herrschest in mir.
Lass mich, ich will Deine Schönheit verkünden
mit Winden und Vögeln und Strömen zusammen!
Und später, an einem Tag,
wenn Du vielleicht meine Stimme nicht mehr erkennst
aus der Stimme der Winde und Ströme und Vögel,
dann, wisse das, bin ich tot.
Aber werde nicht traurig, Du, sei nur ganz ruhig:

Auch den Käfern im Grab erzähle ich Deine Schönheit.
Und irgendwann später,
wenn Du am Himmelszelt wiederum meine Stimme vernimmst,
denke daran: dann ist Auferstehung.
Und ich stehe mitten darin und suche nur Dich.

Catrit Sitki Taranci

17.03.2018 13:29
Tehejekuetrheed

AUS!

Einmal müssen zwei auseinandergehn;
einmal will einer den andern nicht mehr verstehn - -
einmal gabelt sich jeder Weg - und jeder geht allein -
wer ist daran schuld?

Es gibt keine Schuld. Es gibt nur den Ablauf der Zeit.
Solche Straßen schneiden sich in der Unendlichkeit.
Jeder trägt den andern mit sich herum -
etwas bleibt immer zurück.

Einmal hat es euch zusammengespült,
ihr habt euch erhitzt, seid zusammengeschmolzen, und dann erkühlt -
Ihr wart euer Kind. Jede Hälfte sinkt nun herab -:
ein neuer Mensch.

Jeder geht seinem Schicksal zu.
Leben ist Wandlung. Jedes Ich sucht ein Du.
Jeder sucht seine Zukunft. Und geht mit stockendem Fuß,
vorwärtsgerissen vom Willen, ohne Erklärung und Gruß
in ein fernes Land.

Kurt Tucholsky

17.03.2018 15:48
Tehejekuetrheed

Abschied

Sag mir, dass du dich im Föhnwind sehnst
Und dass du trauern würdest,
Wenn ich ginge.
Sag mir, dass diese Tage schön sind
Und dass du weinen wirst,
Wenn ich nicht singe.

Sag mir, dass du dem Leben gut bist.
Sag meiner Stimme,
dass sie nie verwehe...
Und dass du heiter und voll frohen Mut bist,
auch wenn ich lange Zeit
Dich nicht mehr sehe.

Sag mir, dass ich ein töricht Kind bin,
Und streichle mich, wie eine junge Meise.
Sag mir, dass ich zu dir zurückfind,
auch wenn die Nächte dunkel sind,
durch die ich reise.

Hugo Ball

18.03.2018 14:27
Tehejekuetrheed

Of course time is running out. It always
has been a creek heading east, the freight
of water with its surprising heaviness
following the slant of the land, its destiny.
What is lovelier than a creek or riverine thicket?
Say it is an unknown benefactor who gave us
birds and Mozart, the mystery of trees and water
and all living things borrowing time.
Would I still love the creek if I lasted forever?

Jim Harrison.

24.03.2018 12:18
Tehejekuetrheed

STILLE WEHT IN DAS HAUS

Stille weht in das Haus,
fühlst du den Atem des Mondes,
löse dein Haar,
lege dein Haupt
in den Blauschein hinaus.
Hörst du, das Meer unten am Strand
wirft die Schätze an Land;
sonst wuchsen im Mond Wünsche, -
ein Heer,
seit ich dein Auge gesehn,
ist die Mondnacht wunschleer.

Max Dauthendey

24.03.2018 16:24
Tehejekuetrheed

Die Ewigkeit

Sie sagen, dass wir uns im Tode nicht vermissen
und nicht begehren, dass wir hingegeben
der Ewigkeit, mit anderen Sinnen leben
und also nicht mehr von einander wissen,

Und Lust und Angst und Sehnsucht nicht verstehen,
die zwischen uns ein Leben lang gebrannt,
und so wie Fremde uns vorübergehen,
gleichgültig Aug dem Auge, Hand der Hand.

Wie rührt mich schon das kleine Licht der Sphären,
die wir ermessen können, eisig an,
und treibt mich dir ans Herz in wilder Klage.

O halt uns Welt im süßen Licht der Tage,
und lass so lang ein Leben währen kann
die Liebe währen.

Marie Luise Kaschnitz


25.03.2018 12:51
Tehejekuetrheed

MAIENREGEN

Du hast deine warme Seele
Um mein verwittertes Herz geschlungen,
Und all seine dunklen Töne
Sind wie ferne Donner verklungen.

Aber es kann nicht mehr jauchzen
Mit seiner wilden Wunde,
Und wunschlos in deinem Arme
Liegt mein Mund auf deinem Munde.

Und ich höre dich leise weinen,
Und es ist - die Nacht bewegt sich kaum -
Als fiele ein Maienregen
Auf meinen greisen Traum.

Else Lasker Schüler

25.03.2018 13:47
Tehejekuetrheed

Abschiede

Auch die Abschiede werden jetzt leichter,
als wären sie nicht so gemeint.
Horizonte voll unerreichter
Hoffnungen - weggeweint.

Dein Winken zurückgeworfen.
Deine Hände versinken im Meer.
Kein Anker für meine amorphen
Träume der Wiederkehr.

Abschiede. Nirgends war Dauer.
Schon zerrieselt dein Aschengesicht.
Am Ende ist auch die Trauer
ohne Gewicht.

Dagmar Nick

30.03.2018 21:16
Tehejekuetrheed

Glück

Solang du nach dem Glücke jagst,
Bist du nicht reif zum Glücklichsein,
Und wäre alles Liebste dein.

Solang du um Verlornes klagst
Und Ziele hast und rastlos bist,
Weißt du noch nicht, was Friede ist.

Erst wenn du jedem Wunsch entsagst,
Nicht Ziel mehr noch Begehren kennst,
Das Glück nicht mehr mit Namen nennst,

Dann reicht dir des Geschehens Flut
Nicht mehr ans Herz - und deine Seele ruht.

Hermann Hesse



01.04.2018 09:53
Tehejekuetrheed

ODE AN DIE LIEBE

Liebe, legen wir Rechenschaft ab.
In meinem Alter
ist es unmöglich,
zu betrügen oder sich zu irren.
Wegelagerer war ich,
zuweilen,
ich bereue es nicht.
Ein eindringlicher Augenblick,
eine Magnolie, zerpflückt
von meinen Zähnen,
und des himmlischen Mondes
Licht.
Nun wohl, aber die Bilanz?
Die Einsamkeit warf weiterhin
ihr Netz, durchwirkt
von kühlem Jasminen,
und alsdann,
die ich in meine Arme nahm,
sie ward die rosenrote Herrin
der Inseln.
Liebe,
aus einem Tropfen,
mag er auch fallen
während des ganzen, ganzen
nächtlichen
Frühlings,
erwächst kein Weltenmeer,
und nackt blieb ich zurück,
einsam, harrend.
Aber sie,
die in meinen Armen
einer Woge gleich vorüberglitt,
sie,
die einzig Geschmack nur war
abendlicher Frucht,
sie funkelte
auf einmal als Stern,
erglühte als Taube,
und über meiner Haut sah ich sie
sich entfalten
als Strahlenkrone eines flammenden Feuers.
Liebe, seit jenem Tag
alles ward einfacher.
Ich unterwarf mich den Geboten,
die mein vergeßnes Herz mich hieß
und umschlang ihre Hüfte
und begehrte ihren Mund
mit der ganzen Macht
meiner Küsse,
gleich einem König, der mit einem
verzweifelten Heer einen kleinen Turm
an sich bringt, wo seiner Kindheit
wilde Lilie wächst.
Darum, o Liebe, glaube ich,
mag auch verworren sein
und hart dein Weg,
kehrst du dennoch zurück
von deiner Jagd
und entfachst du
von neuem das Feuer,
muß wie das Brot auf dem Tisch
voll Schlichtheit sein,
was wir lieben.
Dieses gabst du mir, Liebe.
Als ich sie zum erstenmal
in meine Arme schloß,
wie eines hurtigen Frühlings
Gewässer glitt sie vorüber.
Heute
umfange ich sie von neuem.
Zu schmal sind meine Hände und
die Augenhöhlen zu klein,
als daß sie ihren Reichtum
auffangen könnten,
den Kaskadensturz
unerschöpflichen Lichts, den Faden Gold,
das Brot ihrer Lieblichkeit,
die, o Liebe, einzig mein Leben sind.

Pablo Neruda

02.04.2018 10:39
Tehejekuetrheed

Damit du mich erhörst,
machen sich meine Worte
manchmal so zart
wie die Spuren der Möwen auf dem Strand.

Halskette, trunknes Klimperglöckchen
für deine Hände, sanft und glatt wie Weinbeeren.
Und ich sehe sie fern von mir, meine Worte.
Deine sind sie mehr als meine.

Sie klettern an meinem alten Schmerz empor wie Efeu.
An den feuchten Wänden klettern sie empor.
Du bist schuld an diesem blutigen Spiel.
Sie fliehen aus meinem finsteren Bau.

Alles erfüllst du, alles, alles.

Einst bevölkerten sie die Einsamkeit, die nun du bewohnst,
und sie sind mehr als du vertraut mit meiner Traurigkeit.
Jetzt will ich, daß sie sagen, was ich dir sagen will,
damit du sie so hörst, wie ich möchte, daß du mich hörst.

Pablo Neruda

02.04.2018 11:36
Tehejekuetrheed

INSELMITTAG

Wir sind Fremde
von Insel
zu Insel.
Aber am Mittag, wenn uns das Meer
bis ins Bett steigt
und die Vergangenheit
wie Kielwasser
an unsern Fersen abläuft
und das tote Meerkraut am Strand
zu goldenen Bäumen wird,
dann hält uns kein Netz
der Erinnerung mehr,
wir gleiten
hinaus,
und die abgesteckten
Meerstraßen der Fischer
und die Tiefenkarten
gelten nicht
für uns.

Hilde Domin

02.04.2018 17:41
Tehejekuetrheed

Tulips

The tulips make me want to paint,
Something about the way they drop
Their petals on the tabletop
And do not wilt so much as faint,

Something about their burnt-out hearts,
Something about their pallid stems
Wearing decay like diadems,
Parading finishes like starts,

Something about the way they twist
as if to catch the last applause,
and drink the moment through long straws,
And how, tomorrow, they’ll be missed.

The way they’re somehow getting clearer,
The tulips make me want to see—
The tulips make the other me
(The backwards one who’s in the mirror,

The one who can’t tell left from right),
Glance now over the wrong shoulder
To watch them get a little older
And give themselves up to the light.

A. E. Stallings, from Poetry

07.04.2018 10:34
Tehejekuetrheed

Frühling

Mit dem Akazienduft
fliegt der Frühling
in dein Erstaunen

Die Zeit sagt
ich bin tausendgrün
und blühe
in vielen Farben

Lachend ruft die Sonne
ich schenke euch wieder
Wärme und Glanz

Ich bin der Atem der Erde
flüstert die Luft

Der Flieder
duftet
uns jung

Rose Ausländer




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