Forum » News, Politik & Forschung » Thread

Per Mertesackers Spiegel-Interview

Ab dem 19.12.18 ist dieser Forenbreich nur mit bestätigter Identität zugänglich. Mehr erfahren


Thema abonnieren antworten

Seite: 1 | 2 |

12.03.2018 11:58
Tehejekuetrheed

http://www.spiegel.de/spi [...] 325.html

Eure Einschätzung der von Fußballprofi Per Mertesacker in einem Spiegel-Interview geäußerten Kritik am Fußballbetrieb würde mich interessieren.

12.03.2018 18:32
Tehejekuetrheed

Ich kann den Fussballbetrieb als Aussenstehende nicht einschätzen - ich kann nur mutmassen, dass "Schwäche" zeigen ein totales Tabu ist. Ich kann mir vorstellen, dass es sehr vielen Menschen in sehr vielen Jobs so geht - Dauerperformen bei mind. 100% - Nur, dass sie meist nicht am nächsten Tag eine Kritik ihrer Leistung lesen müssen oder ihr Job in Gefahr ist, wenn sie einmal nicht 100% geben konnten. Es ist gut, dass Mertesacker sein Empfinden preisgegeben hat - Auch Fussballprofis sind keine Maschinen bzw. Gladiatoren in der Arena.

12.03.2018 20:33
Tehejekuetrheed

Dieser Beitrag würde sich in einem reinen Bezahl-Forum unwohl fühlen und zieht sich hiermit zurück...

editiert am 05.12.2018 11:54 Beitrag melden Zitatantwort
12.03.2018 21:12
Tehejekuetrheed

Deine Einstellung sei dir ungenommen - meine ist es nicht. Auch "Stars" besitzen eine Seele, Psyche - da hilft das Geld am Ende auch nicht. Ausser für gute Therapeuten.
http://www.fnp.de/nachric [...] ,2053490
Selbstmord: Sascha Lewandowski tot // Tödlicher Leistungsdruck

12.03.2018 21:28
Tehejekuetrheed

Dieser Beitrag würde sich in einem reinen Bezahl-Forum unwohl fühlen und zieht sich hiermit zurück...

editiert am 05.12.2018 11:54 Beitrag melden Zitatantwort
13.03.2018 09:51
Tehejekuetrheed

Hier noch einige Pressestimmen dazu:

http://www.zeit.de/sport/ [...] -calmund

https://www.sport1.de/int [...] tesacker

http://www.spiegel.de/spo [...] 531.html

Ich selbst würde mich Weirdos Meinung anschließen.

Millionen (Geld) alleine sind (ist) kein Garant für Glück und erst Recht nicht für Gesundheit.

Ausreichende Legitimation für unbarmherzigen Leistungsdruck im Beruf?- Für mich nicht.- Egal in welcher Gehaltsklasse und Branche dieser Druck stattfindet.

Fast noch schlimmer finde ich den bei vielen Fußballbossen, Fans und auch Spielern vorhandene Anspruch, niemals eine vermeintliche 'Schwäche' zu zeigen.

Homosexualität?- Gilt immer noch als unmännlich im Fußball.

Depressionen?- Eine Erkrankung ausschließlich für Weicheier.

Das alles ist so verlogen und engstirnig.



13.03.2018 11:27
Tehejekuetrheed

Also, die Symptome, die Per Mertesacker da beschreibt, kenne ich von ganz vielen Leuten in ganz unterschiedlichen Jobs. Der Druck im Job kann extrem sein, und Schwäche zeigen ist immer geichgesetzt mit: "Dann bringst du es halt nicht" und dann heißt es: "Wer es nicht aushält, kann ja gehen."
Insofern überrascht es mich nicht, wieso sollte es Fußballern anders gehen als dem Rest der Welt?
Das Problem ist allgemeiner angesiedelt und nicht auf den Profi-Sport begrenzt.

13.03.2018 11:41
Tehejekuetrheed

Ich find es O.K. dass er sich zum Karriereende mal so richtig auskotzt.

Er hat mit Robert Enke zusammengespielt, er weiß wovon er redet. Habe ihn, Robert Enke und Hanno Balitsch bei Hannover 96 nicht nur auf dem Fussballplatz sehr geschätzt.

Positive Vorbilder sind auch Sebastian Deisler und Sven Hannawald.(Skispringer)

Und unser Niclas Füllkrug, gebürtiger Hannoveraner, bringt mit seiner Zahn "Lücke" und Mut zur Lücke eine gute Frische und Kollegialität rein. Mögen sich die Bayern und/oder der BVB in den kommenden Jahren doch einfach mal zurück halten.

Leider ist der Fussball die neue Religion und ein Ventil für viele unangenehme ZeitgenossInnen.

13.03.2018 11:42
Tehejekuetrheed

Mein kleiner brudi spielt auch als Profi, steht zwar am Anfang seiner Karriere, aber ich sehe seine Anspannung auch. Es ist sein TraumJob und er ist auch sehr gut darin,
Aber eins is klar, er zeigt auch keine schwäche und findet den Abgang von per nicht gut. Er fühlt sich von ihm an den Pranger gestellt.

Ich verstehe per sehr gut und ziehe den Hut vor ihm und wünsche ihm alles gute.

Ps:natürlich sucht sich jeder seinen Job selbst aus, aber keiner darf in Depressionen enden.

13.03.2018 12:06
Tehejekuetrheed

Teamhinweis:
Bitte an die AGB halten! (Ziffer 6)
editiert am 13.03.2018 12:09 Beitrag melden Zitatantwort
13.03.2018 12:25
Tehejekuetrheed

Teamhinweis:
Bitte an die AGB halten! (Ziffer 6)
editiert am 13.03.2018 12:26 Beitrag melden Zitatantwort
13.03.2018 13:29
Tehejekuetrheed

Teamhinweis:
Dieser Beitrag enthielt ein gelöschtes Zitat und wurde ebenfalls entfernt!
13.03.2018 13:38
Tehejekuetrheed

Na dann war das jetzt wohl ein Eigentor...



13.03.2018 14:03
Tehejekuetrheed

Und noch mal, von meiner Seite aus, am Thema vorbei, wofür ich mich herzlichst entschuldige.

Nun ja, du zeigst aber noch Humor, wo ich mich, die auch nur von einigen gemocht wird, hier doch wieder einmal erdreiste Kritik zu üben . . .

Es ist aber so, dass ich Ungerechtigkeiten nicht leiden kann und mir zu dem immer bewusst ist, dass hier hinter jedem Profil ein Mensch steht.

Ein Mensch mit Gefühlen, Emotionen und einer eigenen Geschichte, die ich nicht kenne.

Fertig.

w.

Nachtrag, damit ich nicht noch ein Posting "am Thema vorbei" hier hinein bringe.

Immer wieder lese ich, dass diese eine Userin hier eine Ganz "Schlimme" ist, ihre Beiträge ebenfalls und diese und sie selber gehören hier einfach nicht hin . . .

OK, ich bin hier nicht "dauer-on" und lese auch nicht alles und bekomme somit auch nicht alles mit . . . auch ist mir das Polit-Forum mittlerweile, durch die immer gleich zu lesenden User/Innen mit ihren immer gleichen Einstellungen und das herumgehacke auf anders Denkende, total madig gemacht worden, dass ich mich hier gerne heraus halte . . . wenn mir denn bei so offensichtlichen Ungerechtigkeiten nicht doch mal die Hutschnur reisst . . .

Ich kenne die Userin, ihre Beweggründe, ihre scheinbar so bekannten "schlimmen" Beiträge nicht, aber mir kommt es so vor, als ob hier gemoppt würde, um sich nicht auseinander setzen zu müssen, unliebsames auf eben diese Art zu entfernen . . .

Und ich sehe es mittlerweile auch als "Trend" hier, nach dem Motto "wer nicht meiner Meinung ist, der ist . . ."

Und dieses stösst mir sehr übel auf . . . so schlimm, dass ich hier nicht einfach nur zuschauen mag und kann . . .



editiert am 13.03.2018 20:50 Beitrag melden Zitatantwort
13.03.2018 16:10
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.03.2018 um 14:03:

Und noch mal, von meiner Seite aus, am Thema vorbei, wofür ich mich herzlichst entschuldige.

Nun ja, du zeigst aber noch Humor, wo ich mich, die auch nur von einigen gemocht wird, hier doch wieder einmal erdreiste Kritik zu üben . . .

Es ist aber so, dass ich Ungerechtigkeiten nicht leiden kann und mir zu dem immer bewusst ist, dass hier hinter jedem Profil ein Mensch steht.

Ein Mensch mit Gefühlen, Emotionen und einer eigenen Geschichte, die ich nicht kenne.


Fertig.

w.


Gesunde Haltung.
Trotzdem darf, gerade auch nach dem gestrigen Thread, der gottseidank gelöscht wurde, Kritik an der Art und Weise der Artikulation der Userin erlaubt sein. Denke ich. Manch Grenze ist hier deutlich erreicht.

13.03.2018 20:15
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.03.2018 um 16:10:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.03.2018 um 14:03:

Und noch mal, von meiner Seite aus, am Thema vorbei, wofür ich mich herzlichst entschuldige.

Nun ja, du zeigst aber noch Humor, wo ich mich, die auch nur von einigen gemocht wird, hier doch wieder einmal erdreiste Kritik zu üben . . .

Es ist aber so, dass ich Ungerechtigkeiten nicht leiden kann und mir zu dem immer bewusst ist, dass hier hinter jedem Profil ein Mensch steht.

Ein Mensch mit Gefühlen, Emotionen und einer eigenen Geschichte, die ich nicht kenne.


Fertig.

w.


Gesunde Haltung.
Trotzdem darf, gerade auch nach dem gestrigen Thread, der gottseidank gelöscht wurde, Kritik an der Art und Weise der Artikulation der Userin erlaubt sein. Denke ich. Manch Grenze ist hier deutlich erreicht.


die grenze ist längst überschritten.

es ist oben der nächste fremdenfeindliche post dieser "nutzerin", der zeigt, dass es keinen sinn macht, nur einzelne posts oder ganze threads zu löschen, mit dem dann auch immer die - teils sehr guten - widersprechenden beiträge gelöscht werden.

das problem ist das "profil" selbst.

und wer da auch immer mit welche "eigenen" gefühlen, emotionen oder geschichten schreibt:

man wird dieser person hier nicht "helfen" können.

und das ist auch nicht die aufgabe dieser plattform, geschweige denn der nutzerinnen hier, die vielmehr einen anspruch darauf haben (auch wenn sie keine premium - mitglieder sind) dass diese seite, denen sie mit ihren beiträgen zeit und energie widmen, nicht nun schon in der dritten woche durch immer das gleiche profil mit rassistischen und fremdenfeindlichen inhalten gespammt wird.

dieses "profil" hätte deshalb längst gesperrt werden müssen.

on topic:

ein sehr guter kommentar von thomas kistner au der heutigen SZ hier:

http://www.sueddeutsche.d [...] .3902856

14.03.2018 01:55
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.03.2018 um 12:06:

(...)
Fußball ist nochmal eine andere Kategorie, da es um "Nationale Gefühle" geht, was dort durch das Muktikulti ad absurdum geführt wird. Finde gemischte Mannschaften auch in Ordnung, wenn es echte Leistungen sind. Aber seit 2005, mit Angela Merkel hat das ein interessantes Ausmaß angenommen.

Kenne mich mit Fußball nicht aus.



Ich empfehle dir beim nächsten großen Fussballereignis Public Viewing - da kann man hautnah erleben, wie gerade Fussball Menschen aus unterschiedlichsten sozialen, nationalen und kulturellen Milieus zusammenbringt. Gemeinsam Gröhlen kann heilsam sein.

Hier eine kleine, verkürzte Statistik bzgl. Migranten und Nationalelf zur EM 2016:
http://www.rp-online.de/s [...] .6003452

1. Lange ist es her - bei der WM 1998 kam die deutsche Nationalmannschaft zum letzten Mal bei einem großen Turnier ohne Spieler mit Migrationshintergrund aus. Bei der EM 2000 standen Dariusz Wosz und Paulo Rink im Kader.

2. Mit einem Moslem im Team ist Deutschland bei großen Turnieren immer mindestens bis ins Halbfinale gekommen.

3. Ein Spieler mit Migrationshintergrund hat für die Nationalmannschaft im Elfmeterschießen noch nie verschossen (Stand 2016)

4.Der Moslem Mesut Özil wuchs im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck auf, benannt nach Otto von Bismarck, dem ersten deutschen Reichskanzler.

5. Jerome Boateng ist Christ. Er hat sich sogar zwei religiöse Motive tätowieren lassen: Maria und ein Kreuz mit betenden Händen

6. Im Kader der Weltmeister von 2014 hatten 6 von 23 Spielern einen Migrationshintergrund.

7. Auch der Kader der Europameister 1996 kam nicht ohne Migrationshintergrund aus. Mehmet Scholl hat einen türkischen Vater, Fredi Bobic kam im heutigen Slowenien zur Welt.

Leider schieden sie 2016 im Halbfinale aus - aber die WM steht schon praktisch vor der Tür

Kein Fussball - Aber, wenn Migranten Olympiagold für Deutschland gewinnen - Ist das dann genug Leistung? Kleines Beispiel, da so hübsch anzusehen.
https://www.youtube.com/w [...] HrLDuS90
Die Gold-Kür von Aljona Savchenko und Bruno Massot | Olympia PyeongChang



editiert am 14.03.2018 02:03 Beitrag melden Zitatantwort
14.03.2018 08:19
Tehejekuetrheed

ich verstehe hier grade einige beiträge nicht wirklich.

@anamaria:

wer (eher rhetorische frage) hat hier und ganz allgemein mit seinen beiträgen grenzen in einem ausmass überschritten, dass deiner meinung nach sein profil gelöscht werden müsste?

...also ich habe zumindest hier, nichts gelesen was eine solche massnahme (meinem empfinden nach), auch nur ansatzweise rechtfertigen würde.



editiert am 14.03.2018 08:23 Beitrag melden Zitatantwort
14.03.2018 11:57
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 14.03.2018 um 08:19:

ich verstehe hier grade einige beiträge nicht wirklich.

...


Das wird wohl nur verständlich, wenn man die anderen Ausführungen und Threads der Userin, welche aber zu großen Teilen gelöscht sind, mit einbezieht. Aber wie ich gerade sah, geht die Diskussion gerade unter "Was geht dir gerade durch den Kopf...." weiter, was mich ehrlichgesagt total verwirrt.

editiert am 14.03.2018 13:52 Beitrag melden Zitatantwort
14.03.2018 12:31
Tehejekuetrheed

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 12.03.2018 um 21:28:

Ich will nicht in Abrede stellen, dass das eine psychische Belastung ist, deswegen ja auch mein Widerspruch an das fett Gedruckte. Ich finde allerdings, dass berechtigte Existenzängste doch noch mal ne andere Hausnummer sind und dass diese zunehmend verbreitet sind. Ich muss nicht mal zwei Hausnummern weiter gucken, um echte Existenzangst zu sehen. Die "Performance" wird doch heutzutage von fast jedem Angestellten gemessen, unabhängig von Qualifikation, Branche usw.


Ein großer Unterschied ist, dass Fußballprofis nicht nur intern vom Chef, sondern öffentlich beurteilt und kritisiert werden und damit leben müssen, dass Millionen Menschen (oder bei englischen Proficlubs bzw. bei einer WM sogar Milliarden Menschen) ihnen zuschauen und sich eine Meinung über sie bilden. Und dass viele diese Meinung auch nicht für sich behalten, sondern im Netz breittreten. Schlimmstenfalls schafft es ein Eigentor oder ein verschossener Elfmeter in die Hauptnachrichten.
Das ist dann zwar evtl. etwas anderes als (materielle) Existenzangst, aber dafür die Angst, weltweit bloßgestellt zu werden, die sich vermutlich auch ziemlich existenziell tiefgehend anfühlen kann.
Hinzu kommt die Dauerbelastung, gerade als Nationalspieler: dauernd Spiele, dauernd Reisen, evtl. häufige Vereinswechsel mit Umzügen, dauernd Öffentlichkeit - gerade dann, wenn du müde bist nach einer Saison und eigentlich nur Urlaub willst und brauchst, dann folgt die WM und verlangt dir nochmal alles ab... Da hilft kein Geld der Welt dagegen, dass der eigene Akku leer geht. Darum geht es Mertesacker, er bestreitet ja gar nicht die reizvollen Seiten des Fußballerseins, er will nur aufzeigen, wie sehr das alles körperlich und mental an die Substanz geht. Das finde ich völlig nachvollziehbar.

Was würde da helfen? Wie im sonstigen Berufsleben auch erst einmal ein Chef, der diese Probleme wahrnimmt und nachvollziehen kann. Der im Kopf hat, wie wichtig Regeneration und Frische für eine gute Leistung sind, der Spielern mal von sich aus ein paar Ruhetage nahelegt, der auch selbst vorlebt, dass man nicht 15 Jahre oder ein Leben lang durchgehend Hochleistung bringen kann. (Pep Guardiola z. B. hat sich als Trainer ein Sabbatjahr gegönnt.)
Ich hoffe, dass sich bei den Vereinen etwas tut, dass begonnen wird, die Gesundheit der Angestellten langfristiger im Auge zu haben - schon weil es sich auch langfristig in Leistung auszahlt. Und nicht nur da!


Thema abonnieren antworten

Seite: 1 | 2 |








Chrissi2013: NEU-Lesbentreff in Saarbrücken-NEU!!      +++     >>> Laufband-Message ab nur 5,95 € für 3 Tage! <<<