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31.10.2018 14:14
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Diesmal geht es um Wirbeltiere. Und zwar um eine Verringerung der Bestände seit 1970. (also erdgeschichtlich gesehen nicht einmal ein Bruchteil von einem Wimpernschlag)
Besonders trifft es Süd- und Zentralamerika.

https://www.sueddeutsche. [...] .4191116

ZitatWWF-Studie: Bestand der Wirbeltiere um 60 Prozent geschrumpft

• Am Dienstag haben die Umweltstiftung WWF und die Zoologische Gesellschaft London ihren "Living Planet Report 2018" vorgestellt.
• Demnach verbraucht die Menschheit in jedem Jahr 70 Prozent mehr natürliche Ressourcen, als die Erde in diesem Zeitraum erneuern kann.
• Besonders stark schrumpfen die Tierbestände in Süd- und Zentralamerika. Dort sank ihre Zahl um 89 Prozent gegenüber 1970.


...




01.11.2018 13:34
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Aus dem Artikel:
"Unser Lebensstil ist wie Kettenrauchen und Komasaufen auf Kosten des Planeten", fasst Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleiter Naturschutz beim WWF Deutschland, die Ergebnisse des Reports zusammen. Noch sei jedoch eine Trendwende machbar. "Dazu müssen wir national und international mutiger und konsequenter handeln."

01.11.2018 16:50
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.11.2018 um 13:34:



Aus dem Artikel:
"Unser Lebensstil ist wie Kettenrauchen und Komasaufen auf Kosten des Planeten", fasst Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleiter Naturschutz beim WWF Deutschland, die Ergebnisse des Reports zusammen. Noch sei jedoch eine Trendwende machbar. "Dazu müssen wir national und international mutiger und konsequenter handeln."


Naja, was sollen sie denn schreiben? Sie müssen es ja irgendwie positiv formulieren.
Wenn du was erreichen willst, kannst du ja schlecht schreiben: "Leute, hat eh keinen Sinn mehr."

Es ist ja immer wieder diskutiert worden, ob wir am Beginn des nächsten großen Massenaussterbens stehen. Dieses Mal vom Menschen verursacht.

http://advances.sciencema [...] 253.full

Ich sag mal so, wir sollten alles daran setzen, das Artensterben zu stoppen. Denn die Chance, am Ende eines Massenaussterbens noch dabei zu sein, ist gering.
Deswegen ist tatsächlich Handeln angesagt, bevor es vollständige wissenschaftliche Klarheit zum gerade zu beobachtenden Verlust der Artenvielfalt gibt.

editiert am 01.11.2018 21:45 Beitrag melden Zitatantwort
01.11.2018 17:03
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hier geht es um die letzten unberührten Flächen

https://www.n-tv.de/wisse [...] 267.html

01.11.2018 20:31
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„Jede Tonne C02 ist zu viel“

https://www.deutschlandfu [...] d=431669

01.11.2018 20:59
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.11.2018 um 13:34:



Aus dem Artikel:
"Unser Lebensstil ist wie Kettenrauchen und Komasaufen auf Kosten des Planeten", fasst Jörg-Andreas Krüger, Geschäftsleiter Naturschutz beim WWF Deutschland, die Ergebnisse des Reports zusammen. Noch sei jedoch eine Trendwende machbar. "Dazu müssen wir national und international mutiger und konsequenter handeln."


Aufrichtig nett gemeint die Worte des Herrn Krüger. Trifft es bedauerlicherweise nicht im Entferntesten, weil die Verhältnissmäßigkeiten nicht stimmen. Wie auch? Bereits innerhalb kürzester Zeit hat sich die Menschheit zu dem gelben Tierchen verwandelt, welches mich als Kind hat nicht schlafen lassen, nachdem ich es in einer Film-Hommage an die Beatles gesehen habe, von den Bee Gees mit dem Titel "Yellow submarine"... Es (was auch immer es war, ich erinnere mich nicht mehr genau) saugte - einem schwarzen Loch ähnlich - alles herum auf, irgendwann inkl. des eigenen Schwanzes - wupps, weg war es...
Und nu?
Das weiße Rauschen...

P.S.: Für die Interessierten von euch (übrigens gerade das 50. Jubiläum):
https://www.mdr.de/kultur [...] 106.html

editiert am 01.11.2018 21:19 Beitrag melden Zitatantwort
02.11.2018 09:43
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https://www.zeit.de/wisse [...] ell-meer

ZitatAntarktis:
Pläne für größtes Meeresschutzgebiet gescheitert
Die EU will im Südpolarmeer ein Gebiet fünfmal so groß wie Deutschland zum Schutzgebiet erklären. Doch China, Russland und Norwegen blockieren die Pläne.
...


02.11.2018 11:26
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 01.11.2018 um 16:50:

Naja, was sollen sie denn schreiben? Sie müssen es ja irgendwie positiv formulieren.
Wenn du was erreichen willst, kannst du ja schlecht schreiben: "Leute, hat eh keinen Sinn mehr."
(...)


Mein emoticon " " bezog sich nicht auf den Auszug des Artikels, sondern auf die Fakten, die wirklich nicht zum Sektkorkenknallen einladen. Und natürlich hat es Sinn, etwas zu tun - ich frage mich nur, wie diese Fakten verpacken, damit sie erschrecken - irgendwie tun sie es anscheinend nicht. Der Mensch ist ein Meister der Verdrängung...

Nur ein Schnippsel aus meinem Alltag - sobald ich mitkriege, dass jemand den Flieger benutzt, frage ich nach dem Warum und wie der- oder diejenige diese CO2-Schuld wieder ausgleichen möchte. Ich erntete bisher zu 100% unglaubliches Schauen Und es waren alles keine Dumpfbacken oder Nichtinformierte. Wissen und Handeln bilden so eine immense Schere - auch bei mir, ich kann mich da überhaupt nicht rausnehmen.

editiert am 02.11.2018 11:32 Beitrag melden Zitatantwort
02.11.2018 12:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.11.2018 um 11:26:
... ich frage mich nur, wie diese Fakten verpacken, damit sie erschrecken - irgendwie tun sie es anscheinend nicht. ...


Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, was du da noch dramatisieren willst. Hast du dir den Link angeschaut? Selbst unter den sehr konservativen Annahmen der Studie sind die Ergebnisse dramatisch. Und wie sie so schön schreiben: Noch ist es nicht zu spät, die Entwicklung abzuwenden, aber unser Zeifenster schließt sich schnell.

Die Lage ist ernst. Es ist nur einfach so, dass das persönliche Bauchgefühl immer stärker zählt als jede Wissenschaft. Und warum etwas anders machen als bisher?

editiert am 02.11.2018 12:59 Beitrag melden Zitatantwort
02.11.2018 13:03
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.11.2018 um 12:56:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.11.2018 um 11:26:
... ich frage mich nur, wie diese Fakten verpacken, damit sie erschrecken - irgendwie tun sie es anscheinend nicht. ...


Ganz ehrlich, ich verstehe nicht, was du da noch dramatisieren willst. Hast du dir den Link angeschaut?(...)


Ich glaube, du hast nicht verstanden, was ich mit "nicht erschrecken" meinte - wenn die Fakten die Menschheit erschrecken würde, würden doch die Alarmglocken läuten, würden alle Nationen sich zu einem Sondergipfel zusammensetzen, würden sofortige Massnahmen eingeläutet werden, würden, würden....

02.11.2018 13:07
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Hm, ich ging davon aus, dich schon zu verstehen. Ich würde wohl eher sagen, wenn die Leute die Fakten ignorieren, kann man ihnen eben auch nicht helfen. Die Leute setzen ihre Prioritäten und wer will ihnen das nehmen?

02.11.2018 13:11
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Im Übrigen gibt es ja viele bunte Werbekampagnen, um alles leicht verdaulich auf den Punkt zu bringen. Und die Leute schreiben sich die Finger wund an ihren "Zusammenfassungen für Entscheidungsträger". Bloß: Wen interessiert’s?

02.11.2018 13:21
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.11.2018 um 13:07:

Hm, ich ging davon aus, dich schon zu verstehen. Ich würde wohl eher sagen, wenn die Leute die Fakten ignorieren, kann man ihnen eben auch nicht helfen. Die Leute setzen ihre Prioritäten und wer will ihnen das nehmen?


Ich glaube, dies hat auch etwas mit Emotionalisierung plus Betroffenheit zu tun. Ganz blödes Beispiel - eine Robbenbaby emotionalisiert, ein Schwein aus der Massentierhaltung weniger. So ist es mit vielen Fakten, so schlimm sie sich auch lesen. Wenn plötzlich hier das Bier ausgehen würde, weil der Klimawandel dazu führt, dass der Hopfen nicht mehr wächst - das erreicht wohlmöglich mehr Menschen als manche Fakten.

02.11.2018 13:51
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Zumindest kann man berechtigte Hoffnung haben, dass die Artenvielfalt plastikfressender Bakterien in Zukunft nicht bedroht sein wird. So ausnahmslos positiv stimmt mich das allerdings nicht.

editiert am 02.11.2018 15:48 Beitrag melden Zitatantwort
02.11.2018 16:19
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.11.2018 um 13:21:

So ist es mit vielen Fakten, so schlimm sie sich auch lesen. Wenn plötzlich hier das Bier ausgehen würde, weil der Klimawandel dazu führt, dass der Hopfen nicht mehr wächst - das erreicht wohlmöglich mehr Menschen als manche Fakten.

Naja, das eine sind Fakten, die eine/n nicht unmittelbar betreffen: Artensterben in Südamerika oder der Tiefsee, das andere schon: kein Bier.

Die Frage ist nur, ob bei Klimawandel und Artensterben unsere direkte Betroffenheit noch im relevanten Zeitfenster liegen wird ...

Und am Ende ist "Komasaufen" doch eine vernünftige Lösung? *grübel*

02.11.2018 22:44
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.11.2018 um 13:21:

... Wenn plötzlich hier das Bier ausgehen würde, weil der Klimawandel dazu führt, dass der Hopfen nicht mehr wächst - das erreicht wohlmöglich mehr Menschen als manche Fakten.


Wer erst reagiert, wenn das Bier knapp wird, verschwindet möglicherweise nicht ganz zu Unrecht von der Weltenbühne.
Blöd nur für die vielen anderen Arten, die mitgenommen werden …

Edit:
Eine Freundin (Mutter von 2 Kindern) äußerte in diesem Zusammenhang mit leichtem Zynismus, dass es der Welt ja nur zu wünschen wäre, wenn der Mensch möglichst schnell verschwinden würde. Gemein wäre nur, dass dabei diejenigen (Generationen) den Preis zahlen würden, die nichts dazu beigetragen hätten. Es stimmt schon, diejenigen, die es angeht, werden gar nicht erst gefragt.

Allerdings geht dieses Szenario wohl nicht ganz auf. Wenn die Erde großflächig für Menschen unbewohnbar geworden ist, dann ist zu diesem Zeitpunkt auch die uns bekannte biologische Vielfalt für immer verloren. Bis eine ähnliche Vielfalt wieder hergestellt wäre, würden mehrere Millionen Jahre vergehen.


editiert am 02.11.2018 23:03 Beitrag melden Zitatantwort
02.11.2018 23:18
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 02.11.2018 um 09:43:

https://www.zeit.de/wisse [...] 8-11/ant arktis-umweltschutz-meeresschutz-weddell-meer

ZitatAntarktis:
Pläne für größtes Meeresschutzgebiet gescheitert
Die EU will im Südpolarmeer ein Gebiet fünfmal so groß wie Deutschland zum Schutzgebiet erklären. Doch China, Russland und Norwegen blockieren die Pläne.
...


Habe mir die Kommentare nochmal durchgelesen und kann sagen, dass ich bei Kommentar #6 nicken musste.
Darf man hier Kommentare zitieren?

ZitatOnlyHuman
#6 — vor 13 Stunden

Der Planet stirbt. Die Zeichen sind nicht mehr verkennbar. Der ökologische Kollaps wird kommen. Derweil bezeichnen wir die Migration als Mutter aller Probleme und demonstrieren damit, dass wir es wohl nicht anders verdient haben, als krachend gegen die Wand zu fahren.

https://www.spektrum.de/n...

https://www.spektrum.de/n...

Todeszonen im Meer, wo kein Leben mehr existiert. 60%iger Rückgang der Wirbeltiere. Bei den Insekten ist der Schwund noch dramatischer. Und wir haben weitläufig nichts besseres zu tun, als die bösen Linksgrünen niederzuschreien, weil die ja keine Ahnung hätten.

Die Reichen werden ihre Schäfchen ins Trockene bringen und sich weiter abkapseln. Dem Rest wird verbrannte Erde zurückbleiben und das Wasser wird knapp werden. Der Klimawandel erledigt den Rest. Auch handelt es sich um exponentielle Vorgänge, die einander immer wieter verstärken, es wird also immer schneller immer schlechter.

Aussicht auf Optimismus: Sehr gering! Wir kriegen diese Erde schon noch klein, schließlich können wir es nicht zulassen, dass eine linksgrüne oder, was ich präferiere, eine auf Wissenschaft & Fakten ausgerichtete Regierung, unsere Industrie runiert. Und überhaupt: Arbeitsplätze, Wachstum und wer soll das nur bezahlen. Und überhaupt, die anderen.

https://www.zeit.de/wisse [...] comments

03.11.2018 14:11
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"Das Gros des durch Menschen bedingten Temperaturanstiegs seit den 1970er-Jahren - unglaubliche 93 Prozent - ist vom Ozean absorbiert worden, der wie ein Puffer gegen den Klimawandel agiert. Aber das hat seinen Preis."
Dan Laffoley, bei der Weltnaturschutzunion (IUCN) zuständig für Meeresschutzgebiete

https://www.br.de/klimawa [...] 100.html

Auch wenn einem biologische Vielfalt als abstrakte Größe vielleicht nicht so am Herzen liegt: Wenn das Ökosystem Meer irgendwann nicht mehr funktioniert, haben wir ein massives Problem.

04.11.2018 12:40
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Letztlich ist die Frage, wie das Ganze in unserem auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystem auf einem begrenzten Planeten klappen soll.

Leider habe ich von Wirtschaft keine Ahnung, aber hier ist ein Artikel zum Thema "Postwachstumsökonomie".

ZitatSchluss mit WachstumWachstumWachstum
Für mehr Lebensqualität und eine gesunde Umwelt: In einem offenen Brief fordern bekannte Forscherinnen und Forscher von der EU, ihre Fokussierung auf Wachstum zu beenden.

Brauchen wohlhabende Gesellschaften – zum Beispiel die europäischen – noch Wirtschaftswachstum? Nein!, sagen mehr als 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, unter ihnen renommierte Ökonominnen und Ökonomen.

Sie wollen eine gerechtere Verteilung des Reichtums, eine Begrenzung des Ressourcenverbrauchs und mehr Lebensqualität mit weniger, aber sinnvoller Arbeit. Das alles sei möglich, wenn man die Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum überwinde, sagen sie, und fordern genau das in einem offenen Brief an die Europäische Union.
...


https://www.zeit.de/wirts [...] er-brief

Edit:

Die Petition zum Thema:

https://you.wemove.eu/cam [...] -beenden



editiert am 04.11.2018 13:09 Beitrag melden Zitatantwort
04.11.2018 12:55
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Noch was ganz aktuelles, was ich bis vor kurzem noch nicht wusste:

An alle Raucher*innen (wie mich):

Zigarettenkippen bitte nicht mehr achtlos auf die Straße werfen!:

https://www.welt.de/wisse [...] elt.html


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