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Abbe Pierre ...


26.01.2007 22:46
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Da ich niergendwo hier einen Beitrag zum Thema gefunden habe, wundere ich mich sehr. Er war zwar ein Mann und viele Lesben klammern daher solche Themen aus, aber ein solches soziales Engagement wie das von Abbe Pierre war lange Jahre ein Lichtblick für die Armen Leute - nicht nur in Frankreich.

Er war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Gegenwart, ein Mensch, an dem sich mancher Politiker ein Scheibchen abschneiden könnte.

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Quelle:
http://de.news.yahoo.com/ [...] der.html

Legendärer französischer Armenpriester
Abbé Pierre tot

Paris (AP) Der legendäre französische Armenpriester Abbé Pierre ist tot. Er starb am Montag im Alter von 94 Jahren im Pariser Krankenhaus Val-de-Grace, wie seine Stiftung mitteilte. Abbé Pierre war einer der beliebtesten und geachtetsten Franzosen, sein Tod löste im ganzen Land große Anteilnahme aus. «Wir haben eine großartige Persönlichkeit verloren, ein Gewissen, eine Inkarnation des Guten», erklärte Staatspräsident Jacques Chirac.
Abbé Pierre setzte sich zeitlebens mit ungewöhnlichen Methoden für Arme, Obdachlose und Waisen ein. 1949 rief er die gemeinnützige Emmaus-Bruderschaft ins Leben,

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ein Sozialwerk für alle Ausgeschlossenen. Der frühere Mönch, Widerstandskämpfer und Abgeordnete versuchte auch im hohen Alter seinen Einfluss noch zu nutzen: Im vergangenen Jahr redete er aus dem Rollstuhl dem Parlament ins Gewissen, um eine für die Bedürftigen nachteilige Reform des sozialen Wohnungsbaus zu verhindern.
Vor acht Tagen war der katholische Geistliche mit einer Lungenentzündung ins Krankenhaus gebracht worden. Er starb am Montag in den frühen Morgenstunden. Expräsident Valéry Giscard d'Estaing forderte ein Staatsbegräbnis.

Seinen Ruf als «Vater der Armen» begründete Abbé Pierre 1954. Nachdem ein drei Monate altes Baby in einem Bus gestorben war, der seiner Familie als Wohnung diente, rief er in einer Radioansprache zu Spenden für Obdachlose auf. Binnen Minuten folgten Millionen Menschen seinem Appell. Ein Hotel, Bahnhöfe und Armee-Lastwagen wurden abbestellt, um Tonnen von Hilfsgütern einzusammeln.

Als Henri Groués 1912 in Lyon geboren, trat er mit 19 Jahren dem Kapuziner-Orden bei und wurde 1938 zum Priester geweiht. Vier Jahre später trat er in die Résistance ein und half, Juden vor den Nazis in die Schweiz zu bringen. In dieser Zeit nahm er den Kampfnamen Abbé Pierre an. Mit seinem lebhaften Temperament und seinem rebellischen Geist ließ er sich vom Staat nicht vereinnahmen. 1992 lehnte er die Auszeichnung mit dem Orden der Ehrenlegion ab, weil er die Politik für die Obdachlosen als unzureichend betrachtete. 2001 akzeptierte er die Ehrung schließlich, Chirac bezeichnete ihn damals als «lebende Legende».

Mitte der 90er Jahre löste der Abbé selbst einen kleinen Skandal aus. Er verteidigte das umstrittene Buch «Gründungsmythen der israelischen Politik» seines Freundes Roger Garaudy, in dem die Zahl der von den Nazis getöteten Juden in Frage gestellt und der israelischen Regierung vorgeworfen wird, den Holocaust zu instrumentalisieren. Er distanzierte sich später von dem Werk.

Der reformerische Geist des Katholiken blieb bis zu seinem Tod wach. 2005 erschien sein Buch «Mon Dieu ... Pouquoi?» (Mein Gott ... warum?). Darin legt er nahe, dass er als junger Mönch Sex hatte, und fordert die Abschaffung des Zölibates. Er setzt sich darin auch für die Ehe von gleichgeschlechtlichen Partnern ein und fordert die Priesterweihe für Frauen.

Sein Sozialwerk Emmaus ist inzwischen in vielen Ländern aktiv. 1992 gründete er in Frankreich zudem die Abbé-Pierre-Stiftung. «Ganz Frankreich ist im Herzen getroffen», sagte Chirac nach der Meldung über seinen Tod. Premierminister Dominique de Villepin erklärte: «Abbé Pierre hat uns allen den Weg zur Güte aufgezeigt. Er wird allen Franzosen fehlen.» Erschüttert zeigte sich der Vorsitzende von Emmaus Frankreich. Alle, denen der Abbé geholfen habe, empfänden tiefen Schmerz, sagte Martin Hirsch.

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26.01.2007 22:49
editiert am 26.01.2007 22:50 melden kommentieren

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