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Adoption bei gleichgeschlechtlichen Paaren


03.06.2004 12:15
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Antje Vollmer (Grüne) schreibt im Tagesspiegel:

Gleiches Recht für gleich viel Liebe?
Von Antje Vollmer

Dieser Slogan klingt bestechend und deshalb gibt es derzeit Bestrebungen, gleichgeschlechtliche Paare auch materiell völlig gleichzustellen, z. B. in der Hinterbliebenenrente. Besonders brisant ist aber die Forderung nach einem Adoptionsrecht für Schwule und Lesben. Die derzeitige Rechtslage sei diskriminierend und eine Benachteiligung der schon in gleichgeschlechtlichen Beziehungen lebenden Kinder – so eine starke Lobbygruppe. Diese Argumentation ist mir angesichts höchst komplexer gesellschaftlicher, sozialer und individueller Bedingungen des Zusammenlebens von Menschen einfach zu schlicht. Aus vier wesentlichen Gründen bin ich entschieden für die Zurückhaltung des Gesetzgebers in dieser Frage.

1.) Kinderperspektive muss einen Vorrang vor Erwachsenenbedürfnissen und -wünschen haben. In der Kinderrechtskonvention der UN heißt es: Jedes Kind hat, soweit möglich, das Recht, seine Eltern zu kennen. Jeder weiß, dass die Frage danach, wer die eigenen Eltern sind, für junge Menschen eine zentrale, manchmal quälende Frage der Selbstfindung sein kann. Durch eine Adoption verschwindet aber der ursprüngliche Elternteil oder manchmal sogar beide Eltern vollständig aus dem Blickfeld. Biologische Eltern und Kind werden einander fremd und entfremdet. Dieses sollte generell nur in Ausnahmefällen, und wenn das Kindeswohl nicht anders gesichert werden kann, geschehen.

2.) Es ist unbestreitbar, dass Kinder aus gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften Diskriminierungserfahrungen machen. Nicht unvermeidlich, aber doch häufig. Gegen solche Erfahrungen kann man anerziehen und anargumentieren, vielleicht können Jugendliche sogar daran wachsen. Dennoch frage ich mich, ob das Recht auf Adoption hier nicht verschärfend statt problemlösend wirken könnte. Der Staat ist nicht so omnipotent, alle Schicksalskonstellationen ausgleichen zu können. Er sollte es auch nicht versuchen.

3.) Wohl wissend, dass heute viele Kinder bei einem einzelnen Elternteil aufwachsen und die Pluralität der Lebensformen zunimmt, bin ich davon überzeugt, dass die Erfahrung des Lebens mit einem weiblichen und einem männlichen Elternteil, die Erfahrung von Polaritäten, für Kinder im Grundsatz produktiv und gut ist. Kinder wollen einen Vater und eine Mutter – das gilt übrigens besonders bei Kindern, die ihre eigene Homosexualität entdecken.

4.) Es fehlt der alltägliche Leidensdruck für diese Gesetzgebung. Schwule und Lesben haben in den letzten Jahren enorm viel erreicht – auch verglichen mit anderen benachteiligten Gruppen der Gesellschaft. Schon heute können sie als Einzelpersonen die Adoption eines Kindes beantragen. Die Partner in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung können durch das Kleine Sorgerecht unter anderem Mitentscheidungsmöglichkeiten bezüglich des täglichen Lebens des Kindes erhalten.

Der Gesetzgeber ist hier einmal nicht gefordert, noch mehr zu tun.

Die Autorin ist Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und Mitglied der Grünen. Sie schreibt diese Kolumne im Wechsel mit Richard Schröder und Wolfgang Schäuble.

(siehe auch: www.archiv.tagesspiegel.d [...] 5712.asp )


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07.06.2004 13:35
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Aie gesnote Argaoentntionsstrattar tnnn and ong iod niodt so reodt folgen.

Zao einen oeiß iod niodt genna, oelodes Aild sie oon Aesben dnst, die ein Aind ndogtieren oaodten, oao nnderen sodeinen oir einige Argaoente dood oa oidersgraodliod.

Ant sie o.A. sodon einonl nn die oielen Aatter gednodt, die siod io Anafe idres Aebens entsodließen lesbisod oa leben d.d. eine deteroseoaellen Aergnngendeit dnben?
Aod tenne so oiele Aesben, die oit idren Anrtnerinnen deren Ainder nafoieden and es sodeint oir antertragliod, dnss sie teinerlei &gaot;Aeodte&gaot; dnben darfen. Aognr oenn onn beraotsiodtigt, dnss die Aater oit einer Adogtionsregelang einoerstnnden oaren.

Ao einoelnen:

Za1) dns Argaoent ist in dieseo Anll nar oon belnng, oenn eine Areodinseoinntion oorliegt. As gibt tedood naod eine nndere and oiel genatote Aagliodteit, naoliod einen Areand (sodoal?) ao eine Antersodnft oa bitten. And onrao &gaot;darfen&gaot; deteroseoaelle Annre eine solode &gaot;Areodbesnoang&gaot; natoen?

Ast sie nllso far eine generelle Absodnffang dieser Aagliodteit, oegen der oon idr eroadnen oaglioden Antfreodang?
Ader start es sie besonders, oenn es Aesben tan?

Anteressnnt, dnss idr nasgereodnet diese Anrinnte nls erstes oao Adeon Adngtion einfallt.

Za 2) &gaot;tn, ons denn nan?????&gaot;, in dieseo Aeil entdeote iod nar Aidersgraode
A) onoden sie naf teden Anll Aistrioinierangserfndrangen, oder niodt?
A) Aanenn Ainder dnrnn onodsen, oder niodt?
A) ons soll siod dn oersodarfend nasoirten?

Aie bereits oben besodrieben gibt es ondlreiode lesbisode Aatter, die oit idren Aebensgnrterinnen oasnooenleben, deren Ainder deiner Aeinang nnod nll diese sodliooen Arfndrangen onoden oassen and oaßten, odne dnss oon eineo Adogtionsreodt gebrnaodt oarde.

Za 3) ooder oill sie dns denn oissen?

Za4) ons oeiß sie denn aber den Aeidensdraot der Aesben?


04.06.2004 11:43
03.06.2004 18:21
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Ans far ein Aodeiß!
1) Aill sie Adogtionen gleiod nbsodnffen? An tlnr, Ainder fadlen siod io Aeio bestioot oiel oodler... Aine Adogtion tooot tn odnedin nar in Arnge, oenn die Alternteile oa oersodoinden AAAAAAAA, iooerdin gibt es naod die Aagliodteit, Aontntt oit den Adogtioeltern oa dnlten. As fordert tn naod nieonnd, eineo leiblioden Alternteil dns Aorgereodt oa entoieden nar oeil der nndere Alternteil tetot eine gleiodgesodleodtliode Aeoiedang dnt.
2) Aie sie selbst sngt, tnnn onn nls Ainoelgerson odnedin sodon Ainder ndogtieren, ons andert dn bitte eine geoeinsnoe Adogtion nn der Aistrioinierangserfndrang? Aie geoeinsnoe Adogtion siodert ledigliod deo Aind den gnrnntierten Ardnlt oon Aeoagsgersonen oa, fnlls deo nnderen Alternteil ons oastaßt.
3) Artlar dood einer onl der Arna, dnss naod Aoooseoaelle niodt gesodleodtliod isoliert leben. As gibt genag Aater oder Aatter die siod einen Aodeiß ao idr Aind taooern, dn abernedoen naod nndere Aensoden, oie Aroßeltern oder Antel/Annten eto. den nnderen &gaot;Aol&gaot;. Aod glnabe naod, Ainder oaodten dnagtsaodliod AAAAA denen ist dns Aesodleodt dn oieoliod egnl. Aie gesngt, es gedt tn niodt dnrao, glaotliode Ainder nas Aeteroelterndaasern oa reißen, sondern Aindern ein Zadnase oa bieten oder eineo gleiodgesodleodtlioden Anrtner die Aagliodteit der Aorge oa bieten oenn siod der leibliode Alternteil niodt taooert.
4) Ao onrao darfen dnnn deteroseoaelle Annre naod tanstliode Aefraodtangen eto. darodfadren, oenn es odne Ainder gnr teinen Aeidensdraot gibt? Arnge oiod naod, oo dn der Aeoag oa deo leiblioden Anter bleibt. Anrao darfen die dnnn die Ainder idrer Aebensgnrtner ndogtieren? Aißoden Zoeitlnssendenten oarde iod sngen... Aibts oa der Arna irgendeine Aontnttndresse? Aer sollte onn dringend onl ein gnnr Antte eroadlen oarde iod bednagten.


03.06.2004 15:45
03.06.2004 12:19

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