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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadAtombombe
09.10.2006 09:24
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0 Nordkorea testet erstmals Atombombe Weltweit scharfe Kritik an unterirdischem Experiment Seoul - Nordkorea hat nach eigenen Angaben seinen ersten Atomwaffentest erfolgreich durchgeführt. Das unterirdische Experiment sei mit "einheimischer Weisheit und Technologie 100-prozentig durchgeführt worden", berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Montagmorgen. Aus dem Versuchsgelände sei keine Radioaktivität ausgetreten. Weltweit rief der Test scharfe Proteste hervor. "Ein historisches Ereignis" "Der Atomwaffentest ist ein historisches Ereignis, das unser Militär und unser Volk glücklich macht", hieß es bei KCNA. "Der Atomwaffentest wird dazu beitragen, den Frieden und die Stabilität auf der koreanischen Halbinsel und in der umliegenden Region zu erhalten." Nordkorea habe sich stets eine so mächtige und zuverlässige Waffe zur Selbstverteidigung gewünscht. Erdbeben in der Region Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete unter Berufung auf Verteidigungsexperten, das Experiment habe um 10.36 Uhr Ortszeit (03.36 Uhr MESZ) in Hwaderi nahe der Stadt Kilju stattgefunden. Ein Beamter der Behörde zur seismischen Überwachung der Region bestätigte, dass um diese Zeit eine Erderschütterung mit einer Stärke von 3,6 auf der Moment-Magnitude registriert worden sei. Auch die US-Geologiebehörde verzeichnete in der Region ein unterirdisches Beben mit einer Stärke von 4,2. China verurteilt Test Der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyan rief nach Angaben seines Sprechers seine Sicherheitsberater zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Das Verteidigungsministerium erhöhte den Alarmzustand bei den Streitkräften. Das chinesische Außenministerium erklärte, es lehne das Verhalten der Regierung in Pjöngjang kategorisch ab. Man hoffe, dass Nordkorea schon bald an den Verhandlungstisch zurückkehren werde. Nordkorea hat die Sechs-Parteien-Gespräche mit Südkorea, China, Japan, Russland und den USA vor einem Jahr aufgekündigt. "Test hat Region destabilisiert" Der japanische Kabinettssekretär Yasuhisa Shiozaki sagte auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Tokio, die Berichte Nordkoreas über einen erfolgreichen Atomwaffentest seien eine Provokation und eine ernsthafte Bedrohung der Stabilität in der Region. Der australische Premierminister John Howard verurteilte den Atomwaffentest Nordkoreas ebenso. Der Test habe "die Region destabilisiert" und "Nordkoreas eigene Sicherheit untergraben", sagte Howard im australischen Parlament. USA wollen "extrem starke" Resolution Die USA wollen in Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest eine "extrem starke" Resolution im Weltsicherheitsrat erreichen. Danach solle es künftig für alle Mitglieder der Vereinten Nationen verboten sein, Nordkorea Raketentechnologien für dessen Atomwaffenprogramm zu liefern, zitierte der US-Sender Fox News am Montagmorgen hochrangige Washingtoner Regierungsbeamte. Die USA wollten außerdem auf harte Strafmaßnahmen im Handelsbereich dringen, dabei aber Öllieferungen ausnehmen. Nordkorea hat in der vergangenen Woche bekannt gegeben, es werde "zur Abschreckung einer möglichen Invasion der Vereinigten Staaten" erstmals eine Atomwaffe testen. Die Ankündigung löste weltweit Besorgnis aus. Neben zahlreichen Staats- und Regierungschefs forderte auch der UN-Sicherheitsrat die Regierung in Pjöngjang auf, auf den Test zu verzichten. (joe/AP/dpa)
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