Berliner/innen
Schlagfertigkeit und Schnoddrigkeit sind zwei Eigenheiten, die dem Berlinerischen zu seinem weithin bekannten Ruf verholfen haben.
Sieht man etwa einen Radfahrer hinfallen und fragt ihn teilnahmsvoll: "Sind Sie hingefallen?" bekommt man vermutlich zu hören: "Nee, so steij ick immer ab!"
Und fragt man einen Berliner Jungen, wo das Kreiskrankenhaus sei, bekommt man gewiss zur Antwort: "Kreiskrankenhaus? Ham wa nich. Unsert is viereckig. Wat Sie meen' is de Jasanstalt."
Nicht zu vergessen, ist die Lust des Berliners am verbalen Schlagabtausch. Ein Zusammenstoß zweier Autofahrer könnte demnach so aussehen:
"Ha'm Se keene Oogen in' Kopp? - Komm' Se mir doch nich dumm, sonst komm ick Ihnen dummer - Sie ha'm sich woll schon überlejt, wie Ihn' een Jlasooge steht? - Wa, du hast wohl lang' nich' dein eijnet Jeschrei jehört? - Spuck ma' hin, wo de liejen willst! - Wenn ick zulang', kannste deene Knochen in't Schnuppduch zu Hause draren - Mensch, koof dir doch 'n Schwanz und jeh als Affe nach Hause! - Wenn de mir noch wat sagen willst, jeh wech un' halts Maul!"
Der Dialog zeigt, dass es weniger auf eine tatsächliche Auseinandersetzung ankommt, als vielmehr auf die sprachliche Ausgestaltung darum herum. Dies ist nicht zuletzt dem unerschütterlichen Humor der Berliner zu verdanken, den sie auch in schwierigen Situationen nicht verlieren: "Naja, sterben müssen wir ja alle, aber ick lass mir nich jerne drängeln!"
Wer das Berlinerische kennen lernen will, hört am Besten vor Ort den Einheimischen zu. Und dabei wird er gewiss feststellen: Die Berliner haben wirklich eine große Schnauze - aber eine Schnauze mit Herz!
Sieht man etwa einen Radfahrer hinfallen und fragt ihn teilnahmsvoll: "Sind Sie hingefallen?" bekommt man vermutlich zu hören: "Nee, so steij ick immer ab!"
Und fragt man einen Berliner Jungen, wo das Kreiskrankenhaus sei, bekommt man gewiss zur Antwort: "Kreiskrankenhaus? Ham wa nich. Unsert is viereckig. Wat Sie meen' is de Jasanstalt."
Nicht zu vergessen, ist die Lust des Berliners am verbalen Schlagabtausch. Ein Zusammenstoß zweier Autofahrer könnte demnach so aussehen:
"Ha'm Se keene Oogen in' Kopp? - Komm' Se mir doch nich dumm, sonst komm ick Ihnen dummer - Sie ha'm sich woll schon überlejt, wie Ihn' een Jlasooge steht? - Wa, du hast wohl lang' nich' dein eijnet Jeschrei jehört? - Spuck ma' hin, wo de liejen willst! - Wenn ick zulang', kannste deene Knochen in't Schnuppduch zu Hause draren - Mensch, koof dir doch 'n Schwanz und jeh als Affe nach Hause! - Wenn de mir noch wat sagen willst, jeh wech un' halts Maul!"
Der Dialog zeigt, dass es weniger auf eine tatsächliche Auseinandersetzung ankommt, als vielmehr auf die sprachliche Ausgestaltung darum herum. Dies ist nicht zuletzt dem unerschütterlichen Humor der Berliner zu verdanken, den sie auch in schwierigen Situationen nicht verlieren: "Naja, sterben müssen wir ja alle, aber ick lass mir nich jerne drängeln!"
Wer das Berlinerische kennen lernen will, hört am Besten vor Ort den Einheimischen zu. Und dabei wird er gewiss feststellen: Die Berliner haben wirklich eine große Schnauze - aber eine Schnauze mit Herz!