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Buch über Tafeln.

10.09.2008 15:35
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Stephan Selke
Fast ganz unten.
Wie man in Deutschland durch die Hilfe von Lebensmitteltafeln satt wird
2008 - 24ß S. - € 19,90
978-3-89691-754-6
Knapp 800 Lebensmitteltafeln gehören mittlerweile zur fast selbstverständlichen Grundausstattung des erodierten Wohlfahrtsstaates in Deutschland. Sie versorgen Woche für Woche bedürftige Menschen mit Waren aus der Überproduktion der Lebensmittelbranche. Tafeln stellen damit die Grundversorgung immer größerer Bevölkerungsteile sicher und ersetzen Versorgungs- und Fürsorgeleistungen des Staats. Die Innenwelt der Tafeln und die mit ihrer Praxis verbundenen Paradoxien sind Gegenstand der Sozialreportage ?fast ganz unten". Sie enthält viele konkrete Antworten auf die Frage, wie man heute an der Peripherie der Gesellschaft satt wird. Ein Jahr lang beobachte der Autor die Arbeit von Helfern und das Leben Bedürftiger. Herausgekommen sind ein hintergründiger Erfahrungsbericht und ein vielschichtiges Bild von einem sozialen Ort, der schleichend Teil unserer Gesellschaft wurde. Armut bekommt so viele neue Gesichter. Der Autor nimmt darüber hinaus kritisch Stellung zur gesellschaftlichen Bedeutung der Tafeln. Seine Thesen regen zu einer notwendigen Diskussion um die Zukunft der Tafeln und des Sozialstaates an. Das Buch ist von hohem analytischen Wert für alle, die am Phänomen der neuen Armut interessiert sind, aber auch für die Mitglieder der Tafelbewegung selbst.




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12.09.2008 21:05
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