C. Baudelaire
Amor und der Schädel
Amor auf der Menschheit
Schädel hockt;
Wie er dreist auf diesem
Thron frohlockt,
Lässt er Seifenblasen
Rund entsehen,
Die im Blau zu fernen
Welten wehen.
Schimmernd schwebt die Kugel
Hoch im Raum,
Birst, versprüht ihr Seelchen -
Goldener Traum.
Und ich hör den Schädel
Seufzend flehn:
"Lass dies wüste Spiel
Zu Ende gehn!
Was du vergeudest
Nur zum Scherz,
Monstrum, ist mein Hirn,
Mein Blut, mein Herz!"
Er mag zwar einige bewusstseinserweiternde Substanzen zu sich genommen haben, aber dennoch steckt in seinen grotesken Beschreibungen ein Stück Wahrheit.
Amor auf der Menschheit
Schädel hockt;
Wie er dreist auf diesem
Thron frohlockt,
Lässt er Seifenblasen
Rund entsehen,
Die im Blau zu fernen
Welten wehen.
Schimmernd schwebt die Kugel
Hoch im Raum,
Birst, versprüht ihr Seelchen -
Goldener Traum.
Und ich hör den Schädel
Seufzend flehn:
"Lass dies wüste Spiel
Zu Ende gehn!
Was du vergeudest
Nur zum Scherz,
Monstrum, ist mein Hirn,
Mein Blut, mein Herz!"
Er mag zwar einige bewusstseinserweiternde Substanzen zu sich genommen haben, aber dennoch steckt in seinen grotesken Beschreibungen ein Stück Wahrheit.