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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadChristiane Rochefort
08.06.2013 22:33
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0 Das erste Buch was ich von ihr las war: Zum Glück gehts dem Sommer entgegen. Ich war ungefähr 15 Jahre alt. Schon damals war es eins meiner Lieblingsbücher. Weiß der Geier warum ich nicht auf die Idee kam, auch andere Bücher von ihr zu lesen. Kürzlich lief mir das Buch wieder über den Weg und es gefällt mir noch genau so gut. Deshalb las ich jetzt auch: Frühling für Anfänger, Kinder unserer Zeit und Die Tür dahinten. Ich finde diese Frau unglaublich. Das ist etwas, was mir mit 15 entgangen ist. (Die Frau hinter dem Buch) Immerhin war sie bei: Zum Glück gehts dem Sommer entgegen schon 58 Jahre alt. Nicht dass ich denke, dass es alt ist um ein Buch zu schreiben. Aber solch ein Buch! Sie schreibt in allen oben genannten Büchern aus der Sicht von Kindern oder Jugendlichen. Ihre Bücher sind eine Revolution! Revolution des Lebens. Ein Gebet an die Liebe. Lesbische und schwule Liebe kommen bei ihr ab: Zum Glück gehts dem Sommer entgegen, ganz selbstverständlich vor. Sie kennt keine Tabus, beschönigt nichts, und dennoch machen ihre Bücher durchweg Mut und Lust und Neugierig auf das Leben. In: Die Tür dahinten erzählt sie die Geschichte eines Mädchens, das ab dem alter von 8 Jahren sexualisierter Gewalt aus gesetzt war. Auf den letzten Seiten schreibt sie: "Verwüstungen von einst Gebt die Illusion auf, ihr guten Leute, die ihr in dem Glauben befangen seid, vergangenes Unglück müsse ein Leben lang das Gedächtnis aufwühlen, als sei es eine Pflicht, immer und immer wieder dafür zu bezahlen, gebt die moralische Illusion auf, die so hübsch in eure schuldigen Seelen eingepflanzt wurde, die Erinnerung an unreine Augenblicke könne nur eine endlose Wiederkehr der Hölle der frühen Jahre sein. Ich weiß nicht warum, aber es gelingt mir nicht. eine gemeine Mentalität, oder? .... Leiden, weil man gelitten hat, nein. Wenn auch nur ein Lebensfunke übrig bleibt, sobald der Strick einmal durchgeschnitten ist, Mann, da gibts nichts anderes, als vorm Galgen weg zu laufen so schnell einen die Beine tragen und hinaus auf die Hügel, um das Wunder zu genießen, noch auf der Welt zu sein."
editiert am 08.06.2013 22:35
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20.06.2013 21:50
09.06.2013 16:17
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