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Forum » Beziehung, Erotik & Liebe » Thread

Datingstrategien zu Corona

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22.05.2020 17:10
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Wie dated ihr so unter den Coronaumständen? Eher über Internet oder im Park? Sprecht ihr euch vorher über Mindestabstände o.ä. ab? Oder findet ihr Dating derzeit n no-go?

(hab den Beitrag gestern Nacht unter "Let's Date" verfasst, dann allerdings gemerkt, dass er da gar nich hingehört - bloß falls sich jemand wundert )


24.05.2020 15:01
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Auch vor Corona hatte ich keine Dates wie am Fließband, weil für mich schon einiges dazu gehört, um zu sagen: Dich möchte ich absolut gern live kennenlernen. Yes!
Also "einfach nur so" habe ich noch nie gedatet. Entsprechend vergehen da auch immer gut ein paar Monate zwischen Dates mit verschiedenen Menschen und wenn man online jemandem begegnet der passt, würde es an ein paar Wochen Ausgangssperre nicht scheitern. Die Zeit kann man mit Videotelefonie überbrücken.

Inzwischen ist ja sowieso wieder mehr erlaubt was die Kontaktbeschränkungen betrifft, aber auch ansonsten sehe ich kein Problem darin, sich zu verabreden, irgendwo einen Spaziergang zu machen und halt ggf. den Abstand einzuhalten.
Wobei das dann spätestens, wenn man sich nochmal und nochmal trifft, irgendwann auch hinfällig wäre ... denn ab einem bestimmten Punkt gehört Körperkontakt dazu. Da muss man für sich entscheiden, ob man dazu bereit ist oder es bleiben lassen.

Ob man sich online kennenlernt oder nicht, macht meines Erachtens keinen Unterschied, weil gerade online steht ja alsbald das persönliche Treffen an ...

24.05.2020 23:05
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Vielen Dank für deinen Beitrag, rosedawson06!

24.05.2020 23:31
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 22.05.2020 um 17:10:

Wie dated ihr so unter den Coronaumständen? Eher über Internet oder im Park? Sprecht ihr euch vorher über Mindestabstände o.ä. ab? Oder findet ihr Dating derzeit n no-go?


Eigentlich kaum ein Unterschied zu vorher. Erst im Internet und dann Treffen an öffentlichen Plätzen oder in einer Wohnung. Nur daß es eben seltener stattfindet aus einer häufig unbegründeten Vorsicht heraus. Aber manchmal ist die Sehnsucht nach einem anderen Menschen doch stärker als die Angst.
Die Mindestabstände ergeben sich dann ganz automatisch beim Treffen.

25.05.2020 02:55
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.05.2020 um 23:31:

Eigentlich kaum ein Unterschied zu vorher. Erst im Internet und dann Treffen an öffentlichen Plätzen oder in einer Wohnung. Nur daß es eben seltener stattfindet aus einer häufig unbegründeten Vorsicht heraus. Aber manchmal ist die Sehnsucht nach einem anderen Menschen doch stärker als die Angst.
Die Mindestabstände ergeben sich dann ganz automatisch beim Treffen.


Klingt entspannt bei dir. D.h. du merkst eigentlich kaum einen Unterschied zu vorher. Voll gut! Danke für deinen Beitrag!

Also online scheint erstmal so zu gehen wie vorher auch!?!
Leider bin ich darin nich so gut...
Frage mich was es sonst noch so für Möglichkeiten gibt. Theoretisch muss man in der nächsten Zeit etwas offensiver werden, wenn man jemanden kennenlernen will. Gezielt den Park oder andere Orte aufsuchen wo man Menschen begegnen kann und dabei dennoch Mindestabstand einhält, am besten auch draußen, wegen der Aerosole. Irgendwie gar nich so einfach, oder?


25.05.2020 09:19
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 02:55:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 24.05.2020 um 23:31:

Eigentlich kaum ein Unterschied zu vorher. Erst im Internet und dann Treffen an öffentlichen Plätzen oder in einer Wohnung. Nur daß es eben seltener stattfindet aus einer häufig unbegründeten Vorsicht heraus. Aber manchmal ist die Sehnsucht nach einem anderen Menschen doch stärker als die Angst.
Die Mindestabstände ergeben sich dann ganz automatisch beim Treffen.


Klingt entspannt bei dir. D.h. du merkst eigentlich kaum einen Unterschied zu vorher. Voll gut! Danke für deinen Beitrag!

Also online scheint erstmal so zu gehen wie vorher auch!?!
Leider bin ich darin nich so gut...
Frage mich was es sonst noch so für Möglichkeiten gibt. Theoretisch muss man in der nächsten Zeit etwas offensiver werden, wenn man jemanden kennenlernen will. Gezielt den Park oder andere Orte aufsuchen wo man Menschen begegnen kann und dabei dennoch Mindestabstand einhält, am besten auch draußen, wegen der Aerosole. Irgendwie gar nich so einfach, oder?



Da bin ich ganz bei dir...dieses ganze Onlinegedöns mittlerweile (Juhu, ich klinge wie ein Rentner ) ist einfach nur ätzend. Mag ich nicht, bin ich nicht gut drin und betreibe ich so gut wie gar nicht.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich das nach dem Kontaktverbot nochmal antestet habe, aber gut finde ich es nicht...hat was von Katalogbestellung. Mir fehlt es unheimlich, "richtige" Menschen kennenzulernen, einfach draußen in Cafes, Kneipen, beim Tanzen gehen- auch fernab vom klassischen Dating, einfach um neue Kontakte zu knüpfen.

Ich brauche einfach das Gesamtpaket von Gestik, Mimik, Stimme und allem anderen um jemanden erstmal überhaupt interessant zu finden, was Online einfach zumindest anfangs völlig flach fällt.

Also als Antwort auf deine Eingangsfrage: Kein Dating mangels Interesse an der anderen Person auf Anhieb.

25.05.2020 10:13
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 09:19:

Da bin ich ganz bei dir...dieses ganze Onlinegedöns mittlerweile (Juhu, ich klinge wie ein Rentner ) ist einfach nur ätzend. Mag ich nicht, bin ich nicht gut drin und betreibe ich so gut wie gar nicht.
Allerdings muss ich zugeben, dass ich das nach dem Kontaktverbot nochmal antestet habe, aber gut finde ich es nicht...hat was von Katalogbestellung. Mir fehlt es unheimlich, "richtige" Menschen kennenzulernen, einfach draußen in Cafes, Kneipen, beim Tanzen gehen- auch fernab vom klassischen Dating, einfach um neue Kontakte zu knüpfen.

Ich brauche einfach das Gesamtpaket von Gestik, Mimik, Stimme und allem anderen um jemanden erstmal überhaupt interessant zu finden, was Online einfach zumindest anfangs völlig flach fällt.

Also als Antwort auf deine Eingangsfrage: Kein Dating mangels Interesse an der anderen Person auf Anhieb.


Stell Dir vor, ich bin auch ein „richtiger“ Mensch. ;D
Ich verstehe es, dass für manche ein Kennenlernen oder das Daten ausschließlich persönlich in Frage kommt, doch ich finde es nicht verkehrt, mag es sogar, zunächst mit denjenigen, die ich vielleicht gerne treffen will, einen Schriftwechsel zu führen - weil auch in diesem eine gewisse Nähe aufgebaut werden kann, die auch zu einem persönlichen Treffen führen kann (welches noch nicht einmal ein „Date“ sein muss).

Und wie suchst Du Menschen im realen Raum zum Daten aus? Also wie hast Du auf Anhieb Interesse? Das ist etwas, was bei mir nicht oder nur sehr schwer möglich ist, es sei denn, ich komme mit dieser Person ins Gespräch - und erst daraufhin entwickelt sich ein etwaiges Interesse an dieser Person (genau wie hier).

Ich habe einige Menschen online kennengelernt, die ich mitunter auch getroffen habe, doch womöglich ein paar mehr, die ich nicht getroffen habe, weil es mir auch nicht unbedingt um 's Daten geht. Doch als Katalogbestellung habe ich das nie empfunden, weil der Mensch für mich auch online ein Individuum bleibt und nicht katalogisierbar ist. Und natürlich sind Gestik wie Mimik, die (körperliche) Haltung an sich, sehr wichtige Dinge um jemanden gänzlich kennenzulernen, doch ich bevorzuge es, vorab die Einstellung zu gewissen Themen zu erfahren, wovon mein Interesse letztlich abhängt - erst dann kommt für mich ein persönliches Kennenlernen in Frage und Corona kann/konnte das nicht beeinflussen.

25.05.2020 10:40
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 09:19:

Da bin ich ganz bei dir...dieses ganze Onlinegedöns mittlerweile (Juhu, ich klinge wie ein Rentner ) ist einfach nur ätzend. Mag ich nicht, bin ich nicht gut drin und betreibe ich so gut wie gar nicht.
(...)


Du glaubst gar nicht wie viele Senioren die Vorzüge des Online-Kennenlernens entdecken.

Es hängt wohl stark davon ab, was genau man möchte. Der großen Liebe begegnen oder einfach nur irgendwelche Leute kennenlernen und mal mit denen ausgehen ... Wenn man letzteres möchte, kann man natürlich in den Park (oder ohne Corona in eine beliebige Lokalität) gehen ... da trifft man dann vielleicht ein, zwei Leute, die einem gefallen und denen man auch gefällt, wenn man Glück hat. Aber die "Auswahl" ist halt gering.
Wenn das eigene Beuteschema (wie bei mir) ohnehin sehr klein ist und man auch nicht in einer Metropole wohnt, bleibt nur Online-Kennenlernen.
Ich könnte mich einen ganzen Tag in ein Café setzen (was ich mitunter auch sehr gern tue, allerdings nicht aus Kennenlern-Gründen, sondern aus Genussgründen) aber unter Garantie begegnet mir da nichtmal eine einzige Person, die mir im amourösen Sinne gefällt.

Online hingegen habe ich häufig angenehme Begegnungen und die Wahrscheinlichkeit steigt explosionsartig. Dadurch hatte ich in meiner inzwischen mehr als einjährigen Singlezeit trotz winzigem Beuteschema, mehrere sehr schöne Dates ... auch wenn die Liebe noch nicht dabei war.
Ohne Internet hätte ich kein einziges gehabt und wäre inzwischen wohl im Kloster.



25.05.2020 11:17
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Ich wurde in der Corona-Zeit quasi zu einem Date "gezwungen".

Eigentlich wollte ich erst einmal schreiben...meine Menschenkenntnis-Filter drüber laufen lassen, aber die "Gegenseite", die mich unglaublich offen und nett angeschrieben hatte, weshalb ich zurück schrieb, war sehr klar in dem Punkt "ich möchte dich erst einmal erleben, bevor ich...." - was ja durchaus auch sinnvoll sein kann, um keiner Fake-Nudel zu unterliegen.

Ich habe mich drauf eingelassen - zu Spaziergängen in der Natur im guten Abstand...und nochmal...und nochmal... (also...mit DERSELBEN. )

Tja...und dann verringerte sich der Abstand, weil zwei Menschen merkten, dass sie ihn nicht mehr einhalten wollen.

Nun sitzen wir hier nebeneinander, arbeiten im Homeoffice (aus dem ich gerade ausgebüxt bin, um hier zu schreiben), lächeln und an und freuen uns dran.

Abstand zueinander: Anfangs 2m, dann einer...jetzt gerade sind es 80cm - und ab und an tendiert er gegen Null, wenn wir uns zueinander neigen...

Sorry, irgendwie musste das mal raus, weil es einfach so schön ist! Und vielleicht freut sich ja jemand mit mir.

Dating in Corona-Zeiten sollte also kein Problem sein, wenn Interesse besteht. Man sieht doch auch auf 2m, ob man sich sympathisch ist oder nicht...und wenn es mehr werden sollte, ist es ja auch erlaubt, den Abstand in beidseitigem Einvernehmen zu verringern...oder nicht...

25.05.2020 11:27
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 11:17:

Und vielleicht freut sich ja jemand mit mir.



und ob

Du verdienst es.

editiert am 25.05.2020 11:28 Beitrag melden Zitatantwort
25.05.2020 14:10
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 10:40:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 09:19:

Da bin ich ganz bei dir...dieses ganze Onlinegedöns mittlerweile (Juhu, ich klinge wie ein Rentner ) ist einfach nur ätzend. Mag ich nicht, bin ich nicht gut drin und betreibe ich so gut wie gar nicht.
(...)


Du glaubst gar nicht wie viele Senioren die Vorzüge des Online-Kennenlernens entdecken.

Es hängt wohl stark davon ab, was genau man möchte. Der großen Liebe begegnen oder einfach nur irgendwelche Leute kennenlernen und mal mit denen ausgehen ... Wenn man letzteres möchte, kann man natürlich in den Park (oder ohne Corona in eine beliebige Lokalität) gehen ... da trifft man dann vielleicht ein, zwei Leute, die einem gefallen und denen man auch gefällt, wenn man Glück hat. Aber die "Auswahl" ist halt gering.
Wenn das eigene Beuteschema (wie bei mir) ohnehin sehr klein ist und man auch nicht in einer Metropole wohnt, bleibt nur Online-Kennenlernen.
Ich könnte mich einen ganzen Tag in ein Café setzen (was ich mitunter auch sehr gern tue, allerdings nicht aus Kennenlern-Gründen, sondern aus Genussgründen) aber unter Garantie begegnet mir da nichtmal eine einzige Person, die mir im amourösen Sinne gefällt.

Online hingegen habe ich häufig angenehme Begegnungen und die Wahrscheinlichkeit steigt explosionsartig. Dadurch hatte ich in meiner inzwischen mehr als einjährigen Singlezeit trotz winzigem Beuteschema, mehrere sehr schöne Dates ... auch wenn die Liebe noch nicht dabei war.
Ohne Internet hätte ich kein einziges gehabt und wäre inzwischen wohl im Kloster.



@wortende und rosedawson

Ich pack euch beide mal in ein Zitat.

Davon gehe ich aus, dass du ein richtiger Mensch bist Und in 90% der Fälle sollte das auch hinter den restlichen Onlineprofilen so sein.

Ich bin da wohl eher pragmatisch veranlagt...all das, worauf ich unterbewusst bei meinen Kontakten (sowohl in platonischer als auch in romantischer Hinsicht) Wert lege und achte, wird weder durch Fotos noch durch Schreiben sichtbar. Und jetzt mit diversen Leuten schriftlichen Kontakt zu haben, finde ich langfristig betrachtet doch relativ anstrengend, zumal ich auch kaum feststellen kann, wer interessant sein könnte und wer nicht. Und ich bin auch ein absoluter Smalltalk-Vollpfosten, geht schriftlich noch schlechter als face to face. Klar, Schreibstil finde ich auch unheimlich wichtig, sich ausdrücken können und auf Rechtschreibung bzw. Grammatik zu achten. Wem das egal ist, der fliegt eh in der ersten Runde

Aber allgemein gehalten: Ist das den Aufwand wert? Sich über Tage/Wochen/whatever mit einer Person im schriftlichen Rahmen zu "daten", nur um wahrscheinlich festzustellen, dass man nicht wirklich überzeugt ist, wenn man sich live trifft? Da les ich lieber ein Buch allein in einem Cafe, laufe irgendwann zufällig irgendwem über den Weg und spar mir den ganzen Aufwand. Außerdem hab ich noch einige Bücher lesen können in der Zeit .Das ist jetzt auch kein Stück negativ gesprochen, es ist einfach sehr selten bei mir, dass ich wen näher kennenlernen möchte, weil mich jemand einfach geflashed hat. Müsste man wirklich jedes Mal auf einen Versuch ankommen lassen und die Motivation habe ich an sich so nicht, weil ich einfach niemanden suche und mit meinem Leben gerade in allen Bereichen wirklich zufrieden bin. Dazu kommt noch, dass die meisten Damen doch gern dieses Umzugswagenklischee bedienen beim ersten Treffen. Das nervt mich einfach. Und ich finde es auch unglaublich anstrengend, sich immer wieder mit neuen Menschen zu umgeben, da Zeit zu investieren um dann festzustellen - next one please. Ist nicht mein Stil. Entweder will ich eine Person mit allen Konsequenzen kennenlernen oder eben nicht.

Habe gerade mal nachgeschaut, bin hier seit insgesamt seit ca.18-20 Jahren angemeldet (mein Gott, doch Rentner!), es gab genau eine in der Zeit, die ich treffen wollte und wo der Funke auch übergesprungen ist. Ansonsten habe ich alle Freundschaften, Romanzen, Beziehungen und Affären in der großen, weiten Welt von selbst kennengelernt. Niemand hat gesucht, man hat sich einfach gefunden. Ganz ohne Katalog blättern bei Tinder und wie sie alle heißen.

Mein Beuteschema ist auch recht klein und recht eingefahren, das macht es zudem schwer. Realistisch betrachtet schau ich bei -wenn überhaupt- einer von 1000 Malen zweimal hin.

Ich suche auch im realen Raum niemanden gezielt. Mir ist mal eine Frau beim einkaufen über den Weg gelaufen, das ist seit Jahren mittlerweile eine meiner besten Freundinnen. Sowas passiert halt zum Glück auch. Ab und an laufen einem eben Menschen über den Weg, die einen eine Zeit lang (oder hoffentlich auch sehr viel länger) begleiten, und an denen man auf Anhieb interessiert ist.
Wie ich auf Anhieb Interesse habe im richtigen Leben kann ich nahezu unmöglich sagen, da spielen so viele Faktoren und Facetten eine Rolle. Wie schon gesagt, Gestik, Mimik, Stimme...die komplette Ausstrahlung eben. Ich könnte deutlich leichter beschreiben, auf welche Art Mensch ich auf keinen Fall anspringen würde, wie gut der Charakter auch immer sein mag.

Und @ Isa: Das liest sich total schön Genieß es!

editiert am 25.05.2020 14:16 Beitrag melden Zitatantwort
25.05.2020 15:12
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@ Elli_

Da wir uns nicht kennen und ich dich auch noch nie bewusst im Forum gelesen habe, hier mal ein paar knallharte Fakten zu mir:

- Smalltalk führe ich grundsätzlich nicht

- ich bin so (!) überzeugt vom Schicksal, dass es mit menschlichem Verstand (für andere) kaum begreifbar ist, außer sie sind genauso gestrickt

- Aufwand in der Gesprächsführung (was sich für mich nach Aufwand anfühlt) betreibe ich grundsätzlich auch nicht

Du sprichst von Online-Kennenlernen als ob es einer Suche im Labyrinth gleichen würde. Das verstehe ich, weil es die meisten so sehen. Das stetige Risiko, dass man seine Zeit verschwendet und so ...
Ich glaube, du könntest einfach ein bisschen mehr auf deine Intuition hören, denn die kennt meist schon vor deinem Verstand die Antwort. Man kann lernen in sich hinein zu hören.

Also wozu Aufwand? Wenn sich ein (schriftliches) Gespräch nicht stimmig anfühlt: Lass es.
Wenn dir jemand nicht komplett sympathisch ist: Lass es.
Schreibe nicht mit jemandem, während du darauf wartest, dass das Gespräch doch noch gut wird. Das wird es (tendenziell eher) nicht.
Es hat einen Grund, warum Gespräche holprig laufen.
Es hat einen Grund, warum aus Treffen nichts wird, warum man auch mal einen Korb bekommt und warum man so ein Gefühl hat von wegen "Hmm naja, ich antworte mal, aber so toll ist das Gespräch jetzt auch nicht."
... und der Grund heißt: Das ist nicht deine Person, nicht dein Mensch, der zu dir gehört.

Wenn es gut läuft, triff dich schnell. Wenn man eine Woche lang täglich miteinander schreibt und das Gefühl hat, dass die Chemie stimmt, sollte man ein Treffen in naher Zukunft vereinbaren und nicht noch viel länger schreiben. Wenn die Chemie nicht stimmt, sollte man nicht aus Nettigkeit oder Hoffnung (es könnte ja noch besser werden) weiter schreiben. Und ganz wichtig: Telefonieren oder wenigstens Sprachnachrichten austauschen, statt nur schreiben.

Wenn du den passenden Menschen kennenlernst, wird das Gespräch von allein gut laufen. Dann muss man nicht nach Themen suchen. Es wird sich nicht nach Aufwand anfühlen. Du wirst nicht denken "Ach, ich muss/sollte ja noch antworten." sondern "Oh, endlich kann ich antworten!" ... da wird der tägliche Online-Brief zum Highlight deines Tages und so sollte es sich anfühlen.

Ich befinde mich gerade in exakt dieser Situation ... aber ich bin davon überzeugt, dass es sich beim richtigen Menschen auch richtig anfühlen wird.
... und dieses Gefühl der passenden Chemie habe ich selten, entsprechend -wie schon gesagt- kommt es gar nicht oft zu Dates.
Ich habe über die letzten Monate viele Gespräche wieder im Sand verlaufen lassen, selbst wenn sie inhaltlich ganz gut waren ... andere, an denen ich interessiert war, waren nicht an mir interessiert. Auch das ist kein Grund für Enttäuschung.
Inzwischen entscheide ich recht schnell, ob ich ein Gespräch weiter führe oder nicht, denn ich weiß, dass ich nichts verpassen werde.
Mein Mensch wird mich erkennen und ich umgekehrt genauso. Daran glaube ich. Also wozu stressen? Wozu schlechte Gespräche führen?

Entweder es flutscht oder es flutscht nicht. Da macht es keinen Unterschied, ob face to face oder online. Übrigens geht face to face dank Videotelefonie auch online, wenn einem das wichtig ist.
Mir persönlich reicht neben dem Schreiben in der Regel die Stimme und die Art zu reden sowie mehrere verschiedene Fotos, um einen Eindruck zu gewinnen. Da lag ich auch noch nicht daneben und es gab keine bösen Überraschungen.
Die Intuition kennt den Weg eigentlich immer. Klar kann es passieren, dass man sich dann real doch nicht "riechen kann". Aber die Wahrscheinlichkeit wird sehr gering.

Das sind zumindest meine Erfahrungen.


25.05.2020 15:26
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 15:12:

@ Elli_

Da wir uns nicht kennen und ich dich auch noch nie bewusst im Forum gelesen habe, hier mal ein paar knallharte Fakten zu mir:

- Smalltalk führe ich grundsätzlich nicht

- ich bin so (!) überzeugt vom Schicksal, dass es mit menschlichem Verstand (für andere) kaum begreifbar ist, außer sie sind genauso gestrickt

- Aufwand in der Gesprächsführung (was sich für mich nach Aufwand anfühlt) betreibe ich grundsätzlich auch nicht

Du sprichst von Online-Kennenlernen als ob es einer Suche im Labyrinth gleichen würde. Das verstehe ich, weil es die meisten so sehen. Das stetige Risiko, dass man seine Zeit verschwendet und so ...
Ich glaube, du könntest einfach ein bisschen mehr auf deine Intuition hören, denn die kennt meist schon vor deinem Verstand die Antwort. Man kann lernen in sich hinein zu hören.

Also wozu Aufwand? Wenn sich ein (schriftliches) Gespräch nicht stimmig anfühlt: Lass es.
Wenn dir jemand nicht komplett sympathisch ist: Lass es.
Schreibe nicht mit jemandem, während du darauf wartest, dass das Gespräch doch noch gut wird. Das wird es (tendenziell eher) nicht.
Es hat einen Grund, warum Gespräche holprig laufen.
Es hat einen Grund, warum aus Treffen nichts wird, warum man auch mal einen Korb bekommt und warum man so ein Gefühl hat von wegen "Hmm naja, ich antworte mal, aber so toll ist das Gespräch jetzt auch nicht."
... und der Grund heißt: Das ist nicht deine Person, nicht dein Mensch, der zu dir gehört.

Wenn es gut läuft, triff dich schnell. Wenn man eine Woche lang täglich miteinander schreibt und das Gefühl hat, dass die Chemie stimmt, sollte man ein Treffen in naher Zukunft vereinbaren und nicht noch viel länger schreiben. Wenn die Chemie nicht stimmt, sollte man nicht aus Nettigkeit oder Hoffnung (es könnte ja noch besser werden) weiter schreiben. Und ganz wichtig: Telefonieren oder wenigstens Sprachnachrichten austauschen, statt nur schreiben.

Wenn du den passenden Menschen kennenlernst, wird das Gespräch von allein gut laufen. Dann muss man nicht nach Themen suchen. Es wird sich nicht nach Aufwand anfühlen. Du wirst nicht denken "Ach, ich muss/sollte ja noch antworten." sondern "Oh, endlich kann ich antworten!" ... da wird der tägliche Online-Brief zum Highlight deines Tages und so sollte es sich anfühlen.

Ich befinde mich gerade in exakt dieser Situation ... aber ich bin davon überzeugt, dass es sich beim richtigen Menschen auch richtig anfühlen wird.
... und dieses Gefühl der passenden Chemie habe ich selten, entsprechend -wie schon gesagt- kommt es gar nicht oft zu Dates.
Ich habe über die letzten Monate viele Gespräche wieder im Sand verlaufen lassen, selbst wenn sie inhaltlich ganz gut waren ... andere, an denen ich interessiert war, waren nicht an mir interessiert. Auch das ist kein Grund für Enttäuschung.
Inzwischen entscheide ich recht schnell, ob ich ein Gespräch weiter führe oder nicht, denn ich weiß, dass ich nichts verpassen werde.
Mein Mensch wird mich erkennen und ich umgekehrt genauso. Daran glaube ich. Also wozu stressen? Wozu schlechte Gespräche führen?

Entweder es flutscht oder es flutscht nicht. Da macht es keinen Unterschied, ob face to face oder online. Übrigens geht face to face dank Videotelefonie auch online, wenn einem das wichtig ist.
Mir persönlich reicht neben dem Schreiben in der Regel die Stimme und die Art zu reden sowie mehrere verschiedene Fotos, um einen Eindruck zu gewinnen. Da lag ich auch noch nicht daneben und es gab keine bösen Überraschungen.
Die Intuition kennt den Weg eigentlich immer. Klar kann es passieren, dass man sich dann real doch nicht "riechen kann". Aber die Wahrscheinlichkeit wird sehr gering.

Das sind zumindest meine Erfahrungen.


.... so einfach geht das?.............

25.05.2020 16:48
HiddenNickname

Voll schön @rosedawson!
Mir tut voll gut, was du schreibst!

Eine Frage : was schreibst du denn, wenn es nicht passt, wenn du jemanden wieder "los werden willst"?

25.05.2020 17:36
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Ihr Lieben, hab mich grad mega gefreut, dass hier so viele verschiedene Beiträge geteilt wurden! Da danke ich jeder einzelnen von euch!

Jetzt versuch ich mal so grob das los zu werden, was mir beim lesen durch den Kopf ging...

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 09:19:
Mir fehlt es unheimlich, "richtige" Menschen kennenzulernen, einfach draußen in Cafes, Kneipen, beim Tanzen gehen- auch fernab vom klassischen Dating, einfach um neue Kontakte zu knüpfen.

Ich brauche einfach das Gesamtpaket von Gestik, Mimik, Stimme und allem anderen um jemanden erstmal überhaupt interessant zu finden, was Online einfach zumindest anfangs völlig flach fällt.


Da schreibst du mir ein bisschen von der Seele. Mir geht es da sehr ähnlich.

25.05.2020 17:39
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 11:17:

Ich wurde in der Corona-Zeit quasi zu einem Date "gezwungen".
[...]
Ich habe mich drauf eingelassen - zu Spaziergängen in der Natur im guten Abstand...und nochmal...und nochmal... (also...mit DERSELBEN. )

Tja...und dann verringerte sich der Abstand, weil zwei Menschen merkten, dass sie ihn nicht mehr einhalten wollen.

Nun sitzen wir hier nebeneinander, arbeiten im Homeoffice (aus dem ich gerade ausgebüxt bin, um hier zu schreiben), lächeln und an und freuen uns dran.

Abstand zueinander: Anfangs 2m, dann einer...jetzt gerade sind es 80cm - und ab und an tendiert er gegen Null, wenn wir uns zueinander neigen...
[...]
Dating in Corona-Zeiten sollte also kein Problem sein, wenn Interesse besteht. Man sieht doch auch auf 2m, ob man sich sympathisch ist oder nicht...und wenn es mehr werden sollte, ist es ja auch erlaubt, den Abstand in beidseitigem Einvernehmen zu verringern...oder nicht... [/...][/...]


Einfach nur schön! Vielen Dank, dass du das mit uns geteilt hast! Da is mir beim lesen richtig warm ums Herz geworden. Da freue ich mich für euch beide und wünsche euch eine wunderschöne Kennenlernzeit!

25.05.2020 17:48
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 15:12:

Also wozu Aufwand? Wenn sich ein (schriftliches) Gespräch nicht stimmig anfühlt: Lass es.
Wenn dir jemand nicht komplett sympathisch ist: Lass es.
Schreibe nicht mit jemandem, während du darauf wartest, dass das Gespräch doch noch gut wird. Das wird es (tendenziell eher) nicht.
Es hat einen Grund, warum Gespräche holprig laufen.
Es hat einen Grund, warum aus Treffen nichts wird, warum man auch mal einen Korb bekommt und warum man so ein Gefühl hat von wegen "Hmm naja, ich antworte mal, aber so toll ist das Gespräch jetzt auch nicht."
... und der Grund heißt: Das ist nicht deine Person, nicht dein Mensch, der zu dir gehört.

Wenn es gut läuft, triff dich schnell. Wenn man eine Woche lang täglich miteinander schreibt und das Gefühl hat, dass die Chemie stimmt, sollte man ein Treffen in naher Zukunft vereinbaren und nicht noch viel länger schreiben. Wenn die Chemie nicht stimmt, sollte man nicht aus Nettigkeit oder Hoffnung (es könnte ja noch besser werden) weiter schreiben. Und ganz wichtig: Telefonieren oder wenigstens Sprachnachrichten austauschen, statt nur schreiben.

Wenn du den passenden Menschen kennenlernst, wird das Gespräch von allein gut laufen. Dann muss man nicht nach Themen suchen. Es wird sich nicht nach Aufwand anfühlen. Du wirst nicht denken "Ach, ich muss/sollte ja noch antworten." sondern "Oh, endlich kann ich antworten!" ... da wird der tägliche Online-Brief zum Highlight deines Tages und so sollte es sich anfühlen.

Ich befinde mich gerade in exakt dieser Situation ... aber ich bin davon überzeugt, dass es sich beim richtigen Menschen auch richtig anfühlen wird.
[...]
Entweder es flutscht oder es flutscht nicht. Da macht es keinen Unterschied, ob face to face oder online. Übrigens geht face to face dank Videotelefonie auch online, wenn einem das wichtig ist.
Mir persönlich reicht neben dem Schreiben in der Regel die Stimme und die Art zu reden sowie mehrere verschiedene Fotos, um einen Eindruck zu gewinnen. Da lag ich auch noch nicht daneben und es gab keine bösen Überraschungen.
Die Intuition kennt den Weg eigentlich immer. Klar kann es passieren, dass man sich dann real doch nicht "riechen kann". Aber die Wahrscheinlichkeit wird sehr gering.

Das sind zumindest meine Erfahrungen.
[/...]


Da beneide ich dich ein wenig drum, dass dein Bauchgefühl auch online funktioniert. Ich hab den Eindruck dass das bei mir iwie nich so gut eingeloted is.
Also diese online-kennenlern-Phase kenn ich voll gut. Hat sich mega gut angefühlt, es gab super viele spannende Themen über die wir schreiben konnten. Auch der Wechsel zu anderen Medien wie Telefon, Sprachnachricht oder Videotelefonie wurde vollbracht. Dann das Treffen und anschließend der Kontaktabbruch von der "anderen Seite". Ich bleibe dann eigentlich immer irritiert zurück.
Und dabei bin ich gar nich auf der Suche nach der großen Liebe oder so. Ich finde einfach die Begegnung mit Menschen toll. Und ich finde es auch total schön sich freundschaftlich zu verlieben. Also bin da nich festgefahren oder krampfig oder so.

Und für meinen Teil versuche ich auch stets nich zu viel hinein zu interpretieren, versuche offen zu bleiben um den Menschen auch wirklich kennenzulernen - egal ob im schriftlichen, telefonischen oder realen Gespräch.
Und tatsächlich möchte ich mir die Möglichkeit eines Online-kennenlernens auch nich gänzlich nehmen. Weil ich mir denke: im Endeffekt is es dann egal wo man sich begegnet ist, wenn sich was entwickelt, was langfristig bleibt - egal auf welcher Beziehungsebene.
Letztes Jahr hab ich ne gute Freundin über n Datingportal gefunden. Das würde ich natürlich nich missen wollen.
Nichtsdestotrotz bleibt es für mich eher die Ausnahme und ich date jetzt auch nich mega viel. Lieber wenig und mit Qualität. Allerdings is die Enttäuschung eines Korbs dann auch um so größer.

25.05.2020 17:57
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 25.05.2020 um 16:48:

Voll schön @rosedawson!
Mir tut voll gut, was du schreibst!

Eine Frage : was schreibst du denn, wenn es nicht passt, wenn du jemanden wieder "los werden willst"?


Oh, das freut mich sehr.

Zu deiner Frage ... das kommt sehr auf den Gesprächsverlauf an.
Wenn sich das Gespräch sowieso bereits nur um Alltägliches dreht und gar nicht erst tiefer ging, dann hat das Antworten für mich keine Priorität mehr, so dass schonmal ein, zwei Tage vergehen und so das Gespräch letztlich sehr schnell von allein im Sand verläuft.

... und ich muss sagen, selbst wenn das Gespräch schon tiefer ging, aber man dann merkt, so ganz harmoniert es doch nicht, dann wurden die Abstände des Kontakts beidseitig auch immer größer, bis er dann ganz einschlief.

Den Fall, dass mein Gegenüber nicht gemerkt hat, dass es nichts wird und hartnäckig dran blieb, während ich mich zurückgezogen habe, hatte ich zum Glück seit viiiiielen Jahren nicht mehr. Da würde ich im Zweifelsfall aber klar sagen: Du, ich mag dich, aber ich glaube das passt nicht.

Ich bin jedoch ganz froh, dass meine Gegenüber bisher gut zwischen den Zeilen lesen konnten oder ich umgekehrt auch, wenn ich vermutet habe, dass da kein Interesse ist ... das macht es angenehmer und entspannter.
Übrigens bin ich mit einigen, bei denen es nicht zum Date gereicht hat, trotzdem in freundschaftlichem Kontakt geblieben via Facebook zum Beispiel. Gibt ja durchaus Menschen, mit denen man sich weiterhin gut versteht, wenn auch nicht in romantischem Sinne.

25.05.2020 18:47
HiddenNickname

Zum Thema "Schreiben" noch etwas:

Meiner Erfahrung nach kann man SEHR gut erkennen, was in einem Menschen steckt, wenn man schreibt. Denn egal, ob jemand gut lügen kann, auf Dauer geht sowas meist nicht - irgendwann würden Verstrickungen kommen.

Ich konnte bisher übers reine Schreiben immer sofort erkennen, ob da jemand meine Zeitinvestition lohnt oder nicht, ganz egal, ob in Richtung Partnerschaft oder einfach normal, weil es halt Spaß macht. Bisher wurde ich nie enttäuscht, wenn ich einen Menschen dann, nach einiger Schreiberei, gesehen habe. Es passte immer ins Bild. Wenn es nicht passen sollte, merkte ich das immer schon recht bald beim Schreiben...an Ungereimtheiten, oder es langweilte mich, oder die Dinge, die Thema wurden, waren nicht meine.

Ich mag es, das Kennenlernen dann zu haben, wenn man weiß, dass man innerlich ähnlich tickt. So habe ich schon die ein oder andere schöne Freundschaft zu Männern und Frauen aufgebaut - und auch meine letzten drei Beziehungen sind so entstanden (gemeinsames Hobby-Forum, PN-Wechsel...enger...Interesse...Treffen...Tr effen.... Weiterschreiben...Gefühle kommen etc.)

Dass ich dieses Mal schon nach einer Woche und wenig Schriftverkehr in ein Treffen "musste", war für mich nicht so einfach, da ich (JAHA, tatsächlich!) ein eher scheuerer Mensch bin, was Treffen angeht, wenn ich nicht vorher schon die menschliche Sicherheit gewonnen habe.

Schreiben ist also durchaus nicht zu verteufeln, sondern kann ein gutes Mittel sein, sich kennen zu lernen. Klar, Schriftverkehr kann auch zu Missverständnissen führen (ich hatte hier gleich zu Anfang meiner Zeit hier Kontakt zu einer SEHR netten Frau nähe Hamburg, deren Kontakt zum Erliegen kam, weil wir dieselbe Wellenlänge beim Schreiben nicht schafften), aber im Normalfall kann man eben abseits von Augenaufschlägen und äußerlichen Umständen viel kennenlernen.

Gerade auch für Menschen, die von sich selbst nicht so überzeugt sind, kann das Schreiben helfen...denn wenn erst einmal die Akzeptanz der eigenen Person von der Anderen durch den "inneren Austausch" da ist, lässt es sich entspannter treffen.

Ich liebe das Schreiben als Mittel und Medium. Ich mag es, mich auszudrücken und mein Gegenüber an dem teilhaben zu lassen, was mir durch Kopf und Herz geht. Und ja...das kann extrem sexy sein, wenn jemand, den man mag, einem auf dieselbe Art und Weise antwortet.

editiert am 25.05.2020 18:50 Beitrag melden Zitatantwort
25.05.2020 19:24
HiddenNickname

Ich stimme dir komplett zu, Isa.
Bin da ganz ähnlich gestrickt ...

Zudem glauben mir viele immer erstmal nicht, dass ich total introvertiert bin. Das äußert sich bei mir nicht in Schüchternheit, aber in einer gewissen Menschenscheue. Ich kann zwar sehr gut auf Menschen zugehen (wenn ich will) und komme sehr leicht mit Menschen ins Gespräch (wenn ich will), bin auch recht kontaktfreudig (bei den richtigen Menschen) ... aber ich habe das Bedürfnis gar nicht immer und oft und mir wird es schnell zu viel (wenn es nicht passt). Somit möchte ich mich im Vorfeld absichern, dass ich meine Zeit nicht mit jemandem verbringe, bei dem ich dann denke "Hilfe, wie komme ich jetzt schnell hier weg."

Und meine große Affinität zur Sprache in jeder Form (somit auch das Schreiben) muss man sowieso von Anfang an lieben und ein Stück weit teilen. Sonst wird's nüscht.


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