|
|
Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadDen Islam kennenlernen
26.09.2006 12:03
HiddenNickname
0 Da in der letzten Zeit der islam im Negativen Sinne zu den Top 10 der Lieblingsthemen aufgestiegen ist, habe ich mir erlaubt eine kleine Zusammenstellung vorzubereiten über den Islam, was der Islam ist und was zum Islam gehört. Viel Spaß beim Lesen und an die Muslimischen Frauen…Ramadan Karim inschallah Besteht der Islam nur aus Regeln und Verboten? Es ist leider ein häufiges Vorurteil, dass der Islam nur aus Regeln und Verboten besteht. Die erlaubten Dinge im Islam überwiegen. Die Religion des Islam schließt lediglich keinen Bereich des Lebens aus, man kann den Islam in allen Lebenssituationen als Rat und Hilfe hinzuziehen. Deshalb ist der Islam für Muslime allumfassend jedoch nicht einschränkend. Warum gibt es Verse im Koran, die von manchen als "kriegerisch" bezeichnet werden? – Steht im Koran, dass man "Ungläubige" töten darf? Zunächst ist zu sagen, dass der Koran nicht an einem Stück herabgesandt wurde, sondern über einen Zeitraum von 24 Jahren, jeweils einige Verse/Suren zu einer aktuellen Situation bzw. Problem. Dies ist durchaus wichtig zu wissen, da jeder Vers in seinem historischen, gesellschaftlichen Kontext zu interpretieren ist – also zu jedem Vers die Frage zu stellen ist, in welcher Situation ein Vers herabgesandt wurde und nicht "blind anzuwenden" ist. Dies haben bereits über Jahrhunderte hinweg muslimische Wissenschaftler getan und niemand von ihnen wird sagen, dass ein Muslim einen Nichtmuslim zu töten hat. Die meisten der häufig als "kriegerisch" zitierten Verse stammen aus einer Zeit in der die Muslime von Mekka nach Medina auswanderten (sog. Hidschra), da sie dort von Unterdrückern von ihrer Glaubensausübung gehindert und gefoltert wurden und ihr Leben bedroht war. Sie wurden jedoch verfolgt und es kam in Medina zu einer kriegerischen Auseinandersetzung (auf deren Einzelheiten und teilweise religiösen Parteien wir hier in Kürze nicht eingehen können). In dieser Situation wurde den Muslimen die Kampfhandlung zur Verteidigung auferlegt. Die meisten Verse in denen solche Konflikte angesprochen werden, beziehen sich auf eine solche oder ähnliche Sachlage. Der Koran ist jedoch als Ganzes zu sehen und man kann wie bei jedem Text immer einzelne Verse kontextlos herausreißen und ein verzerrtes Bild zeichnen. Die 5 Säulen des Islam Unser Prophet Mohammed (Friede sei auf Ihm) hat gesagt: "Islam (wörtl: Frieden und Unterwerfung unter dem Willen Gottes) bedeutet: • dass man bezeugt, dass es keinen Gott außer Gott gibt und Mohammed der Gesandte Gottes ist, • dass man die täglichen Gebete verrichtet, • das jährliche Fasten hält, • die Pilgerfahrt vollzieht • und die Zakkat (Pflichtabgabe) zahlt". Muslime in Deutschland: Islamische Voraussetzungen für das Leben der Muslime in Europa Der Islam als Träger einer Kultur und richtungsweisender Verhaltenskodex für die Muslime, bringt die besten Voraussetzungen für ein zivilisiertes Zusammenleben mit allen Menschen mit: Umgang mit Nichtmuslimen 1. Der Islam geht von der Einheit in der Menschheit aus: "O Ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen erschuf, aus ihm seine Gattin erschuf und aus ihnen beiden viele Männer und Frauen entstehen und sich ausbreiten ließ." (4/1) 2. Die authentischen Quellen des Islam sprechen allen Menschen Ehre und Würde zu und verpflichten seine Anhänger, diese bei jedem zu respektieren und zu achten: "Und Wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen; Wir haben sie auf dem Festland und auf dem Meer getragen und ihnen einiges von den köstlichen Dingen beschert, und Wir haben sie vor vielen von denen, die Wir erschaffen haben, eindeutig bevorzugt." (17/70) 3. Der Glaube an die früheren Propheten und ihre Schriften ist ein unabdingbarer Bestandteil der islamischen Glaubenslehre. Der Koran spricht von allen Propheten und vor allem von Moses und Jesus mit großem Respekt. 4. Die Muslime sind durch den koranischen Text zur Hochschätzung der Werke der Andersgläubigen verpflichtet. "Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Christen und die Sabier, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, erhalten ihren Lohn bei ihrem Herrn, sie haben nichts zu befürchten und sie werden nicht traurig sein." (2/62) 5. Der Koran garantiert die Freiheit der Religionswahl und der Religionsausübung: "Es gibt keinen Zwang in der Religion. Der richtige Wandel unterscheidet sich nunmehr klar vom Irrweg." (2/256) 6. Der Islam verpflichtet die Muslime, mit den Andersgläubigen den Dialog auf die beste Art und Weise zu führen: "Und streitet mit den Leuten des Buches nur auf die beste Art, mit Ausnahme derer von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: Unser Gott und euer Gott ist einer. Und wir sind ihm ergeben." (29/46) 7. Durch die Erlaubnis einer Tisch- und Ehegemeinschaft mit Andersgläubigen wird den Muslimen die gesellschaftliche Praktizierung dieser Theorien nahe gelegt: "Heute sind euch die köstlichen Dinge erlaubt. Die Speise derer, denen das Buch zugekommen ist, ist euch erlaubt, und eure Speise ist ihnen erlaubt.." (5/5) Lesen Sie dazu auch die Islamische Charta, eine Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft. Ist das Tragen des Kopftuches für Muslimas obligatorisch? In Sure 2 Vers 256 heißt es "Es gibt keinen Zwang in der Religion [..]", was eben heißt, dass sich jeder Mensch frei für seine Religion entscheiden darf. Ebenso kann man einen Menschen nicht zu bestimmten Handlungen zwingen, auch wenn es seine Religion vorschreibt. Man ist letztlich einzig vor Allah verantwortlich, wenn man durch sein Verhalten nicht die Rechte anderer Personen verletzt. So ist es beim Kopftuch. Islamisch gesehen ist das Tragen des Kopftuches eine Pflicht, die Allah im Koran offenbarte. Außerdem belegt die Sunna des Propheten (Friede sei mit ihm) diese Pflicht ebenfalls eindeutig. Frauen (und Männer) sollten sich aus ÜBERZEUGUNG an die von Allah offenbarten Kleidervorschriften halten. Weitere Informationen unter www.kopftuch.islam.de Über den Koran Der Koran kann nicht nach Belieben interpretiert werden. Alle Verse müssen stets in ihrem historischen Kontext, der gesellschaftlichen Situation etc. und in Bezug auf den Offenbarungsgrund behandelt werden. Dies setzt bei weniger eindeutigen Versen ein gewisses islamisches Wissen oder zumindest Sekundärliteratur voraus. Nur so können die Verse adäquat für unsere heutige Zeit angewandt werden. Die meisten Verse sind jedoch eindeutig und einfach zu verstehen. Leider werden heutzutage situationsspezifische Zitate häufig aus dem Zusammenhang gerissen und als islamische Grundregeln dargestellt. Dies führt zur bewussten oder unbewussten Fehlinterpretation von Koranzitaten. Wie flexibel ist der Islam? Der Islam steht in Deutschland (und anderen Ländern) vor dem Problem, dass er in den Medien negativ dargestellt wird. Dadurch erklärt sich der Versuch vieler Muslime, Vorurteile über den Islam abzubauen. Eines der Vorurteile gegenüber dem Islam ist seine angebliche Unflexiblität". In Wahrheit hat er eine Aufklärung, wie sie im Christentum stattgefunden hat, gar nicht nötig. Warum nicht? Weil der Koran, die Sunnah und die anderen Rechtsquellen des Islam eine flexible Auslegung und Anpassung an Zeit und Ort zulassen. Wie sonst könnten Muslime zu Themen wie Gentechnologie, Organtransplantation, Umweltschutz etc. kompetent Stellung beziehen, und sich hierbei auf Koran und Sunnah berufen? Sicher müssen die Muslime ihre Religion besser verstehen und leben, damit die Gebote des Islam auf die jeweilige Umgebung angepaßt werden. Die Aussage, dass der Islam unabänderlich sei, ist ein wenig schwammig. Der Islam sieht nicht nur den Koran als Grundlage der Rechtsprechung vor. Und selbst im unveränderlichen Koran gibt es zeitlose Regelungen und allgemeine Grundsätze, die eine zeitliche Anpassung zulassen. Terrorismus im Islam? Terror, willkürliche Gewalt und Angriff auf unbeteiligte Zivilisten finden im Islam keine Rechtfertigung. Im Islam gibt es keine Entschuldigung für Terror und Gewalt gegen Unschuldige. Offensichtlich wird die Religion als Hintergrund für Terrorakte benutzt, um Unterstützung bei Menschen zu bekommen, die wenig Wissen über die Religion haben. Manchmal sind es Verzweifelungsakte lebenslang Unterdrückter Menschen – ohne eine Rechtfertigung geben zu wollen. Jedoch muss man die Ursachen erkennen um den Nährboden für solche Taten zu entziehen. Die Ziele und die Art dieser Taten sind jedoch weit vom Islam entfernt. Es drängt sich die Erkenntnis auf, dass der Islam eigentlich keiner Feinde bedarf; das besorgen die sogenannten islamistischen Terroristen bestens selbst. Ihre Verbrechen bei dem Unschuldige getötet werden, gleichen einem Dolchstoß in die Brust des Islam und seiner Botschaft. Solche Gruppen tun alles, die Öffentlichkeit von allem abzustoßen, was islamisch ist. Nach den Anschlägen von Madrid gaben die beiden größten islamischen Dachverbände Islamrat und Zentralrat im April 2004 eine gemeinsame Erklärung heraus: Gegen Terror und Gewalt - Gemeinsame Stellungnahme des Islamrats und des Zentralrats zu den aktuellen Geschehnissen in Madrid Der erneute Versuch einer Terrortat in Spanien erfüllt uns mit Abscheu für solche Terrorakte und zugleich mit großer Sorge um den Frieden in der Welt und in Europa. Wir nehmen dies zum Anlass, unsere grundsätzliche Haltung gegen Terror und Gewalt, die wir eindeutig nach dem 11. September 2001 und dem 11. März 2004 geäußert haben, ein weiteres Mal in aller Deutlichkeit kundzutun. Wir verurteilen jede Art von Terrorismus und sehen darin sowohl einen abgrundtiefen Verfall aller Maßstäbe der Menschlichkeit und der Vernunft als auch einen Widerspruch zu den Lehren aller Offenbarungsreligionen. Dass auch Muslime hinter terroristischen Gräueltaten stecken und sich dabei auf den Islam berufen, macht uns mehrfach betroffen: Ihr Verbrechen an Unschuldigen versetzt die Muslime - wie alle anderen Menschen auch - in Schock und Trauer... Ihren blinden Taten fallen wahllos Christen, Juden und Muslime; Frauen und Männer; Greise und Kinder zum Opfer. Wer immer solche blutigen Taten verübt, findet im Islam keine Rechtfertigung. Der Islam verbietet Mord, Geiselnahme, Anarchie und Terror. Wer solche Verbrechen duldet, gutheißt oder gar deckt, macht sich der Mittäterschaft schuldig. Für solche Täter oder Mittäter wird es in unseren Gemeinden kein Verständnis, keinen Platz und keine Unterstützung geben. Gegen den Missbrauch unserer Religion lehnen wir uns auf und distanzieren uns von den Verbrechern. Die sogenannten muslimischen Attentäter bedrohten immer mehr auch die Muslime selbst. Dies ist deutlich geworden durch die Anschläge in Casablanca, Riad, Istanbul oder im Irak. In einem Interview mit islam.de im März 04 verdeutlichte der Zentralrastvorsitzende Nadeem Elyas Folgen der Terroranschläge für Muslime. Die jetzige Debatte legt den Verdacht nahe, "als wollen einige diese Tat um jeden Preis in die Nähe der islamischen Lehre sehen". "Dies ist auch das Ziel der Terroristen, die die Muslime somit in Geiselhaft nehmen wollen". "Wir dürfen ihnen nicht in die Hände spielen" appelliert Elyas eindringlich auch in Richtung der Sicherheitsorgane. "Vor der großen Mehrheit der Muslime brauche sich die deutsche Gesellschaft nicht zu fürchten". Dass solche Appelle häufig auf taube Ohren stoßen, zeigt das häufig rücksichtlose Verhalten von Behörden und Polizei sowie der Gesellschaft. Menschenrechte im Islam Menschenrechte sind für den Islam keine neue Erfindung. Der Islam kam bereits vor über 1400 Jahren mit Menschenrechten und sprach u.a. von den Rechten der Frauen, der Andersgläubigen, der Minderheiten im Staat usw. Aber nicht nur das, der Islam sprach auch schon damals von den Rechten der Mitgeschöpfe des Menschen, wie Pflanzen, Tiere - Umwelt. Der wesentliche Unterschied zwischen der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen (1948) und den islamischen Menschenrechten ist der göttliche Ursprung der islamischen Menschenrechte. Trotz der großen Übereinstimmung der verbrieften Rechte beider Deklarationen ist dieser Unterschied essentiell und wirkt sich auf die Auseinandersetzung mit diesem Thema aus. Kulturelle Unterschiede in der islamischen Welt Die Muslime haben eine einheitliche Offenbahrung, den Koran. Außerdem ist den Muslimen die Lebensweise des Propheten (die Sunnah) überliefert. Dies sind einheitliche Quellen (nicht die einzigen), aus denen sich die islamische Lebensweise ableiten läßt. Wenn man den Islam in der heutigen Zeit in den verschiedenen Ländern betrachtet, wird man feststellen, dass nicht alles, was als islamisch bezeichnet wird, auch islamisch ist. Grundsätzlich läßt die islamische Lehre jedoch genügend Raum für kulturelle Unterschiede - der gelebte Islam in Indonesien kann und wird sich in Einzelheiten vom Islam in Afrika unterscheiden, nicht jedoch in den Grundsätzen, die unumstritten in Koran und Sunna offenbahrt sind. Was ist Dschihad? Der Begriff "dschihad" wird fälschlicherweise häufig mit "heiligem Krieg" übersetzt, was irreführend ist. Muslime haben nur dann die Erlaubnis zum Kampf, wenn sie angegriffen werden (also zur Verteidigung) oder zur Befreiung von Unterdrückung bzw. Tyrannei. Der Begriff "Islamische Terroristen" ist ebenso irreführend, weil Terror nicht islamisch ist. Erklären kann man sich die Existenz angeblich "islamischer Terroristen" durch einseitige Islam-Kenntnisse. Man muss bei der Auslegung des Koran und der Sunna immer das Gesamtwerk im Blick haben. Tut man dies, so sind solche Terrorakte kein Thema mehr. Der Begriff "jihad" oder "dschihad" bedeutet "sich anstrengen für die Sache Allahs". Diese Anstrengung bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens. (Siehe untenstehende Koranzitate) Koranzitate: (2:190) Und kämpft mit denjenigen auf dem Weg Allahs, die mit euch kämpfen, und übertretet nicht (indem ihr mit dem kämpfen beginnt), Allah liebt ja nicht die Übertreter. (2:192) Und wenn sie aufhören, so ist ja Allah verzeihend, barmherzig. (2:193) Und kämpft mit ihnen, bis es keine Verführung mehr gibt und die Religion bei Allah ist, und wenn sie aufhören, so gibt es keine Feindschaft, außer gegen die unrechthandelnden. (2:195) Und gebt her auf dem Weg Allahs und stürzt euch nicht mit euren Händen in die Vernichtung, und tut Gutes, Allah liebt ja die Guthandelnden. (2:216) Euch ist der Kampf vorgeschrieben, und er ist euch zuwider, und möglichereise ist euch etwas zuwider, und es ist gut für euch, und möglicherweise liebt ihr etwas, und es ist schlecht für euch, und Allah weiß es, ihr wißt es nicht. (2:127) Und sie fragen Dich nach dem heiligen Monat (=Ramadan), Kampft darin. Sag: ... und sie hören nicht auf, mit euch zu kämpfen, bis sie euch von eurer Religion zurückgebracht haben, wenn sie das können, und wer von euch sich von seiner Religion zurückbringen läßt, und er stirbt, und er ist Glaubensverweigerer, so sind dessen Werke hinfällig in dieser Welt und im Jenseits, und sie sind die Gefährten des Feuers, sie bleiben dort ewig. (9:24) Sag: Wenn eure Väter und eure Söhne und eure Brüder und eure Gattinnen und eure Anverwandten und eure Vermögensgüter, die ihr euch angeeignet habt, und Handelsgut, dessen Unverkäuflichkeit ihr befürchtet, und Wohnungen, die euch gefallen, euch lieber sind als Gott und sein Prophet und ganzer Einsatz auf Seinem (Gottes) Weg, so wartet, bis Allah mit Seinem Befehl kommt, und Allah leitet nicht das Volk der Frevler recht. (Dieser Vers bezieht sich auf den Auszug der Muslime von Mekka nach Medina, um den Verfolgungen in Mekka zu entkommen. Im übrigen begann mit dem Tag des Auszugs die islamische Zeitrechnung, die heute in "Jahre nach der Auswanderung" angegeben wird.) (22:38) Allah verteidigt ja diejenigen, die glauben, und Allah liebt ja nicht jeden dankverweigernden Treuebrecher. (22:39) Es wird denjenigen Erlaubnis (zum Kampf) gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen Unrecht geschah, und Allah ist zu ihrer Hilfe schon imstande. Sigrid Hunke (Zitat H. Ahmed Schmiede, Dschihad - nur "Heiliger Krieg", in Al-Islam 5/75, Sigrid Hunke - Allah ist ganz anders, Seite 42) schreibt zum selben Thema: Dschihad meint keineswegs schlechthin heiliger Krieg, Dschihad ist jede Anstrengung, jede Bemühung, jede Stärkung des Islam in uns, um uns in der Welt, der täglich neuen Kampf gegen die widerstrebenden Kräfte in uns und unserer Umwelt. Die Quelle, aus der der Muslim die Kraft schöpft, die ihn befähigt, sich seiner Verantwortung zu stellen, sich bewußt Gottes Willen zu ergeben. Wir dürfen die Realität in manchen islamischen Ländern nicht schlechthin als Ebenbild des Islam betrachten. Im Gegenteil, sie stehen oft in direktem Widerspruch zum Islam. Diese Menschenrechtsverletzungen sind zum Teil nur deshalb zu sehen, weil dort diktatorisch und nicht islamisch regiert wird. Es wird weder islamisch noch demokratisch regiert. Die Verallgemeinerung führt aber zur Behauptung, dass der Islam der Grund für diese Realität sei und dass er deshalb menschenfeindlich sei. (vgl.: "Das weiche Wasser wird besiegen den harten Stein" Vom Herrn Dr. Nadeem Elyas) Offensichtlich wird die Religion als Hintergrund für Terrorakten benutzt, um Unterstützung bei Menschen zu bekommen, die wenig Wissen über die Religion haben. Die Ziele und die Art dieser Taten sind jedoch weit vom Islam entfernt. Ist der Islam frauenfeindlich? Der Islam kennt keine Diskriminierung und Abstufung aufgrund des Geschlechts. Es heißt in einem Ausspruch des Propheten (Friede sei mit ihm): "Die Frauen sind Zwillingsgeschwister der Männer" (sahih - gesicherte Überlieferungskette). Das heißt sie stammen von demselben Vater und derselben Mutter ab und sind deshalb nicht besser oder schlechter als ihre andersgeschlechtlichen Geschwister. Aus diesem Hadith wird abgeleitet, dass Männer und Frauen gleichwertig sind und in allen Bereichen gleich behandelt werden müssen und von Allah für ihre Taten gleich belohnt werden. In den Bereichen, in denen eine unterschiedliche Behandlung gesondert von Allah oder seinen Gesandten Muhammad (Friede sei mit ihm) vorgeschrieben wurde, liegen Begründungen vor, die einleuchtend sind und meist aus den unterschiedlichen physischen Eigenschaften der Geschlechter resultieren (der Mann gebärt keine Kinder), denn Gleichbehandlung ist nicht immer Gleichberechtigung! Durch den differenzierten Umgang des Islam mit diesem Thema sollen vor allem die Rechte der Frau gesichert werden. Für die Frau als Gattin gibt es einen berühmten Ausspruch des Propheten (Friede sei mit ihm): "Der beste unter euch ist der, der seine Frau am besten behandelt". Also ist ein korrektes Verhalten und der Respekt des Ehemannes gegenüber seiner Frau so wichtig, dass dies über den wahren Glauben entscheidet. Der Prophet Muhammad (s.a.s.), das edelste Vorbild für alle Muslime, war immer ein warmherziger, gütiger und sanfter Ehemann. Es gibt unzählige Beispiele aus den Regeln des Islam, die zeigen, dass die Frau nicht benachteiligt, sondern sogar teilweise bevorzugt wird. Hier nur ein kleines Beispiel: Das Geld, was die Frau erwirbt darf diese für sich behalten - weder ihr Mann noch ihre Familie haben ein Anrecht darauf. Im Gegensatz dazu MUSS der Mann für den Lebensunterhalt seiner Familie sorgen, das Geld, was er verdient gehört nicht ihm allein. Viele Nichtmuslime haben leider eine falsche Ansicht über den Islam, wobei die Medien einen großen Teil dazu beigetragen haben. Es ist wichtig, zwischen dem, was der Islam sagt und dem was manche Muslime tun, zu differenzieren. Ein persönlicher Kontakt zu muslimischen Frauen ist sehr hilfreich, weil hierbei Probleme und Fragen direkt angesprochen werden und Vorurteile abgebaut werden können. Sicher gibt es auch eine Moschee in Ihrer Nähe, die Führungen oder ähnliches anbieten! Beschneidung von Frauen Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) distanziert sich von ausdrücklich dieser vorislamischen Sitte (siehe dazu die ZMD-Mitteilung zum Thema "Frauenbeschneidung" . Die Frauenbeschneidung ist im Koran nicht erwähnt. Der Prophet, der das Vorbild aller Muslime ist, hat seine Töchter und Frauen nicht beschneiden lassen!!! Die Feststellung dieser Tatsache ist ein Appell an alle Muslime in und außerhalb Deutschlands, diese nicht-islamische Sitte zu beseitigen. Auch die Tatsache, dass das Urteil vieler Gelehrten genannt wird, in dem sie sich gegen die Frauenbeschneidung aussprechen und diese als "eine Körperverletzung ohne Nutzen" kritisieren, ist ein Versuch, für Aufklärung zu sorgen. Zuletzt sei gesagt, dass es nicht alleine die Aufgabe der Muslime ist, sich gegen die Frauenbeschneidung einzusetzen. Es handelt sich hierbei ja keineswegs um ein Erscheinung, die nur im islamischen Raum zu beobachten ist: man findet sie sowohl bei afrikanisch-animistischen, als auch bei afrikanisch-christlichen und jüdischen Stämmen. Wir müssen uns also gemeinsam dieser Aufgabe stellen. Die Freiheit der muslimischen Frau Das islamische Recht sieht es nicht vor, dass Frauen sich vom sozialen Leben abkapseln. Sie sollen den sozialen Anforderungen ihrer Umgebung gerecht werden. Es kann sogar zur Pflicht werden, dass sich eine Frau nicht im Haus aufhält, um ihrer Pflicht, nach Wissen zu streben oder ihre soziale Verantwortung zu tragen, gerecht zu werden. In einem gesicherten Hadith überliefert von Buchari heißt es: "Der gesandte Allahs, Friede und Heil auf ihm, sagte: 'Nach Wissen zu streben ist Pflicht für jeden Mann und jede Frau'." Eine kategorische Aussage wie "muslimische Frauen sollen immer zu Hause bleiben" ist falsch. Dass dies in der Praxis manchmal anders aussieht, findet keine Grundlage im Islam. Häufig ist es aber die Übereinkunft von Mann und Frau, dass sich der Mann um die Arbeit "draußen" kümmert und die Frau zuhause "die Hosen an hat". Es kann natürlich auch umgekehrt sein. Ein Blick in die Lebensweise des Propheten genügt, um mit alt hergebrachten Vorurteilen über die Unterdrückung der Frau und Patriarchentum im Islam aufzuräumen: Die Frau des Propheten war selbst eine der tüchtigsten und angesehensten Kaufmänner Mekkas, bei der der Prophet selbst vor seiner Heirat Angestellter gewesen ist. Zu den größten Gelehrten in der gesamten islamischen Geschichte gehört weiterhin die Frau des Propheten Ayichah, die Männer und Frauen gleichsam in den Lehren des Islams unterwies und ihr Haus kurzerhand zur Akademie umgestaltete um ihrer Lehrtätigkeit nachkommen zu können. Frauen waren in der Tradition des Islams stützende Säulen in allen Bereichen des täglichen Lebens. [/..]
Dieses Thema wurde geschlossen. (max. 200 Beiträge)
18.10.2006 18:58
18.10.2006 18:52
18.10.2006 18:46
18.10.2006 18:26
18.10.2006 18:16
18.10.2006 17:54
18.10.2006 14:56
18.10.2006 14:53
18.10.2006 14:42
18.10.2006 13:59
18.10.2006 01:00
18.10.2006 00:51
18.10.2006 00:51
18.10.2006 00:42
18.10.2006 00:35
18.10.2006 00:29
18.10.2006 00:28
18.10.2006 00:22
18.10.2006 00:19
|
|