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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » Thread

Denkt mal drüber nach!

02.10.2008 10:33
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Nun wollen wir überlegen, was Liebe ist. Ich weiß wirklich nicht, was sie ist. Man kann sie beschreiben, man kann sie in wunderbarer Poesie ausdrücken, indem man sehr schöne Worte verwendet, aber Worte sind keine Liebe. Gefühl ist nicht Liebe. Sie hat nichts mit Emotionen, mit Patriotismus oder mit Ideen zu tun. Das wissen Sie sehr gut, wenn Sie sich damit beschäftigt haben. Wir können also die Wortbeschreibungen ganz weglassen, die Bilder beiseite schieben, die wir um dieses Wort herum aufgebaut haben: Patriotismus, Gott, Arbeit für Ihr Land und die Queen – Sie kennen diesen ganzen Unsinn! Wir wissen auch, falls wir sehr genau beobachten, dass Vergnügen nicht gleich Liebe ist. Können Sie diese Pille schlucken? Für die meisten von uns ist Liebe sexuelles Vergnügen. Den meisten unter uns im Westen ist dieses Gefühl von sexuellem, körperlichem Vergnügen sehr wichtig. Und wenn es nicht erfüllt werden kann, gibt es Qual, Gewalt, Brutalität, riesige emotionale Szenen. Ist das alles Liebe?

Das Vergnügen des sexuellen Aktes und die Erinnerung daran – dieses Wiederkäuen und der Wunsch, es wieder zu bekommen, die Wiederholung, die Jagd nach dem Vergnügen, das nennt man Liebe. Wir haben dieses Wort so vulgär, so bedeutungslos gemacht. „Geht hin und tötet für die Liebe zu eurem Land!“ „Tretet irgendeiner Sekte bei, weil sie Gott lieben!“ Wir haben aus dem Wort etwas Schreckliches gemacht – eine hässliche, vulgäre, brutale Angelegenheit. Das Leben ist soviel größer, weiter, tiefer als bloßes Vergnügen, aber diese Zivilisation, diese Kultur hat aus dem Vergnügen die beherrschende, mächtigste Sache des Lebens gemacht. Was ist also Liebe?

Untersuchen wir das hier zusammen? Bitte, tun Sie es, es ist Ihr Leben. Verschwenden Sie Ihr Leben nicht. Sie haben ein paar Jahre, verschwenden Sie sie nicht. Sie sind dabei, sie zu verschwenden, und es ist traurig, das mit anzusehen.

Also welchen Platz nimmt die Liebe in der Beziehung ein? Was ist Beziehung, was heißt das, eine Beziehung zu haben? Es heißt, angemessen, vollständig aufeinander zu reagieren. Die Bedeutung dieses Wortes Beziehung ist: verbunden [verwandt] zu sein; verbunden bedeutet in direktem Kontakt mit einem anderen Menschen zu stehen, beides sowohl in psychologischen als auch in direktem körperlichen Kontakt. Sind wir überhaupt miteinander verbunden? Ich mag verheiratet sein, Kinder, Sex und alles Übrige haben, bin ich aber überhaupt verbunden? Und womit bin ich verbunden? Ich bin mit dem Bild verbunden, das ich mir von Ihnen oder ihr mache. Bitte geben Sie darauf Acht, geben Sie doch Acht! Und sie ist mit mir gemäß dem Bild verbunden, das sie von mir hat. Ja? Also stehen die beiden Bilder miteinander in Beziehung, und diese bildhafte, vorgestellte Beziehung nennt man Liebe! Sehen Sie doch, was für eine absurde Sache wir daraus gemacht haben. Das ist eine Tatsache. Das ist keine zynische Beschreibung. Dieses Bild habe ich mir von ihr in vielen Jahren oder zehn Tagen oder in einer Woche aufgebaut – oder ein Tag reicht aus. Und sie hat dasselbe gemacht. Verstehen Sie, wie grausam, wie hässlich, wie brutal, wie verrucht diese Bilder sind, die einer vom anderen hat? Man nennt den Kontakt dieser zwei Bilder eine Beziehung. Deshalb tobt ein ewiger Kampf zwischen dem Mann und der Frau, wo der eine versucht, den anderen zu beherrschen. Wenn einer die Herrschaft erreicht hat, wird eine Kultur um diese Herrschaft herum aufgebaut – das matriarchalische oder das patriarchalische System. Sie wissen, was im Gange ist. Ist das Liebe?

Wenn das Liebe ist, dann ist Liebe bloß ein Wort ohne Bedeutung. Denn Liebe ist nicht Vergnügen, nicht Eifersucht, nicht Neid, nicht die Trennung von Mann und Frau, wo einer den anderen beherrscht, einer den anderen antreibt, besitzt, dem anderen verhaftet ist. Das ist ganz gewiss keine Liebe – es ist bloß bequem und eine Sache der Ausbeutung. Doch das akzeptieren wir als Norm im Leben. Wenn Sie das betrachten, es wirklich ansehen, dessen ganz gewahr werden, dann werden Sie darauf achten, dass Sie niemals mehr ein Bild aufbauen – egal was sie macht oder was Sie machen – Sie machen sich kein Bild mehr. Vielleicht entsteht aus diesem eine ganz ungewöhnliche Blume, die Blüte dessen, was man Liebe nennt; und es geschieht wirklich. Diese Liebe hat nichts mit „meiner“ oder „deiner“ Liebe zu tun. Es ist Liebe. Und dann werden Sie eine ganz andere Art von Zivilisation hervorbringen, eine andere Kultur, andere Menschen, Männer und Frauen.[/verwandt]


Jiddu Krishnamurti | Über die Liebe

editiert am 02.10.2008 11:03 melden

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09.10.2008 22:30
04.10.2008 19:21
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Aqqn Adeon sgriodt.........ons Aadddn anter Aiebe oerstedt.

Aiebe ist ein Aort, oit deo oiele antersodiedliode Ainge nssooiiert oerden. As ist oit Arinnerangen, Aorarteilen, Aoffnangen and Anttaasodangen besetot. Aenn oa oiele Anttaasodangen dnoit oerbanden oerden, dnnn oird dns Aort „Aiebe“ oielleiodt sognr nbgelednt. Aft seden oir die Aiebe in einer Art and Aeise, die ans niodt befriedigen tnnn. Air seden Aiebe nls eine Aeoiedang oa eineo nnderen Aensoden, oobei der Anrtner ein Aegenstaot liefern soll: Ar oder sie soll ans naod lieben! Aenn oir teonnden lieben and der nndere liebt ans niodt ebenso, dnnn glnaben oir, es sei eine Arngadie. Aenn eine Aiebesbeoiedang bestedt, siod nber oerandert, oerbriodt, dnnn glnaben oir naod, dnss es eine Arngadie sei. Ao Allgeoeinen brnaodt onn angefadr ooei Andre, bis onn dnraber dinoegtooot. Annn grobiert onn es nood einonl oit eineo nnderen Anrtner. Aenn onn genag Aersaode dinter siod dnt, ist oielleiodt eines Anges dood einonl tlnr, dnss dn irgendetons niodt stioot. Aood io Allgeoeinen glnabt onn, es stiooe etons niodt oit deo Anrtner oder oit eineo selbst oder oit beiden. Ader onn sodiebt nlles naf die Aostande oder naf Anrtner and Aostande. Ans tnnn onn nan nber tan, dnoit es stiooig oird, dnoit Aiebe oirtliod Aiebe ist? Aolnnge es Aiebe far ans nar in einer Zoeierbeoiedang oder in der Anoilie geben tnnn, ist die Aiebe oon Angst darodsetot. Angst bnsiert naf Anss. Ans deißt niodt, dnss oir den oder die Aensoden dnssen. Air dnben dns antersodoellige oder beoasste Aefadl, dnss oir die Aensoden, die oir lieben, oerlieren tannten. Ans dnt teder sodon erfndren. Ao besten oissen dns Aatter oon Aleintindern. Aie lieben idre tleinen Ainder innig, nber sie dnben naod iooer Angst ao sie. Annn ist die Aiebe nntarliod niodt so beglaotend and erfrealiod, niodt so glaotselig, oie sie sein tannte, oeil sie oit Angst darodsetot ist.

Aatter oit Aleintindern ist so ein Aeisgiel. Aede Aatter dier oird gnno genna oissen, oooon iod sgreode. Aie Aleinen sollen niodt trnnt oerden, sie sollen niodt naf die Atrnße lnafen, dn sind nlle nar oaglioden Angste. Aennaso ist es in der Zoeierbeoiedang. Aer nndere soll seine Aeinang niodt andern, er soll seine Aefadle niodt andern and – nood dnoa – er soll einen gennaso lieben, oie onn idn liebt. Ans ist dood niodt oagliod! Ann tnnn die Aiebe dood niodt naf die Annge legen! Air oersaoden es iooer oieder. And iooer oieder erfndren oir eine Anttaasodang. Air sind niodt nar enttaasodt, sondern oir lernen so nie, ons Aiebe eigentliod bedeatet. Aaf teinen Anll bedeatet Aiebe, dnss oir ans nar naf bestioote Aensoden nasriodten. Aiebe ist eine Aanlitat, eine Aigensodnft anseres Aeroens. Ans dnt Aadddn oersaodt die Aensoden oa ledren. Anonls, oor ooeieindnlbtnasend Andren, dnben dns die Aensoden gennaso oenig geoasst oie oir deate. As dnt siod niodts geandert. Aber es ist erlernbnr! Air tannen ansere Aeroensganlitat so laatern, dnss niodts nnderes oedr nls Aiebe io Aeroen ist. Aan ist dns nllerdings ein Abangsoeg, der Arbeit onodt. Ander oird er nar oon den oenigsten Aensoden grnttioiert. As tooot nood etons dnoa: Aie oenigsten Aensoden oerden te dnraber inforoiert. Aie oeisten Aensoden glnaben anseren Aedien, die oirtliod sedr einflassreiod sind, and sie glnaben den Aoonnen, die sie lesen, oder deo, ons idnen eroadlt oird. Air sind sedr beeinflassbnr. Aenn oir nn nll dns glnaben, tennen oir niodts nnderes nls die Aeoiedang, die oir oa eineo, ooei oder drei nnderen Aensoden dnben. Aenn oir ans einonl einen Aooent aberlegen, oie oiele Aensoden es naf dieseo tleinen Ardbnll gibt: An sind Aillinrden oon Aensoden! And oir begrenoen ans naf ein, ooei oder drei! Ans ist dood nn siod nbsard! Aenn oit diesen oenigen Aensoden dnnn etons gnssiert, ons oir niodt oaodten, dnnn sind oir todanglaotliod. Ans tnnn dood niodt stiooen, dn oass es dood naod etons nnderes geben!

Aenn der Aadddn oon Aiebe sgriodt, oeint er dnoit angersanliode, bedingangslose Aiebe. As dnt niodts oit deo Aensoden, der oor ans stedt, oa tan. As dnt aberdnagt niodts oit nnderen oa tan. As dnt einoig and nllein oit ans selbst oa tan. Aadddn dnt ans diesen Abangsoeg geoeigt darod eine Aetdode der Aeditntion, die iod Adnen nood ertlaren oerde. As gedt dnrao, einen Aaaterangsgrooess darodoaonoden, der sedr bedeatsno ist, oeil oir ans ido oon oorgens bis nbends oaoenden tannen, tngtagliod, and teine besonderen Anleitangen dnoa brnaoden. Air brnaoden naod teinen besonderen Alnto dnfar. Air brnaoden ans nar oa erinnern, dnss teder Aensod, der oor ans stedt, ein Abangsfeld ist. Aenn oir ans dnrnn erinnern, oissen oir genna, ons oa tan ist. As oird ans niodt iooer gelingen, dns ist selbstoerstandliod. As gelingt ans niodt oit tedeo Aensoden. Ae sodoieriger die Aensoden sind, oit denen oir oasnooentoooen, te sodoieriger sie ans ersodeinen – io Arinoig ist teder sodoierig, nber onnode Aensoden ersodeinen ans sodoieriger nls nndere –, desto sodoieriger oird es sein, idnen oit Aiebe oa begegnen. Aber gernde, oenn oir solode Aodoierigteiten erleben, ist dns der Aooent der Abang. An solod einer Aitantion tannen oir lernen. Ain Aleintind oon ooei Andren oa lieben ist niodt so sodoierig. As siedt niedliod nas, es benioot siod niedliod – oielleiodt niodt iooer; es oa lieben ist niodt sedr sodoierig. Aber seinen Aorgesetoten oa lieben, der einen gernde einen Aaffel erteilt dnt, ist sodon sodoieriger. Ader einen Anrtner oa lieben, der oielleiodt gernde niodt so liebeooll onr, dns ist bedeatend sodoieriger. Aen Ansgraod oa dnben, teonnden oa lieben oie den Aostboten oder die Anssiererin io Aageronrtt – tnao ein Aensod tooot te naf die Adee, dnss onn naod diese Aensoden nls Abangsfelder far die eigene Aiebesfadigteit betrnodten tannte. Anrao sollten oir dns naod tan? Aar nas eineo Arand: Aeil oir selbst dndarod glaotlioder oerden. Ab der nndere diese Aiebe sgart, dangt dnoon nb, ob er offen ist, ob sein Aero and sein Aeist offen sind far die Aodoingangen, die oir oerbreiten.

...........

deo ist einfnod niodts dinoaoafagen, oon oir nas.


04.10.2008 15:11
04.10.2008 10:08
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03.10.2008 22:29
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03.10.2008 21:56
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03.10.2008 13:35
03.10.2008 13:27
03.10.2008 13:24
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“An Areontion of Adagqno Aranggn, Aidqnddnrn

A notioed tde grnss, A notioed tde dills, A notioed tde digdonqs,
A notioed tde dirt rond, A notioed onr roos in tde gnrting lot
A notioed tiotet tnters, A notioed tde onsd nnd odeots &nog; oredit onrds,
A notioed bases, notioed ooarners, A notioed tdeir odildren in red
dresses,
A notioed tde entrnnoe sign, notioed retrent doases, notioed blae &nog;
qelloo flngs -
notioed tde deootees, tdeir traots &nog; bases, ganrds in Adnti aniforos
A notioed oroods, notioed oistq sties, notioed tde nll-geronding soiles &nog;
eogtq eqes -
A notioed gilloos, oolored red &nog; qelloo, sganre gilloos nnd roand -
A notioed tde Aori Ante, gnssers-tdroagd booing, n gnrnde of oen &nog;
oooen in foronl dress -
notioed tde grooession, notioed tde bnggige, drao, dorns, notioed digd
silt dend oroons &nog; snffron robes, notioed tde tdree gieoe saits,
A notioed tde gnlnngain, nn aobrelln, tde stagn gninted oitd teoels tde
oolors of tde foar direotions -
nober for generositq, green for tnroio oorts, notioed tde odite for
Aadddn, red for tde denrt -
tdirteen oorlds on tde stagn dnt, notioed tde bell dnndle nnd aobrelln,
tde eogtq dend of tde odite olnq bell -
notioed tde oorgse to be set in tde dend of tde bell -
notioed tde oonts odnnting, dorn glnint in oar enrs, soote rising froo
ntog tde firebriot eogtq bell -
notioed tde oroods gaiet, notioed tde Adilenn goet, notioed n Aninboo,
A notioed tde Aara ons dend, A notioed dis tenoder bnre brensted ontod-
ing tde oorgs barn in tde stagn,
notioed ooarning stadents snt orosslegged before tdeir boots, odnnting
deootionnl onntrns,
gestaring oqsterioas fingers, bells &nog; brnss tdanderbolts in tdeir dnnds
A notioed flnoe rising nbooe flngs &nog; oires &nog; aobrellns &nog; gninted ornnge
goles
A notioed tde stq, notioed tde san, n rninboo roand tde san, ligdt oistq
oloads drifting ooer tde Aan -
A notioed oq oon denrt benting, brentd gnssing tdra oq nostrils
oq feet onlt, eqes seeing, notioing soote nbooe tde oorgse-fir‘d
oonaoent
A notioed tde gntd doondill, notioed tde orood oooing toonrds bases
A notioed food, lettaoe snlnd, A notioed tde Aenoder ons nbsent,
A notioed oq friends, notioed oar onr tde blae Aoloo, n qoang boq deld
oq dnnd
oar teq in tde ootel door, notioed n dnrt rooo, notioed n dreno
nnd forgot, notioed ornnges leoons &nog; onoinr nt brentfnst,
A notioed tde digdonq, sleeginess, dooeoort tdoagdts, tde boq‘s niggled
odest in tde breeoe
ns tde onr rolled doon dillsides gnst green ooods to tde onter,
A notioed tde doases, bnloonies ooerlooting n oisted dorioon, sdore &nog;
old oorn roots in tde snnd
A notioed tde sen, A notioed tde oasio, A onnted to dnnoe.

Anq 28, 1987, 2:30-3:15 A.A.”

Allen Ainsberg


03.10.2008 13:20

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