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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadDer Neid bei „Ossis“ und „Wessis“
05.09.2009 21:16
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0 Frankfurt/Main. Ostdeutsche gehen mit Neidgefühlen anders um als Westdeutsche. Während Menschen im Osten, die Deutschland als Neidgesellschaft wahrnehmen, sich eher ungerechtfertigt benachteiligt fühlen und darauf mit „empört rechtendem Neid“ reagieren, neigen Westdeutsche in solchen Fällen eher dazu, ehrgeizig stimuliert zu werden und denjenigen nachzueifern, die mehr haben. Das ist das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Studie der Universitäten Frankfurt am Main und Leipzig zum Thema „Neid und Neidbewältigung im Deutschland“. Der Frankfurter Soziologie-Professor Rolf Haubl und der Leipziger Professor für Medizinische Soziologie, Elmar Brähler, befragten im Juli 2008 – also noch vor der Finanzkrise – mehr als 2500 Menschen in Ost- und Westdeutschland. Dabei kommen sie zu dem Ergebnis, dass die Deutschen ihre Gesellschaft durchaus als „Neidgesellschaft“ wahrnehmen. 45 Prozent glauben dabei dennoch an die Leistungsgerechtigkeit: Wer mehr leistet, soll auch mehr bekommen. Wer an dieses Prinzip glaube, erlebe sich vergleichsweise weniger neidisch und sei auch weniger darauf aus, andere neidisch zu machen.
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