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Deutsche Reparationszahlungen bis 2020


04.01.2007 15:59
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Deutsche Reparationszahlungen bis 2020

Nachtrag die echte Schuld ist bis 2010 getilgt. vgl.

Nein, wir zahlen nicht für WK II sondern immer noch Reparationen für den ersten Weltkrieg! – Das ist mir völlig neu! Der Beginn von WK I liegt über 100 Jahre zurück! – Und wegen des zweifelhaften Kriegsschuldartikels im Versailler Vertrag müssen wir heute noch bis ins Jahr 20202010 für die lange zurückliegende Katastrophe zahlen? – Und zwar geht es bei den ausstehenden Summen um Zinsen und Anleihen – was auch ein schales Licht auf die kranke Zinswirtschaft wirft.

Die Bundesrepublik bedient noch immer Reparationsschulden aus dem Ersten Weltkrieg, das ergeben Auskünfte des Bundesfinanzministeriums. ( http://www.berlinonline.d [...] dex.html )

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Londoner Schuldenabkommen die Rückzahlung der privaten deutschen Auslandsverschuldung geregelt. Dazu gehörte auch ein Teil der Reparationen, die 1930 auf Anleihenbasis vorfinanziert und damit in Privatschulden umgewandelt worden waren. [...] Bis etwa 1983 zahlte die Bundesrepublik 14 Mrd. DM Schulden zurück. Allerdings wurden Zinsen in Höhe von 251 Millionen Mark aus den Jahren 1945 bis 1952 bis zur Wiedervereinigung Deutschlands ausgesetzt und schließlich im Jahre 1990 fällig. Die Bundesregierung gab darauf Fundierungsanleihen aus, die bis 2020 aus dem Bundeshaushalt getilgt werden. Tilgung und Zinsen betragen pro Jahr etwa fünf Millionen Euro.

Überzogene Reparationsforderungen waren in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts mit für die desolate wirtschaftliche Situation in Deutschland verantwortlich, die Weltwirtschaftskrise hat den Finanzen den Rest gegeben, und bis zur Zahlungsunfähigkeit des Deutschen Reiches geführt. 1932 erst wurden die Reparationsverpflichtungen aufgehoben.

Erst im Jahre 2020, gut hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, wird Deutschland alle Folgekosten der 1919 in den Versailler Verträgen festgelegten Reparationen bezahlt haben. ( http://www.berlinonline.d [...] dex.html )

Vollkommen lautlos sind 1953 die Reparationszahlungen gemäß Versailler Vertrag wieder aufgenommen worden. Dies verhält sich wie folgt: Soweit die Tilgung der Weltkrieg I. Schulden durch Dollar- und andere Devisenanleihen erfolgte, war die Kreditrückzahlung durch den 1932er Reparationsverzicht nicht berührt. Die bisherigen Bar-Reparationen waren ja nur scheinbar beglichen, nämlich mit geliehenem Geld. Reparationsschulden waren umgewandelt in Kreditschulden und warteten erst auf den wirklichen Zahlmeister. Der Erste war Adolf Hitler. Er zahlte sparsamst und gab die restlichen Verbindlichkeiten an die Galerie der deutschen Kanzler weiter, deren jeder abgetragen hat bis zum gegenwärtigen, der ein Päckchen dem Nächsten hinterlassen wird und der dem Übernächsten. ( http://www.berlinonline.d [...] dex.html )

Die Schattenquote stand im Schatten der deutschen Teilung, denn sie wurde erst für fällig erklärt im Falle einer Wiedervereinigung. Damit war der Bundesrepublik vorerst ein gewisser Rabatt dafür eingeräumt, dass sie auf dem Boden des früheren Reiches nur einen Teilstaat bildete. Sie zahlte an Reiches Statt von 1953 80 siebeneinhalb Milliarden Mark, zuzüglich Zinsen über das Doppelte. ( http://www.berlinonline.d [...] dex.html )

1990 trat unverhofft die Schattenqoute ans Licht der Welt. Bezugsscheine von über 240 Millionen Mark, rund drei Viertel davon aus reparationsbezogenen Anleihen, wurden akut scharf. Umgewandelt in dreiprozentige Fundierungsschuldverschreibung en lösen sie noch zwanzig Jahre lang die letzten Tribute ein. Angesichts von so viel bösem Blut, das daran klebt, wollen wir sie in Andacht zahlen. Man sollte die Quittungen an die Kuppel des Reichstags heften als Beleg unserer Umkehr. ( http://www.berlinonline.d [...] dex.html )

Wer die Bundesschuldenverwaltung am Platz der Luftbrücke in Berlin betritt, kann sagen, dass hier der Hort der Geschichte liegt. Darin stapelt sich von allem das Bleibende: Besitztitel, Zinsscheine, Fälligkeiten. Hier stehen die Kolonnen der historischen Langläufer mit dem unverlierbaren Atem, die deutschen Staatspapiere. Manche starteten als düstere Legenden, die Dawes- und Young-Anleihe von 1924/30, daran kleben die Qualen verlorenen Krieges und verlorener Repbulik und was längst mumifiziert geglaubt, schleppt sich noch lautlos fort, wirft mageren Zins, und der ungläubige Besucher steigt Treppen in den Keller hinab zu den “effektiven Stücken”. [...] ( http://www.berlinonline.d [...] dex.html )

Die Käufer der Anleihen haben sie weiterverkauft, die Weiterverkäufer sie vererbt, die Erben sind verblichen, die Scheine aber müssen noch umherirren bis 2020. Wer sie präsentiert, wird ordentlich bedient. ( http://www.berlinonline.d [...] dex.html )

Manchmal denke ich, daß Deutschland entweder zuviel Geld hat, oder zuviel Schulden, oder beides. Die Bundesrepublik ist doch Haupt-Netto-Zahler der EU – das läßt sich wohl nicht mit den Reparationen verrechnen?

[Nachtrag:]
Im Jahr 2002 waren dies 1,8 Mio. €, hinzu kamen Zinszahlungen in Höhe von insgesamt 2,3 Mio. €. Insgesamt sind noch knapp 95 Mio. € ohne Zinsen) bis zum Jahr 2010 (Endfälligkeit) zu tilgen.
( http://www.bundesfinanzmi [...] File.pdf )

:shock: ..ich glaub jetzt hab ich das Forum gesprengt
[/Nachtrag][/...][/...]


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07.01.2007 18:22
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