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Die Erkenntnis kam spät...doch wie geht's je

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02.11.2018 22:06
HiddenNickname

Hallo.
Ich bin 28 Jahre alt und ich fragte mich erst in den letzten 2 Jahren ernsthaft, ob ich eventuell lesbisch sein könnte. Mittlerweile bin ich mir dessen sicher.
Keine Ahnung, warum mir dieser Gedanke nicht früher gekommen ist.
Meinen ersten Kuss hatte ich zwar mit 13 mit einem Mädchen – stempelte es aber nur als „ausprobieren“ für die späteren eventuellen Küsse mit Jungs ab.
Seitdem hatte ich nie eine feste Beziehung; war aber der Überzeugung, hetero zu sein. Auch wenn es sich immer irgendwie komisch anfühlte, wenn ich mich selbst als hetero bezeichnete.
Ab und zu mal habe ich im Laufe der Jahre einen Mann kennen gelernt, mit zwei davon bin ich intim geworden. Aber es fühlte sich irgendwie nicht richtig an.
Ich war zwischendurch immer mal wieder hoffnungslos in einen Mann verliebt; keine Ahnung ob es echte Liebe war. Ich hatte mich seit meinem 11. Lebensjahr immer wieder auf Jungs fixiert; steigerte mich hinein und dachte Tag und Nacht an sie. Das Körperliche konnte ich mir aber nie wirklich mit einem Mann vorstellen.
Ich hielt mich für prüde und verklemmt.
Erst als ich letztes Jahr online einen Mann kennen lernte und wir uns treffen wollten, bekam ich plötzlich eine merkwürdige Angst. Ich benutzte es als eine Art Ausrede und dachte selbst, es sei eine Notlüge, als ich ihm sagte ich sei lesbisch und es sei mir jetzt erst klar geworden. Natürlich hat er sofort den Kontakt abgebrochen und ich weiß auch, dass es unfair war, es als „Ausrede“ zu benutzen, um ihn los zu werden.
Doch für mich war es wie eine Erleuchtung und ich zog es zum ersten Mal in Erwägung, dass ich tatsächlich auf Frauen stehen könnte. Die Anzeichen dafür sind ja auch da; ich finde Frauen in den letzten Jahren anziehender als Männer beziehungsweise finde Männer eigentlich gar nicht mehr anziehend. Verliebt war ich bisher noch nie in eine Frau, das traute ich mich nicht zuzulassen.
Ich bin in einer heterosexuellen Umgebung aufgewachsen und habe Angst, wie meine Eltern und Freunde reagieren würden, wenn ich mich outen würde. Gerade weil ich schon Ende 20 bin und die ganze Zeit erfolgreich „geschauspielert“ habe, ich wäre nur an Männern interessiert. Ich habe es sogar geschafft, mich selbst davon zu überzeugen, auf Männer zu stehen und habe es jahrelang überhaupt nicht in Betracht gezogen, mich für Frauen zu interessieren. Im Nachhinein betrachtet ging es mir damit natürlich sehr schlecht.
Wenn ich mal einen Mann kennen lernte, ist daraus nie etwas geworden und meistens war ich am Ende sogar erleichtert deswegen.
Außer mit meinem Therapeuten konnte ich mit niemandem darüber reden. Ich weiß ehrlich gesagt gerade nicht wirklich, wie es weiter gehen soll und habe Angst, in eine Krise zu stürzen.
Es bringt ja auch nichts, das Thema ewig zu verdrängen.
Ich würde auf keinen Fall ein Coming Out überstürzen wollen. Aber irgendwie brauche ich Tipps dafür, wie es jetzt weitergehen soll... ich würde mich über Anregungen freuen


04.11.2018 10:13
HiddenNickname

du bist ja echt süß...

wie soll es jetzt weitergehen? ja wie denn?

ernsthaft - erst mal glückwunsch zum inneren outing! jetzt einfach raus ins leben und es geniessen...! melde dich bei dating-plattformen an. probier aus, welche dir am besten gefällt. schau dich hier um. schreib frauen an, die dir gefallen. geh aus, in nette szenecafés. oder entsprechende parties. such dir facebook gruppen für lesben, da gibt es einige.

triff dich mit frauen. einfach so. zum kaffee. zum quatschen. ohne hintergedanken. und irgendwann ist auch die richtige dabei...

viel spass!

04.11.2018 11:49
HiddenNickname

Hi! vielen Dank für die Glückwünsche... im Moment fühle ich mich zwar nicht sonderlich happy - aber ich hoffe dass ich noch dahin komme.
Gerade wäre ich wahrscheinlich auch noch nicht dazu bereit, mich zu verabreden und jemanden kennen zu lernen. Ist halt auch schwierig, wenn man in einem abgelegenen Dorf lebt Aber das Internet gibt es ja auch... ich brauche gerade einfach nur Leute, die mich irgendwie verstehen und in meinem direkten Umkreis will ich mich erst mal niemandem anvertrauen.
Aber ich habe auch nicht vor, es nie jemandem zu erzählen oder ewig allein zu bleiben. Alles hat seine Zeit, denke ich.

liebe Grüße

04.11.2018 19:33
HiddenNickname

Liebe Manari89,

was du beschreibst kenne ich gut. Ich konnte es mir mit Männern auch nie wirklich vorstellen und hab mich nur für dafür interessiert bzw. drauf eingelassen weil es die anderen auch so gemacht haben. Bis ich mich mit 36 in eine Frau verguckt habe. Ganz so spät bist du also nicht dran.
In meinem Freundeskreis haben es alle ganz gelassen genommen, keiner hatte damit Probleme. Meine Eltern und der Rest der Familie wissen es noch nicht. Ich glaube nicht, das da jemand Probleme mit hätte. Aber da sich noch keine Beziehung mit einer Frau ergeben hat, hielt ich es auch nicht für nötig was zu sagen. Da ich im Moment in einem katholischen Dorf wohne, könnte ich mir schon vorstellen das hier einige Leute ein Problem damit haben. Aber das wäre mir dann egal.

Im Moment habe ich aber gerade das umgekehrte Problem. D.h. ich habe mich in einen Mann verguckt und bin wieder genauso verwirrt wie vor 5 Jahren als ich mich in die Frau verliebt hatte.
Ich werde einfach mal schauen was passiert und was sich ergibt. Und außer die Situation anzunehmen wie sie ist, ist das ist das einzige was ich dir raten kann. Probiere aus und schau was passiert.

LG
Mati



08.11.2018 18:23
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 04.11.2018 um 11:49:

Ist halt auch schwierig, wenn man in einem abgelegenen Dorf lebt

liebe Grüße


Das mit dem Dorf kenne ich nur zu gut... Und alle Probleme die da so dranhängen..... Zum Glück kann ich von mir sagen, dass ich im kommenden Jahr umziehen werde... Und dann hoffentlich am gesellschaftlichen Leben teilhaben kann....

09.11.2018 22:15
HiddenNickname

Hallo Manari89,

was du da gerade durchmachst kenne ich nur zu gut. Allerdings lief es bei mir dann noch ein bisschen spezieller ab. Kurz gesagt, ich konnte mich niemandem anvertrauen, da es zugleich bedeutet hätte das die Familie irgendwie, irgendwann drauf angesprochen wird (Dorf eben). Also habe ich durch einige doofe Umstände dann auch erst nach 4 Jahren (in denen ich für mich schon wusste das ich Frauen anziehende finde) bei meiner Familie mit dem outing angefangen. Was auch total unkompliziert gewesen ist (Antwort meiner Mutter "sowas habe ich mir schon gedacht 😉). Mittlerweile wissen es auch schon einige Freunde und die sehen es auch total entspannt.

Für mich hatte ich einfach entschieden, dass ich nichts verheimlichen möchte, wenn mir die Richtige über den Weg läuft. Ich möchte einfach keine Angst haben mich irgendwie zu verplappern(was einfach schneller passieren kann wie man meint ).

Ich habe im Mai mit meinem outing angefangen, also mit 31 .

Lg
Coco

22.11.2018 01:33
HiddenNickname

Das hast du einfach wunderbar beschrieben, genau so geht es mir auch, nur dass ich es in meinem Beitrag nicht so toll rüber bringen konnte.

Ich kann dir leider keinen Rat geben, da ich selber noch ganz neu hier bin, aber eigentlich kennt man doch die Einstellungen des Umfeldes, oder nicht? Also bei mir ist jedem klar, dass ich sehr tolerant bin und ich das auch von meinen Freunden erwarte.

Mit 19 habe ich auf ein Kind eines lesbischen Paares aufgepasst. Ich fand das wahnsinnig toll, vor allem, weil ich bei ihrer ,,Hochzeit“ auf ihr Kind aufpassen sollte. Das ist jetzt über 10 Jahre her. Sie fragten mich, ob ich ein Problem damit hätte und ich habe die Frage gar nicht richtig verstanden. Homophobie kannte ich bis dahin gar nicht. Aber das war einfach ein wunderbares Erlebnis, weil ich bis dahin niemanden erlebt habe, der so zu seiner Liebe gestanden hat. Ich habe damals noch bei meinen Eltern gewohnt und für die war das auch nichts „unnormales“. Mein bester Freund aus Kindheitstagen ist schwul, seine Mutter kam leider nicht damit klar. Umso mehr forderte meine Mutter mich auf, für ihn da zu sein. Ich habe keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern, aber diesbezüglich wüsste ich, dass es keine Probleme geben würde.

Vielleicht kannst du dich langsam herantasten. Letztendlich musst du ja glücklich werden und nicht deine Eltern ;-)

11.02.2019 19:56
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 04.11.2018 um 11:49:

Hi! vielen Dank für die Glückwünsche... im Moment fühle ich mich zwar nicht sonderlich happy - aber ich hoffe dass ich noch dahin komme.
Gerade wäre ich wahrscheinlich auch noch nicht dazu bereit, mich zu verabreden und jemanden kennen zu lernen. Ist halt auch schwierig, wenn man in einem abgelegenen Dorf lebt Aber das Internet gibt es ja auch... ich brauche gerade einfach nur Leute, die mich irgendwie verstehen und in meinem direkten Umkreis will ich mich erst mal niemandem anvertrauen.
Aber ich habe auch nicht vor, es nie jemandem zu erzählen oder ewig allein zu bleiben. Alles hat seine Zeit, denke ich.

liebe Grüße


Mir geht es ähnlich wie dir...aber ich bin viel älter als du. Ich bin bald 64!....und ich bin derzeit total verwirrt....

22.02.2019 23:14
HiddenNickname

Ich bin auch ein Dorfkind.

Ich kann dir nur eins raten. Ziehe in eine Großstadt mit guten Lesben Treffs/Szene/Lokation... Es muss ja nicht für immer sein. Du bist ja noch jung. 1-2 Jahre und dann kannst du ja auch wieder zurück ins Heimatdorf.

Mir hatte man das früher auch geraten gehabt und ich habe lange damit gezögert, weil ich auch sehr an meinen wunderschönen Örtchen hing. Nach Jahren bin ich dann aus einem anderen Grund umgezogen in eine größere Stadt. Und erst da hatte ich es geschaft mich mit meinem Inneren Coming Out auseinander zusetzen und es zu akzeptieren. Nach kürzester Zeit hatte ich dann eine Freundin und konnte mich dann auch aus der Entfernung bei meiner Familie und auch bei meinen Freunden und später auch bei allen andern (Dorf halt) outen. Das macht man ja auch irgendwie durchgängig, irgendwie hört das auch nie auf, aber es wird dann mit der Zeit einfacher und man ist dann auch schon sehr gelassen. Mittlerweile bin ich auch soweit, dass ich wieder zurück ziehen könnte.

Aber im Nachhinein betrachtet, hätte ich schon viel früher in eine größere Stadt ziehen sollen. Selber finden, bisschen austoben und wieder nach hause mit gestärken Selbstbewusstsein. Und dann sieht man auch, dass die auf dem Dorf doch nicht so alle hinterm Berg leben und intolerant sind. (Nur ein Paar, aber auf die kannste dann auch schei...en!)

19.04.2019 20:12
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 04.11.2018 um 10:13:

. geh aus, in nette szenecafés. oder entsprechende parties

.... gar nicht so leicht, die überall zu finden. Also seit ich wieder in Österreich bin, hab ich noch keinen Kontakt geschafft........ aber irgendwann findet auch ein blindes Huhn ein Korn nicht aufgeben, heißt die Devise.


26.04.2019 17:18
HiddenNickname

Hi,

danke für deine Geschichte, die hat mir jetzt echt weitergeholfen und ich habe mich gleich mal registriert...

mir geht es ganz ähnlich wie dir, ich habe zwar mal als Teeny mit Frauen rumgeknutscht und mir Gedanken gemacht, ob ich vielleicht Lesbisch bin, aber dann haben alle gesagt, das sei normales pubertäres Ausprobieren und ich hätte es damals auch selbst nicht wirklich in Erwägung gezogen, weil meine Eltern total homophob sind. Heute habe ich fast keinen Kontakt mehr zu ihnen und lege nicht mehr viel Wert auf ihre Meinung oder darauf, was sie über mich denken, weil es eh nie gut ist, egal wie viel Mühe ich mir gebe, so zu sein, wie sie es gerne hätten.

Vielleicht kam jetzt deswegen gestern plötzlich so die Erkenntnis: Hmmm, vielleicht war das ja doch mehr als nur eine normale Phase in der Pubertät damals. Nachdem ich jetzt von dir gelesen habe, dass du dir ziemlich sicher bist, müsste ich es eigentlich noch mehr sein. Ich war nämlich sogar schon mal in eine Frau verliebt. Aber so ganz... Das klingt jetzt vielleicht doof, aber ich finde es total ok, wenn andere so sind, wie sie sind (sogar toll, weil die so authentisch sind), aber irgendwie fände ich es vielleicht nicht so super, wenn ich Lesbisch oder Bi bin. Ich will nicht in irgendeine Schublade gesteckt werden. Und wenn überhaupt dann würde ich schon gerne wissen, welche Schublade, weil ich finde nicht, dass ich Bi bin, obwohl ich auch schon in Männer verliebt war, da wäre ich irgendwie lieber lesbisch.

Woher weißt du denn jetzt so sicher, dass du nur an Frauen interessiert bist? Hast du es inzwischen mal ausprobiert und es hat sich richtig angefühlt? Oder ist das mehr so eine Art Vermutung? Ich glaube, ich könnte mich persönlich jetzt nicht outen, bevor ich mir 100% sicher bin, und auch schon die Erfahrung gemacht habe, dass es für mich stimmt. Wobei ich da tatsächlich dann auch schon mit einer guten Freundin drüber geredet habe, dass ich im Moment so diesen Gedanken hege. Das ist für mich OK, ich finde man muss sich ja nicht unbedingt festlegen, nur weil man mal seine Zweifel oder seine Gedanken äußert. Ich finde, es kann total gut helfen, mal die Gedanken zu sortieren, es auszusprechen - aber eben nur bei jemandem wo man es sicher weiß, dass der andere positiv reagiert und es nicht weiter erzählt...

Also, es wäre total cool, wenn ich noch eine Antwort bekommen könnte und danke für das offene Teilen von euren Erfahrungen! Und vielleicht hast du ja auch Lust, noch zu erzählen, wie es für dich weitergegangen ist und ob du schon irgendwelche positiven Erfahrungen gemacht hast. (Und sorry für den langen Text, das ist so schwer, sich kurz zu fassen)

20.07.2019 21:51
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 11.02.2019 um 19:56:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 04.11.2018 um 11:49:

Hi! vielen Dank für die Glückwünsche... im Moment fühle ich mich zwar nicht sonderlich happy - aber ich hoffe dass ich noch dahin komme.
Gerade wäre ich wahrscheinlich auch noch nicht dazu bereit, mich zu verabreden und jemanden kennen zu lernen. Ist halt auch schwierig, wenn man in einem abgelegenen Dorf lebt Aber das Internet gibt es ja auch... ich brauche gerade einfach nur Leute, die mich irgendwie verstehen und in meinem direkten Umkreis will ich mich erst mal niemandem anvertrauen.
Aber ich habe auch nicht vor, es nie jemandem zu erzählen oder ewig allein zu bleiben. Alles hat seine Zeit, denke ich.

liebe Grüße


Mir geht es ähnlich wie dir...aber ich bin viel älter als du. Ich bin bald 64!....und ich bin derzeit total verwirrt....

Hallo
Ich bin 60 aber ich bin zur Zeit auch total verwirrt.
Geoutet habe ich mich schon vor 30 Jahren, lebe aktuell mit einer Frau zusammen aaaber ich habe mich in eine Hetera verliebt sie ist noch älter als ich. Bin wirklich total verwirrt, dass mir das passiert ist...

22.07.2019 20:11
HiddenNickname

Hi,

in Manari89's Geschichte erkenne ich mich iwie wieder. Ich glaube auch auf Frauen zu stehen. Ausprobiert habe ich es aber noch nicht.

Mein Kontakt zu Männern sah bisher ähnlich aus. Eine lange Beziehung mit einem Mann hatte ich noch nie. Ich bin auch erst seeeehr spät mit einem Mann intim geworden. Konnte es mir früher iwie einfach immer nicht wirklich vorstellen, das es mir gefällt. Naja, es war dann auch nur ok. Bei meinem erstem Mal war ich Ende 20.

Davor hatte ich oft schon den Gedanken an Frauen. Und es gab auch 2 bis 3 Frauen, die mir wohl "etwas den Kopf verdreht haben". Es waren aber immer Heterofrauen und es ist da natürlich nichts weiter passiert.

Wenn ich heute lesbische Frauen kennenlerne und ich ihnen sage, dass ich noch keine Erfahrung mit Frauen habe, habe ich das Gefühl, das mich daraufhin keine näher kennenlernen will, weil man mit nem Frischling nichts zu tun haben will. Also im Ergebnis fühlt man sich nirgens richtig zugehörig.

Finde die Situation gerade nicht so einfach. Würde gerne definitiv für mich herausfinden, was mir nun besser gefällt. Aber iwie komme ich da nicht so recht weiter.

Gruß Rea1


13.08.2019 20:36
HiddenNickname

Ja auch mir ist diese Situation bestens bekannt.
Hab das volle Programm mitgemacht: von Teenager Küsserein mit der Freundin bis hin zum Davonlaufen wenns ernst wird mit einem Mann.

Ich habe krampfhaft versucht "normal" zu sein, doch irgendwann ging es einfach nicht mehr. Langsam lies ich den Gedanken zu vl doch lesbisch zu sein und das war gut so. Kurzum, ich habe mir professionelle Hilfe geholt und habe tatsächlich ein Jahr gebraucht um es erstmal für mich zu akzeptieren und dann in weiterer Folge auch meiner Familie und meinen Freunden zu sagen.
Im Freundeskreis war es absolut kein Problem, bei meinen Eltern dafür umso mehr - besser gesagt bei meiner Mama.
Ich wohne auch in einem relativ überschaubaren Dorf, allerdings schon seit einigen Jahren nicht mehr im Elternhaus, was das Kennenlernen einer Frau nicht gerade begünstigt.
Deshalb bin ich dann öfters in die Stadt gefahren, in ein Szenelokal. Zu Beginn war ich echt überfordert, ich sage nur "da kommt Frischfleisch daher". Mir hat die ganze Szene nicht wirklich gefallen, ich hatte den Eindruck als hätte hier schon jeder mit jeder was gehabt und das große Ziel des abends ist jmd abzuschleppen. Irgendwann bin ich dann trotzdem nochmal in diese Bar gegangen, ganz ohne Erwartungen. Und siehe da, es war an diesem Abend ein anderer Neuling zu Gast. Und dieser Neuling ist nun seit 2,5a meine Partnerin.

Also nur Mut und mach es in deinem Tempo. Lass dir helfen, wenn du Unterstützung brauchst.
Ich hab damals mit offenen Karten gespielt, hab ihr erzählt, dass das alles aboslutes Neuland für mich ist. Ihr war das egal, sie gab mir die Zeit die ich brauchte und plötzlich lief alles wie von alleine.



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