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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadDurch den Schnee in Richtung Heimat
09.08.2013 12:18
HiddenNickname
0 Durch den Schnee in Richtung Heimat Der Weg nicht schwer, zügig eile ich daher. Vom Kompass meines Herzen lasse ich mich leiten, durch Berge und Täler und endlose Weiten. Zielstrebig marschiere ich durch den Schnee, alles weiß, egal wohin ich seh‘ Hell wie der Schnee, so auch die Sterne, leuchten in der Nacht, liegt meine Heimat noch in weiter Ferne. Doch egal wie viele Kilometer mein Kompass misst, wie sehr die weite Strecke mich auch zerfrisst, Heimat ist, wo Du bist. Wo die Vögel singen, sanfte Melodien erklingen. Wo strahlende Lichter, fröhliche Gesichter. Nichts wie hin in Richtung Sinn. Schweben in Richtung leben. Wie ein Blitz schlägt er ein, mitten in meinen Kompass hinein. Gerade die Richtung noch sonnenklar, nun orientierungslos, ich frage mich, wo meine Heimat war. Ob im Norden, Süden oder Westen, ich folge meinen Spuren am besten. Doch egal wo lang die Wege mich auch führen, ich lande stets vor verschlossenen Türen, vor verschlossenen Türen die mir den Atem zuschnüren. Der Versuch sie zu öffnen mit aller Gewalt, zu Boden sinken in den Schnee bitter kalt. Wo sind vertraute Wände wie wärmende Hände? Wo sind Melodien wie sanfte Symphonien? Wo ist ein wärmendes Tuch, die Heimat nach der ich such? Von der ich dachte sie wäre hier. In deinem Herzen, ganz nah bei dir? Statt verschlossene Türen verfluchen, aufstehen und weiter suchen. Alles weiter weiß, ich drehe mich im Kreis, Runde für Runde, Stunde für Stunde. Der Zeiger der Uhr setzt aus. Stille kehrt ein, war meine Heimat nichts weiter als Schein? War sie erstunken und erlogen oder glätten sich die Wogen? Muss ich nur lang genug laufen oder muss ich mir ein neues zu Hause kaufen und es in den Namen Heimat taufen? Die Vorstellung bereitet Sorgen, fühlt man sich nicht auf Knopfdruck geborgen. Denn Heimat ist nicht hier und dort, findet man nicht an jedem xbeliebigen Ort. Heimat ist im Reich der Fantasie bewohnt wo das Herz in seiner Schönheit thront. Ein Teil von mir und plötzlich fort, heute hier und morgen dort. Heimat ist im Radio das Lied, das Bild, das die Frau auf einer Leinwand sieht. Heimat ist bleiben und nie mehr gehen, treiben, während die Emotionen wie sachte Brisen durch den Körper wehen. Heimat, hat man sie einmal gefunden, bereichert sie des Lebens Stunden. Und das nicht nur im Traum, sondern jenseits von Zeit und Raum
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