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Ein Herz für Tiere

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26.11.2019 20:41
HiddenNickname

Still und einsam zieht er geschwind,
Sein Jaulen hört nur der Wind,
Die Beute im Blick
sie fängt mit viel Geschick
ein Kreislauf des Lebens
der nicht ist vergebens,
drum ehret den Wolf das edle Tier
Loyal und treu ich werde dir.




27.11.2019 01:55
HiddenNickname


So mancher Mensch ein großes Herz für Tiere hat,
aber echter Tierschutz findet recht selten statt.
Sein Haustier er stets über die Maßen verwöhnt,
sich so mit seinem schlechten Gewissen versöhnt.

Dass man in den Schlachthöfen viele Tiere schlachtet,
er letztlich als notwendiges Übel betrachtet,
ist über die nicht artgerechte Haltung verstimmt,
doch aufgrund günstiger Preise den Missstand hinnimmt.

Auch wenn dieser Mensch am Wohl aller Tiere hängt,
als Fleischesser rasch schlimmste Missstände verdrängt.
Selbst bei allem tierischen Elend mit großer Qual,
kommt zuerst das Fressen und dann später die Moral....


© Werner Siepler, 2015
Aus der Sammlung
Tierisch und menschlich



27.11.2019 05:48
HiddenNickname

Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf –. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

Rainer Maria Rilke

14.02.2020 14:31
HiddenNickname


Und an jedem 14.02. auch Dir unvergessen 💛

Heut' ist ein Freund von mir gegangen

Heut' ist ein Freund von mir gegangen,
der jahrelang mein Leben hat geteilt
der meine Tränen, meine Freude kannte
und jede Stunde hat bei mir geweilt.

Sein Herz war angefüllt mit Liebe,
sein Sinn so edel ohne falsche Scham.
Und alle lieben Worte die ich sprach,
wie Balsam in die Seele ihm versanken.

Heut' ist ein Freund von mir gegangen,
wie bitter war für mich die Stunde
Zu sagen hab' ich noch vergessen:
Ich sprach von meinem Hunde....


( Gene Hill )

Duffy 💛



19.04.2020 01:01
HiddenNickname



Wer Tiere quält, ist unbeseelt,
und Gottes guter Geist ihm fehlt.
Mag noch so vornehm drein er schauen
man sollte niemals ihm vertrauen.

( Goethe )




20.06.2020 02:20
HiddenNickname


Die gefangenen Tiere

Mit schweren Fellen behangen,
Mit riesigen Hörnern dumpf
Kommen sie langsam im Dunkel
Gekrochen auf zottigem Rumpf.

Sie reiben sich an den Stäben,
ihr Auge ist wie ein Stein.
Und dann kehren sie um und tauchen
wieder in Schatten hinein.

Auf einmal schreit es von fern,
Gekreisch, und lautes Gebrüll
Entsetzen und riesiger Schrecken
Es erstirbt und wird still.

Doch vor den Ufern springen
Reiher flackend und schwach
Gespenstisch mit mageren Füßen
Unter der Bäume Dach

Wie Gestorbene wollen
Ins Haus der Lebendigen ein.
Aber alles ist zu, und sie müssen
Weinen im Sturme allein.



~ Georg Heym ~





20.06.2020 02:45
HiddenNickname


Tiere im Wald

Wald, wie betreuend
verhüllst du die Tiere
in deinem unendlichen
Rauschen und Schweigen.

Fern den Menschen
sind sie am schönsten.

Geheim im Blau.
Selten, daß dir ein Reh
am Waldrand scheulos begegnet.

Den runden Tierblick
in deine Menschenaugen taucht.

Und ward es dir nicht
wie ein geisterhaftes Berühren,
Wink aus dem Zwischenreich,
deine Sehnsucht schmerzend ?

Tiere und Bäume
sind sinnvoll verschwistert,
teilen des Waldes Geheimnis.

~ Francisca Stoecklin ~





20.06.2020 02:58
HiddenNickname


Mensch und Tier


Ich war im Garten, wo sie all die Tiere
gefangen halten; glücklich schienen viele,
in heitern Zwingern treibend muntre Spiele,
doch andre hatten Augen, tote, stiere.

Ein Silberfuchs, ein wunderzierlich Wesen,
besah mich unbewegt mit stillen Blicken.
Er schien so klug sich in sein Los zu schicken,
doch konnte ich in seinem Innern lesen.

Und andre sah ich mit verwandten Mienen
und andre rastlos hinter starren Gittern
und wunder Liebe fühlt ich mich erzittern,
und meine Seele wurde eins mit ihnen.



~ Christian Morgenstern ~






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