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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadEngel und Dämonen
12.04.2013 14:30
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0 Dämonen in den wundervollsten Hüllen, Du kannst sie sehen in unbedachten Stunden. In jedem Engelsantlitz steckt ein Teufel. Die Schönen tiefen Augen sind so kühl und frostig, Rote Stücke gleich der Kohle in den Feuern, So brennen sie im Schein der kalten Hölle. Doch auch die namenlosen Schrecken, Können Wunder bergen, Schönheit schenken, In der Symetrie der Hörner ist ein Herz versteckt. Doch kein Gott, kein Satan sie geschaffen, Allein sie sind entstanden in den Qualen Und im Glück der Menschen, welche fantasieren. Nun sieh, noch einen Blick genauer hin, Im Engel finden sich Abscheulickeiten, Wie sie noch kein Dämon je gesehn hat. Seine Schwingen sind geformt aus Kindergebeinen, Sie stinken und sind im Innern faulig Der Mund ist zu einem grausam, kalten Lächeln nun verzogen und erstarrt. Doch wirf nun noch den Blick, Auf den so schön geformten Dämon, Aus den tiefsten heißen Höllen, Seine Klauen sind gewachsen aus dem Fleisch, Welches das tiefste Abendrot als Farbe hat. Und seine Pferdebeine strotzen Vor ungebändiger Kraft. Nun sieh dich selbst im Spiegel an. Erblickst du doch die Augen Die dem Engel gleichen können. Spür die Hörner deiner Höllenkreatur, Sie vermag in deinem Innern zu pochen, doch auch brennen wie ein Feuer. Du siehst? Sie sind BEIDE in dir!
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