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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadEnttäuschung und Leben
11.12.2011 15:18
HiddenNickname
0 Halli hallo ihr Lieben ^^ Ich hab mir heute mal ein bisschen den Frust von der Seele geschrieben und dachte, dass es auch ein ganz nettes zu diskutierendes Thema sein könnte, deswegen poste ich das hier jetzt einfach mal. Liebe Grüße maybefatally Heute ist wieder so ein Tag, wo ich mich frage, warum lebt der Mensch überhaupt? Wofür? Wir enttäuschen unsere Freunde, Familien, Geliebte und Ex-Geliebte doch sowieso immer wieder. Ist der Mensch das eizige Tier, was diese Art von Enttäuschung empfinden kann? Wieso gibt es das überhaupt? Der Mensch lebt... ja wofür? Um Dinge zu erfinden und die Welt wieder einen Schritt nach vorne, auf den Abgrund zuzubewegen? Aber warum auf den Abgrund? Können wir nicht uns selbst aufhalten, anstatt uns immer weiter in das Verderben zu stoßen? Blind laufen zu lassen? Verderben? Warum? Wir haben alle eine Zeitspann von geschätzten 70-80 Jahren vor uns und ungefähr 40 können wir dafür verwenden, etwas zu entwickeln/entdecken/verbesser n/... , damit wir in Erinnerung bleiben. Damit die Menscheit uns nicht vergisst. Damit man auch noch in 100 Jahren oder 200 Jahren über uns redet, uns in Büchern verzeichnet, Denkmäler und Straßen nach uns benennt. Doch wie viele Menschen schaffen soetwas? Einige, aber nur ein Bruchteil von 7 Milliarden auf der Welt. Die großen Entdeckungen - zum Beispiel - dass die Welt keine Scheibe ist, wurde schon gemacht; auch dass unsere Rasse von der des Affen abstammt, ist ebenfalls klar. Was also gibt es noch zu tun, damit wir bleiben? Und müssen nicht die Menschen, die zu diesen Dingen fähig sind, Genies sein? Oder können das auch ganz normal sterbliche, wie wir? Ist also das Ziel des Menschen auf der Welt, etwas zu erreichen, was bleibt? Wo andere Menschen noch Jahre drüber philosophieren und diskutieren werden? So viele Menschen sitze in ihren Wohnungen, unfähig auch nur irgendetwas zu tun, weil sie einfach keine Lust haben etwas zu tun. Wie viele sterben mit 80 Jahren und wir weinen und erzählen unseren Enkelkinder dann nur sporadisch von ihnen, weil sie haben ja sowieso nichts gemacht? Warum existiert diese Gesellschaft dann überhaupt? Aber warum werden wir dann immer wieder enttäuscht? Weil sich andere Menschen Erwartungen machen - Erwartungen in uns setzten, die wir anscheinend nicht erfüllen. Aber warum? Weil wir nicht davon wussten? Weil wir nicht wussten, dass diese Erwartungshaltung uns gegenüber überhaupt existiert? Aber warum hat man uns dann nicht informiert? Wollte man uns in das berühmte Messer laufen lassen, damit wir uns schneiden und merken "Hey, scheiße, das tat ja weh. Okay, gemerkt, abgespeichert, kommt nie wieder vor" ?! Oder doch, weil es uns egal war, was andere Menschen für Erwartungen an uns haben, weil wir uns bloß selbst gerecht werden wollen und anderen keine Rechenschaft mehr schuldig sind? Sind wir das überhaupt? Macht der Mensch in der heutigen Gesellschaft nicht nur das, was er für nötig hält? Er steht auf, geht duschen - wenn er das will - fährt zur Arbeit oder ist krank - je nachdem wie ihm beliebt. Er macht seinen Job oder bekommt HarzIV, weil es gibt ja Menschen, welche damit sehr gut über die Runden kommen (und nach Mallorca auswandern). Wir besuchen Freunde, weil wir uns verpflichtet fühlen, dass diese Freundschaft nicht einschläft - weil der Mensch ebenfalls als Herdentier nicht dazu in der Lage ist, alleine zu sein - und schütteln selbst Leuten zum Geburtstag die Hand, die wir nicht mögen. Wir fahren zum Mittagessen der verhassten Schwiegermutter - weil wir sie sonst enttäuschen. Alles läuft darauf hinaus, dass wir sonst Menschen in unserem Umfeld enttäuschen. Und das ist etwas, was der Mensch nicht will, weil sonst sein Soziales Umfeld wegbricht. Und - wie gesagt - da der Mensch ein Herdentier ist, funktioniert das schon mal gar nicht. Keiner ist gerne allein. Niemand sucht sich das freiwillig aus. Also basiert die Enttäuschung auf einer Funktion, die wir nicht austesten und so oft es geht umgehen wollen. Doch das schaffen wir nicht, da wir nicht allen Maßstäben, die andere in uns setzten, gerecht werden können.
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