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Forum » Literatur, Kunst & Philosophie » ThreadErkenntnis
10.05.2009 04:39
HiddenNickname
0 Ein kleiner Text, nicht ausgereift, eher einem Anfang gleichend. Mal sehen, was ihr damit anfangen könnt. Lang war der Tag, von Stress gezeichnet. Erschöpft, schlapp, der Welt entflohen, steht sie da, den Blick auf den Spiegel richtend. Sie sieht hinein, doch sie sieht sich nicht. Ein müder Schleier liegt auf jenen Augen, die Stirn in Sorgenfalten gelegt. Mit den Fingerkuppen die Konturen nachzeichnend, die Kühle, die Kälte, der spiegelnden Fläche spürend. Fragen türmen sich in ihrem Bewusstsein, Meter für Meter, weiter in die Höhe ragend. Wo soll sie nur starten, wo mit der Suche beginnen? Denn sie blickt in den Spiegel und erkennt sich nicht. Die Augen, funkelnd, der Sterne gleich, haften am nächtlichen Himmelszelt. Auf Zeitenströmen wandernd, der Blick, ins Innere gelenkt. Suchend begann die Reise, hoffend war der Weg, erkennend führen die Pfade weiter, hin zu neu Erlebtem, zu neuen Herausforderungen, neuem Lebensmut. Der Schmerz verflogen, tiefe Wunden heilend. Frische Zuversicht ward gewonnen. In schwierige Leichtigkeit gehüllt, gelang es, das Selbst, das Wesen, den Kern, mit Händen zu fassen. Das alte Kriegsbeil ins Feuer geschmissen, Vergebung geschah, geschieht, Minute für Minute, das Leben schreitet weiter. Vergangenes soll endlich ruh’n. Zeit ist es geworden, zu sprengen den umgebenden Wirbel, die eisernen Ketten, die Schwingen der Freiheit auszubreiten, Möglichkeiten zu ergreifen. Vorwärts gehen, Schritt für Schritt, die Ziele in angriff nehmend. Ein weiser Mann sagte einmal “Das Vergangene ist nicht mehr und das Zukünftige noch nicht”, er hatte recht. Was zählt ist das Hier und Jetzt, der Augenblick, die Gegenwart in die es gilt zurück zukehren. Noch manch Geheimnis liegt verborgen, die Seele verwoben, ein Spinnennetz, ein Labyrinth, zerbrechlich zart, Felsen hart, Zusammenhänge erkennend, den roten Faden erfassend. Eine Last, die Schultern befreit, der Rücken gestreckt, verschwand. Ebbe und Flut des Atems, in sanfte Wogen gehüllt, die belebende Luft in die Lungenflügel gleiten lassend. Pochender Rhythmus, das Leben durch die Venen pumpend, schlägt das Herz in sanftem, harmonischem Takt. Geschmeidig die Bewegung, sich umdrehend, erneut in den Spiegel blickend, trägt sie ein Lächeln, umrahmt von entspannten Gesichtsmuskeln. So einfach, so schwer, die Erkenntnis zu finden, loslassen zu können. Und sie blickt in den Spiegel, erkennt ihre Konturen, sieht sich selbst.
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