Es lässt mich nicht los...
Entschuldigt den langen Text, aber ich hatte schon immer das Problem, meine Gedanken nicht wirklich kurz und knapp schildern zu können.
Und vielleicht versteht mich so der ein oder andere besser und kann mir helfen, warum einen solche Dinge manchmal nicht loslassen oder wie man wohl am besten damit umgehen sollte.
Erinnerung… Sehnsucht… Verlangen…
Ich genieße Deine Nähe. Ich mag es, Dir zuzuhören. Ich folge dem Auf und Ab Deiner Lippen während Dein Mund und die Zunge darin langsam Worte formen. Mein Blick schwenkt zu Deinen Augen. Jeden noch so kleinen Satz sauge ich in mir auf, um ihn zu speichern. Dabei beobachte ich jede noch so winzige Emotion, die Deine blauen Augen zur Geltung bringen. Waren Sie früher wirklich einmal heller? Oder hat die Zeit der Erinnerung eine andere Farbe gegeben? Deine Finger liegen so nah an meinen. Würdest Du es merken, wenn ich sie zufällig berühre? Nur um einmal noch zu wissen, wie es sich anfühlt. Ich möchte Dich nicht streicheln. Mir gefallen diese unauffälligen Berührungen, die scheinbar nicht beabsichtigt sind.
Deine Stimme hallt in meinen Ohren. Dein Dialekt klingt nur bei Dir so wundervoll und kann selbst den gefühlskaltesten Worten eine tiefsinnige und gefühlsbetonte Note geben. Bitte hör nicht auf, zu sprechen. Soll ich Dich zum Lachen bringen? Vielleicht blitzen die kleinen Fältchen um Deine Mundwinkel noch einmal auf. Vielleicht kneifst Du die Augen wieder leicht zusammen, so wie Du es damals immer getan hast. Ich mag Dein Lachen. Und ich lächel, weil ich wohl immer noch in der Lage bin, diese Emotion in Dir hervorzurufen. Tränen schießen Dir in Deine strahlenden Augen. Das Wasser lässt die Farben verschwimmen. Zu viel auf einmal? Jetzt tut es mir fast schon wieder leid, denn ich wollte Dich nicht zum Weinen bringen. Die Gefühle überschlagen sich. Ich beobachte nur. Freudentränen. Und dennoch erinnert es mich ein wenig an unseren Abschied. Den Schmerz. Aber Du lachst noch immer. Also lasse ich mich anstecken. Denn dieses Glück teile ich nur zu gern mit Dir.
Wir sitzen uns gegenüber und nur wenige Zentimeter trennen unsere Knie voneinander. Ich werde nicht weichen, wenn Du Dich bewegst. Und Du tust es. Ist es Dir unangenehm, mein Bein zu streifen? Bleib doch noch ein wenig länger da. Sag etwas. Du ziehst es wieder zurück. Darf ich in Deinen Augen lesen? Es ist Dir nicht unangenehm. Ich denke fast, es ist nichts. Meine Verbindung ist nicht Deine Verbindung. Meine Assoziation ist nicht Deine. Meine Gedanken sind nicht Deine Gedanken. Oder doch? Es ist so schwer nach so langer Zeit in Dich hinein zu schauen. Du warst schon immer sehr verschlossen. Du wirkst ernst. Geht es Dir nicht gut? Was denkst Du? Es wäre sinnlos, diese Frage zu stellen. Ich würde keine ehrliche Antwort bekommen.
Lass uns gehen. Vielleicht schaffe ich es, Dir auf dem Heimweg meine Frage zu stellen, die mich seit Wochen verfolgt. Vielleicht verschwinden dann endlich die Fantasien und Vorstellungen. Ich möchte Deine Hand nicht nehmen. Ich möchte einfach nur neben Dir gehen, ein Stück mit Dir gehen. Gemeinsam. Aber nicht zusammen. Was fühlst Du jetzt in diesem Moment? Die entscheidende Frage. Die Frage, die eine Antwort aus Deinem Herzen erfordert. Eine Antwort, die den Verstand für kurze Zeit beiseite legen sollte. Ich kann sie nicht stellen. Ich will nichts zerstören. Es ist schön so wie es ist. Ich höre Dir zu. Du hörst mir zu. Wir lachen. Wir sind ernst. Wir mögen uns. Sehr. Und dennoch will ich mehr wissen. Wissen, um Gewissheit zu erlangen. Bilde ich mir all das nur ein? Hast Du nicht auf meine Lippen geschaut? War es nicht der gleiche Blick von damals als wir uns nach so langer Trennung nicht mehr zurückhalten konnten und uns küssten? Würde ich das wieder tun? Mir fehlen Deine Küsse, Deine weichen Lippen. Vielleicht nur noch einmal ganz kurz. Nur ein wenig kosten. Mehr will ich nicht. Dafür ist mir die Erinnerung zu schade. Nichts zerstören, das ist wichtig.
Ist es der Wunsch nach einer innigen Freundschaft? Ich möchte nicht mit Dir leben. Nur hin und wieder einen kleinen Einblick in Dein Leben haben und Dir einen in meines bieten. Vielleicht lässt Du dabei ja auch mal Deine Fingerspitzen auf meiner Hand liegen. Nach ein paar Sekunden darfst Du sie gern wieder zurück nehmen. Vielleicht berühren sich ja mal unsere Wangen, wenn wir im lauten Tumult uns gegenseitig etwas direkt ins Ohr sagen, um uns besser zu verstehen. Vielleicht dauert unsere Umarmung zum Abschied mal etwas länger an, damit ich Deinen Duft noch für ein paar Minuten in meiner Nase behalten kann. Mehr will ich nicht. Doch ist nicht das schon zu viel?
Ich denke gern an unsere Zeit zurück. An die schönen Momente. Und ich weiß, dass sie Vergangenheit sind. Warum holst Du sie in Deinen Erzählungen so oft zurück? Vermisst Du es? Vermisst Du mich? Wir wissen beide, dass der Sinn verloren gegangen ist. Dass es vielleicht nie einen gab. Dass sich nur zwei Menschen gefunden hatten, die Spaß miteinander haben konnten und zufällig gerade Single waren. Darüber hinaus haben wir vergessen, wohin wir im Leben möchten und dass sich diese Pläne nicht vereinbaren ließen. Vielleicht haben wir auch nie genau darauf geachtet. Wir waren nur für den Moment zusammen. Für diesen Augenblick, der uns glücklich machte. Bis er am Alltagsgeschehen und den eigenen Charakteren zerbrach. Das war das Ende. Und es war gut so. Wir führten keine ergänzende Partnerschaft, die das Interesse am anderen immer aufrecht erhält und Glück zu einem Zustand macht, der auch in schwierigen Zeiten nicht verblasst. Wir machten uns kaputt, indem wir kein Interesse am anderen zeigten, sondern versuchten, die eigenen Interessen durchzusetzen. Liebe wurde zu Abhängigkeit und Gewohnheit. Dinge, die eine dauerhafte Beziehung unmöglich machen. Und wir beide haben danach gelernt, dass es besser sein kann. Schöner. Erfüllender. Ich bin glücklich. Nicht nur für den Augenblick. Ich habe dieses Gefühl tief in mir verankert und gebe es jeden Tag aufs Neue meiner Freundin zurück. Zumindest versuche ich es. Ich liebe auf eine Art und Weise, die mir vorher nicht bekannt war. Geborgenheit, Sicherheit, Vertrauen, Wärme, tiefe Zuneigung, Leidenschaft, Lust, Spaß, gespeist mit ein wenig natürlicher Eifersucht und Angst. Es ist wunderschön. Es könnte nicht schöner sein.
Warum dann diese Gedanken? Warum fehlt mir das? Warum bin ich in der Lage, Dich auf diese Art und Weise zu vermissen?
Ich fühle mich schuldig…
Und vielleicht versteht mich so der ein oder andere besser und kann mir helfen, warum einen solche Dinge manchmal nicht loslassen oder wie man wohl am besten damit umgehen sollte.Erinnerung… Sehnsucht… Verlangen…
Ich genieße Deine Nähe. Ich mag es, Dir zuzuhören. Ich folge dem Auf und Ab Deiner Lippen während Dein Mund und die Zunge darin langsam Worte formen. Mein Blick schwenkt zu Deinen Augen. Jeden noch so kleinen Satz sauge ich in mir auf, um ihn zu speichern. Dabei beobachte ich jede noch so winzige Emotion, die Deine blauen Augen zur Geltung bringen. Waren Sie früher wirklich einmal heller? Oder hat die Zeit der Erinnerung eine andere Farbe gegeben? Deine Finger liegen so nah an meinen. Würdest Du es merken, wenn ich sie zufällig berühre? Nur um einmal noch zu wissen, wie es sich anfühlt. Ich möchte Dich nicht streicheln. Mir gefallen diese unauffälligen Berührungen, die scheinbar nicht beabsichtigt sind.
Deine Stimme hallt in meinen Ohren. Dein Dialekt klingt nur bei Dir so wundervoll und kann selbst den gefühlskaltesten Worten eine tiefsinnige und gefühlsbetonte Note geben. Bitte hör nicht auf, zu sprechen. Soll ich Dich zum Lachen bringen? Vielleicht blitzen die kleinen Fältchen um Deine Mundwinkel noch einmal auf. Vielleicht kneifst Du die Augen wieder leicht zusammen, so wie Du es damals immer getan hast. Ich mag Dein Lachen. Und ich lächel, weil ich wohl immer noch in der Lage bin, diese Emotion in Dir hervorzurufen. Tränen schießen Dir in Deine strahlenden Augen. Das Wasser lässt die Farben verschwimmen. Zu viel auf einmal? Jetzt tut es mir fast schon wieder leid, denn ich wollte Dich nicht zum Weinen bringen. Die Gefühle überschlagen sich. Ich beobachte nur. Freudentränen. Und dennoch erinnert es mich ein wenig an unseren Abschied. Den Schmerz. Aber Du lachst noch immer. Also lasse ich mich anstecken. Denn dieses Glück teile ich nur zu gern mit Dir.
Wir sitzen uns gegenüber und nur wenige Zentimeter trennen unsere Knie voneinander. Ich werde nicht weichen, wenn Du Dich bewegst. Und Du tust es. Ist es Dir unangenehm, mein Bein zu streifen? Bleib doch noch ein wenig länger da. Sag etwas. Du ziehst es wieder zurück. Darf ich in Deinen Augen lesen? Es ist Dir nicht unangenehm. Ich denke fast, es ist nichts. Meine Verbindung ist nicht Deine Verbindung. Meine Assoziation ist nicht Deine. Meine Gedanken sind nicht Deine Gedanken. Oder doch? Es ist so schwer nach so langer Zeit in Dich hinein zu schauen. Du warst schon immer sehr verschlossen. Du wirkst ernst. Geht es Dir nicht gut? Was denkst Du? Es wäre sinnlos, diese Frage zu stellen. Ich würde keine ehrliche Antwort bekommen.
Lass uns gehen. Vielleicht schaffe ich es, Dir auf dem Heimweg meine Frage zu stellen, die mich seit Wochen verfolgt. Vielleicht verschwinden dann endlich die Fantasien und Vorstellungen. Ich möchte Deine Hand nicht nehmen. Ich möchte einfach nur neben Dir gehen, ein Stück mit Dir gehen. Gemeinsam. Aber nicht zusammen. Was fühlst Du jetzt in diesem Moment? Die entscheidende Frage. Die Frage, die eine Antwort aus Deinem Herzen erfordert. Eine Antwort, die den Verstand für kurze Zeit beiseite legen sollte. Ich kann sie nicht stellen. Ich will nichts zerstören. Es ist schön so wie es ist. Ich höre Dir zu. Du hörst mir zu. Wir lachen. Wir sind ernst. Wir mögen uns. Sehr. Und dennoch will ich mehr wissen. Wissen, um Gewissheit zu erlangen. Bilde ich mir all das nur ein? Hast Du nicht auf meine Lippen geschaut? War es nicht der gleiche Blick von damals als wir uns nach so langer Trennung nicht mehr zurückhalten konnten und uns küssten? Würde ich das wieder tun? Mir fehlen Deine Küsse, Deine weichen Lippen. Vielleicht nur noch einmal ganz kurz. Nur ein wenig kosten. Mehr will ich nicht. Dafür ist mir die Erinnerung zu schade. Nichts zerstören, das ist wichtig.
Ist es der Wunsch nach einer innigen Freundschaft? Ich möchte nicht mit Dir leben. Nur hin und wieder einen kleinen Einblick in Dein Leben haben und Dir einen in meines bieten. Vielleicht lässt Du dabei ja auch mal Deine Fingerspitzen auf meiner Hand liegen. Nach ein paar Sekunden darfst Du sie gern wieder zurück nehmen. Vielleicht berühren sich ja mal unsere Wangen, wenn wir im lauten Tumult uns gegenseitig etwas direkt ins Ohr sagen, um uns besser zu verstehen. Vielleicht dauert unsere Umarmung zum Abschied mal etwas länger an, damit ich Deinen Duft noch für ein paar Minuten in meiner Nase behalten kann. Mehr will ich nicht. Doch ist nicht das schon zu viel?
Ich denke gern an unsere Zeit zurück. An die schönen Momente. Und ich weiß, dass sie Vergangenheit sind. Warum holst Du sie in Deinen Erzählungen so oft zurück? Vermisst Du es? Vermisst Du mich? Wir wissen beide, dass der Sinn verloren gegangen ist. Dass es vielleicht nie einen gab. Dass sich nur zwei Menschen gefunden hatten, die Spaß miteinander haben konnten und zufällig gerade Single waren. Darüber hinaus haben wir vergessen, wohin wir im Leben möchten und dass sich diese Pläne nicht vereinbaren ließen. Vielleicht haben wir auch nie genau darauf geachtet. Wir waren nur für den Moment zusammen. Für diesen Augenblick, der uns glücklich machte. Bis er am Alltagsgeschehen und den eigenen Charakteren zerbrach. Das war das Ende. Und es war gut so. Wir führten keine ergänzende Partnerschaft, die das Interesse am anderen immer aufrecht erhält und Glück zu einem Zustand macht, der auch in schwierigen Zeiten nicht verblasst. Wir machten uns kaputt, indem wir kein Interesse am anderen zeigten, sondern versuchten, die eigenen Interessen durchzusetzen. Liebe wurde zu Abhängigkeit und Gewohnheit. Dinge, die eine dauerhafte Beziehung unmöglich machen. Und wir beide haben danach gelernt, dass es besser sein kann. Schöner. Erfüllender. Ich bin glücklich. Nicht nur für den Augenblick. Ich habe dieses Gefühl tief in mir verankert und gebe es jeden Tag aufs Neue meiner Freundin zurück. Zumindest versuche ich es. Ich liebe auf eine Art und Weise, die mir vorher nicht bekannt war. Geborgenheit, Sicherheit, Vertrauen, Wärme, tiefe Zuneigung, Leidenschaft, Lust, Spaß, gespeist mit ein wenig natürlicher Eifersucht und Angst. Es ist wunderschön. Es könnte nicht schöner sein.
Warum dann diese Gedanken? Warum fehlt mir das? Warum bin ich in der Lage, Dich auf diese Art und Weise zu vermissen?
Ich fühle mich schuldig…