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Forum » Beziehung, Erotik & Liebe » Thread

Fern - Beziehung

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22.03.2020 14:24
HiddenNickname

Das wärs doch jetzt mal: eine Fernbeziehung.
( Was ICH sowieso fast nur hatte)
Sich treffen geht ja nicht.
Sich schreiben bis der Bildschirm brennt.
Das Handy, sorry Smartpnoe raucht.
Vielleicht die Stimme hören, nur miteinander reden.
Mal ganz anders kennenlernen.

22.03.2020 14:33
HiddenNickname

Also ich leb in der Nähe von Mannheim,
das wäre garantiert coronasicherer Abstand! ;-)



22.03.2020 15:34
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Ich kann bald nicht mehr lachen über Corona.. Humor hin oder her...

22.03.2020 15:46
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Meine spontane Assoziation war, "Liebe in den Zeiten der Cholera".

editiert am 22.03.2020 15:47 Beitrag melden Zitatantwort
23.03.2020 12:31
HiddenNickname

Auch eine Fernbeziehung lebt von der gemeinsamen Zeit, die man persönlich miteinander verbringt. Die Zeit dazwischen am Smartphone oder Laptop ist nur schmückendes Beiwerk, um die Zeit zu überbrücken. Jedenfalls ist das meine Meinung.

Mir blutet aktuell das Herz für ein wundervolles Pärchen, die auf unbestimmte Zeit nicht zueinander können, bis die Regelungen wieder gelockert werden, obwohl sie nur 2 Stunden voneinander entfernt wohnen (was ja gar keine richtige Fernbeziehung ist). Die würden alles dafür tun, dass es nicht so wäre. Einfach traurig.

26.03.2020 07:20
HiddenNickname

Wie ich um die 30 war, habe ich auch jede Minute mit meiner Freundin verbringen wollen. Aber heute bin ich wohl abgestumpft.
Heute sage ich mir: was sind 200 km, wenn man Sehnsucht nach jemanden hat, der vielleicht sogar auf einem ganz anderen Kontinent wohnt. Das ist schlimm.
2 Wochen, 1 Monat, 2 Monate!!! Man kann doch noch soviel Zeit miteinander verbringen.

editiert am 26.03.2020 07:22 Beitrag melden Zitatantwort
26.03.2020 08:40
HiddenNickname

Ich glaube, wenn man nicht zueinander KANN, obwohl man gern würde, ist es egal, ob man nur 50 km voneinander entfernt ist oder 5000 km und einen ganzen Kontinent.
Man kann auch nur 500 Meter voneinander entfernt sein, wenn dazwischen eine abgeriegelte Staatsgrenze liegt und dennoch keine Chance haben einander zu treffen ... Die aktuelle Situation zeigt das genauso wie manche Situationen in der Geschichte.

Es hängt mit Sicherheit auch davon ab, wie eng die Bindung ist und wie die Bedürfnisse gelagert sind.
Ich könnte mit niemandem zusammen sein, für den es okay wäre mich auf unbestimmte Zeit nicht zu sehen. Denn für mich wäre es das nicht. Bei sowas müssen die Charakterzüge und die Bedürfnisse absolut übereinstimmen.

26.03.2020 08:55
HiddenNickname

Ich denke: Alles, was wir haben ist jetzt. Heute, dieser Moment. Worauf warten?
Besonders gerade diese Krise zeigt doch: Im nächsten Moment kann alles anders sein. Was verpasst ist, ist vielleicht verpasst und nie mehr erreichbar.

Mir kommt deshalb keine mehr „ins Haus“ (*kicher, als wollte sie das! ), die nur auf Entfernung kann und die Beziehung, Nähe, Bindung auf morgen, in zwei Monaten, wenn das Projekt abgeschlossen ist,...verschiebt, die findet, dass später noch genug Zeit ist.

Vor der Krise hab ich auch schon so gedacht und trotzdem mal nicht auf mich gehört, weil es mir vernünftige Gründe zu geben schien. Jetzt weiß ich, dass es nicht meine Gründe werden.

Also: Jetzt ist die beste Zeit. Jeden Tag. Fast egal für was.

26.03.2020 09:11
HiddenNickname

Also meiner Meinung nach sollte man sich erst mal kennenlernen bevor man beschliest zusammen zuziehen. Ich würde niemals mit jemanden den ich nur von online kenne von heut auf morgen mit der Person zusammenziehen.

26.03.2020 09:13
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man kann auch so erst mal zusammen sein und wenn beide sicher sind dann entscheiden was wie wo wann.

26.03.2020 09:15
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 08:40:

Es hängt mit Sicherheit auch davon ab, wie eng die Bindung ist und wie die Bedürfnisse gelagert sind.
[...] Bei sowas müssen die Charakterzüge und die Bedürfnisse absolut übereinstimmen. [/...]


Volle Zustimmung!

editiert am 26.03.2020 09:16 Beitrag melden Zitatantwort
26.03.2020 09:33
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 09:11:

Also meiner Meinung nach sollte man sich erst mal kennenlernen bevor man beschliest zusammen zuziehen. Ich würde niemals mit jemanden den ich nur von online kenne von heut auf morgen mit der Person zusammenziehen.


Nähe ist nicht das Synonym für zusammenziehen, zumindest nicht auf meinem Planeten.

Falls es sich auf mein „ins Haus“ bezog - ich meinte es im metaphorischen Sinn, ich habe es auch in Anführungszeichen gesetzt.

Aus meiner Sicht kann man zusammenziehen (vielleicht nicht ganz gleich).
Man kann es auch lassen.
Das sagt erstmal nichts über die Qualität der Beziehung aus.

26.03.2020 09:44
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 09:33:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 09:11:

Also meiner Meinung nach sollte man sich erst mal kennenlernen bevor man beschliest zusammen zuziehen. Ich würde niemals mit jemanden den ich nur von online kenne von heut auf morgen mit der Person zusammenziehen.


Nähe ist nicht das Synonym für zusammenziehen, zumindest nicht auf meinem Planeten.

Falls es sich auf mein „ins Haus“ bezog - ich meinte es im metaphorischen Sinn, ich habe es auch in Anführungszeichen gesetzt.

Aus meiner Sicht kann man zusammenziehen (vielleicht nicht ganz gleich).
Man kann es auch lassen.
Das sagt erstmal nichts über die Qualität der Beziehung aus.


Also ich hatte sechs jahre lang eine sagen wir mal Wochenend und Ferien/Urlaub Beziehung das brauch ich nicht nochmal.

letztendlich sah man sich nur zum v...geln und ich durfte die Wäsche machen die er dann wieder mitnahm bis zum nächsten Wochenende. Ne also irgendwann sollte man dann schon den Schritt wagen oder überlegen warum man den Abstand hält...

26.03.2020 13:41
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 08:55:

Mir kommt deshalb keine mehr „ins Haus“ (*kicher, als wollte sie das! ), die nur auf Entfernung kann und die Beziehung, Nähe, Bindung auf morgen, in zwei Monaten, wenn das Projekt abgeschlossen ist,...verschiebt, die findet, dass später noch genug Zeit ist.


Same here. Das gehört für mich zu den wichtigsten Themen bei einem Kennenlernen: Herausfinden, ob man das gleiche Nähebedürfnis hat und nur dann, wirklich nur dann, eine Beziehung eingehen. Menschen, für die es "zu viel gemeinsame Zeit" gibt, für die das in einer intakten Partnerschaft überhaupt existiert, kämen für mich nie in Frage.
Wenn man ein Mensch ist, der Nähe in einer Partnerschaft liebt und braucht und für den die Beziehung oberste Priorität hat, dann hält man es mit Leuten die ständig viel allein sein wollen und immer wieder längere Pausen vom Beziehungsalltag brauchen, schwer aus und wird letztlich unglücklich.

Ich mag in einer Beziehung nicht um meinen Platz kämpfen und um Zeit betteln und mir wünschen die erste Geige zu spielen. Ich möchte auch beim Abschiedskuss nicht im Ungewissen sein, wann man sich wieder sieht (außer es geht nicht anders aufgrund von Ausnahmesituationen auf die man absolut keinen Einfluss hat). Ich will klare, liebevolle Absprachen und zwar ohne, dass ICH jedes mal den Anstoß geben muss. Das hat sich alles von selbst zu verstehen.
Zum Glück gibt es solche Menschen noch, auch wenn all das heute in unserer freiheitsliebenden und bindungsängstlichen Gesellschaft oft nicht mehr üblich ist.

26.03.2020 14:02
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Zitatrosedawson06

Zum Glück gibt es solche Menschen noch, auch wenn all das heute in unserer freiheitsliebenden und bindungsängstlichen Gesellschaft oft nicht mehr üblich ist.


Unsere Gesellschaft verallgemeinernd als bindungsängstlich hinzustellen, finde ich unpassend und wird der Komplexität der vielen, ganz unterschiedlichen Partnerschaften nicht gerecht.
Menschen mit Bindungsangst gab, gibt und wird es geben - genau wie Menschen, die viel Freiheit brauchen. Das ist keine moderne Erfindung.
Das Gefühl mag aufkommen, dass es heute mehr Fern-, Wochenendbeziehungen oder schnelle Trennungen zu geben scheint - das aber runterzubrechen auf bloße Bindungsangst scheint mir dann doch sehr vereinfacht. Da kommen viele verschiedene (begünstigende) Faktoren ins Spiel.

Edit: Vllt wäre es sinnvoll, zwischen Bindungsangst/-störung im psychiatrischen/psychologischen Sinn und dem oft anders, weitgefächerten Ausdruck, der im Alltag verwendet wird, zu unterscheiden.

editiert am 26.03.2020 14:25 Beitrag melden Zitatantwort
26.03.2020 14:13
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 13:41:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 08:55:

Mir kommt deshalb keine mehr „ins Haus“ (*kicher, als wollte sie das! ), die nur auf Entfernung kann und die Beziehung, Nähe, Bindung auf morgen, in zwei Monaten, wenn das Projekt abgeschlossen ist,...verschiebt, die findet, dass später noch genug Zeit ist.


Same here. Das gehört für mich zu den wichtigsten Themen bei einem Kennenlernen: Herausfinden, ob man das gleiche Nähebedürfnis hat und nur dann, wirklich nur dann, eine Beziehung eingehen. Menschen, für die es "zu viel gemeinsame Zeit" gibt, für die das in einer intakten Partnerschaft überhaupt existiert, kämen für mich nie in Frage.
Wenn man ein Mensch ist, der Nähe in einer Partnerschaft liebt und braucht und für den die Beziehung oberste Priorität hat, dann hält man es mit Leuten die ständig viel allein sein wollen und immer wieder längere Pausen vom Beziehungsalltag brauchen, schwer aus und wird letztlich unglücklich.

Ich mag in einer Beziehung nicht um meinen Platz kämpfen und um Zeit betteln und mir wünschen die erste Geige zu spielen. Ich möchte auch beim Abschiedskuss nicht im Ungewissen sein, wann man sich wieder sieht (außer es geht nicht anders aufgrund von Ausnahmesituationen auf die man absolut keinen Einfluss hat). Ich will klare, liebevolle Absprachen und zwar ohne, dass ICH jedes mal den Anstoß geben muss. Das hat sich alles von selbst zu verstehen.
Zum Glück gibt es solche Menschen noch, auch wenn all das heute in unserer freiheitsliebenden und bindungsängstlichen Gesellschaft oft nicht mehr üblich ist.


Jupp

26.03.2020 15:32
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 14:02:

Unsere Gesellschaft verallgemeinernd als bindungsängstlich hinzustellen, finde ich unpassend und wird der Komplexität der vielen, ganz unterschiedlichen Partnerschaften nicht gerecht.
Menschen mit Bindungsangst gab, gibt und wird es geben - genau wie Menschen, die viel Freiheit brauchen. Das ist keine moderne Erfindung.
Das Gefühl mag aufkommen, dass es heute mehr Fern-, Wochenendbeziehungen oder schnelle Trennungen zu geben scheint - das aber runterzubrechen auf bloße Bindungsangst scheint mir dann doch sehr vereinfacht. Da kommen viele verschiedene (begünstigende) Faktoren ins Spiel.


Ich kommuniziere zu viel außerhalb von lesarion, darum vergaß ich hier besonders zu erwähnen, dass ich meine Ansicht nicht als verallgemeinernd verstanden wissen möchte.
Für mich hat die Häufigkeit von Fernbeziehungen zudem absolut überhaupt gar nichts mit Bindungsangst zu tun, denn ich habe auch schon welche geführt, ABER nicht freiwillig und das ist der Knackpunkt. Führt man so eine Beziehung, weil man es toll findet oder für eine gewisse Zeit, bis man bereit ist zusammen zu ziehen, bis Entscheidungen getroffen wurden und mit dem feststehenden Ziel des gemeinsamen Lebens in den selben vier Wänden.

Meine Beobachtung allein in den letzten 5 Jahren ist, dass sich Aussagen in Richtung "lieber nicht zu eng, lieber nicht zu nah, lieber nicht zu viel" massiv häufen.
Früher (vor ungefähr 10 Jahren noch) konnte frau bei einem Kennenlernen erstmal felsenfest davon ausgehen, dass die andere Person das gleiche oder ein ähnliches Verständnis von gemeinsamer Zeit etc. hat. Heute gehört das zu den Dingen, die man lieber gleich als erstes abklärt, weil es viele gibt, die eben nicht mehr so ticken.


26.03.2020 15:50
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 15:32:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 14:02:

Unsere Gesellschaft verallgemeinernd als bindungsängstlich hinzustellen, finde ich unpassend und wird der Komplexität der vielen, ganz unterschiedlichen Partnerschaften nicht gerecht.
Menschen mit Bindungsangst gab, gibt und wird es geben - genau wie Menschen, die viel Freiheit brauchen. Das ist keine moderne Erfindung.
Das Gefühl mag aufkommen, dass es heute mehr Fern-, Wochenendbeziehungen oder schnelle Trennungen zu geben scheint - das aber runterzubrechen auf bloße Bindungsangst scheint mir dann doch sehr vereinfacht. Da kommen viele verschiedene (begünstigende) Faktoren ins Spiel.


Ich kommuniziere zu viel außerhalb von lesarion, darum vergaß ich hier besonders zu erwähnen, dass ich meine Ansicht nicht als verallgemeinernd verstanden wissen möchte.
Für mich hat die Häufigkeit von Fernbeziehungen zudem absolut überhaupt gar nichts mit Bindungsangst zu tun, denn ich habe auch schon welche geführt, ABER nicht freiwillig und das ist der Knackpunkt. Führt man so eine Beziehung, weil man es toll findet oder für eine gewisse Zeit, bis man bereit ist zusammen zu ziehen, bis Entscheidungen getroffen wurden und mit dem feststehenden Ziel des gemeinsamen Lebens in den selben vier Wänden.

Meine Beobachtung allein in den letzten 5 Jahren ist, dass sich Aussagen in Richtung "lieber nicht zu eng, lieber nicht zu nah, lieber nicht zu viel" massiv häufen.
Früher (vor ungefähr 10 Jahren noch) konnte frau bei einem Kennenlernen erstmal felsenfest davon ausgehen, dass die andere Person das gleiche oder ein ähnliches Verständnis von gemeinsamer Zeit etc. hat. Heute gehört das zu den Dingen, die man lieber gleich als erstes abklärt, weil es viele gibt, die eben nicht mehr so ticken.


Danke für die Erläuterung, dann habe ich dich missverstanden.

Zu deinem letzten Absatz, nicht als Widerspruch, sondern als Idee: Vielleicht liegt die Häufigkeit solcher Aussagen auch an der gesteigerten Freiheit und Akzeptanz, 'nicht-klassische' Beziehungsmodelle zu führen und auszuprobieren.
Ob 'Beziehungsangst' dann Grund oder Konsequenz ist, darüber lässt sich trefflich diskutieren. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit in der Mitte.

editiert am 26.03.2020 15:51 Beitrag melden Zitatantwort
26.03.2020 15:54
HiddenNickname

gibt eh nix anderes grade ................

26.03.2020 15:57
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 26.03.2020 um 15:50:

(...) Vielleicht liegt die Häufigkeit solcher Aussagen auch an der gesteigerten Freiheit und Akzeptanz, 'nicht-klassische' Beziehungsmodelle zu führen und auszuprobieren.
Ob 'Beziehungsangst' dann Grund oder Konsequenz ist, darüber lässt sich trefflich diskutieren. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit in der Mitte.


Das kann gut sein.
In der Theorie ist das ein spannendes Thema. In der Praxis für mich aber müßig, da es für mich keinen Unterschied macht warum dies so ist, ob nun echte Bindungsdefizite (welche die Person vielleicht sogar selbst als Problem wahrnimmt) das Problem sind oder ob nicht-klassische Beziehungsmodelle, welche Entfernung wünschen und brauchen, ganz jenseits von Bindungsangst stattfinden. Das ist für mich in der realen Umsetzung unerheblich, da beides für mich in einer Beziehung nie (wieder) in Frage käme.

Edit: Entschachtelung des zu verschachtelten Schachtelsatzes.

editiert am 26.03.2020 15:59 Beitrag melden Zitatantwort

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