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Frauen mit psychischen Erkrankungen, Behinder

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19.08.2019 12:04
HiddenNickname

Weil es mich selbst betrifft, würdet ihr eine Frau kennenlernen wollen die mehrere psychische Erkrankungen oder eine Behinderung hat? Ich muss sagen, man sollte jedem eine Chance geben, auch die nicht perfekt sind. Leider erlebe ich es immer wieder, dass Frauen den perfekten Menschen suchen, ohne Behinderung, psychisch gesund, mit viel Geld, erfolgreich, tolle Ausstrahlung, hübsches Aussehen, schlanke Figur usw.

Sind hier welche die einfach einen Menschen so nehmen wie man ist, mit all seinen Schwächen? Mir ist aufgefallen, dass gerade Frauen die nicht perfekt sind, es schwer haben eine Partnerin zu finden.

Vielleicht sind hier auch psychisch kranke oder Frauen mit Behinderungen denen es genauso geht, dass sie wegen ihren Einschränkungen und Macken keine Partnerin finden die sie akzeptiert.

19.08.2019 13:34
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 12:04:

Weil es mich selbst betrifft, würdet ihr eine Frau kennenlernen wollen die mehrere psychische Erkrankungen oder eine Behinderung hat? Ich muss sagen, man sollte jedem eine Chance geben, auch die nicht perfekt sind. Leider erlebe ich es immer wieder, dass Frauen den perfekten Menschen suchen, ohne Behinderung, psychisch gesund, mit viel Geld, erfolgreich, tolle Ausstrahlung, hübsches Aussehen, schlanke Figur usw.

Sind hier welche die einfach einen Menschen so nehmen wie man ist, mit all seinen Schwächen? Mir ist aufgefallen, dass gerade Frauen die nicht perfekt sind, es schwer haben eine Partnerin zu finden.

Vielleicht sind hier auch psychisch kranke oder Frauen mit Behinderungen denen es genauso geht, dass sie wegen ihren Einschränkungen und Macken keine Partnerin finden die sie akzeptiert.


Niemals!! Einmal und nieee wieder !! gebranntes Kind scheut das Feuer....

19.08.2019 13:45
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Hallo Hollywood2,

deinen Thread finde ich sehr interessant. Ich muss dir da wirklich recht geben, viele Frauen sind auf der Suche nach dem perfekten Partner/Partnerin, die keinerlei Schwächen besitzen. Ich persönlich finde Aussehen oder Geschmack liegen immer im Auge des Betrachters, bei mir zählt mehr der Charakter und das man auch immer auf Augenhöhe miteinander ist.
Wegen den psychischen Krankheiten kommt es eben immer darauf an was genau, da ich im medizinischen Bereich arbeite , kenne ich mich auch sehr gut damit aus und weiß um deren Bedeutungen. Wenn jetzt jemand z. B. schizophren ist oder eine Bipolare Störung hat, bin ich persönlich da draußen, weil es unwahrscheinlich anstrengend ist mit so jemanden zusammenzuleben. Auch Depressionen können sehr anstrengend sein, aber mit einer guten Therapie und einer guten medikamentösen Einstellung, sind diese heut zu Tage wirklich sehr gut behandelbar und ich würde mich auch auf eine Beziehung mit so einer Frau einlassen. Es gibt hinter dieser Fassade auch noch einen Menschen und den muss man erkennen und wertschätzen, nicht nur sein hübsches Gesicht oder die superschlanken Figur. Ein super toller Teller ohne Inhalt, ist für mich persönlich reizlos, was nützt es mir jemanden hübschen an meiner Seite zu haben , der aber keinerlei Intuition besitzt und auch eher charakterlos erscheint. Ich meine jedem das seine , aber meins ist es eben nicht. Behinderungen sollten generell akzeptiert werden um welche Art auch immer es sich dabei handelt. Ich finde es sehr diskriminierend wenn sich jemand darüber auch noch lustig macht, da könnte ich richtig wütend werden und gehe auch dazwischen wenn ich auf der Straße jemanden erwische, wenn er oder auch sie sich über jemanden lustig machen. Da könnte ich kotzen bei.
Gesunde Menschen haben tausend Wünsche, kranke Menschen haben nur einen Wunsch und wahrlich, man sucht sich ja wohl sowas nicht raus. Das erlebe ich in meinem Beruf tagtäglich. ......... NEIN , ich habe nichts gegen Frauen mit einem oder mehreren Handicaps..... Punkt 🙄

19.08.2019 14:07
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Perfekt, wie sich das anhört, niemand von uns ist perfekt, jede hat ihre Macken..... Es muss halt passen.
Und das aussehen ist ansichtssache. Und ja, ich lege auch wert drauf, das Frau ihren Lebensunterhalt selbst stemmen kann, was nicht heisst, das sie Geld haben muss wie heu.
Weiss nicht ob ich mich nochmal auf eine Beziehung mit einer frau einlassen würde, die eine Psychische Erkrankung hat. Das ganz ist doch sehr anstrengend.

19.08.2019 14:14
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 12:04:

Weil es mich selbst betrifft, würdet ihr eine Frau kennenlernen wollen die mehrere psychische Erkrankungen oder eine Behinderung hat? Ich muss sagen, man sollte jedem eine Chance geben, auch die nicht perfekt sind. Leider erlebe ich es immer wieder, dass Frauen den perfekten Menschen suchen, ohne Behinderung, psychisch gesund, mit viel Geld, erfolgreich, tolle Ausstrahlung, hübsches Aussehen, schlanke Figur usw.

Sind hier welche die einfach einen Menschen so nehmen wie man ist, mit all seinen Schwächen? Mir ist aufgefallen, dass gerade Frauen die nicht perfekt sind, es schwer haben eine Partnerin zu finden.

Vielleicht sind hier auch psychisch kranke oder Frauen mit Behinderungen denen es genauso geht, dass sie wegen ihren Einschränkungen und Macken keine Partnerin finden die sie akzeptiert.


Kommt drauf an ob sie sich in Therapie befindet oder anderweitig eine Behandlung macht. In dieser Welt ist es für viele Frauen* und queere Menschen generell fast unmöglich psychisch gesund zu bleiben. Meine Erfahrung hat gezeigt: die wenigsten sind es, die wenigsten checken es, und noch weniger arbeiten aktiv und eigenverantwortlich an ihrer Gesundung. Wenn jemand das aber tut, bin ich da sehr mitfühlend und könnte (und war) ich auch in einer Beziehung mit jemandem sein die psychische Probleme hat. Wenn sie jedoch denkt dass die Verantwortung für ihr Leid nicht in ihrer Hand liegt und ihre Wunden ungefiltert an mir rauslässt, wie auch immer sich das gestalten mag (Vernachlässigung, Nähe-Distanz-Spielchen, Aggressionen, Abhängigkeit, etc.) dann finde ich das nicht mehr tragbar.

19.08.2019 14:16
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Es kommt auf den individuellen Krankheitswert und die Erkrankung an. Insbesondere darauf, wie die Partnerin im Alltag zurecht kommt und ob sie Hilfsangebote annimmt. Ich könnte z. B. keine Zwangsneurotikerin daten, die sich nicht therapieren lässt. Nicht therapierte Bindungsstörungen und narzisstische Persönlichkeitsstörungen allgemein gehen nicht. Diese Menschen sind auch einfach nicht zu gesunden, erwachsenen Partnerschaften fähig.

Über Rollstühle hab ich noch nie nachgedacht. Ich hab einfach noch keine Rollstuhlfahrerin kennengelernt, die ich generell attraktiv gefunden hätte. Körperliche Behinderungen sind mir sonst aber relativ wurscht, denke ich. Wenn's passt, passt's.

19.08.2019 14:37
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Es gibt keine perfekten Menschen. Jeder hat Fehler, Schwächen, Probleme und Sorgen. Mir ist in meinen 44 Jahren noch nie einer begegnet egal ob Frau oder Mann der nich irgendwelche gesundheitlichen Beschwerden hatte, sei es auch nur Rückenschmerzen, Bauchschmerzen oder sonstiges. Viele Menschen leiden auch unbemerkt an Depressionen oder anderen psychischen Beschwerden.

Es ist nicht die Erkrankung an sich die Probleme macht, sondern der Umgang damit.
Wenn die Person nicht in der Lage ist sich selber zu helfen, oder sich helfen zu lassen, keine Verantwortung für sich und ihre Erkrankung übernimmt, die Schuld für alle Probleme auf andere wälzt und wenig reflektiert ist, finde ich es sehr schwierig eine Beziehung zu führen.
Heute gibt es viele Möglichkeiten sich helfen zu lassen, es gibt Selbsthilfegruppen und weiteres. Ich denke auch der Umgang damit ist ein anderer als noch vor 20–30 Jahren.
Für mich gilt, egal welche Beschwerden die Person hat, der Umgang mit der Erkrankung und die Verantwortung für sich selbst sind ganz wichtig.


editiert am 19.08.2019 14:38 Beitrag melden Zitatantwort
19.08.2019 14:42
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@TE
du hast doch sicherlich noch andere Eigenschaften als nur deine psychische Erkrankung. Ich täte mich auf diese Eigenschaften konzentrieren im Kontakt mit anderen.
Das soll nicht heißen das du irgendwas verschweigen sollst.
Und wichtig wäre mir, inwiefern meine Partnerin für sich selbst sorgen kann.
Wenn ich den Eindruck hätte ich werde als "Therapeutin" genutzt dann gerät eine Beziehung in Schieflage, und mir wäre es sehr wichtig das man sich auf Augenhöhe begegnet.


editiert am 19.08.2019 22:38 Beitrag melden Zitatantwort
19.08.2019 14:47
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 14:16:

Ich könnte z. B. keine {...} daten, die sich nicht therapieren lässt. {...}


Geht mir mittlerweile ähnlich. Wobei es mir ausreicht, wenn Frau entsprechend Therapieerfahrung hatte und für sich im Alltag klar kommt. Dann gehts für mich nur noch darum zu gucken, obs mit den eigenen "Schwächen" zusammenpasst.

Und ich kann generell nichts mehr mit schweren Ausprägungen psychischer Probleme anfangen. Narzissmus, Borderline, Psychose, Depression, Zwänge, etc. mit höherem "Schweregrad" plus komplexeren Störungskombinationen und größeren Reflektionsproblemen oder ja..öhm Angst oder Blockierung über die Probleme zu reden u.a. aufgrund vor Stigmataangst, etc. geht für mich nicht mehr, auch nicht als Freundschaft o.ä.

Das ist für mich echt ein rotes Tuch geworden: Nie wieder Menschen, die nicht über ihre Psyche reden oder nur innerhalb der Beziehung darüber reden und als ne Art ErsatztherapistIn oder psychische Blitzableiterin brauchen.

Daher mein Fazit zum EP:
Bevor ich rumjammer (sry, ich empfinde den EP so), daß ich keine Beziehung habe, weil ich nicht perfekt sei, mache ich mir erstmal nen Kopp, was ich in einer Beziehung alles auf meine Partnerin abwelzen würde und ob ich so eine Partnerin wie mich selbst überhaupt haben wollen würde. Antwort: Nein, Danke!

19.08.2019 15:07
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Bei psychischen Sachen bin ich inzwischen sehr, sehr vorsichtig. Einfach aus Erfahrung klug geworden, denn nicht jede psychische Erkrankung ist mit einer Partnerschaft kompatibel. Spätestens wenn das Verhalten durch die Erkrankung geprägt ist (Manipulation, Selbst- oder Fremdverletzung, etc.) würde ich von einem Kennenlernen Abstand nehmen. Ich habe früher diverse Frauen mit psychischen Problemen kennengelernt und bin heute an einem Punkt an dem ich mit bestimmten Dingen nicht umgehen möchte.
Es gibt durchaus psychische Erkrankungen, die mich nicht stören würden, sofern die betreffende Frau sich in Behandlung befindet und der Alltag nicht nennenswert eingeschränkt ist, das gilt z. B. für Depressionen oder auch eine posttraumatische Belastungsstörung, die einigermaßen "im Griff" ist.
Bei Geschichten wie Borderline, Narzissmus, usw. nehme ich mir das Recht Nein zu sagen ...

Was körperliche Krankheiten betrifft ... sehr viele sieht man ja auf den ersten Blick gar nicht und sie schränken das Leben auch nicht nennenswert ein. Ein Herzfehler, angeborene Diabetes oder sonstwas. Auch ich selbst habe eine quasi unsichtbare Erkrankung seit meiner Kindheit, die mich selbst aber nicht sehr stört, denn außer dass ich keine zentnerschweren Sachen schleppen kann (oder sollte) und nicht so viel Körperkraft habe, schränkt sie mich kaum ein. War auch in Beziehungen, bis auf eine Ausnahme, nie Thema, da es im Alltag bis auf die genannten Dinge keine Einschränkungen gibt.
Perfekt bin ich definitiv nicht, möchte ich auch nicht sein ... aber es hat auch noch keine Frau, der ich etwas bedeutet habe, von mir verlangt perfekt zu sein, genauso wenig, wie ich das von einem Menschen erwarte.

editiert am 19.08.2019 15:09 Beitrag melden Zitatantwort
19.08.2019 15:25
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Bei körperlicher Einschränkung sehe ich das genauso. Es gibt zig Menschen die dennoch das Beste draus machen und wieder andere die so arg in ihrem Leidensdruck gefangen sind oder sich selbst darin gefangen halten. Mit den Letzteren kann ich nix mehr anfangen.



19.08.2019 15:39
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Ich glaube ja eh, dass eine Beziehung nur funktioniert, wenn das, was auf beiden Seiten jeweils psychisch stört, gut zusammenpasst.



19.08.2019 15:49
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 15:39:

Ich glaube ja eh, dass eine Beziehung nur funktioniert, wenn das, was auf beiden Seiten jeweils psychisch stört, gut zusammenpasst.



Naja um genau zu sein haben wir alle irgendwie irgendwo nen Treffer weg! Sonst erträgt man das ja alles gar nicht!


19.08.2019 15:53
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 15:49:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 15:39:

Ich glaube ja eh, dass eine Beziehung nur funktioniert, wenn das, was auf beiden Seiten jeweils psychisch stört, gut zusammenpasst.



Naja um genau zu sein haben wir alle irgendwie irgendwo nen Treffer weg! Sonst erträgt man das ja alles gar nicht!


Im Ersteren gebe ich Dir recht.
Einen "psychisch einwandfreien Menschen" hätte ich gerne mal definiert. Ich denke, wenn man das versucht, merkt man schnell die fließenden Übergänge.

19.08.2019 15:56
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zum thema outing & dating als frau/lesbe mit physischem handicap (die psychischen erkrankungen lasse ich persönlich jetzt mal außen vor, so weit das geht- ich meine oft kann ein leben/aufwachsen mit körperlicher einschränkung zu mikrotraumata, mobbingerfahrungen, depressiven episoden, körpershemastörungen etc. führen, ergo: so ganz trennbar ist das nie - aber bevor das hier in 1 flachdiskurs zum leib-seele-problem ausartetet, grenz ich's mal lieber willkürlich scharf ein. ;-) ) schrieb vor einiger zeit eine hieseige userin:
"Das/ein Handicap ist total irrelevant - wie in anderen Lebenslagen auch."
& obwohl ich in so fern zustimme, als das sicher vor allem 1 frage des positiven mindsets & copings der betroffenen selbst ist, möchte ich doch sagen:
sorry, aber das ist eine, liebgemeinte, utopie! als frau mit körperlichen einschränkungen kann ich nur sagen: wäre schön, ist aber leider nicht so. soll nicht heißen, dass sich "die richtigen" menschen nicht finden, aber es wimmelt von, naja, nennen wir's mal " gelegenheiten für verzichtbare erfahrungen", da verhalten sich einige in diesem kontext nicht anders als "draußen"... - macht nix, aber 1 dickes fell schadet nicht & ich finde, vorgewarnt sollte jede betroffene sein: irrelevant ist es - wie überall - nur für wenige, der rest gafft, macht blöde wortspenden oder ist sonst irgendwie unsensibel unterwegs - leider. offen zugeben würden es die wenigsten, denke ich, aber: wo die wahlmöglichkeit besteht, zieht eine frau mit körperlicher einschränkung eher den kürzeren - einfach, weil es einfacher ist & weil manche ihre partnerin scheint es zu oberflächlicher repräsentation "nutzen" - ganz böse gesagt...- aber sooo giftig wollt' ich eigentlich gar nicht werden... außerdem denk' ich mir oft: gut, dass ich etwas an mir habe, das schon so früh, die spreu vom weizen trennt, sozusagen... ;-)

editiert am 19.08.2019 16:25 Beitrag melden Zitatantwort
19.08.2019 15:58
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 15:39:

Ich glaube ja eh, dass eine Beziehung nur funktioniert, wenn das, was auf beiden Seiten jeweils psychisch stört, gut zusammenpasst.



Mir gefällt der Satz, obwohl ich keine Ahnung habe, wie das konkret aussehen soll.



19.08.2019 15:58
HiddenNickname

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 15:49:
{...}
Naja um genau zu sein haben wir alle irgendwie irgendwo nen Treffer weg! Sonst erträgt man das ja alles gar nicht!


Ja genau, erstmal schön den eigenen "Treffer" legitimieren, damit es sich ordentlich festsetzt.

Also, daß so eine Gesellschaft überhaupt sowas wie Fridays for future zustande bekommt grenzt ja fast an ein Wunder



19.08.2019 16:18
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 15:49:

Naja um genau zu sein haben wir alle irgendwie irgendwo nen Treffer weg! Sonst erträgt man das ja alles gar nicht!


Hm naja, ich würde da schon differenzieren. Es ist ein himmelweiter Unterschied, ob jemand ein paar sympathische Macken hat, die hin und wieder nerven oder stören (was auf JEDEN Menschen definitiv zutrifft) oder ob jemand wirklich psychisch krank ist und Hilfe braucht.
Das hat miteinander schlichtweg nichts zu tun.

19.08.2019 16:25
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 19.08.2019 um 15:39:

Ich glaube ja eh, dass eine Beziehung nur funktioniert, wenn das, was auf beiden Seiten jeweils psychisch stört, gut zusammenpasst.



Es gibt Paare in denen einer mit einer narzisstische Persönlichkeitsstörung auf jemand trifft der eine dependente Persönlichkeitsstörung hat und das funktioniert auf Jahrzehnte gesehen hervorragend.
Oder wenn man ein desorganisationsproblem hat, und lernt jemanden mit Ordnungs und Putzzwang kennen ...

Nee jetzt mal im Ernst irgendwie ist doch immer ein Leidensdruck da, die Täuschung liegt darin zu glauben, da draussen läuft jemand rum der mich von allem erlöst was mich innerlich plagt. Das funktioniert so nicht, da fängt für mich Abhängigkeit an

19.08.2019 16:30
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Es sind die verrücktesten Menschen die mein Leben so lebenswert machen. Es ist nicht immer einfach aber ich habe nie aufregendere, echtere und intensivere Beziehungen geführt, als zu Menschen, die mit einer psychischen Erkrankung leben. Ich würde lieber mit einem Psychotiker über die Invasion der Aliens diskutieren oder den 10. Suizidversuch eines Borderliners sabotieren als auch nur einmal aufgesetzt zu Lächeln in Gesellschaft von Leuten die das erwarten, weil es sich so gehört. Das ist überspitzt, diese Menschen macht so viel mehr aus als bloß ihre Erkrankung. Wenn ich in einem Profi lese, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen kategorisch abgelehnt werden, finde ich das völlig legitim. Das macht sie gleich so unsympathisch das nichtmal ich, als nicht Betroffene, sie kennenlernen möchte. Eine psychische Erkrankung kann jeden treffen und manchmal gehört es sogar dazu, dass man sich selbst keine Hilfe suchen kann. Allen Betroffenen wünsche ich viel Kraft und Menschen denen sie nicht plötzlich zu anstrengend werden.


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