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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadFreilassung der Geiseln aus Leipzig!!!
06.05.2006 11:30
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0 27 Mal hatten sie sich vor der Nikolaikirche getroffen - voller Angst, voller Sorge. Gestern Abend kam die Nachricht auf die die Leipziger so sehnlich gehofft hatten: René Bräunlich und Thomas Nitzschke sind frei. Doch Jubel kommt nicht auf - Erschöpfung und Erleichterung sind die vorherrschenden Gefühle. Hunderte Kerzen und Windlichter stehen dicht gedrängt vor der braunen Steinmauer des Mittelschiffs der Kirche. Auf Dutzenden von Plakaten fordern Leipziger Bürger "Freiheit für René und Thomas" und spenden den Angehörigen Beistand. "Haltet durch" steht auf einem Laken, die aktuellste Botschaft jedoch stammt von Pfarrer Christian Führer. "Die beiden sind frei, Gott sei Dank", hat er eilig auf einen Zettel geschrieben und ihn hinter eine Kerze auf den Boden gelegt. "Es war nicht leicht, die Hoffnung immer lebendig zu halten", sagt Führer, "aber der Glaube versetzt Berge." Exakt um 18.17 Uhr habe er einen Anruf von einer fremden Frau erhalten, so Führer. "Sie hat mir gesagt, dass René und Thomas frei sind." Um 19 Uhr veranlasste er, dass die Glocken der Nikolaikirche geschlagen werden. "Alle drei auf einmal, unser Freudengeläut." Eine Frau habe anschließend auf dem Kirchplatz eine Flasche Sekt geöffnet, ein Jugendlicher eine Rakete in den lauen Leipziger Himmel steigen lassen. Führer will die Euphorie bremsen, er sagt, dass niemand jetzt in Partylaune verfallen solle. "Tiefe Dankbarkeit ist eher angebracht." Der populäre Pfarrer dankt den Hunderten, die sich hier immer wieder, "zum Teil bei Regen und Schnee", versammelt haben. Es habe sich zwischenzeitlich auch Wut bei den Demonstranten angesammelt, "weil es einfach nicht voran ging", aber man habe den Entführern zeigen wollen, dass die Leipziger friedlich für die Freilassung von Bräunlich und Nitzschke kämpften. Der arabische Fernsehsender "Al-Dschasira" sei in der Stadt gewesen, im gesamten arabischen Raum hätte man die Bilder von den Mahnwachen sehen können. "Wir haben die Entführer nicht diffamiert und beschimpft", sagt Führer, "wir wollten keine Gräben vertiefen." Am Montag um 17 Uhr soll die Heimkehr der Entführten in einem Dankgottesdienst in der Nikolaikirche gefeiert werden. www.spiegel.de/politik/de [...] ,00.html
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09.05.2006 14:46
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