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Gewalt gegen Frauen



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28.04.2019 14:31
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 12:48:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 12:41:

Ich empfinde es auch als Gewalt gegen Frauen, wenn ihnen erschwert oder verboten wird sich über politische Themen zu unterhalten.

Wenn Frauen Frauen nervend finden, die eine politische Meinung haben und für diese einstehen, dann ist was im Argen....dann wurden von jenen Machtstrukturen der Männer und deren Frauenfeindlichkeit übernommen und für selbstverständlich wahrgenommen.

Ja, das ist Gewalt gegen Frauen, das ist Frauenfeindlichkeit.

Die ersten Reaktionen im Thread sind ein gutes Beispiel dafür, wie dies auch hier gelebt wird.


nun ja, das sind die trojanischen pferde dieses forums, die nach dem motto good cop/bad cop agieren. hier nur andeutungen, dort beiträge hart an der strafrechtlichen relevanz, sicher aber jenseits jedes geschmacks, jeder bildung und jeder kultur.

mindestens eines davon im für die allgemeinheit geschlossenen politikforum unterwegs.

das ist die situation.

der betreiber hat sie verursacht und duldet sie.

umso wichtiger sind solche threads.


Die Opfermythen bitte nicht vergessen.
Erst provozieren, bei Reaktion dann fallen lassen und Tiefschläge und Gewalt reklamieren (lassen).
Läuft.

28.04.2019 14:54
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 14:14:

Gewalt gegen Frauen ?

wie wär's denn mal mit dem Thema "Gewalt unter Frauen" ?



ich dachte, in deutschland würde mengenlehre zum schulstoff bis klasse 9 gehören....

es ist eben auch ein bildungsproblem. immer wieder verblüffend. aber nicht weniger gefährlich.

28.04.2019 15:19
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 14:14:

Gewalt gegen Frauen ?

wie wär's denn mal mit dem Thema "Gewalt unter Frauen" ?



Der aufmerksamen Leserin wäre nicht entgangen, dass Gewalt "gegen" Frauen auch Gewalt "unter" Frauen einschließt. Auch der Gewalt, der ich hier bei Lesarion. von dir und deinesgleichen ständig ausgesetzt bin. Gewalt und Hass gegen Frauen wird oft "nur" in Worten ausgedrückt.



28.04.2019 15:27
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 14:12:

und genau darum geht es bin diesem thread.

wie kann die schwächere seite besser vor gewalt geschützt werden?



Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 14:12:

und genau darum geht es bin diesem thread.

wie kann die schwächere seite besser vor gewalt geschützt werden?



Es sind so viele Aspekte und mir kam die Situation hoch, in der ich mit nem Schraubenschlüssel in der Manteltasche (mehr als psych. Hilfe für mich u. nicht als Lösungsansatz) einer Frau zur Seite stehen wollte und enttäuscht und entsetzt war, dass es niemanden sonst interessierte, dass eine Nachbarin nachts auf der Straße um Hilfe schreit und ihr Partner sie festhält. Die Situation löste sich Gott sei Dank gewaltfrei auf, aber wieviele Hilferufe (auch im übertragenem Sinne) werden nicht gehört?

Für mich fängt es im Elternhaus an, weiter in der Schule, Bildungseinrichtungen, Arbeitsplatz - Aufklärung, Wissen, Sensibilisierung und auch eingreifen, wenn es sein muss. Frauen zuhören und ihnen Glauben schenken.

Vorhandene Gesetze auch wirklich umsetzen, Gleichbehandlung keine leere Worthülse sein lassen, sondern auch dieses tun. Mehr gegenseitig auf sich achten und nicht wegsehen (betrifft nat. alle Menschen u. nicht nur Frauen).

Und - Frauenselbstbewußtsein stärken. Egal, in welchem Lebensbereich. Genauso das Selbstbewußtsein von Männern - dieses braucht keine Macht über Frauen.



28.04.2019 15:49
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 10:04:
{...}
Wo wird noch Sprache so benutzt? Wo wird der Hass gegen Frauen (außerhalb von Lesarion) noch gelebt und verharmlost?
{...}


Hallo,
ich habe den thread noch nicht komplett gelesen. Wollte aber an dieser Stelle kurz ein Beispiel einbringen für die Frage nach dem "wo".

Eine wie ich fand sehr informative Doku über Femizide, etc. in Russland. Besonders gut empfand ich an der Dokumentation, daß "Überlebende" und Angehörige sprechen und auch gezeigt wird, wie Menschen versuchen aus diesem "System" herauszukommen und was sie dafür in Kauf nehmen müssen.

https://www.arte.tv/de/vi [...] -frauen/
Russland: Gewalt gegen Frauen
ARTE Reportage

Zitat25 Min.
Verfügbar vom 13/10/2017 bis 31/08/2020
Nach Uno-Angaben sterben jährlich 14.000 russische Frauen durch die Gewalt ihrer Nächsten. In den USA sind es jährlich über 940 Frauen, dort aber leben aber doppelt so viele Menschen. Seit Jahren setzen sich Aktivisten in Russland für ein Gesetz gegen häusliche Gewalt ein, wie es in 142 anderen Ländern existiert – bislang vergeblich.

Regie :
Galina Breitkreuz
Autor :
Galina Breitkreuz
Land :
Frankreich
Jahr :
2017


28.04.2019 16:24
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 15:49:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 10:04:
{...}
Wo wird noch Sprache so benutzt? Wo wird der Hass gegen Frauen (außerhalb von Lesarion) noch gelebt und verharmlost?
{...}


Hallo,
ich habe den thread noch nicht komplett gelesen. Wollte aber an dieser Stelle kurz ein Beispiel einbringen für die Frage nach dem "wo".

Eine wie ich fand sehr informative Doku über Femizide, etc. in Russland. Besonders gut empfand ich an der Dokumentation, daß "Überlebende" und Angehörige sprechen und auch gezeigt wird, wie Menschen versuchen aus diesem "System" herauszukommen und was sie dafür in Kauf nehmen müssen.

https://www.arte.tv/de/vi [...] 000-A/ru ssland-gewalt-gegen-frauen/
Russland: Gewalt gegen Frauen
ARTE Reportage

Zitat25 Min.
Verfügbar vom 13/10/2017 bis 31/08/2020
Nach Uno-Angaben sterben jährlich 14.000 russische Frauen durch die Gewalt ihrer Nächsten. In den USA sind es jährlich über 940 Frauen, dort aber leben aber doppelt so viele Menschen. Seit Jahren setzen sich Aktivisten in Russland für ein Gesetz gegen häusliche Gewalt ein, wie es in 142 anderen Ländern existiert – bislang vergeblich.

Regie :
Galina Breitkreuz
Autor :
Galina Breitkreuz
Land :
Frankreich
Jahr :
2017


Afrikanische Frauen hast Du bei Deiner Statistik vergessen!

28.04.2019 16:37
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Die Frauen wurden schon immer unterdrückt! Wenn Frauen stark waren, wurden sie als Hexe verbrannt! Heute ist nicht viel anders, nur werden wir nicht mehr verbrannt.

28.04.2019 16:48
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 16:24:
{...}
Afrikanische Frauen hast Du bei Deiner Statistik vergessen!


Beides falsch, weder habe ich sie vergessen, noch habe ich eine Statistik zu dem Threadthema erhoben.

Aber wenn du sie schon ansprichst: Vom Thema Häusliche Gewalt oder generell Femizide an afrikanischen Frauen habe ich weniger Ahnung. Hingegen hätte ich Input zum Thema Frauenhandel bezüglich Frauen aus afrikanischen Ländern, die in Europa in die Zwangsprostitution verhandelt werden. Ein wahrlich abartiges Thema, vor dem deutsche Politik die Augen verschlossen hat und genau hier hätte Hilfinstitutionen auch polizeilich geführte entsprechend finanziell unterstützen müssen, finde ich. Stattdessen werden weiter korrupte kirchlich institutionalisierte Missionierung in afrikanischen Ländern gefördert und damit die Emanzipation u.a. dieser vor Menschenhandel nicht geschützten Frauen noch mehr eingeschränkt.

Edit- Aufgrund der Verschiebung des Threads ins Polit-Forum. Dieser Beitrag ist von mir Quilma. Ebenso der obige Beitrag mit der Verlinkung zur Arte-Doku.


editiert am 01.05.2019 01:40 Beitrag melden Zitatantwort
28.04.2019 16:54
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 16:37:

Die Frauen wurden schon immer unterdrückt!{...}

Das ist falsch, es gibt einige geschichtliche Quellen, die das wiederlegen und andere Gesellschaftskonzepte aufzeigen. Die werden in einer Patriarchalen Gesellschaft wie unserer bloß nicht in die schulische Allgemeinbildung aufgenommen.

Wenn es nach mir ginge, würden sämtliche Schulbücher umgeschrieben werden, um diese Gesellschaftskonstrukte als Anregungen, das es auch anders funktionieren kann für zukünftige Generationen offenzulegen.

Edit- Auch ein Beitrag von mir, Quilma.

editiert am 01.05.2019 01:41 Beitrag melden Zitatantwort
28.04.2019 16:59
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 16:54:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 16:37:

Die Frauen wurden schon immer unterdrückt!{...}

Das ist falsch, es gibt einige geschichtliche Quellen, die das wiederlegen und andere Gesellschaftskonzepte aufzeigen. Die werden in einer Patriarchalen Gesellschaft wie unserer bloß nicht in die schulische Allgemeinbildung aufgenommen.

Wenn es nach mir ginge, würden sämtliche Schulbücher umgeschrieben werden, um diese Gesellschaftskonstrukte als Anregungen, das es auch anders funktionieren kann für zukünftige Generationen offenzulegen.



30.04.2019 09:17
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 14:54:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 14:14:

Gewalt gegen Frauen ?

wie wär's denn mal mit dem Thema "Gewalt unter Frauen" ?



ich dachte, in deutschland würde mengenlehre zum schulstoff bis klasse 9 gehören....

es ist eben auch ein bildungsproblem. immer wieder verblüffend. aber nicht weniger gefährlich.


soweit die Presse berichtet, gehört es neuerdings zum Schulstoff Deutsch zu lernen.

30.04.2019 09:23
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 12:41:

Ich empfinde es auch als Gewalt gegen Frauen, wenn ihnen erschwert oder verboten wird sich über politische Themen zu unterhalten.

Wenn Frauen Frauen nervend finden, die eine politische Meinung haben und für diese einstehen, dann ist was im Argen....dann wurden von jenen Machtstrukturen der Männer und deren Frauenfeindlichkeit übernommen und für selbstverständlich wahrgenommen.

Ja, das ist Gewalt gegen Frauen, das ist Frauenfeindlichkeit.

Die ersten Reaktionen im Thread sind ein gutes Beispiel dafür, wie dies auch hier gelebt wird.


Wie oft willst du dein statement noch abgeben ?

keine Kohle und keine Toleranz

blablabla ... und immer dieselben die in das Horn blasen.





30.04.2019 09:56
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 11:54:

Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 28.04.2019 um 11:15:

(....)

Für mich ist dieser Artikel beispielhaft dafür, wie Gewalt gegen Frauen nicht als solche gewertet wird.


Danke dir für dieses Beispiel. Und Bezug nehmend auf deinen Kommentar bzgl. Sprache:

Zitat...Es ist wichtig, dass auch Frauen, die keine Frauenforschungs-, Linguistik- oder Gender-Seminare besuchen, die Möglichkeit haben, mit Themenbereichen in Kontakt zu kommen, die ihnen möglicherweise wichtig sein könnten. Oder die ihnen einfach mal eine neue Sicht eröffnen.
Dafür sind Medien da....


Es ist sehr, sehr wichtig - ansonsten kommen Betroffene vielleicht gar nicht auf die Idee, sich z.B Hilfe zu holen. Wie oft haben ich schon den Satz von "Beobachtenden" gehört "Das geht mich nichts an, das ist privat, Familie, Beziehungskram etc. etc.". Es ist unheimlich schwer zu argumentieren und zu helfen, wenn jegliches Bewußtsein und Wissen fehlt. Das ist auch eine gesellschaftliche Aufgabe und dafür braucht es Sprache und die entsprechende Gesetzgebung. Man muss sich mal durch den Kopf gehen lassen, dass das Gesetz "Nein, heißt nein" erlassen werden musste. Und wieviel Spott über dieses Gesetz ausgeschüttet wurde, anstatt mal darüber nachzudenken, warum ein Nein einer Frau nicht ausreicht.


Das ist ein wichtiger Punkt.
Gewalt ist nie Privatsache.
Hilfe holen bzw. die Polizei rufen, statt bedrohliche Situationen, laute Streitereien, Drohungen etc als Beziehungsstress zu verharmlosen, kann lebensrettend sein.
Im Zweifelsfall lieber einmal zu viel als einmal zu wenig Hilfe holen.

Und Frauen ermutigen, sich Hilfe zu holen und Gewalt in ihrer Partnerschaft nicht einfach hinzunehmen.
Es ist nicht okay, vom Ehepartner bedroht, gedemütigt und geschlagen zu werden. Unabhängig von sozialer und ethnischer Herkunft.
Frauen, die zu Hause misshandelt werden, leben nicht nur hinter verschlossenen Türen, sondern bewegen sich auch im öffentlichen Raum. Manchmal sind Blessuren sichtbar. Wenn man sie sehen will. Es kann Frauen helfen, sie über Unterstützungsangebote zu informieren. Auch das kann im Zweifelsfall lebensrettend sein.

editiert am 30.04.2019 10:34 Beitrag melden Zitatantwort
30.04.2019 10:40
HiddenNickname

So lange im Bezug auf Familie noch Konstrukte im gesellschaftlichen Bewusstsein und ergo Sprachgebrauch herrschen wie denen des Mannes als „Familienvorstand“, „Familienoberhaupt“, „Versorger“, „Beschützer“, wird die Frau nicht aus der „Rechnung“ herausgenommen, da ihr ebenfalls eine Rolle zugewiesen wird, die der „Gute(n) Seele“, der Trösterin, der für die Harmonie Zuständigen. Also wird es als „Drama“ betrachtet, wenn der Mann/Familienvater seine Rolle „übertreibt“, er beispielsweise keine Trennung wünscht und deshalb seine Familie tötet. Da ist immer so ein Funken Verständnis, denn schließlich ist die Frau ihrer Rolle nicht gerecht worden. „Rabenmutter“, „auf dem Selbstverwirklichungstrip“, „Familienzerstörerin“. Auch bei geschlagenen Frauen ist immer latent Raum für ein Nachdenken über die Motivation des Mannes.
So lange Frauen nicht aus dem Geschehen als mögliche Beteiligte oder Mitschuldige ausgeklammert werden und das Phänomen der Gewalt und der Täter isoliert als das betrachtet werden, was sie sind, nämlich Gewalttäter, werden Frauen doppelt Opfer bleiben.


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