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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadGewaltfreier Widerstand // Alternativen zur
27.02.2011 18:00
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0 Da sich das Thema Widerstand und Gewalt einmal wieder an der RAF aufreibt, sei hier auch einmal die Alternative zur Diskussion gestellt. Gewaltfreie Aktion und Ziviler Ungehorsam, im Englischen besser ausgedrückt mit non-violent = Auschluss von verletzender Gewalt gegen Menschen, ist eine andere Möglichkeit, Veränderungen und Revolutionen herbeizuführen. Menschenverletzende Gewalt soll ausgeschlossen bleiben, dennoch werden auch militante illegale Methoden angewandt, wenn notwendig. Aber auch gewaltfreie Aktionen bedürfen, damit sie zielgerichtet und wirkungsvoll eingesetzt werden können, guter logistischer Planung und der Einübung und des Trainings. In der Geschichte finden sich viele Beispiele dieser Aktionsformen, erfolgreiche und erfolglose. Sei es der Antiapatheidskampf in den USA, die internationale Friedensbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg oder auch viele ältere Beispiele: Gewaltfreie militante Aktion zeigt Wirkung und sie läuft nicht Gefahr, dass die AktivistInnen die Seiten wechseln, wie das bei den gewaltsamen Bewegungen, für die der Zweck die Mittel heiligt, oft der Fall ist. Gewaltfreier Widerstand Beim gewaltfreien Widerstand werden verschiedene gewaltfreie Aktionen miteinander abgestimmt, er ist also eine koordinierte Form gewaltfreier Aktion. Ziel ist dabei die Beseitigung einer Unrechtsituation. Der Ausdruck wird meist dann verwendet, wenn sich Teile der Bevölkerung gegen Übergriffe der Regierung, also Inhaber der Staatsgewalt, mit gewaltfreien Mitteln zur Wehr setzen. Gewaltfreie Aktion ist eine Form der Konfliktaustragung, die auf der Haltung der Gewaltfreiheit basiert und bei der bewusst auf verletzende oder tötende Gewalt verzichtet wird. Dahinter steht die Überzeugung, dass Konflikte nicht mit Gewalt gelöst und Ungerechtigkeiten nicht mit Mitteln der Gewalt beseitigt werden können. Das heißt aber nicht, dass keine Macht ausgeübt wird beziehungsweise keine Druckmittel eingesetzt werden. Es sollen also nicht einfach abwartend Dinge erduldet werden, denn gewaltfreier Widerstand ist eine engagierte Methode, bei der es hauptsächlich darum geht zu handeln, aktiv zu werden, Ungerechtigkeiten aufzuzeigen und zu bekämpfen. Im Zentrum der gewaltfreien Aktion steht der bewusste Verzicht auf den Einsatz von Gewalt gegen Personen und Sachen. Auch wenn der Gegner oder die Gegnerin Gewalt anwendet, wird nicht mit Gewalt reagiert, sondern gewaltfrei Widerstand geleistet oder nachgegeben. Die Sanktionsmaßnahmen, also die Strafen wie z.B. Gewalt oder Gefängnisstrafen, werden bewusst ertragen. Ziel ist eine gerechte, soziale, gewaltfreie und demokratische Gesellschaft. Mit der Wahl der Methoden will man diesem Ziel schon ein Stück näher kommen. Deshalb ist auch die aktive und gleichberechtigte Mitentscheidung aller an der Aktion Beteiligten sehr wichtig. Es sollen nicht nur Ungerechtigkeiten aufgezeigt, sondern auch Alternativen angeboten werden. Was wäre eine bessere Lösung? Ziel ist es nicht, den Gegner/die Gegnerin zu vernichten oder ihn/sie zu besiegen, sondern ihn/sie von der Richtigkeit der eigenen Argumente zu überzeugen. Der Gegner/die Gegnerin wird als Mensch anerkannt, er/sie wird mit Respekt behandelt. Wichtigstes Mittel und Ziel jeder Aktion ist der Dialog mit dem Gegner/der Gegnerin. http://www.whywar.at/widerstand
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