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Forum » News, Politik & Wissenschaft » ThreadHillary Clinton=>2008?
09.06.2006 15:16
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0 Hillary Clinton: 2008 ins Weiße Haus? Von unserem Korrespondenten NORBERT RIEF (Die Presse) 08.06.2006 USA. Die Demokratin könnte 2008 ums Präsidentenamt kämpfen. WASHINGTON. Er sitzt am Bühnenrand und schweigt. Eine ungewohnte Rolle für einen Mann, der kaum etwas so sehr liebt wie die Öffentlichkeit. Aber diesmal ist Bill Clinton ein guter Ehemann und lässt das Rampenlicht seiner Frau. Sie ist jetzt der Star. Sie soll strahlen - und ihn vielleicht sogar ein drittes Mal ins Weiße Haus bringen, als den "First Gentleman" der amerikanischen Geschichte. Hillary Clinton hat offiziell den Wahlkampf für ihre Wiederwahl als Senatorin von New York begonnen, mit Ehemann Bill als stummem Gast. Doch in den USA interessiert sich kaum jemand dafür. Einerseits gilt Clintons Wiederwahl Ende des Jahres als sicher. Andererseits sagt man der Frau des 42. Präsidenten der USA ambitioniertere Ziele nach: Sie will 44. Präsidentin der USA werden - und der Wahlauftakt war eigentlich der Startschuss für den langen Weg ins Weiße Haus 2008. Der Medientross, der der demokratischen Senatorin zu jedem Auftritt folgt, berichtet über kleinste Nuancen in ihrer meist gleichlautenden Rede. Jede Kleinigkeit, und sei es die Haartracht, wird auf die Waagschale einer möglichen Präsidentschaftskandidatur in zwei Jahren gelegt. Auch Clinton selbst wiegt jedes ihrer Worte ab. Keine unbedachte Bemerkung soll ihre Chancen zunichte machen. Vielmehr versucht sich die als liberal geltende Politikerin vorsichtig neu zu positionieren. Mehr nach rechts, um so konservative Wähler anzusprechen. Damit hat Hillary Clinton bereits für einige Aufregung gesorgt. Etwa mit ihrer Unterstützung des Irak-Kriegs. Im Gegensatz zu vielen ihrer Parteifreunde spricht sie sich gegen einen Zeitplan für einen Rückzug aus dem Irak aus. Auch bei der Abtreibung schlug Clinton einen neuen Weg ein: Eine Abtreibung sei eine "traurige, sogar eine tragische Wahl" für viele Frauen. Man müsse alles unternehmen, um ihnen eine andere Lösung anzubieten. Die Strategie ist wohlüberlegt. 2004 hat sich gezeigt, dass das Land mehrheitlich konservativ wählt und das Werben allein um demokratische Parteigänger für einen Sieg nicht genügt. Wer Präsident werden will, muss vor allem den religiösen Süden der USA gewinnen. Die letzten drei demokratischen Präsidenten kamen alle aus dem Süden: Bill Clinton aus Arkansas, Jimmy Carter aus Georgia, Lyndon Johnson aus Texas. Das ist eines der Mankos von Hillary Clinton: Sie kommt aus dem Nordosten, dessen Bewohner gemeinhin als liberal gelten, also schlechte Voraussetzungen haben, um das amerikanische "Heartland" zu gewinnen. "Sie muss schon jetzt anfangen, die Menschen davon zu überzeugen, dass sie keine Radikal-Liberale ist", sagt der Analytiker Charlie Cook. Das größte Hindernis für Clinton auf dem Weg ins Weiße Haus könnte aber ihre eigene Partei sein. Denn die Senatorin könnte schnell das Attribut bekommen, für das breite Amerika "nicht wählbar" zu sein. Das hätte zur Folge, dass die Demokraten bei den internen Vorwahlen einem anderen Kandidaten den Vorzug geben. Ganz so wie 2004, als Favorit Howard Dean wohl auch wegen seines Urschreis in Iowa gegen John Kerry unterlag. "Nach acht Jahren Bush will die Bevölkerung einen politischen Wechsel im Weißen Haus. Ein demokratischer Kandidat hat große Chancen auf einen Sieg", glaubt Cook. "Mit einem moderaten, demokratischen Kandidaten könnte es einen Wechsel geben, mit Hillary Clinton wird es schwieriger." Als Geheimwaffe hat Hillary noch immer ihren Ehemann Bill. In einer Umfrage zu den beliebtesten Präsidenten belegte Clinton den dritten Platz nach Abraham Lincoln und John F. Kennedy. Quelle: Die Presse.com Was meint ihr? Ist sie kompetente Präsidentin, die alles wieder in Ordnung bringen kann, was Bush hinterlässt?
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10.06.2006 19:25
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