Homosexuell sein, aber streng katholisch erzo
Hallo Leute,
ich habe ein Problem und erhoffe mir durch diesen Thread ein paar Hilfestellungen.
Das Thema ist mir sehr unangenehm, daher bitte ich euch darum, sachlich zu bleiben.
Ich wurde katholisch erzogen und zudem waren bzw. sind meine Eltern homophob. Und meine Eltern lebten nach dem Grundsatz: "Der Ruf nach außen und mit dem Strom der Gesellschaft zu schwimmen ist sehr wichtig."
Ich habe eine Partnerin, die ich sehr liebe. Mein Outing in der konservativ eingestellten Familie war scheisse und die, zu denen ich immer hochblickte, stehen bis heute nicht zu mir. Aufgrund vieler Ereignisse in meiner Kindheit kaempfe ich immer noch damit, mich erfolgreich abzugrenzen und mein Leben zu leben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Mir ist neulich aufgefallen, dass ich etwas anderes aus Schamgefühlen verdraengt habe - ich betrachte mich nicht als sonderlich religiös und verachte die katholische Kirche in vielerlei Hinsicht. Aber ich glaube trotzdem an Gott. Die Glaubenssätze bzw. Prägungen, die mir in meiner Erziehung vermittelt wurden ("u.a. Mann und Frau gehören zusammen" ) verfolgen mich immer wieder. Ich finde keinen Frieden und es macht mir schwer, voll und ganz zu mir zu stehen. Die Bibelinterpretationen kann ich vergessen, wenn ich nach etwas suche, das meine Lebensweise - das Zusammensein mit einer Frau - in religiöser Hinsicht stuetzt.
Ich suche Argumente, die meine Identität bestärken, zB. glaube ich an einen Gott, der nicht gegen Liebe sein kann, egal welcher Art. Ich glaube auch daran, dass Menschen Gott für Vieles verantwortlich machen, nur um sich nicht mit Themen, die sie betreffen, auseinandersetzen zu muessen.
Aber es reicht noch nicht, dass ich Gott gegenueber kein schlechtes Gewissen mehr habe. Ich habe unglaubliche Angst, dass das Schicksal mein bzw. unser Glueck zerstoeren koennte, weil es dagegen ist. Das klingt vlt bescheuert, aber durch die religiöse Erziehung und Vermittlung, dass alles Gottes Wille sei, habe ich einen enormen Respekt vor einer hoeheren Gewalt entwickelt, die mich nicht so sein laesst, wie ich es gern moechte. Vlt auch, weil mir das Leben schon oefter einen Strich durch die Rechnung gezogen hat.
Wie geht ihr mit diesem Thema um? Wer von euch hat ähnliche Probleme oder kann von ihren Erfahrungen/ gewonnenen Erkenntnissen erzählen?
Kennt jemand Gesprächskreise oder Theologen/ Pfarrer/ Priester, an die man sich wenden kann?
Lieben Gruß und schlaft gut, J.
ich habe ein Problem und erhoffe mir durch diesen Thread ein paar Hilfestellungen.
Das Thema ist mir sehr unangenehm, daher bitte ich euch darum, sachlich zu bleiben.
Ich wurde katholisch erzogen und zudem waren bzw. sind meine Eltern homophob. Und meine Eltern lebten nach dem Grundsatz: "Der Ruf nach außen und mit dem Strom der Gesellschaft zu schwimmen ist sehr wichtig."
Ich habe eine Partnerin, die ich sehr liebe. Mein Outing in der konservativ eingestellten Familie war scheisse und die, zu denen ich immer hochblickte, stehen bis heute nicht zu mir. Aufgrund vieler Ereignisse in meiner Kindheit kaempfe ich immer noch damit, mich erfolgreich abzugrenzen und mein Leben zu leben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.
Mir ist neulich aufgefallen, dass ich etwas anderes aus Schamgefühlen verdraengt habe - ich betrachte mich nicht als sonderlich religiös und verachte die katholische Kirche in vielerlei Hinsicht. Aber ich glaube trotzdem an Gott. Die Glaubenssätze bzw. Prägungen, die mir in meiner Erziehung vermittelt wurden ("u.a. Mann und Frau gehören zusammen" ) verfolgen mich immer wieder. Ich finde keinen Frieden und es macht mir schwer, voll und ganz zu mir zu stehen. Die Bibelinterpretationen kann ich vergessen, wenn ich nach etwas suche, das meine Lebensweise - das Zusammensein mit einer Frau - in religiöser Hinsicht stuetzt.
Ich suche Argumente, die meine Identität bestärken, zB. glaube ich an einen Gott, der nicht gegen Liebe sein kann, egal welcher Art. Ich glaube auch daran, dass Menschen Gott für Vieles verantwortlich machen, nur um sich nicht mit Themen, die sie betreffen, auseinandersetzen zu muessen.
Aber es reicht noch nicht, dass ich Gott gegenueber kein schlechtes Gewissen mehr habe. Ich habe unglaubliche Angst, dass das Schicksal mein bzw. unser Glueck zerstoeren koennte, weil es dagegen ist. Das klingt vlt bescheuert, aber durch die religiöse Erziehung und Vermittlung, dass alles Gottes Wille sei, habe ich einen enormen Respekt vor einer hoeheren Gewalt entwickelt, die mich nicht so sein laesst, wie ich es gern moechte. Vlt auch, weil mir das Leben schon oefter einen Strich durch die Rechnung gezogen hat.
Wie geht ihr mit diesem Thema um? Wer von euch hat ähnliche Probleme oder kann von ihren Erfahrungen/ gewonnenen Erkenntnissen erzählen?
Kennt jemand Gesprächskreise oder Theologen/ Pfarrer/ Priester, an die man sich wenden kann?
Lieben Gruß und schlaft gut, J.