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Ich habe vergessen zu atmen…

gedanke81
HiddenNickname
offline
21.03.2007 15:44
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…und das ist dabei herum gekommen…

Es sind die stillen Momente, die uns wahre Größe abverlangen. Jene Momente, in denen wir niemanden erreichen, den wir um Rat fragen könnten und der uns sagt, was zu tun ist. Es sind die Momente, in denen wir alleine vor uns stehen und uns entscheiden müssen. Im Stillen, ohne große Reden zu schwingen, ungeschminkt und fern ab vom Rampenlicht. Es sind die stillen Momente, die uns reifen lassen und die viel kürzer sind, als die trüben Tage und Gedanken, angefüllt mit Fragen und Zweifeln, die die Wochen davor zeichneten. Es sind die stillen Momente, die unscheinbaren, die, die sich im Rückblick auch nicht fassen lassen, damit wir mit ihnen prahlen können. Sie lassen sich nicht beweisen vor der Welt und sie legen kein Zeugnis ab für uns. Sie sind einfach nur da, wie eine Sternschnuppe in der Nacht, die in mitten tausend anderer Sterne einen Augenblick lang für uns sichtbar wird, um uns die Hoffnung zurück zugeben und den Glauben, wenn wir ihn noch in uns tragen.
Es sind die stillen Momente, die uns wahre Größe abverlangen, in denen wir uns zugestehen schwach zu sein. Es sind die stillen Momente, auf die wir wieder hören lernen müssen, in unserer lauten Welt. In der jeder den anderen übertönen versucht, nur um zu zeigen, dass er ist, um sich eine Berechtigung zu schreiben zu lassen, die ihm nicht einmal ebenbürtig ist. Die wahre Demut vor uns selbst übersehen wir dabei, obgleich sie in uns wohnt und vor uns niederkniet. Im Säugling entdecken wir das Wunder noch und staunen fasziniert. Warum nur vergessen wir, dass wir auch Jahre später noch genauso einzigartig und besonders sind, genauso wie der Mensch, der neben uns in der Schlange steht oder auf den Bus wartet. Nur einmal die Luft anhalten, um unseren eigenen Herzschlag wieder zu hören und verstehen, das Leben weder für uns noch andere selbstverständlich ist.
entertainment..
HiddenNickname
offline
21.03.2007 16:04
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