Ich weiß nicht was ich denken soll. Bitte sch
Hallo,
ich bin 36 Jahre alt und mein Leben ist etwas merkwürdig gelaufen. Seit zweieinhalb Jahren weiß ich, dass ich an einer Essstörung leide und dass bereits seit 22 Jahren. Ich bin zu einer Selbsthilfegruppe gegangen und später auch zu einer Therapeutin. Diese hat mir sehr geholfen und ich habe derzeit das Essproblem gut im Griff. Auf der Suche nach der Ursache sind wir natürlcih auch irgendwann auf das Thema Sexualtiät gekommen. Da erst wurde mir bewusst, dass der sexuelle Aspekt in meinem Leben bisher extrem kurz gekommen ist. Ich habe mich bis vor kurzem noch nicht einmal als Frau gefühlt.
Mit 18 hatte ich meinen ersten und einzigen Freund. Er war acht Jahre älter. Ich beendete die Beziehung nach neun Monaten, weil ich keinen Sex zulassen konnte. Er war zwar immer sehr liebevoll und hat mich nicht unter Druck gesetzt aber ich verabscheute die Berührungen und konnte seine Küsse kaum ertragen. Ich redete mir ein, dass ich mich nur daran gewöhnen müsse.
In meinem Freundeskreis war ich damals die letzte die einen Freund hatte und mein einziges Ziel war gewesen einen zu bekommen.
Jetzt muss ich aber auch dazuschreiben, dass meine Eltern es in meiner Jugend erfolgreich verhindert haben, dass ich mich auf diesem Gebiet erprobe.
Naja auf jeden Fall fragt mich meine Therapeutin im November ganz unvermittelt. Ob mein Problem wirklich die Männer sind. Ich hatte ihr nämlich berichtet, dass ich in den folgenden Jahren zwar immer wieder mächtig Liebenskummer gehabt hatte, es aber zu keiner Beziehung mehr gekommen war. Eine Freundin hat mal gesagt, dass sei Methode, ich würde mich immer wieder in Männer verlieben, bei denen ich gar keine Chance hätte. Diese konnte ich dann allerdings auch nich loslassen und habe ihnen manchmal jahrelang nachgeheult. Wenn es dann mal zu Annäherungen gekommen ist, habe ich mit dem gleichen Gefühl wie früher abgeblockt. Ich konnte keine Berührungen ertragen. Ganz im Gegenteil ich empfinde den Körperkontakt mir Männer als ekelig und meistens kann ich sie auch nur schlecht riechen.
Die Vermutung der Therapeutin habe ich erstmal direkt abgeblockt. Nein es kann gar nicht sein. Natürlich stehe ich auf Männer usw..
Dann hat es aber angefangen zu arbeiten. Ich habe angefangen die Frauen in meiner Umgebung zu beobachten und habe festgestellt, dass einige sehr attraktiv sind und sie mich wenn ich es zulasse nur durch ihren Anblick erregen können.
Aber da kann doch nicht sein? Ich habe 35 Jahre keinen Moment daran gedacht, dass ich Frauen mögen könnte. Aber in den nächten Wochen verstärkten sich diese Gefühle. Ich begann Männer und FRauen zu vergleichen und entwickelt den Wunsch einige Frauen zu berühren oder von ihnen berührt zu werden. Der Gedanke fühlt sich so richtig an, wie sich selten etwas richtig angefühlt hat. Ich habe dann etwas recherchiert und einige Biographien gelesen von Frauen die sich erst spät ihrer Homosexualtität bewusst geworden sind. Also ist es nicht ganz ungewöhnlich und ich war in meiner Jugend so von dem konservativ katholischen Haushalt meiner Eltern geprägt, dass ich diesen Gedanken niemals zugelassen hätte.
Interessant war, dass ich in dem Moment, in dem ich begonnen habe diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen, schlgartig von dem aktuellen Liebeskummerobjekt ablassen konnte und mir der Umgang mit Männer im Allgemeinen seitdem viel einfacher fällt.
Ausserdem habe ich romantische Gefühle für eine Kollegin und diese laut meinem Tagebuch schon eine ganze Weile. Ich habe sie allerdings nie als solche bewertet. Jetzt muss ich ständig an sie denken und sie hat mir vollkommen den Kopf verdreht. Wirklich gut gehts mir nur, wenn wir zusammen sind. Sie tut mir einfach gut. Dann fällt es mir schwer mich auf dei Arbeit zu konzentrieren. Sie weiß nichts von meinen Gefühlen. Vor einiger Zeit habe ich mal geglaubt, dass sie auf Frauen steht, aber jetzt weiß ich, dass sie seit Jahren einen Freund hat.
ICh schreibe das, weil ich nicht weiß wie ich das alles einschätzen soll. Bin ich lesbisch? Dieser GEdanke erschreckt mich gar nicht, ganz im Gegenteil er fühlt sich richtig an und ich würde am liebsten laut damit herausplatzen. Oder bin ich jetzt etwas zwanzig Jahre zuspät in der Phase der sexuellen Orientierung?
Ich weiß nicht mit wem ich darübersprechen kann und würde mich freuen, wenn ihr meinen Beitrag kommentieren würdet.
Ich fühle mich gerade so hilflos, weil ich eine Welt betrete, die ich überhaupt nicht kenne.
Bitte schreibt mir!!
Eure Ichbinich75
ich bin 36 Jahre alt und mein Leben ist etwas merkwürdig gelaufen. Seit zweieinhalb Jahren weiß ich, dass ich an einer Essstörung leide und dass bereits seit 22 Jahren. Ich bin zu einer Selbsthilfegruppe gegangen und später auch zu einer Therapeutin. Diese hat mir sehr geholfen und ich habe derzeit das Essproblem gut im Griff. Auf der Suche nach der Ursache sind wir natürlcih auch irgendwann auf das Thema Sexualtiät gekommen. Da erst wurde mir bewusst, dass der sexuelle Aspekt in meinem Leben bisher extrem kurz gekommen ist. Ich habe mich bis vor kurzem noch nicht einmal als Frau gefühlt.
Mit 18 hatte ich meinen ersten und einzigen Freund. Er war acht Jahre älter. Ich beendete die Beziehung nach neun Monaten, weil ich keinen Sex zulassen konnte. Er war zwar immer sehr liebevoll und hat mich nicht unter Druck gesetzt aber ich verabscheute die Berührungen und konnte seine Küsse kaum ertragen. Ich redete mir ein, dass ich mich nur daran gewöhnen müsse.
In meinem Freundeskreis war ich damals die letzte die einen Freund hatte und mein einziges Ziel war gewesen einen zu bekommen.
Jetzt muss ich aber auch dazuschreiben, dass meine Eltern es in meiner Jugend erfolgreich verhindert haben, dass ich mich auf diesem Gebiet erprobe.
Naja auf jeden Fall fragt mich meine Therapeutin im November ganz unvermittelt. Ob mein Problem wirklich die Männer sind. Ich hatte ihr nämlich berichtet, dass ich in den folgenden Jahren zwar immer wieder mächtig Liebenskummer gehabt hatte, es aber zu keiner Beziehung mehr gekommen war. Eine Freundin hat mal gesagt, dass sei Methode, ich würde mich immer wieder in Männer verlieben, bei denen ich gar keine Chance hätte. Diese konnte ich dann allerdings auch nich loslassen und habe ihnen manchmal jahrelang nachgeheult. Wenn es dann mal zu Annäherungen gekommen ist, habe ich mit dem gleichen Gefühl wie früher abgeblockt. Ich konnte keine Berührungen ertragen. Ganz im Gegenteil ich empfinde den Körperkontakt mir Männer als ekelig und meistens kann ich sie auch nur schlecht riechen.
Die Vermutung der Therapeutin habe ich erstmal direkt abgeblockt. Nein es kann gar nicht sein. Natürlich stehe ich auf Männer usw..
Dann hat es aber angefangen zu arbeiten. Ich habe angefangen die Frauen in meiner Umgebung zu beobachten und habe festgestellt, dass einige sehr attraktiv sind und sie mich wenn ich es zulasse nur durch ihren Anblick erregen können.
Aber da kann doch nicht sein? Ich habe 35 Jahre keinen Moment daran gedacht, dass ich Frauen mögen könnte. Aber in den nächten Wochen verstärkten sich diese Gefühle. Ich begann Männer und FRauen zu vergleichen und entwickelt den Wunsch einige Frauen zu berühren oder von ihnen berührt zu werden. Der Gedanke fühlt sich so richtig an, wie sich selten etwas richtig angefühlt hat. Ich habe dann etwas recherchiert und einige Biographien gelesen von Frauen die sich erst spät ihrer Homosexualtität bewusst geworden sind. Also ist es nicht ganz ungewöhnlich und ich war in meiner Jugend so von dem konservativ katholischen Haushalt meiner Eltern geprägt, dass ich diesen Gedanken niemals zugelassen hätte.
Interessant war, dass ich in dem Moment, in dem ich begonnen habe diese Möglichkeit in Betracht zu ziehen, schlgartig von dem aktuellen Liebeskummerobjekt ablassen konnte und mir der Umgang mit Männer im Allgemeinen seitdem viel einfacher fällt.
Ausserdem habe ich romantische Gefühle für eine Kollegin und diese laut meinem Tagebuch schon eine ganze Weile. Ich habe sie allerdings nie als solche bewertet. Jetzt muss ich ständig an sie denken und sie hat mir vollkommen den Kopf verdreht. Wirklich gut gehts mir nur, wenn wir zusammen sind. Sie tut mir einfach gut. Dann fällt es mir schwer mich auf dei Arbeit zu konzentrieren. Sie weiß nichts von meinen Gefühlen. Vor einiger Zeit habe ich mal geglaubt, dass sie auf Frauen steht, aber jetzt weiß ich, dass sie seit Jahren einen Freund hat.
ICh schreibe das, weil ich nicht weiß wie ich das alles einschätzen soll. Bin ich lesbisch? Dieser GEdanke erschreckt mich gar nicht, ganz im Gegenteil er fühlt sich richtig an und ich würde am liebsten laut damit herausplatzen. Oder bin ich jetzt etwas zwanzig Jahre zuspät in der Phase der sexuellen Orientierung?
Ich weiß nicht mit wem ich darübersprechen kann und würde mich freuen, wenn ihr meinen Beitrag kommentieren würdet.
Ich fühle mich gerade so hilflos, weil ich eine Welt betrete, die ich überhaupt nicht kenne.
Bitte schreibt mir!!
Eure Ichbinich75