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Klimaethik

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26.03.2019 17:27
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Beim Thema Klimawandel geht es immer auch um Gerechtigkeit und ethisch-moralische Fragen.

Was sagt ihr dazu?


- Generationengerechtigkeit
- Industrieländer als Verursacher, arme Länder tragen die größten Folgen
- usw.

editiert am 26.03.2019 17:28 Beitrag melden Zitatantwort
26.03.2019 20:59
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Will niemand über Ethik sprechen?

editiert am 26.03.2019 20:59 Beitrag melden Zitatantwort
27.03.2019 18:19
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Ich hätte SEX in die Überschrift schreiben sollen ...

27.03.2019 18:30
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Ob der Begriff "Sex" als Lockmittel ethisch vertretbar wäre? Ich sage, ja

Manchmal wünschte ich mir, die Menschheit wäre in der Föderation á la Star Trek - es zählen dort Lebewesen, Menschen und deren Würde, ungeachtet von Distanz, Raum oder Zeit. Und ich befürchte, die Menschheit hat immer noch ein Problem als Menschheit zu denken und zu agieren. Es wird in Staaten und Kulturen gedacht - was geht mich der Mensch im Land Ganzweitweg an, auch wenn ich Verursacher*in dessen Leides bin. Was geht mich der Mensch in der Zukunft an? Auch wenn ich die Verursacher*in dessen Leides bin. Was bringt es, etwas heute zu tun, wenn ich wohlmöglich nie erfahre, ob es geholfen hat oder selbst nicht davon profitiere.

editiert am 27.03.2019 18:51 Beitrag melden Zitatantwort
27.03.2019 19:08
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Was mir aber wirklich Mut und Hoffnung gibt, sind die Schüler*innen des FFF Streiks. Überall auf der Welt machen sich Jugendliche und Kinder für etwas stark, weil eine Greta Ethik vorlebt, kombiniert mit zivilem Ungehorsam, Mut und einer gewissen Sturheit. Und ja..., das gibt auch der Klimaethik Hoffnung

29.03.2019 15:13
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Wer von euch hat Kinder?

Wie geht ihr damit um, dass unsere Generation ihnen nicht viel übrig lässt, außer einem Haufen Probleme, den sie dann mit möglichst guter Ausbildung und neu zu entwickelnder Technik abarbeiten sollen?

Gersts Botschaft an (ungeborene) Enkel: "Ich schau auf euren wunderschönen Planeten"

https://www.youtube.com/w [...] 5E9MDJPo

editiert am 29.03.2019 15:26 Beitrag melden Zitatantwort
01.04.2019 22:07
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Zitat aus einen Kommentar auf SPON

Zitat Klimakatastrophe
Die Kinder sind längst noch nicht wütend genug

Die Schülerinnen und Schüler, die jeden Freitag auf die Straße gehen, haben etwas Entsetzliches verstanden: Sie werden gerade verraten. Dafür hat diese Woche wieder erschütternde Beispiele geliefert.
...
Bitte stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie und Ihr Partner haben ein Kind im Grundschulalter. Es leidet an einer seltenen Erbkrankheit. Ab spätestens seinem 18. Lebensjahr wird es immer stärkere Schmerzen und andere Qualen erleiden. Seine Lebenserwartung ist drastisch verkürzt.

Es gibt eine Therapie, die den Ausbruch der Krankheit möglicherweise verhindern könnte. Diese Therapie ist aber teuer und wird, weil sie noch experimentell ist, nicht von der Krankenkasse bezahlt. Um sie finanzieren zu können, müssten Sie sich finanziell einschränken. Sie müssten etwa Ihr Auto verkaufen und könnten erst einmal keine Auslandsreisen mehr unternehmen.

Sorry, das ist einfach zu viel verlangt

Würden Sie Ihrem Kind erklären, Sie hätten das mal durchgerechnet, das sei einfach zu viel verlangt?
Würden Sie ihm sagen, dass Ihnen die Nützlichkeit und die sinnliche Erfahrung des Autofahrens, die jährliche Fernreise einfach wichtiger sind als sein Wohlergehen? Dass es sich nicht so haben solle, man wisse ja sowieso nicht so genau, wie schlimm die Schmerzen einmal sein würden und wie viel früher es sterben werde? Das könne man ja auch erst einmal abwarten?

Würden Sie es, wenn es protestiert, verzogen und selbstsüchtig nennen?
...

http://www.spiegel.de/wis [...] 262.html

01.04.2019 22:17
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Guter Artikel, Cacil, danke!

Dennoch sehe ich einen Haken bei dieser Analogie - beim kranken Kind haben die Eltern es selbst in der Hand zu "retten". Beim Klima besitzen sie diese Macht nicht alleine und ich befürchte, das ist der Grund, warum viele wegsehen, weghören...Deshalb ist es um so wichtiger, dass diese Analogie von Menschen verstanden wird, die am großen Rad drehen können - sprich Politiker*innen. Diese brauchen aber wiederum die Unterstützung aller und hier greift die Analogie wieder.

Und natürlich bestehen weitere Haken - die emotionale Verbindung und die unmittelbar gefühlte Gefahr. Die meisten Eltern (also, davon gehe ich mal aus) würden ihr Leben hingeben, wenn sie ihr Kind z.B vor dem Ertrinken retten müssten. Aber - Klimawandel, Klimakatastrophen etc. ist für viele noch immer abstrakt und man kann sich damit beruhigen, dass es 1. einen nicht trifft 2. die Prognosen falsch sind 3. niemand einen persönlich verantwortlich machen kann, denn man kann es auf andere o. alle schieben. Gruppengedöns halt....

editiert am 01.04.2019 22:31 Beitrag melden Zitatantwort
01.04.2019 22:38
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Das ist ja auch nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Kommentar, den man sich ruhig als Ganzes reinziehen kann. Die Analogie greift m. E. insofern, als es darum geht, wie man mit der protestierenden Jugend umgeht, wie sie von einigen beschimpft, lächerlich gemacht, bedroht wird.

Außerdem greift das Beispiel in seiner Verkürzung noch mal recht plastisch den ethisch-moralischen Aspekt heraus.


01.04.2019 23:07
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Ich habe den Artikel gelesen Menno, ich bin es, ventidue

Wir 2 haben in Bezug auf "Emotionalität" meist keinen Konsens, dabei beschreibt FFF genau dieses. Eltern, Konservative etc. reagieren emotional auf FFF, weil sie sich 1. als Oberlehrer*innen/Machtinhaber*innen aufspielen können 2. sich gestört fühlen 3. sich ertappt fühlen. Die FFF´ler empfinden natürlich emotional, da sie sich emotional engagieren und die Klimathemen mit Leben und Emotion gefüllt werden. Es gibt Sinn, es ist ethisch, es lohnt sich dafür zu kämpfen, es ist ein "Wir Gefühl" entstanden.
Und der Impuls war eine Greta, die nichts gesagt hat, was nicht andere schon Millionen Mal gesagt haben, aber ihre Courage und, vielleicht, weil sie eben ist wie sie ist, hat den emotionalen Funken in ein Feuer entfacht. Dieses Feuer spüren aber nicht alle. Moral u. Ethik ohne Emotion ist einfach schwierig zu "verkaufen". Ich sage jemanden, es verhungern Millionen von Kindern oder ich zeige ein Bild eines verhungernden Kindes - moralisch 1:1 das gleiche, aber auf was reagieren Menschen meist? Zumindest in der Sekunde - und in dieser Sekunde hat Moral/Ethik zumindest eine höhere Chance zum Umdenken und zum Handeln zu bewegen.

Es wäre ehrlich gesagt sehr strange, wenn nach so kurzer Zeit der Streiks plötzlich viele umdenken würden. Widerstände gehören zur jeden bedeutenden Bewegung.

12.04.2019 12:01
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!!!! Klimakiller Nr.1 ist die Massentierhaltung !!!!

Mit uuuunfassbar und grausam gestiegenen Leid
für die betroffenen Tiere

Ja, durchaus,
DA können wir mal über Ethik sprechen.....

btw, Nebeneffekt / kausale Erfassung :

Die damit einhergehend gesundheitsmindernden Schäden für den Menschen ( Krankheiten, Resistenzen, Grundwasser.... ) sind in der Folge zwar konsequent, entsprechen jedenfalls nicht zu vernachlässigenden Entitäten und dürften somit für Mischköstler wohl spätestens an diesem Punkt ebenso von Belang sein daran mitzuwirken eine gelingende Agrarwende einzuleiten 🌾🐛



13.09.2019 15:52
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https://www.tagesschau.de [...] 101.html

ZitatExtremwetter vertreibt Millionen Menschen

Überschwemmungen und Zyklone machen immer mehr Menschen zu Flüchtlingen im eigenen Land: Im ersten Halbjahr 2019 waren es laut einem Expertenbericht sieben Millionen Menschen. Und die Zahl könnte sich noch mehr als verdreifachen.

(...)


Diejenigen, die am wenigsten dazu beigetragen haben, tragen am schwersten an den Folgen.

13.09.2019 16:49
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Oki die Debatte hier wird also doch noch befruchtet?

Ich sah den Thread nämlich etwas vernachlässigt versauern und hatte deshalb meinen Beitrag oben dann in den "Tier-und-Wir"-Thread implementiert. Offensichtlich vergass ich selbigen dann anschliessend hier zu löschen, aber er kann ja auch hier verbleiben, denke ich mir jetzt.

Nun, grundsätzlich finde ich wichtig gerade hier keine (die/wir)-Polarisierung aufzuzeichnen denn ausserhalb der bestehenden Gegebenheiten sind wir ja aufeinander angewiesen uns gegenseitig zuzuhören.

Diese Schwierigkeit dürfte eine Herausforderung sein, aber mal sehen, vielleicht gelingt es ja

Ich jedenfalls verurteile keinesfalls Mischköstler dafür was sie essen, vielmehr würde ich mir allein nur wünschen sie schenkten dieser Thematik hier mal ihre Aufmerksamkeit und würden damit die von Wirtschaftslobbyisten instruierte Unbekümmertheit aufbrechen

Für Mensch und Tier entstünde ein win/win

I have a dream



13.09.2019 18:02
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ups ! ... den thread habe ich noch gar nicht gesehen.

Klimaethik
wir machen uns hier einen Kopf und dem Präsidenten Brasiliens ist das völlig egal:
sowohl das Klima als auch Deutschland.

wenn nicht alle mitmachen wird das sowieso nix.



14.09.2019 15:25
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.09.2019 um 16:49:

(...)

Nun, grundsätzlich finde ich wichtig gerade hier keine (die/wir)-Polarisierung aufzuzeichnen denn ausserhalb der bestehenden Gegebenheiten sind wir ja aufeinander angewiesen uns gegenseitig zuzuhören.

(...)



Bezieht sich das auf meinen gestern geposteten Beitrag?

Jo, wenn alles, was du mal besessen hast, zerstört ist, du dich mit dem nackten Leben auf die Flucht begeben hast und jetzt in irgendnem Lager unter katastrophalen Bedingungen festhängst, dann hast du sicher Nerven dafür, auf wir/die Polarisierungen zu verzichten.

Es ist nun mal ein Fakt, dass der Lebensstil eines Teils der Menschheit, die Lebensgrundlagen eines anderen Teils der Menschheit zerstört. Die Ärmsten der Armen werden am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein, das wurde genau so seit den 1960er Jahren prognostiziert.

Aber da sitzen „wir“ hier lieber im Trockenen, verleugnen menschliche Einflüsse auf das Klima, schieben längst fällige Maßnahmen auf die lange Bank und beklagen uns über die bösen „Wirtschaftsflüchtlinge“.


15.09.2019 18:26
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Nein das bezieht sich nicht auf dich, vielmehr auf uns alle, also incl. mir selbst.

Selbstverständlich ist mir bewusst dass sich bei bestimmten Berührungspunkten durchaus eine Dynamik ergeben kann, wenn sich Frust, Hoffnung, Fassungslosigkeit, Schmerz und soviele Gefühlsregungen einstellen dann bleibt es nicht aus dass man sich anklagend, vorwurfsvoll oder ironisch artikuliert, kein Ding
-ich bin nicht frei davon- ich möchte nur immer wieder dahin zurückkehren, dass, wenn ich mir etwas (hier: Veränderung) wünsche, darum auch werbe, anstatt Fronten (die/wir) einzurichten resp zuzulassen.

Da ziehen wir dann zwar alle am selben Strang,
aber leider in verschiedene Richtungen.

Da wäre ich dann aussen vor da nicht davon überzeugt.
So meinte ich das.



15.09.2019 21:06
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Zitat
Tehejekuetrheed
schrieb am 13.09.2019 um 18:02:

ups ! ... den thread habe ich noch gar nicht gesehen.

Klimaethik
wir machen uns hier einen Kopf und dem Präsidenten Brasiliens ist das völlig egal:
sowohl das Klima als auch Deutschland.

wenn nicht alle mitmachen wird das sowieso nix.



...aber irgendeiner muss doch mal anfangen, sonst wird es doch erst recht nix

21.09.2019 18:25
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https://www.tagesschau.de [...] 101.html
Zitat
Himalaya und Klimakrise
Weniger Gletscher - weniger Trinkwasser

Im Himalaya schmelzen die Gletscher doppelt so schnell wie vor der Jahrtausendwende. Klimatologen warnen: Die Wasserversorgung von 1,6 Milliarden Menschen ist dadurch bedroht.
(...)


21.09.2019 19:34
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CO2 Steuer...... sinnvolle Maßnahme oder unfaire Belastung

Auf dem Weg zur Klima, Sozialer Gerechtigkeit

https://m.youtube.com/watch?v=Oszgfglikyu

editiert am 21.09.2019 19:35 Beitrag melden Zitatantwort
21.09.2019 23:22
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Die Kids sind super.

Ich würde denen den Vorschlag machen, sich notariell beglaubigt, von ihren Eltern enterben zu lassen. Somit wären Sie auch die schwere Last los, die ihre Assieltern, denen alles egal ist, ihnen auf die Schultern legen - und das mit den dümmsten Ausreden!!!

"Greta ist eh nur bezahlt", "die Kinder sollten mal was lernen", "das sind noch Kinder, die haben gar keine Ahnung".

Alles Gelaber, um selber den Arsch nicht hoch kriegen zu müssen. Wenn ich solche Kinder hätte, wäre ich meeega-stolz.

Dass das die Doofpolitiker versuchen auszunutzen ist ja generell klar so und nichts neues. Aber die message ist doch ganz klar und sie kommt von Herzen.

Wir sollten sie ALLE von Herzen unterstützen - dann sind die Kinder stolz und wir können stolz sein, dass wir es mal geschafft haben, zusammen zu halten und etwas Positives zu bewegen.


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